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Heuschnupfen: Bin mit meinem Latein am Ende!

j)n hat geantwortet


@Tracey

> Also ich finde deine Ansichten etwas zu krass.

Krass finde ich, was die übliche zivilisatorische Ernährung mit der Volksgesundheit anrichtet... Mittlerweile erkranken sogar schon Kinder an Rheuma, Arteriosklerose und Diabetes und das wird einfach so hingenommen. Vielleicht muß man da einfach krasse Ansichten entgegensetzen. ;-)

> Übertreiben muss man es ja nicht.

Nein, natürlich nicht. Aber die Ernährungfehler sind bekannt und wer die Folgen vermeiden oder loswerden will, muß diese Fehler konsequent abstellen. So einfach ist das. Wer jeden Tag raucht und davon einen Lungenkrebs hat, wird auch nicht sagen "Aufs Rauchen würde ich nie verzichten, übertreiben muß man es ja nicht..."

> Glaub nicht, dass das was gegen meine Allergie bringen würde.

Tracey, ich sehe meine Aufgabe nicht darin, die Leute davon zu überzeugen. Ich bekomme ja keinen Toaster für 10 neue Vollwertköstler.. ;-) Wenn du für dich darin keinen Sinn siehst, dann ist das absolut in Ordnung. Du wirst sicher den für dich besten Weg finden, mit der Allergie zurecht zu kommen.

> Vor allem, weil ich NIE auf Schokolade (mal zwischendurch)

> verzichten könnte.

Das dachte ich auch mal... Das legt sich, wenn man den Fabrikzucker erst einmal aus der Ernährung geworfen hat. Der Fabrikzucker ist einer der wenigen Stoffe, die tatsächlich eine Sucht im Sinne einer körperlichen Abhängigkeit auslösen.

> Du hörst dich an wie so ein grüner Doktor..

*g* Ich fasse das mal als Kompliment auf.. ;-)

E/rd>beeUre8x2 hat geantwortet


Ne, also ich glaube auch nicht dass ich auf Schokolade verzichten könnte - das will ich auch gar nicht. Ich werde mich auch nicht nur von Vollwert ernähren - auch das könnte ich nicht. Aber wenn man ein wenig bei der Ernährung aufpasst so wie jn es beschrieben hat, dann ist das sicher kein Fehler: Hilft es nichts dann schadets auch nicht denk ich einmal.

aBl0aba8stxer hat geantwortet


Erdbeere

Hallo Erdbeere

Ich muss jetzt hier auch mal meinen Senf dazu geben. Allergien kommen nicht nur von falscher Ernährung oder zu viel Sauberkeit! Allergien können auch vererbt werden. So ist das mir! Ich habe so viele Allergien das es nicht mal mehr über das Blut ausgetestet werden kann. Es sind weit über 50 von Pollen über Lebensmittel, Latex, Nickel, Hausstaub, Schimmelpilz usw.. Ich habe auch schon so einiges an Tabletten versucht. Von Februar bis zur Gräserblüte überlebe nur mit 2 Tabletten am Tag. Morgens nehme ich Reactine duo und abend Loratin oder ähnliches (das ist dann ganz OK). Wenn die Gräser anfangen bis Mitte August Spritz mein Arzt mir in den Pomuskel Kortison. Eine Spritze hält so ca. 4 Wochen. Danach plagen mich keine Pollen mehr nur noch die restlichen Allergien. Eine Kreuzallergie mit Lebensmitte (meist Gemüse, Obst und Gewürze) oder Astma kommt wenn man lange eine Allergie nicht richtig behandelt. Ärzte sagen dazu die Allergie geht eine Etage tiefer. Wenn eine Allergie soweit fortgeschritten ist hilft auch keine Hyposensibilisierung mehr. Ich habe es trotzdem versucht (2mal). Die haben außer einer total quälerrei von September bis März es nur verschlimmert. Was ich im nächsten Jahr versuchen werde ist Akkupunktur. Ich habe jetzt von verschiedenen Personen berichtet bekommen das es sehr gut sein soll. Leider übernimmt dieses Verfahren nicht die Krankenkasse. Eine Sitzung kostet zwischen 40-50 €. Im ersten Jahr benötigt mach 8 Sitzungen. In den darauffolgenden Jahren 3-4 Sitzungen. Es gibt wohl auch eine Methode mit 7 Dauernadel die über die schlimmste Zeit in der Haut bleiben. Davon habe ich allerdings noch nicht so viele Erfahrungsbericht gehört. Als letzten Tip an alle die Allergien haben es gibt ein Heft von Öko-Test das Heuschnupfen heißt. Das ist sehr zu Empfehlen. Dort wird auch Akkupunktur als gut befunden.

