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Heuschnupfen: Bin mit meinem Latein am Ende!

Egr(dbee@reJ82 hat geantwortet


Mir ist noch was zum Thema "keine Milchprodukte" eingefallen:

1) Das ist zwar jetzt ein anderes Thema, aber ich bin nun mal eine Frau und habe ziemlich starke Menstruationsbeschwerden. So, jetzt hat mir mein Gyn gesagt, ich solle viel Milchprodukte zu mir nehmen da Frauen einfach mehr Calcium brauchen als Männer und dadurch die Beschwerden gelindert werden. Und es klappt wirklich! Wenn ich jetzt drauf total verzichte dann ist das gerade für mich denke ich ziemlich ungesund.

2) Wenn wir gerade beim Thema Menstruation sind: Wenn ich die bekomme, dann hab ich immer totalen Heißhunger auf Süßes und Milch (am liebsten Griesbrei - keine Ahnung warum). Ich habe gehört dass einem der Körper sagt was er braucht, und wenn mir mein Körper sagt er braucht jetzt Schokolade oder ein Glas Milch, dann soll ich es ihm nicht geben ??? Dann wird vielleicht meine Allergie besser, dafür muss ich dann jedes Monat einen Krankenstandstag nehmen weil ich mit Bauchkrämpfen im Bett liege.

3) Ich habe mal gelesen, dass ein Erwachsener Körper bis zu einem halben Liter Milch am Tag verarbeiten kann und ruhig soll. Mehr sollte man nicht zu sich nehmen, aber bis zu einem halben Liter ist komplett bedenkenlos.

4) Ich kann daher auf Milchprodukte nicht verzichten.

B8e-atCxh hat geantwortet


@Erdbeere

Hallo Erdbeere (Teil 1)

zu 1.) Kalziumhaltiges Wasser trinken und andere Kalziumhaltige Nahrung zu Dir nehmen, dass könnte eventuell helfen.

Milchprodukte werden Dir eher Schaden als helfen bei kalziummangel. Das Milch gut für die Knochen ist ist eine oft wiederholte falsche aussage der Milchwirtschaft, welche aber durch das wiederholen auch nicht wahjhrer wird, auch wenn es in der Zwischenzeit leider viele glauben. Asiaten zB trinke^n praktisch keine Milch und haben wesentlich weniger Kalziummangelprobleme. Mehr uinkl Studien hier:

Übermäßiger Milchkonsum kann in der Tat sogar wenn keine Milchunverträglichkeit besteht, gesundheitliche Probleme mit sich bringen.

Milch ist sowohl in der US- wie auch in der deutschen offiziellen Ernährungspyramide kein Grundnahrungsmittel und weit oben, auf der gleichen Höhe wie Fleisch, (sollte wenig konsumiert werden) angesiedelt

1) Kuhmilch enthält diverse Allergene (einige davon kommen z.B. in der menschlichen Muttermilch nicht vor):

[[http://www.sar.admin.ch/fam/it/Publikationen/finfo390.pdf]]

(Kuh-)Milch ist dasjenige Nahrungsmittel, welches von allen Nahrungsmittel (mit Gluten) am meisten Unverträglichkeiten (zB Lactose, Casein) hervorruft, auch wenn diese oft nicht erkannt werden, weil sie meistens nicht so stark sind.

2) Das weitaus größere Probleme besteht jedoch darin, dass zuviel tierisches Eiweiß den Knochen Kalzium entzieht und Osteoporose begünstigt. Hierzu aus dem Buch "Ernährung für ein neues Jahrtausend" (John Robbins, Hans-Nietsch-Verlag, 5. Auflage 2002, S. 178-180) mit entsprechenden Referenzen:

