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Wär kennt sich mit Schimmelpilzallergie aus?

L*unxa1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe durch einen Bluttest erfahren das ich eine Schimmelpilzallergie auf Penicillium und Aspergillus fumigatus habe. Mein Arzt hat mir geraten meine Wohnung und Arbeitsplatz auf diese zu untersuchen aber weder im Büro noch in meiner Wohnung sind Anzeichen für Schimmel oder so. Wie sieht es aus mit Nahrungsmittel? Muss ich da auch welche meiden?

Gruss Luna

Antworten
S<chadstokffe)rmittlxer hat geantwortet


Schimmel kann versteckt auftreten

Salut Luna!

Ein mikrobiologischer Schaden muss nicht zwangsläufig sofort ins Auge fallen. Er kann sich hinter Möbelstücken oder sogar unter Bodenbelägen verbergen.

Wurde der Test denn auf Grund von Allergiesymptomen vorgenommen? Wenn ja: Wann und wo treten diese verstärkt auf?

Beobachten Sie sich selbst , ob sich nach dem Genuß von bestimmten Lebensmitteln etwas ändert. Zeigen sich Unverträglichkeiten wie Völlegefühl/Blähbauch nach dem Genuß von edelsüßem, botrytishaltigem Wein? Hat sich Ihr Eßverhalten wegen solcher Unverträglichkeiten in letzter Zeit (zwangsläufig) geändert? Wie vertragen Sie Hefegebäck, Käse mit Edelschimmel oder Fruchtsäfte?

Meiden sollten Sie erst nach kritischer Überprüfung.

An erster Stelle sollten Sie versuchen, die Ursachen für die Immunantwort herauszufinden! Es sollte möglichst schnell sichergestellt werden, ob ein versteckter Befall in Ihrem Umfeld vorliegt. Bestätigt sich der Verdacht, sind die Ursachen zu eruieren und abzustellen. Damit ist dann die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und dauerhafte Sanierung gegeben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die Probleme dann durch die daraus resultierende Allergenkarenz gelöst.

Gruß, R.Bold.

S}chimmhelE[xpexrt hat geantwortet


Schadstoffermittler hat sehr recht

In der Tat, 80% der Schimmelfälle sind "versteckte" Fälle, also unter dem Fußboden (zB Estrich...) etc.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat erstmalig in 2004 eine 8-Länder-Studie zum Zusammenhang Wohnen und Gesundheit durchgeführt, Schimmel in Wohnung führt zu 10 ziemlich gravierenden Symptomen/Krankheiten,....

Vorgehensweise:

1. Gutachter aussuchen (seeeehr wichtig, es gibt nur wenige gute)

2. Wohnung auf MVOC messen lassen: das "OB" (das sind Ausdünstungen von Schimmelpilzen, dient als Nachweis derselben...); NICHT auf Sporen untersuchen lassen im ersten Schritt, weil Sporen "sporadisch" (sorry für das Wortspiel) auftreten können, je nach Wachstumsbedingungen sind also mal welche da und mal nicht.

3. Schimmelhund einsetzen, um die Quelle des des Schadens zu lokalisieren (das WO).

4. Ordentlich sanieren (d.h. alles Feuchte RAUSWERFEN, steht schon in der Bibel... ;-))

MhG

J.

L4unax1 hat geantwortet


Hallo,

vielen Dank für die Antworten! Hätte da noch eine Frage... Wie häufig muss man mit dem Schimmelpilz in Kontakt kommen das eine Allergie ausbricht? Reichen schon 1 Stunde am Tag? Laut Bluttest reagiere sehr stark auf Penicillium und Aspergillus.

Gruss

Skchimm'el8Expert hat geantwortet


Schimmel!

Hallo Luna!

Das ist ganz unterschiedlich, wie häufig man Kontakt haben muß, was aber sehr ungewöhnlich ist, ist diese heftige Allergie laut Blutuntersuchung. Selbst die meisten Menschen, die sehr unter schimmeligen Räumen leiden, haben nur geringe Ergebnisse inder Blutuntersuchung.

Es wäre sehr, sehr interessant, zu wissen, welche Blutuntersuchung wurde genau durchgeführt (IgE, IgM?).

Warum hast Du diese Untersuchung machen lassen, welche Beschwerden haben Dich dazu veranlaßt?

Alles Gute

J.

LCu~nax1 hat geantwortet


Hallo!

ich glaube das war ein Igg4 Test .... habe die Unterlagen leider zu Hause liegen.

Ich leide seit einer langen Zeit an Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ich hatte einen Magen-Darm Pilz der sehr hartnäckig war, aber jetzt weg ist. Obwohl ich die Nahrungsmittel auf die ich reagiert habe weglies ging es mir nur für eine kurze Zeit besser und ich verlor auch entlich wieder etwas Gewicht. Doch meine Unverträglichkeiten nahmen zu und auch mein Gewicht und ich bekamen immer mehr Atemprobleme, aber vor allem die Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Lustlosigkeit usw. wurde/werden immer schlimmer. Dies alles veranlasste meinen Arzt zu diesen Bluttest. Ich bin noch keine 30 aber fühle mich wie 50...habe einfach keine Energie mehr.

