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Vibrationsmassage bei Asthma bronchiale

MCarcx W. hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle !

Kann mir jemand Auskunft zur Vibrationsmassage bei

Astma bronchiale geben ?

Unser Sohn (5) leidet seit 2 Jahren an Astma und hat alle 4 Wochen sehr schlimme Anfälle, daß der Kinderarzt nur noch mit Antibiotika behandeln kann.

Er muss 2x tgl. mit Pulmikort inhalieren und bei schlechten

Peak-Flow zusätzlich mit Apsumol.

Danke im Vorraus

Antworten
R!ic>hard2 Friexdel


Der Wortlaut Ihrer Fragestellung scheint auf etwas wie Asthmabehandlung durch Massage und nicht mit Massage als Nebenmaßnahme hinzudeuten. Die Asthmamethode mit Vibrationen im Mittelpunkt nach Dr. James gibt es in Australien

Ansonsten ist vielleicht folgendes aus "Chronische Bronchitis" von Bernhard Lauber relevant:

"Techniken zur Bronchialreinigung

1. Drainagelagerung bzw. Lagewechsel mit Dehnlagerung evtl. in Kombination mit äußeren Klopfungen auf die Brust.

Wirkung: über Schwerkrafteffekt und forcierten Aus-atemstrom bei aktiver Ausatmung.

2. Vertikale Erschütterung

(z. B. Schwingen auf dem Trampolin oder Pezzi-Ball) Wirkung: Mobilisieren des Schleimes über Schwer-krafteffekt und atemsynchrone Bronchialkaliber-schwankungen mit unterschiedlichen Fließgeschwin-digkeiten bei Ein- und Ausatmung und aktiver Aus-atmung; durch die körperliche Aktivität zusätzlich Adrenalinausschüttung und -Wirkung.

Problematik: körperlich belastend, bei falschem Springen auch Verletzungsgefahr.

5. Körperliche Aktivität (Sport) und thorax-mobilisierende Übungen

Wirkung: wie (2.); zusätzlich Training des Herz-Kreislauf-Systems und vertiefte Atmung. Steigerung der Ausdauerbelastbarkeit. Damit werden aber auch Einatemtrainer entbehrlich.

4. Bronchiale Selbstreinigungstechniken (Autogene Drainage)

Wirkung: Durch das konzentrierte Atmen im exspiratorischen Reservevolumen (s. S. 43) kommt es zur Schleimmobilisierung, anschließend durch vertiefte Atemzüge zum Schleimtransport gegen die Schwer-kraft Richtung Mund.

Problematik: Nur mit »Körpergefühl« und gleichzeitig reichlich vorhandenem Schleim zu erlernen; eine in der Technik und deren Variationsmöglichkeiten er-fahrene Krankengymnastin ist Voraussetzung.

5. PEP-Maske in Kombination mit atemerleichternden Körperstellungen.

Wirkung: Der Patient hustet oder atmet in eine Maske bzw. Mundstück mit individuell gewähltem Ausatem-widerstand (PEP = positiver Exspirationsdruck); die Erhöhung des intrabronchialen Druckes verhindert die exspiratorische Obstruktion bzw. Kollaps in den peripheren und auch großen Atem wegen. Damit kommt es zur Verbesserung des Schleimtransportes auch aus den kleinen Bronchien, zur Abnahme der Überblähung und Besserung des Gasaustausches.

6. Flutter (Deutschland und Österreich: »VRP1 Desitin«; Schweiz: »Flutter VRP l«) (Schwingung der Bronchialwand durch Trillerpfeife mit Thoraxresonanz)

Wirkung: Nach normaler Einatmung erfolgt eine ver-längerte Ausatmung bzw. aktives Ausblasen der Luft

in eine mit einer Stahlkugel verschlossene Pfeife. Das Gewicht dieser Kugel ist so bemessen, daß der im Stakkato entweichende Atemstrom die Thoraxresonanzfre-quenz erreicht.

Dadurch kommt es zu einer Vibration des Ausatemstro-mes mit Schwingungen der Bronchialwand (endogene Perkussion). Durch die aktive Ausatmung gegen einen Widerstand mit einem Überdruck bis knapp 15 cm Wassersäule kommt es zur Erweiterung der Atemwege. Außerdem wird ein eventueller Atemwegkollaps verhin-dert.

7. »Lange« Lippenbremse

Wirkung: aus maximaler Einatmung langsame und aktiv verlängerte Ausatmung gegen einen Widerstand (Lip-pen), mit Verhinderung des exspiratorischen Bronchial-kollapses, fördert den Schleimtransport oralwärts.

8. Huffing

Wirkung: Rasche Ausatmung bei offener Glottis (wie beim Anhauchen einer Glasscheibe) entfernt den Schleim aus der Luftröhre, die dynamische Kompression der Atemwege und deren Reizung wird mit diesem Ma-növer in Grenzen gehalten.

9. Hochfrequenz-Jet-Ventilation (HFfV)

Wirkung: Durch den schnellen wechselnden Druckan-stieg entstehen Scherkräfte auf den an der Bronchialwand haftenden Schleim; außerdem wird ein positiver Druck in den Bronchien aufgebaut, der die Bronchien erweitert und den Atemwegskollaps verhindert. Zusätzlich erfolgt eine Ventilation.

Problematik: für den Patienten oft anstrengend; technisch aufwendig und teuer, deshalb der Klinik vorbehal-ten (zentrale Gasversorgung); Anfeuchtung des Atemgases erforderlich, da das kalte und insbesondere auch trockene Atemgas die Bronchien reizen kann. Durch die Einführung des »Flutter« (siehe Punkt 6) heute meist entbehrlich geworden."

Gruß

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