--- Zitat Anfang ---

"Früher nahm ich an, daß Knochen nur dann Kalzium verlieren, wenn wir durch unsere Ernährung nicht genügend Kalzium aufnehmen. Der Nationale Verband der Milchproduzenten ist ein sehr engagierter Verfechter dieser Ansicht. Diese Organisation empfiehlt, was sicher keine große Überraschung ist, zur Vorbeugung der Osteoporose viel Milch zu trinken und den Konsum an Milchprodukten allgemein zu steigern. In den letzten Jahren hat die Milchindustrie gewaltige Summen dafür ausgegeben, der Öffentlichkeit diese Ansicht zu verkaufen. Eigentlich erscheinen die Argumente ja auch recht logisch. Doch die wissenschaftliche Forschung hat einen entscheidenden Haken an dieser Sichtweise aufgedeckt. (27) Die Osteoporose wird durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht. Die wichtigste Ursache ist jedoch eine überschüssige Eiweißmenge in der Ernährung! (28)

Der Zusammenhang zwischen dem Konsum übermäßiger Eiweißmengen und dem Verlust an Knochendichte ist direkt und eindeutig. Selbst bei dem Verzehr von sehr großen Kalziummengen wird die Kalziumbilanz umso negativer, je mehr überschüssiges Eiweiß man konsumiert. Dadurch ergeben sich wiederum Kalziumverluste aus den Knochen. (29)

Die Graphik auf Seite 179 [http://home.arcor.de/golden_dragon/Milch/Osteoporose.jpg ] zeigt die Ergebnisse von vier voneinander unabhängigen Forschungsgruppen, die die Auswirkungen verschiedener Eiweißmengen in der Ernährung auf die Kalziumbilanz des Organismus untersucht haben. Die in der Tabelle aufgeführten positiven Kalziumbilanzen bedeuten, daß die Knochen kein Kalzium verlieren, während dies bei den negativen Kalziumbilanzen sehr wohl der Fall ist und sich eine Osteoporose anbahnt.

Eine Langzeit-Studie ergab, daß selbst durch den Verzehr von 75 Gramm Eiweiß pro Tag (der durchschnittliche Amerikaner konsumiert mehr als 100 Gramm am Tag) der Körper über den Urin mehr Kalzium ausscheidet, als er aus der Nahrung aufnimmt - was zu einer negativen Kalziumbilanz führt. Jede Untersuchung kam zum gleichen Ergebnis: Je mehr Eiweiß wir essen, desto mehr Kalzium verlieren wir. (30) Dies trifft auch dann zu, wenn man täglich 1.400 mg Kalzium konsumiert, was den Kalziumgehalt der amerikanischen Durchschnittsernährung bei weitem übersteigt.

Mit anderen Worten, je mehr Eiweiß unsere Ernährung enthält, umso mehr Kalzium verlieren wir, unabhängig davon, wieviel Kalzium wir essen. Als Ergebnis führen sehr eiweißreiche Kostformen, und insbesondere eine auf Fleisch basierende Ernährungsweise, zu einer schleichenden, jedoch unvermeidbaren Verringerung der Knochendichte und zur langsamen Entstehung der Osteoporose. (31)

Dr. John McDougall, einer der führenden Experten auf dem Gebiet ernährungsbedingter Krankheiten, sagte in seiner Zusammenfassung der jüngsten medizinischen Erkenntnisse über Osteoporose:

"Ich möchte betonen, daß die durch Eiweiß bedingten Kalziumverluste des menschlichen Körpers in wissenschaftlichen Kreisen keineswegs umstritten sind. Die zahlreichen während der letzten 55 Jahre durchgeführten Studien über diese Zusammenhänge beweisen eindeutig, daß der wichtigste Schritt für eine positive Kalziumbilanz, die uns die Festigkeit unserer Knochen erhält, darin besteht, weniger Eiweiß zu essen. Diesbezüglich nützt es nichts, größere Kalziummengen zu konsumieren." (32)

Der Nationale Verband der Milchproduzenten hat Zigmillionen Dollar dafür ausgegeben, uns davon zu überzeugen, daß wir durch eine Steigerung unseres Milch- und Milchproduktekonsums der Osteoporose vorbeugen könnten. Allerdings wurde die einzige Studie, die auch nur entfernt andeutet, daß der Konsum von Milchprodukten in dieser Hinsicht hilfreich sein könnte, vom Nationalen Verband der Milchproduzenten gesponsert."