Gruss

SUchim>me?lExxpert hat geantwortet


Wohnung untersuchen

Das klingt sehr, als wenn Du unter einer schimmeligen (übrigens ist nicht nur Schímmel das Problem, sondern auch sonstiger mikrobieller Befall, zB Bakterien) Wohnung leidest - wie kommst Du zu der Einschätzung, daß Du "nur" eine Stunde pro Tag dem Schimmel ausgesetzt bist? Gehst Du für eine Stunde in einen Raum mit sichtbarem Schimmel? In 80% der Fälle sieht man den Schimmel NICHT, also die Chancen, daß weitere Räume auch Schimmel haben, sind ziemlich groß....

Ich würde die Wohnung unbedingt auf mVOC, das sind Indikator-Stoffwechselprodukte, die immer bei Schimmel auftreten, untersuchen lassen, NICHT auf SPOREN, weil die mal da sind, mal auch nicht. Dann auch noch einen Schimmelhund reinschicken...

LG

J.

CCatzoe hat geantwortet


Hi! Habe auch eine Schimmelpilzallergie, leider habe ich noch nicht konkret nachprüfen lassen, gegen WELCHE Schimmelpilze ich allergisch bin bzw. WO genau sich der elende Schimmel verstecken könnte. Kann ja im Prinzip alles sein: Schimmel in der Wohnung (sehen tu' ich nichts), meine Topfpflanzen, Schimmel wegen Nahrung, etc.

Habe bisher nur diesen Hauttest (Pricktest?) machen lassen und habe da ziemlich doll auf Schimmel reagiert. Blutuntersuchung wird wahrscheinlich noch folgen, bekomme im Juni erstmal dieses Pflaster auf den Rücken geklebt.

Was müßte ich tun, um genau herauszufinden, gegen welche Art von Schimmeln ich allergisch bin?

L3u3nax1 hat geantwortet


Hallo SchimmelExpert,

>sondern auch sonstiger mikrobieller Befall, zB Bakterien. In der Wohnung?

Wegen der 1 Stunde kommt daher das ich einen VW Bus besitze mit einem Aufstelldach und am Dach sind überall Schimmelflecken.

Da ich in einer Mietswohnung wohne und eine Untersuchung auf Schimmelpilze usw. mind. 400,-€ kostet, habe ich dieses noch nicht veranlasst. Ich denke das der Vermieter dieses nicht zahlen muss oder?

Leider geht es mir immer schlechter und ich werde diese Untersuchung wohl machen müssen.

Was ich mich aber auch Frage wieso es mir so schlecht geht und mein Freund überhaupt nicht! Ich denke das der Pilz und die Unverträglichkeiten usw. nur der Auslöser der Beschwerden sind aber wo liegt die Ursache?

Gruss

S0chiKmmetlExperxt hat geantwortet


Ja, in der Wohnung...

Hallo Luna1!

Ja, Menschen kann es unter den gleichen Umständen ziemlich unterschiedlich ergehen, je nach Konstitution und insbesondere auch je nach Vorschädigung, zB kann die weibliche Leber wesentlich (!) weniger Schadstoffe ab als die männliche, d.h. bei gleich hohem Alkoholkonsum bekommt "frau" wesentlich eher und häufiger Probleme....

Ich würde in der Tat die Wohnung untersuchen lassen, auch wenn es 400€ kostet, es könnte das am besten investierte Geld sein...

Die beste Reihenfolge ist

1. gespräch mit Vermieter, daß Du gesundheitliche Probleme hast, die immer nur dann auftreten, wenn du in der Wohnung bist; er möge die wohnung untersuchen lassen.

2. Wenn der Vermieter das nicht macht, selber untersuchen lassen, und zwar NICHT auf Sporen von Schimmel (bringt nichts), sondern auf mVOC (das sind die Stoffwechselprodukte von Schimmel)

3. dann dem Vermieter bei positivem Ergebnis die rechnung geben und Miete kürzen, vielleicht noich eine Kopie des Amtsgerichts Wedding-Urteil, wonach erhöhte mVOC-Werte ein Grund zur fristlosen Kündigung wegen Gesundheitsgefährdung sind... ;-)

Viel Glück!