Viele Grüße und viel Durchhaltevermögen

E}rdbe1erge8B2 hat geantwortet


Bei mir ist es wohl auch vererbt... immerhin ist mein Vater auch schwerer Allergiker.

Dir auch alles Gute!

B/eatC$h hat geantwortet


"erdbeere

Hallo erdbeere82

Was mich etwas erstaunt ist die Tatsache, dass Du sowohl im Allergieforum über Allergieen im weitesten Sinne und im Magen-/Darmforum über solche Probleme klagst.

Glaube mir, es klliegt auf der Hand, dass die Sache miteinander einen engen Zusammenhang haben. Nahrung und Magen-/Darm haben einen engen Zusammenhang. Wenn Du mal duiie ernährung umstellst, wirst Du es merken. Im Darm ssitzt ca 80% des Immunsystems, welches wiederum für die Allergieen zuständig ist.

Zölliaken haben zb immer Magen-Darmprobleme wenn sie Gluten essen und gleichzeitig reagieren sie oft auf vieles anderes nebst gluten auch nochj allergisch. Ohne Glutennahrung können sie aber ein Beschwerdefreies leben führen. Mit Glutennahrung müssen sie zusätzlich mit weiteren Folgeschäden rechnen, wie Eisenmangel, Oestoporose, Malabsorption, psychischen Problemen etc.

Vielen können da auch nicht auf Weizenbrote verzichten, bsiis sie mal im Spital landen, dann können sie es plötzlich doch.

Es ist also Deine entscheidung was Du machen willst, aber sei Dir die möglichen Konsequenzen bewusst.

Damit Du herausfindest welche Nahrungsmittel Du nicht so verträgst, rate ich dir sonst auch zum Buch "Ist das Ihr Kind?" von Pro Rapp

Gruss

beat

EKrsdbeeBre8x2 hat geantwortet


Hab ich mir auch schon gedacht dass das beides die selbe Ursache haben wird. Ich gehe morgen ohnehin zum Doc - ich werde ihn fragen ob das auch der Grund meiner Allergien sein könnte.

BReatxCh hat geantwortet


Halla alabaster

Natürlich kommen allergieen nicht nur von falscher ernährung. Es kann vererbt werden, wird meistens sogar wie Krebs und vieles weiteres auch. Trotzdem födert zb das rauchen Krebs und kein Raucher kann sagen, dass sein lungenkrebs gar nicht vom rauchen kommt, sonden das er ausschliesselich vererbt ist.

Wenn Du zB auf jegliche Milchprodukte verzichten würdest, wäre nebst dem Asthma auch vieles andere wesentlich weniger schlimm.

Dazu zwei kleine links:

[[http://www.libase.de/thread.html]]

threadid=1723&boardid=38&rpage=4

[[http://www.libase.de/thread.html?threadid=1723&boardid=38&rpage=4]]

Gruss

Beat

E_llkoran hat geantwortet


Da hat Erdbeere ja eine Menge Tipps bekommen!

Ich kann nur sagen viel Spaß beim ausprobieren und vor allem viel Erfolg. Schritt für Schritt wirst du es sicher schaffen. ;-)

Liebe Grüsse

E2rdbe7erKe82 hat geantwortet


Jaa, sooo viele Tipps dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Danke euch allen. @:)

jxn hat geantwortet


@alabaster

> Allergien können auch vererbt werden.

Umgangsprachlich hast du Recht. Medizinisch gesehen nicht.

Eine Allergie ist keine Erbkrankheit im Sinne einer genetisch definierten Krankheit. Als solche wäre sie unheilbar und das ist definitiv nicht der Fall. Allergien sind heilbar.