--- Zitat Ende ---

BYeatCxh hat geantwortet


@Erdbeere Teil 2

In einer von der Milchindustrie durchgeführten Studie wollte man belegen, dass reichhaltiger Milchgenuss für Frauen gut sei. Die Frauen der Studiengruppe tranken dabei zusätzlich zu ihrer gewohnten Ernährung täglich einen 3/4 Liter Magermilch über einen Zeitraum von erinem Jahr. Trotzdem zeigte sich keine Verbesserung der Kalziumbilanz. Der Grund hierfür lag "... in der durchschnittlich um 30% erhöhten Eiweißaufnahme während dieser Testphase des gesteigerten Milchkonsums" (Recker, R.: "The Effect of Milk Supplemnet on Calcium Metabolism...", in American Journal of Clinical Nutrition, 41:254, 1985).

3) Abgesehen von der Osteoporose besteht bei übermäßigen Genuss von tierischem Eiweiß auch die Gefahr von Nierenerkrankungen und auch ein erhöhtes Krebsrisiko scheint damit verbunden zu sein. Wie ein Übermaß an Eiweiß in der Ernährung die Krebsentstehung begünstigt, ist aber wohl noch nicht geklärt.

T. Colin Campell, Prof. für Ernährungswissenschaften an der Cornell Universität und leitender wissenschfatlicher Berater des Amerikanischen Instituts für Krebsforschung sagte z.B., es bestehe "... ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Eiweißgehalt der Ernährung und der Entstehung von Brustkrebs, Prostatakrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Dickdarmkrebs." (zitiert in Lang, S.: "Diet and Disease", in Food Monitor, Mai/Juni 1983, S. 24)

Außerdem nehmen wir in der Regel durch unsere Nahrung ohnehin mehr Eiweiß auf, als wir benötigen, so dass auch ohne Milchprodukte ein erhöhter Bedarf abgedeckt ist.

Hier ein Beispiel:

Eine klinische Studie verglich die Aufnahme von essentiellen Aminosäuren bei Fleischessern, ovo-lakto-Vegetariern und reinen Vegetarieren. Die Untersuchung ging dabei von maximalen Eiweißbedürfnissen aus, wie z.B. bei schwangeren Frauen oder bei im Wachstum befindlichen Jugendlichen. Bei allen drei Ernährungsformen war mehr als genügend Eiweiß vorhanden: "Jede Gruppe übertraf ihren Bedarf an allen essentiellen Aminosäuren um das Doppelte und bei den meisten Aminosäuren sogar noch um ein Vielfaches mehr." (Hardinge, MG und Kollegen. Am Diet Assoc. 1966 Jan;48(1):25-8.)

Referenzen:

27) Heany, R.: "Calcium Nutrition and Bone Health in the Elderly", American Journal of Clinical Nutrition, 36:986, 1982

Paterson, C.: "Calcium Rquirements in Man: A Critical Review", in Postgrad Medical Journal 54:244, 1978

Symposium on Human Calcium Requirements: Council on Foods and Nutrition, in Journal of the American Medical Association, 185:588, 1963

28) Johnson, N. und Mitarbeiter: "Effect of Level of Protein Intake on Urinary and Fecial Calcium and Calcium Retention....", in Journal of Nutrition, 100:1425, 1970

29) Solomon, L.: "Osteoporosis and Fractur of the Femoral Neck in the South African Bantu", in Journal of Bone and Joint Surgery 50B:2, 1968

30) Altschuler, S.: "Dietary Protein and Calcium Loss: A Review", in Nutritional Research 2:193, 1982

