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Es handelt sich um ein zytologisches Präparat, in dem die Einzelheiten der Zellen besonders gut zu erkennen sind. Die Beurteilung des Zellgehaltes in einem solchen Präparat ist jedoch nicht immer repräsentativ für den Zellgehalt des Knochenmarks. Bei der Auswertung des Knochenmarkpunktats sind folgende Punkte zu berücksichtigen: Zellgehalt; Verhältnis Granulopoese zu Erythropoese (G/E-Index), Ausreifung der Erythropoese, Ausreifung der Granulopoese, Gehalt an Myeloblasten, Gehalt an Megakaryozyten, Gehalt an Lymphozyten und Plasmazellen.
Abb. 16 a: Knochenmark-Histologie bei normalem Knochenmark Bei dieser Methode wird ein histologisches Präparat gewonnen, das eine Aussage über den echten Zellgehalt im Knochenmark ermöglicht. Die Einzelheiten der Zellen sind jedoch nicht so gut zu erkennen wie bei der Knochenmark- Bei dieser sehr genauen Methode erfolgt die Bestimmung der Hämoglobin- Früher erfolgte die Zählung der Blutkörperchen in der Zählkammer. Wegen ihrer Ungenauigkeit wird diese Methode heute nur noch selten angewendet. Die Zellzählung erfolgt heute elektronisch nach dem Widerstandsmeßprinzip. Jede Blutzelle ergibt dabei einen elektrischen Impuls, wobei die Impulsgröße vom Zellvolumen abhängig ist. Die Gesamtzahl der Impulse entspricht der Erythrozytenzahl. Die Leukozytenzahl wird bestimmt nach Hämolyse der Erythrozyten. Die Thrombozyten werden aufgrund ihres kleinen Volumens von den anderen Blutzellen unterschieden und gezählt. Aufgrund ihres unterschiedlichen Volumens werden die Leukozyten in kleine, mittlere und große Leukozyten unterteilt. Bei gesunden Probanden entsprechen die kleinen Leukozyten den Lymphozyten und die großen Leukozyten den segmentkernigen neutrophilen Granulozyten. Die mittelgroßen Leukozyten entsprechen den Monozyten. Mit dieser Methode können abnorme Anteile der verschieden großen Leukozytenarten erkannt werden. Eine genaue Benennung krankhafter Zellen ist jedoch mit dieser Methode nicht möglich. Dies erfordert die mikroskopische Differenzierung eines gefärbten Blutausstriches. Normalerweise findet man bei der Frau über 4 Mio Erythrozyten/µl und beim Mann über 4,5 Mio Erythrozyten/µl sowie 4.000 - 9.000 Leukozyten/µl und 150.000 - 300.000 Thrombozyten/µl. Der Hämatokrit gibt den Anteil der Erythrozyten am Gesamtblut an. Früher wurde diese Größe in der Hämatokrit- Die Erythrozytenindizies sind abgeleitete Größen, die sich aus Erythrozytenzahl, Hämoglobin-Konzentration und Hämatokrit ergeben. Mittleres korpuskuläres Hämoglobin (MCH) = Hämoglobin-Konzentration / Erythrozytenzahl (Normalbereich 28 - 35 pg) Mittleres korpuskuläres Volumen (MCV) = Hämatokrit / Erythrozytenzahl (Normalbereich 80 - 100 fl) Mittlere korpuskuläre Hämoglobin-Konzentration (MCHC) = Hämoglobin- Das MCHC ist die Hämoglobin-Konzentration in den Erythrozyten, während die Hämoglobin-Konzentration im Gesamtblut bestimmt wird. Ein Tropfen EDTA-Blut wird auf einen Objektträger ausgestrichen und getrocknet. Um einen guten Blutausstrich herzustellen, bedarf es großer Übung. Die Färbung erfolgt nach der Methode von Pappenheim (May- Bei diesen Methoden werden Enzyme in den Blutzellen nachgewiesen, um diese Zellen besser zu charakterisieren. Die wichtigste zytochemische Untersuchung ist die Peroxidase- Betrachtet man den Ausstrich anschließend unter einem Mikroskop, so erkennt man die Peroxidase- Neben der Peroxidase-Reaktion ist auch die Esterase-Reaktion von praktischer Bedeutung. Dabei wird ein fixierter Blutausstrich mit einer Lösung von a-Naphthylacetat überschichtet. Das Reaktionsprodukt wird durch ein Kupplungssalz in einen braunen Farbstoff verwandelt. Stark positiv sind vor allem Monozyten und Makrophagen. Die PAS-Reaktion (Perjodsäure-Schiff-Reaktion) hat an Bedeutung verloren. Sie dient zur Unterscheidung von Myeloblasten und Lymphoblasten. Mit diesen immunologischen Methoden werden charakteristische Antigene auf den Blutzellen und in den Blutzellen nachgewiesen. Die Methoden beruhen auf der wunderbaren Spezifität zwischen Antigen und Antikörper. Durch die Entwicklung monoklonaler Antikörper haben diese Untersuchungen eine große Erweiterung erfahren. Mit monoklonalen Antikörpern lassen sich auch Antigene nachweisen, die nicht mit chemischen Methoden isoliert werden können. Die Antikörper gegen Leukozyten-Antigene werden durch CD-Nummern charakterisiert. CD bedeutet "cluster of differentiation". Einige wichtige CD-Nummern sind: Es werden drei verschiedene Methoden eingesetzt, um Antigene mit immunologischen Methoden auf Blutzellen nachzuweisen. Die älteste Methode ist die Immunfluoreszenz-Mikroskopie. Bei dieser Methode werden die Lymphozyten (und Monozyten) über einen Dichte- Dieser Stoff hat die Eigenschaft, daß er im unsichtbaren UV-Licht gelb aufleuchtet. Betrachtet man die Zellen nun durch ein Fluoreszenz- Bei der Durchflußzytometrie werden Zellen, an die sich ein Fluoreszein- Nur ein Lichtmikroskop wird bei den immunzytochemischen Methoden benötigt. Dabei können Blut- oder Knochenmark- Die Auswertung der Ausstriche erfolgt im Lichtmikroskop. Die positiven Zellen sind an ihrer Gelbfärbung (bei der Immun- Die folgenden Abbildungen geben eine Übersicht über die Entwicklung der Blutzellen im Knochenmark und die Veränderung verschiedener Antigene im Rahmen der Blutzellentwicklung. Hierbei handelt es sich um Methoden, die auf DNA-Ebene arbeiten. Am bekanntesten sind der Southern-
Das Knochenmark kann auch durch eine Beckenstanze untersucht werden. Dabei wird mit einer Jamshidi-Hämoglobinbestimmung im Blut
Blutzell- Zählung
Differentialblutbild
Zytochemie
Immunzytochemie
CD 3 = T-Zellen,
CD 4 = T-Helfer-Lymphozyten,
CD 8 = T-Suppressor-Lymphozyten,
CD 10 = calla Antigen,
CD 13 und CD 33 = myeloische Zellen,
CD 19, CD 20 und CD 22 = B-Zellen,
CD 45 = Pan-Leukozyten-Antigen,
CD 61 =Thrombo-zyten und Megakaryozyten,
CD 34 = Stammzellen und Progenitorzellen.Molekularbiologie
© '98 Hämatologie und Onkologie, Charité Universitätsmedizin Berlin
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