Was da vererbt wird, ist die Veranlagung zur Allergie. Die wiederum ist nicht genetisch bedingt, sondern hängt schlicht damit zusammen, daß der Stoffwechsel des ungeborenen Kindes auf den Stoffwechsel der Mutter angewiesen ist und sich entsprechend anpaßt. Hinzu kommt, daß die Ernährungssituation der Mutter sich direkt auf die Vitalstoffversorgung des ungeborenen Kindes auswirkt. Mit anderen Worten: Ernährt sich die Mutter schlecht und hat bereits eine erährungsbedingte Stoffwechselstörung, dann kommt das Kind zwangsläufig mit einer entsprechenden Vorbelastung zur Welt.

Diese Zusammenhänge sind nichts neues - alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten zeichnen sich dadurch aus, daß sie mit jeder Generation schlimmer werden und früher auftreten. Die Allergie ist ja nur eine von vielen Krankheiten, die durch diese Problematik 'vererbt' werden. Früher begannen diese Krankheiten mit einer Verzögerung von 20 Jahren(!), heute werden Kinder schon mit Allergien geboren...

Ursache ist bei all dem aber nicht die Vererbung - Ursache sind Ernährungsfehler, auch die der Eltern.

> Dort wird auch Akkupunktur als gut befunden.

Die Akupunktur erzielt (bei manchen) eine Linderung der Symptome für begrenzte Zeit. Schließlich entsteht eine Allergie nicht, weil man sich nicht regelmäßig Nadeln in die Haut sticht... ;-)

R;entneErx25 hat geantwortet


Darm und Allergie

Aufgrund eines bestimmten Ereignisses, auf das ich hier nicht näher eingehen will, bekam ich vor vielen Jahren Darmprobleme. Etwa zwei Jahre später entwickelten sich die ersten Allergien, kurz darauf hatte ich eine Lungenentzündung. Folge : leichtes Asthma, laut Lungenfacharzt. Er sagte, ich müsse mein Leben lang bestimmte Medikamente einnehmen. Ein Heilpraktiker führte dann bei mir Darmspülungen durch gepaart mit Candidaausrottung, Darmsanierung und Diätumstellung. Keine 2 Monate später war das Asthma weg. Der Lungenarzt konnte es nicht glauben. Geblieben sind aber immer noch Darmprobleme (unterschiedliche Gründe, auch teilweise Rückfall in alte Essgewohnheiten) und eine Allergie gegen Gräser und Roggen im Juni. Zusätzlich gewisse nahrungsunverträglichkeiten.

Warum erzähle ich das alles?

Weil es bei MIR ganz klar ist, dass das Ausmass der Allergien sehr viel mir Ernährung und Darm zu tun hat.

Lass also die Schokolade und alle Süssigkeiten mind. 1 Jahr bis zur nächsten Pollensaison weg, trinke wenn überhaupt sehr wenig Alkohol, kaum Fleisch, dagegen sehr viele Vollkornpordukte und Obst und Gemüse. Wenn das nach einem Jahr auch nichts bringt (außer Gewichtsverlust und mehr Wohlbefinden), dann kannst du ja wieder zu alter Gewohnheit zurückkehren. Medikamente werden dir kaum weiterhelfen.

Gruß

Rentner (der gerade auch etwas Heuschnupfen hat, vor 2 Wochen war's aber schlimmer)

mxuethoxmas hat geantwortet


Hallo Rentner

das deckt sich genau mit meinen Erfahrungen, siehe Thread [[http://www.med1.de/Forum/HNO/3216/301/]].

MTi(no hat geantwortet


Hi,

bin auch überzeugt, dass eine Ernärungsumstellung etwas bringt.

Aber man muss nicht gleich so krass umstellen wie es hier anscheinend einige machen.

Außerdem wird hier zu sehr pauschalisiert, wie z.b. komplett auf Milchprodukte verzichten oder nur Vollkorn u.s.w... essen.

Ich finde es kommt bei jedem ganz persönlich drauf an auf was er verzichten soll und was er verträgt.

Warum sollte jemand, der auf Milchprodukte nicht allergisch reagiert darauf verzichten?