McDougall, J.:"McDougall’s Medicine". New Century Publishers, 1985, S. 101 (? Referenz im Buch unklar)

31) Hegsted, M.: "Urinary Calcium and Clacium Balance in Young Men as Affected by Level of Protein and Phosphorus Intake", in Journal of Nutrition, 11:553, 1981

Anand, C.: "Effect of Protein Intake on Calcium Balance in Young Men Given 500 mg Calcium Daily", in Journal of Nutrition, 104:695, 1974

Walker, R.: "Calcium Retention in the Adult Human Male as Affected by Protein Intake", in Journal of Nutrition, 102:1297, 1972

Linkswiler, H.: "Calcium Retention of Young Adult Males As Affected by Level of Protein and Calcium Intake", in Transcripts of New York Academy of Science, 36:333, 1974

32) McDougall, J.: American Journal of Clinical Nutrition, März 1983, S. 67

zu 2:

Wenn Dein Körper nach einer Zigarette Nikotin) oder nach Alkohol verlangen würde, wäre dies ja auch kein Anzeichen, dass Milch Deinem Körper gut tut, oder?

Gewisse Menschen können das Milchprotein (Casein) nicht richtig verdaauen, dass heisst das Molekühl nicht richtig aufspalten.(Aus zeitlichen gründen kann ich auf die Ursache nicht eingehen). Wenn der Darm durchlässig ist (zB wegen früheren oderv jetzigen einem Darmpilzbefall) dann können diese unvverdaauten Molekühlteile ins Blut gelangen. Dort heissen sie auch aufgriund der Ähnlichkeit mi Morphium casomorphide, als ist es ein opiater stoff. Dieser kann via Blut dann auch ins Geghirn gelangen. Er macht ao einerseits süchtig und anderersits kann er auch psychische Sachen auslösen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Hyoperakticität, Aufmerksamkeitsprobleme, Aggressivität, Unruhe etc, oder auch körperliche sachen wie Migräne oder kopfweh.

Also wieder einen Grund die milch weg zu lassen! Beachte aber, dass Du wie bei bei einer Droge entzugserscheinungen am Anfang ahben kannst, dh die Symptome sich zuerst verschlechtern können, was ich, viele andern nicht Ärzte aber auch Dr Reichelt (Uni Oslo), Prof Dr Egger (Leiter Kinderspital Meran), Prof Dr Shadock (GB) un Dr Cade (USA) auch festgestellt haben.

Liess zur Milch auch oben aufgeführte Links von mir

Die Lust auf Süsses kann auf einen zu tiefen Zucvkerspiegel zurückzuführen sein (zuviel raffinierter zucker, zuwenig komplexe kohlenhydrathe), auf eine Zuc^kerkrabnkheit (speziell wenn du auch viel durst hast) oder auf einen Darmpilzbefall, da dieser den ganzen Zucker aufbraucht und so der Körper zuwenig davon bekommt.

E$llomran hat geantwortet


Hallo Erdbeere!

Was jn schreibt ist wirklich logisch und er hat weitgehend recht. :-)

Was die Milchprodukte angeht so sollte man, soviel ich das noch weiß auf Kuhmilchprodukte verzichten, wohingegen Ziegen- und Schafsmilch wesentlich besser vertragen werden und für Allergiker, wenn man es denn nicht übertreibt, kein Problem darstellen.

