Zytologie: Normalbefunde Monozyten-Makrophagen-System

Monozytopoese
Funktion der Phagozyten

Monozytopoese

Von der Monozytopoese sind nur einige wenige Promonozyten und Monozyten im Knochenmark zu erkennen. Monozyten und die neutrophilen Granulozyten entstehen aus einer gemeinsamen granulopoetischen-monopoetischen Vorläuferzelle, der CFUGM.

Die Vorstufen der Monozyten im Knochenmark (Monoblasten und Promonozyten) sind nur schwer von Myeloblasten und Monozyten zu unterscheiden. Sie besitzen einen großen, zentral gelegenen, ovalen Zellkern. Das Zytoplasma färbt sich blau an und enthält zahlreiche Vakuolen.

Nach einer Verweildauer von bis zu 40 Stunden im peripheren Blut treten sie in das Gewebe über, in dem sie zu Makrophagen ausreifen. Je nach dem Gewebe in dem sie sich ansiedeln, können sie eine unterschiedliche Funktion wahrnehmen.

Funktion der Phagozyten

Bei den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) werden zwei Gruppen unterschieden, die Lymphozyten und die Phagozyten. Zu den Phagozyten gehören die Granulozyten (neutrophile-polymorphkernige, eosinophile, basophile) und die Monozyten.

Die Funktion der Neutrophilen-Granulozyten und der Monozyten läßt sich in drei Stufen untergliedern:

1) Chemotaxis (Zellmobilisation)

Durch exogene (chemotaktische) Reize aus geschädigten Zellen werden die neutrophilen Granulozyten und Monozyten an einen Entzündungsherd gezogen.

2) Phagozytose

Die Phagozytose wird durch eine "Opsonierung (oder auch Markierung)" von Fremdzellen unterstützt. Sowohl Fremdzellen wie Bakterien und Pilze, als auch körpereigene Zellen, wie Erythrozyten und Thrombozyten können nach einer Opsonierung phagozytiert werden. Die Opsonierung der Zellen wird durch Immunglobuline und Komplement vermittelt.

Makrophagen präsentieren Fremdantigene gegenüber dem Immunsystem und sezernieren Wachstumsfaktoren.

3) Enzymatischer Abbau

Sowohl über sauerstoffabhängige, als auch über sauerstoffunabhängige Stoffwechsel-Vorgänge geschieht der weitere Abbau.

Sauerstoffabhängig:
Aus O2 und NADPH werden Superoxid (O2-), Wasserstoffperoxid (H2O2) und andere aktive Sauerstofformen gebildet. Das H2O2 reagiert in den neutrophilen Granulozyten mit Myeloperoxidasen und Halogeniden, wodurch die Bakterien abgetötet werden.

Sauerstoffunabhängig:
Hier kommt es zu einem pH-Abfall innerhalb der Vakuolen der Phagozyten. Daraufhin werden lysosomale Enzyme freigeschüttet.



© '98 Hämatologie und Onkologie, Charité Universitätsmedizin Berlin


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