J.

s7amtpfXö7tchen hat geantwortet


ich habe auch einen schimmelpilzallergie.

blumenerde und fruchtsäfte meide ich weil es mir dann wirklich schlecht geht.

dagegen kann man auch nichts machen ausser den sachen konsequent aus dem weg zu gehen....

sie können genuaso schnell verschwinden wie sie gkommen sind. aber ich merke es immer noch obwohl ich so gut wie alles meide was damit zusammenhängt.......

auch von nüssen wird mir schlecht. und hausstauballergie habe ich und duftallergie und wolle und noch so einiges mehr. aber man lernt damit umzugehen...

liebe grüsse

katze

L<u_nax1 hat geantwortet


Ersteinmal vielen Dank für die Antworten und Ratschläge!

Ich werde wohl das Geld für eine Untersuchung der Wohnung investieren.

Mir ist auch aufgefallen das meine Waschmaschine (Waschmittelschublade..) voller Schimmel ist.

@samtpfötchen

ja, man lernt damit umzugehen ... ich muss auch soviel meiden und es geht mir immer schlechter ... ich bin es langsam leid nicht normal leben zu können.

Hast du auch Atemprobleme? Ich habe das Gefühl als ob ein schwerer Stein auf meiner Brust und Rücken liegt.

Lieben Gruss

jxn hat geantwortet


@Luna

> habe durch einen Bluttest erfahren das ich eine

> Schimmelpilzallergie auf Penicillium und Aspergillus fumigatus

> habe.

Diese Tests reagieren auf im Blut vorhandene Antikörper, aber das Vorhandensein der Antikörper ist eine ganz normale gesunde Reaktion, die lediglich zeigt, daß sich dein Organismus irgendwann mal mit diesen Antigenen auseinandergesetzt hat.

Das Vorhandensein der Antikörper bedeutet nicht, daß du eine Allergie auf diese Stoffe hast.

> Mein Arzt hat mir geraten meine Wohnung und

> Arbeitsplatz auf diese zu untersuchen aber weder im

> Büro noch in meiner Wohnung sind Anzeichen für Schimmel

> oder so.

Natürlich nicht. Der Kontakt kann Jahre zurückliegen...

> Wie sieht es aus mit Nahrungsmittel? Muss ich da

> auch welche meiden?

Solange du keine Beschwerden hast, mußt du weder etwas meiden, noch irgendwelche Raumsanierungen durchführen. Laß dir doch bitte keine Angst machen.

Wenn du Allergien vermeiden willst, achte auf eine gesunde Ernährung. Allergien sind ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten.

LEun.a1 hat geantwortet


Hallo jn,

leider habe ich starke Beschwerden ... angefangen mit Unverträglichkeiten auf eine Vielzahl von Nahrungsmittel, Müdigkeit, Magen-Darmbeschwerden, zu hohe Cholisterrinwerte, Konzentrationsschwächen, Kraft- und Lustlosigkeit, Atemprobleme usw. und die Beschwerden werden nehmen zu.

Ich ernähre mich Hauptsächlich von Vollkornprodukten (Bioläden), Schafs- und Ziegenkäse (darf keine Milchprodukte), Honig kein Zucker oder so, keine Fertigprodukte, leider kann ich kaum Obst in rohen Zustand vertragen ansonsten bereite ich alles selber zu ausser Wurstaufschnitt. Ich lebe schon seit über 2 Jahren so und ich glaube das es richtig so ist, oder?

Meine einzige Hoffnung ist es das meine stärker werdenen Beschwerden durch ein Schimmelpilz kommt.

Lg

jZn hat geantwortet


@Luna

Hallo Luna,

> angefangen mit Unverträglichkeiten auf eine Vielzahl von

> Nahrungsmittel, Müdigkeit, Magen-Darmbeschwerden, zu

> hohe Cholisterrinwerte, Konzentrationsschwächen, Kraft-

> und Lustlosigkeit, Atemprobleme usw.

> und die Beschwerden werden nehmen zu.

Sind die Beschwerden denn immer vorhanden? Auch wenn du außer Haus bist? Im Urlaub? Diese Beschwerden können durchaus auch durch lebensbedingte Probleme entstehen - in Familie, Arbeit, Beziehung. Ich würde an deiner Stelle mal zu einem ganzheitlich orientierten Arzt gehen.

> Ich ernähre mich Hauptsächlich von Vollkornprodukten

> (Bioläden), Schafs- und Ziegenkäse (darf keine Milchprodukte),

Ernährungsmäßig gesehen klingt das ja ganz gut. Eine mögliche Verbesserung wäre es, das tierische Eiweiß komplett zu meiden. Und wichtig ist Frischkost! Obst ist da weniger wichtig, aber Gemüse und Salat in allen Varianten ist wichtig.

> Ich lebe schon seit über 2 Jahren so und ich glaube

> das es richtig so ist, oder?

Damit ernährst du dich mit Sicherheit weit besser als der überwiegende Teil der Bevölkerung. Umso erstaunlicher finde ich die Beschwerden. Den Schimmelpilz würde ich zwar nicht ausschließen, aber das kann nicht alles sein. Ein Schimmelpilz erzeugt keinen hohen Cholesterinspiegel...

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