Mein Mann hatte selbst auch eine Weizen- und Milchallergie, allerdings ausgelöst durch ein Antibiotikum, und eine Impfung die er kurz zuvor bekommen hat, vom Amalgam das er damals ohne Schutz ausgebohrt bekam will ich hier mal ganz schweigen. Seitdem ist er Allergiker und nicht wegen der Ernährung. Wir haben jahrelang nach Dr. Bruker gelebt. Von Dr. Bruker wurde auch immer behauptet das alle Milchallergiker Butter und Sahne vertragen. Mein Mann und ich haben das versucht. Es ging nicht. Allein durch die Butter und die Sahne wurde der Ausschlag meines Mannes wieder schlimmer. Später haben wir auf Butter und Sahne verzichtet und stattdessen Schafs- und Ziegenkäse usw. genommen. Und siehe da es klappte wunderbar. Heute kann mein Mann sogar hin und wieder eine normale Pizza essen, ohne Probleme zu bekommen. Sahne und Butter gehn auch wieder.

Wenn es allein um das Calcium geht, ist Ziegen- und Schafsmilch die bessere Lösung, da es dem Körpereigenen Eiweiß des Menschen am nächsten kommt. Deshalb wird es auch von Allergikern problemlos vertragen.

Neben Dr. Bruker gibt es noch eine Ernährung, und zwar die von Frau Dr. Budwig (Buttwig, ich weiß nicht genau wie es richtig geschrieben wird) die auch sehr große Erfolge bei Immunerkrankungen hat.

Sie heilt damit Krebs und sie wurde mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit bereits fünfmal für den Nobelpreis vorgeschlagen. Diese Ernährung ist ähnlich wie von Dr. Bruker, doch sie bezieht Milchprodukte mit ein, mit gutem Erfolg.

Also dann viel Gesundheit für alle *:)

a}nnabJell81 hat geantwortet


@all

also vermutlich werdet ihr mich steinigen wollen, wenn ihr das hier lest, aber meiner meinung nach hat eine allergie immer gaanz viel mit der eigenen einstellung zu tun...ich bin 24 jahre alt und bin seit etwa 20 jahren lang allergisch...auf dem dorf aufgewachsen gehörten bei mir die dicken, schmerzenden augen, triefnase und frieseln am ganzen körper zu meiner kindheit dazu...aber ich habe gelernt damit zu leben und versuche nicht mehr, dass die allergie weggeht. umso mehr man sich sorgen macht, umso schlimmer wird das...allergie hat was mit immunsystem zu tun...und das ist bekanntlich besonders schlecht, wenn man die psyche schwach ist...und wenn man sich sooo verrückt macht, wie das hier dargestellt wird, dann gibt man seinem körper ja gar nicht die chance ich mit der allergie zu arrangieren...natürlich nehme ich auch medikamente, habe meine asthmaspray dabei, wenn ich weggehe, und kann im sommer ohne nasentropfen nicht leben...aber ich bin halt so...es gehört zu mir dazu...und genau deswegen ist es nicht so schlimm...lernt eure allergien zu akzeptieren und sie werden nur noch halb so schlimm auftreten wie bisher...da bin ich mir sicher!!!!

nnihz0z hat geantwortet


hallo, bei allergien ist das immunsystem bekanntlicherweise nicht besonders schlecht funktionierend, sondern besonders gut - also hyperreagibel - nur leider in die falsche richtung. sicher kann man sich als allergiker auch überlegen, ob man vielleicht auch grundsätzlich ein sehr empfindlicher mensch ist, der sich oft von allen seiten angegriffen fühlt.

und ob die psyche dann hart dagegenschlägt - genau wie das immunsystem auch auf unschuldige. nur machen solche entsprechungen einzig und allein sinn, wenn man nicht nur auf die seelische änderung setzt.

denn die dauert ja meist ein paar jahre.

gleichzeitig mit innerer änderung sollte die äußere auch passieren. und wenn es so ist, dass man selbst (wie sein immunsystem) sich innerlich gegen vieles wehrt, dann heißt das nicht, dass man paranoid ist. sondern vielleicht auch, dass einem wirklich zuviele menschen und dinge die eigenen grenzen einrennen. genauso ist es dann auch auf der äußerlichen ebene.