Ich hatte auch mal 1 1/2 Jahre lang die Phase mich so weit wie möglich mit der Ernährung umzustellen. (Damals machte eine Bioresonanz, wo alles mögliche aufgezeigt wurde, auf das ich reagierte).

Fazit: Man kann nie auf alles vollständig verzichten! Aber man kann sehr wohl rausfiltern, was man gar nicht verträgt und was schon...

Bin auch der Meinung, dass man somit vielleicht die Allergien lindern kann, aber nur durch Ernährungsumstellung niemals ganz wegbekommt.

Mag sein, dass es bei dem ein oderen anderen hilft, die Frage ist aber auch wie lange. Vielleicht erholt sich der Körper nur etwas und man hat die nächsten 1 oder 2 Jahre Ruhe, ist aber meiner Meinung nach danach noch anfälliger, weil man ja dem Körper quasi keine Stoffe mehr zusetzt, die ihm schaden!

Das ist meiner Meinung nach genau das selbe, wenn ich in einem sterilen Raum bin wo keine Pollen sind und ich geh dann raus, ist man viel anfälliger, als wenn man immer ein bisschen davon einatmet.

Sind halt meine Ansichten und komme daher nochmal auf das Thema Ernährung zurück.

Als ich damals gezielt auf die Ernährung geachtet hatte, ging es mir von der Verdauung besser das stimmt schon und man war vielleicht dadurch auch leistungsfähiger, aber eine richtige Linderung brachte es nicht. Vorallem macht man sich immer einen Kopf, was darf ich und was nicht. Man wird regelrecht verrückt auf Dauer.

Außerdem bin ich jemand der gerne Essen geht und nicht immer auf alles verzichten will.

Was mich noch interessieren würde: Wie macht ihr das dann bitte während der Arbeitszeit? In Kantinen strotzt das Essen doch nur so vor Farb und Konservierungsstoffen. Außerdem hat man doch oft gar keine Zeit ausgiebig zu Speisen und holt sich halt mal schnell was vom Mac, Burger oder nen Döner um die Ecke.

Daheim das gleiche. Ich nehme mir bzw. habe oft keine Zeit zum Kochen und will oft was essen, das schnell geht. Man kann doch nicht immer alles frisch und gesund zubereiten.

Und da ist für mich der Punkt. Wenn man dann jeden Tag mit ein paar Dingen sündigt, nützt doch die ganze Umstellerei nichts.

Man macht sich doch nur noch verrückt...

Klar auf ein paar Dinge, die wirklich den Körper und die Psyche angreifen sollte schon verzichtet werden, oder man nimmt halt in Kauf, an dem tag sündige ich und leb halt dann mit der Abgeschlagenheit oder den Magen Darm Problemen.

Ich glaube das Thema ist endlos weiterzuführen. Denn bei jedem ist es anders.

Fakt ist man sollte erkennen was einem gar nicht gut tut und diese Stoffe reduzieren. Am besten man macht sich gar nicht verrückt deswegen und findet eine Lösung/Kompromiss, mit dem man gut leben kann...

jxn hat geantwortet


@Mino

> Aber man muss nicht gleich so krass umstellen wie es

> hier anscheinend einige machen.

Müssen muß man nicht. Es hängt immer davon ab, was man erreichen will. Allergien sind die Folge von langjährigen Ernährungsfehlern. Stellt man die Fehler konsequent ab, verschwinden die Allergien. Macht man es weniger konsequent, verschwinden sie sehr wahrscheinlich nicht. Man hat also die Wahl...

> Warum sollte jemand, der auf Milchprodukte nicht

> allergisch reagiert darauf verzichten?

Weil bei Allergikern primär der Eiweißstoffwechsel gestört ist. Wenn man die Allergie loswerden will. muß man daher den Eiweißstoffwechsel möglichst entlasten. Und da tierisches Eiweiß eine erhebliche Belastung darstellt, macht es Sinn darauf zu verzichten. In hartnäckigen Fällen - oft bei Neurodermitis - reichen schon kleine Mengen tierisches Eiweiß aus, um einen Erfolg zu verhindern.

> Ich hatte auch mal 1 1/2 Jahre lang die Phase mich so

> weit wie möglich mit der Ernährung umzustellen.

Wir hattest du das denn umgestellt?