wenn ich empfindlich auf tierisches eiweiß (und insbesondere milchprodukte bin), ists besser, sie erst mal eine weile wegzulassen und zu gucken, ob sie wirklich schlicht zuviel für mich waren. oft ist die milcheiweißallergie nämlich tatsächlich die grundallergie (manchmal gekoppelt mit weizen). da setzen sich dann gern viele andere drauf.

weil der körper nur noch amok läuft.

und jetzt zur praxis:

ich hab seit meiner kindheit heuschnupfen, inzwischen von ende januar bis ende oktober. als es gar nicht mehr ging, hab ich mit antiallergika angefangen, die von jahr zu jahr weniger nutzten. irgendwann wurden dann noch zahlreiche nahrungsmittelallergene festgestellt - unter anderem milch und eben weizen. als kind war ich regelrecht süchtig nach weizengebäck aller art und dazu ein halber liter milch.

nun ja. man giert nach dem, was man nicht verträgt, weil es einem den gewissen adrenalin-kick gibt.

dann kam auch die typische mandelentzündungs-, sinusitis-, mittelohrinfekt-karriere. weil der körper versucht, die innere verschleimung über soviel eiweiß irgendwie rauszudrücken.

seit ich das mit den nahrungsmitteln weiß, hab ich insgesamt dreimal über jeweils lange zeiträume allergenkarenz gemacht. letztlich ganz stur aber nur auf milch und weizen.

und siehe da: das heuschnupfenasthma, das inzwischen schon zum emphysem geführt hat, minimierte sich jeweils nach zwei wochen um fast 50 prozent, die trägheit und erschöpfung verschwand spätestens nach dreien, und nach einer woche schon waren die ständigen ödeme an beinen bis hoch zu dem oberschenkeln komplett weg, die einem kein arzt so abkauft als allergienebenwirkung.

als ichs mal über ein jahr durchgehalten hab, waren anschließend weder irgendwelche antikörper mehr auf pollen, noch auf milch und weizen nachzuweisen.

wenn ich danach langsam wieder einführe, hält es sich und der körper toleriert ab und zu etwas von den ehemaligen allergenen. eß ich wieder viel davon über drei, vier wochen, ist alles wie gehabt und auch der heuschnupfen kommt wieder.

zur zeit mach ichs grad wieder seit drei wochen und bin von zwei cetirizin täglich auf eine halbe runter - und das zu meiner lieblings-gräser-pollenzeit. nicht einmal seitdem mehr asthma nur ganz selten mal ein kleiner nieser. ich glaub, allergiker sind sowas wie die kanarienvögel, die die bergleute früher mit in die stollen genommen haben, wenn sie tot umkippten, war zuviel gas drin. also eine art hyperempfindlicher gruppe, die vor anderen am eigenen leibe spürt, was generell falsch gegessen, getrunken und geatmet wird. natürlich inklusive der empfindsamen psyche.

grüße nizz

EQllor'an hat geantwortet


Sehr interessante Ansichten!

Wenn man noch jung ist kann man sich vielleicht bis zu einem gewissen Grad arragieren. Doch wenn das Immunsystem irgendwann ganz verrückt spielt, dann handelt man von alleine, glaubt mir und es macht einem schlichtweg nichts mehr aus sein Leben umzustellen. Dann ist das so einfach als hätte man vorher nie was anderes gemacht.

Und jetzt zu der Ernährung. Es gibt eine Klinik in Bayern, Neukirchen glaube ich heißt der Ort. Dort werden Allergien ausschließlich über die Ernährung und Entgiftung geheilt. Kinder wie auch Erwachsene die sich wegen multipler Allergien fast nichts mehr erlauben können werden dort zu 80 Prozent komplett geheilt, bei den anderen werden Besserungen erzielt. Das ist eine hohe Erfolgsquote und ich denke die Zahlen sprechen für sich.

Und eins ist auch wichtig die Psyche, wie einer meiner Vorgänger bereits sagte. Wichtig ist das man sich nicht ständig mit seiner Krankheit beschäftigt, sondern handelt und lebt. Die Psyche vermag großartiges. Sie kann einen komplett heilen. Allerdings ist es auch wichtig nicht die Augen vor den eigenen Fehlern zu verschließen.

Was ich eben unter handeln gemeint habe ist folgendes, das man sich die Ernährungsform oder das aussucht wovon man glaubt das es einen gesundmachen kann. Auch da sind Fehler erlaubt. Und es soll auf jeden Fall Spaß machen und das macht es, wie jn bereits geschrieben hat. Die Nahrung wieder selbst einzukaufen, bewusst zu backen und zu kochen usw. Da vergeht die Lust auf Fabrikzucker ect. von ganz allein, ohne Anstrengung.

Also dann alles Gute

BLeatWCh hat geantwortet


Nizz und Elloran haben recht. Heilung ist wirklich möglich. Es gibt genug Beweise, man muss es aber auch wollen und bereit sein, den kleinen Preis (Nahrungsumstellung für eine gewisse zeit zumindest) zu zahlen.

Elloran: Hast Du mir mehr angaben (Link) zu der Klinik?

Gruss

Beat

jkn hat geantwortet


> man muss es aber auch wollen und bereit sein, den kleinen

> Preis (Nahrungsumstellung für eine gewisse zeit zumindest) zu

> zahlen.

Da muß ich leider widersprechen. Da die Ursache der Krankheit in Ernährungsfehlern liegt, müssen die Fehler dauerhaft abgestellt werden. Macht man das nur für begrenzte Zeit und läßt die Ernährungsfehler wieder einschleichen, kommt zwangsläufig auch die Krankheit zurück.

mked1#-kpsro-uEsexr hat geantwortet


Hey jn!!!!

Also ich bin gerade dabei eine komplette Ernährungsumstellung zu machen,ich bin seit einigen Wochen Veganer und möchte jetzt auf naturbelassene Rohkost umsteigen,kannst du mir vll. ein paar Tips geben worauf ich achten sollte??nebenbei,der grund is natürlich eine starke allergie gegen fast alles,milben,gräser,pollen,pferdehaare usw

jpn hat geantwortet


@med1-pro-user

Im Grunde gilt für Veganer das gleiche wie für andere auch: Die Ernährung sollte so naturbelassen wie möglich sein. Viele Veganer machen den Fehler und suchen sich Fleischersatzprodukte aus Tofu, Seitan oder TVP. Das ist natürlich gerade bei Allergien nicht förderlich, weil das stark verarbeitete, konzentrierte Eiweißprodukte sind. Wenn du auf reine Rohkost umstellst, wird das aber natürlich kein Problem sein.. ;-)

Ich würde bei reiner Frischkost darauf achten, daß der Gemüseanteil den Obstanteil überwiegt (2/3 Gemüse) und daß die Ernährung auch Getreide enthält. Auch würde ich darauf achten, daß ausreichend naturbelassene Öle und Fett in der Ernährung vorkommen.

m"ed1-Ypro-usxer hat geantwortet


Getreide

Hm....Wieso denn eigentlich Getreide? Getreide ist doch erst seit ein paar tausend Jahren als Nahrung für den Menschen im Umlauf....also das wird doch auch erst verarbeitet und denaturiert durch den Heizprozess

gXersc<hdieTne82 hat geantwortet


Hallo zusammen

Ich bin der gleichen Meinung wie annabell81.

Ich plag mich auch seit meiner frühesten Kindheit mit Allergien, Heuschnupfen und Asthma rum. Aber jammern hilft nun mal nichts. Wenn mich Leute sehen, die keine Allergiker sind, können die sich kaum vorstellen, so zu leben wie ich. Wobei ich der Meinung bin, dass es tausenden von Leuten viel schlechter geht als mir.