> Bin auch der Meinung, dass man somit vielleicht die

> Allergien lindern kann, aber nur durch Ernährungsumstellung

> niemals ganz wegbekommt.

Ich fürchte, du meinst, daß die Ernährungsumstellung bedeutet, daß man die Nahrungsmittel meidet, die Reaktionen auslösen. Das ist nicht der Fall. Es geht darum die Ursachen der Allergie zu beseitigen und die liegen in einer durch jahrelange Fehlernährung mit stark verarbeiteten Nahrungsmitteln ausgelösten Stoffwechselstörung. Diese Stoffwechselstörung gilt es zu beseitigen, denn die führt dazu, daß der Körper so seltsam auf die Allergene reagiert. Die Allergene selbst können nichts dafür, deshalb ändert es auch nichts an der Krankheit, wenn man sie meidet.

> Vielleicht erholt sich der Körper nur etwas und man hat die

> nächsten 1 oder 2 Jahre Ruhe, ist aber meiner Meinung nach

> danach noch anfälliger, weil man ja dem Körper quasi keine

> Stoffe mehr zusetzt, die ihm schaden!

Im Grunde hast du damit Recht. Wenn man die Allergene meidet, dann besteht die Allergie natürlich weiterhin und wird, da die Ursachen nicht beseitigt werden, mit der Zeit immer schlimmer. So gesehen wird der Organismus tatsächlich immer anfälliger. Das gilt für alle symptomatischen Behandlungen wie Medikamente, Akupunktur, Hyposensibilisierung, usw.

Es gilt aber nicht für eine ursächliche Behandlung.

> Was mich noch interessieren würde: Wie macht ihr das dann

> bitte während der Arbeitszeit? In Kantinen strotzt das Essen

> doch nur so vor Farb und Konservierungsstoffen.

In den meisten Kantinen gibt es eine Salatbar. Und wenn es dort nichts vernünftiges gibt, kann man sich das Essen doch problemlos von zu Hause mitnehmen.

> Außerdem hat man doch oft gar keine Zeit ausgiebig zu

> Speisen und holt sich halt mal schnell was vom Mac, Burger

> oder nen Döner um die Ecke.

Natürlich hat man die Zeit. Man nimmt sie sich nur nicht, weil man andere Dinge für wichtiger hält. Das Essen ist leider mittlerweile zur bloßen Nahrungsaufnahme verkommen. Schnell muß es gehen, halbwegs schmecken und satt machen. Ob man davon krank wird, ist den meisten ziemlich egal, solange man nicht am nächsten Tag Verdauungsstörungen davon bekommt. Und daß man mit diesen Produkten zielstrebig auf Krankheiten wie Herzinfarkt, Rheuma, Arthrosen, Übergewicht usw. hinarbeitet, spielt noch weniger eine Rolle, denn das passiert nicht von heute auf morgen, sondern erst in vielen Jahren, so daß kaum jemand den Zusammenhang erkennt. Die übliche zivilisatorische Ernährung ist im Grunde eine schleichende Vergiftung - so als ob man sich jeden Tag das Essen mit einer Prise Arsen würzen würde...

> Man kann doch nicht immer alles frisch und gesund zubereiten.

Natürlich kann man das. Aber dazu muß man dem Essen einen anderen Stellenwert geben. Wer mal erkannt hat, wie essentiell wichtig die Ernährung für unsere Gesundheit im Alter ist, wird sich die Zeit gerne nehmen. Das ist echte Krankheitsprävention. Leider merken das die meisten erst, wenn es schon zu spät ist....

> Und da ist für mich der Punkt. Wenn man dann jeden Tag mit

> ein paar Dingen sündigt, nützt doch die ganze Umstellerei nichts.

Richtig.

> Man macht sich doch nur noch verrückt...

Manchmal ist es gut, sich beizeiten ein wenig verrückt zu machen, statt später darüber zu jammern, daß man früher etwas hätte ändern müssen.

> Fakt ist man sollte erkennen was einem gar nicht gut tut

> und diese Stoffe reduzieren.

Genau hier liegt ein wesentliches Problem. Denn diese Erkenntnis, was einem gut tut, bezieht sich nur auf wenige Stunden bis Tage. Wenn du heute etwas schlechtes ißt, dann merkst du das spätestens morgen, wenn du das Porzellan anbetest. Die ernährungsbedingten Krankheiten haben aber dummerweise eine Entstehungszeit von rund 20 Jahren(!), so daß man den Bezug zur Ernährung gar nicht sieht. Das Erkennen, was einem nicht gut tut, setzt in diesem Fall leider voraus, daß man statt auf eigene Erfahrungen auf fremdes Wissen zurückgreift, dieses reflektieren und bewerten muß. Man bekommt es ja relativ leicht gemacht - wer bspw. einmal Albert v. Hallers Buch "Gefährdete Menschheit" gelesen hat, weiß sehr schnell, wo der Hase im Pfeffer liegt. Das Buch ist kein theoretisches Geplänkel, sondern enthält die Reiseberichte von Weston Price, einem Zahnarzt, der um die halbe Welt gereist ist, um den Einfluß der zivilisatorischen Ernährung zu dokumentieren. Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, auch wenn es unverschämt teuer ist.

> Am besten man macht sich gar nicht verrückt deswegen und

> findet eine Lösung/Kompromiss, mit dem man gut leben kann...

Der Kompromiß, den man finden muß ist der zwischen diesen beiden Extremen:

Jetzt auf nichts verzichten - später krank und kranke Kinder.

oder

Jetzt konsequent gesund leben - später gesund und gesunde Kinder.

Dazwischen ist alles möglich und jeder wählt seinen Weg selbst. Wobei ich bewußt "gesund leben" schreibe und nicht "gesund essen", denn es gibt ja durchaus noch andere Krankheitsursachen neben der Ernährung. Nur kann man an der Fehlernährung, die für drei Viertel der heute üblichen Krankheiten verantwortlich ist, am schnellsten etwas ändern und den größten Nutzen daraus ziehen.

Mvino hat geantwortet


Ich sehe schon, Du bist total überzeugt von der absoluten Ernährungsumstellung und bringst auch gute Argumente, die vieles logisch machen.

Aber trotzdem würde ich diesen Schritt nie machen, da es einfach viel zu viele Dinge gibt, auf die ich nicht verzichten möchte und auch kann.

Anscheinend belastet mich das ganze, dann doch nicht so sehr, dass ich so weit gehen würde, wie Du es bist. Oder mir überhapt intensivere gedanken darüber mache.

Ich bin süchtig nach dem Essen was mir schmeckt und da gehören auch sehr viele ungesunde Dinge dazu.

Das Leben muss für mich einfach lebenswert sein und ich will auf nichts verzichten müssen. Ich weiss, dass Du diese Einstellung nicht teilen kannst, aber wie Du vorhin schon richtig erwähnt hast: jedem das seine!

Aber ich habe dennoh stark beeinflussende Lebensmittel weitgehenst gestrichen:

Bei mir gehören da vorallem Farbstoffe dazu (trinke z.b. kaum mehr Cola und andere Dinge), verzichte auch weitgehenst auf Milchprodukte (was nicht immer gelingt) und achte beim EInkauf auch darauf, dass möglich keine Konservierungsstoffe, Haltbarkeitsstoffe, naturidentische Aromen, Farbstoffe u.s.w... enthalten sind.

Aber in vielen Dosen, auch Pizzen und Tiefkühlware ist davon was enthalten.

Ich bin auch totaler Fleischfanatiker. Könnte mir nie vegetarisches Essen oder Grünzeug vorstellen. So wie Du vorhin geschrieben hast, Salatbar u.s.w... Als Beilage ja, aber als Hauptmahlzeit ist das nichts für mich.

Auch auf Alkohol möchte ich nicht gänzlich verzichten, denn irgendwo lebt man ja nur einmal und ich möchte auch was vom Leben haben.

Wie hat mein Opa immer gesagt: Lieber kurz aber flott :-)

Trotzdem finde ich deine Einstellung und Übereugung Klasse und wünsche Dir, dass Du es weiterhin so wacker durchhältst.

Vielleicht geht es mir eines Tages wirklich mal so schlecht, dass ich freiwillig auf alles verzichte, wollen wir es nicht hoffen und bis dahin, lass ich es so wie es mom. ist!

K

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