Was mich nur stutzig macht ist, das ich dieses Jahr wieder ganz extrem viele Probleme mit meinen Allergien und dem Rest hab. In den letzten Jahren war es nicht so schlimm. Und dabei ist der Sommer ja noch nicht mal richtig da.

Hm... also falls jemand weiß warum es dieses Jahr schon so schlimm ist mit den Pollen usw., kann er sich ja mal melden.

Grußlieb

jxn hat geantwortet


@med1-pro-user

> Getreide ist doch erst seit ein paar tausend Jahren als

> Nahrung für den Menschen im Umlauf...

Selektiv angebaut wird es seit über 10.000 Jahren, wie entsprechende Funde in Grabkammern belegen. Aber auch davon war der Mensch immer ein Frucht und Samenesser.

> also das wird doch auch erst verarbeitet und

> denaturiert durch den Heizprozess

Es geht da weniger um die Denaturierung, die in der Tat beim Erhitzen stattfindet - ebenso wie Vitalstoffverluste. Aber bei reiner Obst und Gemüserohkost fehlen einige Vitalstoffe, wenn ich mich recht erinnere betrifft das vor allem die B-Vitamine. In die Rohkost kann man Getreide wunderbar in Form eines Frischkorngerichts integrieren und das ist auch wichtig, weil speziell der Vitamin B Mangel, der durch die übliche Ernährung mit Fabrikzucker und Auszugsmehlen entsteht, erst einmal wieder ausgeglichen sein will... Deshalb machen die Vollwertköstler ja so einen Tanz um den Frischkornbrei.. ;-)

BneatWCh hat geantwortet


jn und andere

Hallo Jn

"> man muss es aber auch wollen und bereit sein, den kleinen

> Preis (Nahrungsumstellung für eine gewisse zeit zumindest) zu

> zahlen.

Da muß ich leider widersprechen. Da die Ursache der Krankheit in Ernährungsfehlern liegt, müssen die Fehler dauerhaft abgestellt werden. Macht man das nur für begrenzte Zeit und läßt die Ernährungsfehler wieder einschleichen, kommt zwangsläufig auch die Krankheit zurück. "

Da muss ich Dir ausnahmsweise einmal teilweise widersprechen.

Die Ursache der Krankheit daran, dass man gewisse nahrung wesentlich schlechter Verträgt als der "Normalmensch. Viele4 essen faslcgh, sogar die Mehrheit, trotzdem sind einige oder viele davon sehr gesund. Es gibt nämlich auch einen grund, weiso man gewisse Nahrung nicht verträgt. Ind diesen hintergrund kann man oft auch behandlen, deshalb meine Aussage "Nahrungsumstellung zumindest für eine gewisse Zeit" (manchmal muss es auch ewig sien, dass ist richtig). Einige hier haben auch geschildert, dass sie einige Zeit nach der nahrungsumstellung wieder mehr vertragen.

Hintergrund des nicht vertragens ist oft, nebst der genetik (relativ selten nur die Gernetik), FOLGENDE SACHEN, MEIST SOGAR MEHRFACH KOMBINIERT bzw sich gegenseitig beeinflussend:

1. Schwermetall insbesionder Quecksilberbelastung Hg . Plockiert die Enzymperoduktion und somit duie Nahrungsverwertung und fördert 2. und 3.

2. gestörte Darmflora insbesindere übermässiger candidapilz. Dieser macht den darm durchlässig, womit mehr Hg in den Köroer gelangen kann und plockiert ie Enzymproduktion womit die Nahrung icht richtig verwertet wird, was eben die nahrungsmittelunverträglichkeiten ermöglicht oder zuminsdest verstärkt. Ausserdem fördert es 3.

3. Eine Vitalstoffunterversorgung insbesondere der B-Vitamine und auch en Zinkmangel 8gegenspieler von hg) und auch aufgrun oxidativen stress.

Es sind mir mehrere Fälle bekannt, wo Personen nach einem oder 2 Jahren nach der Diät UND der Behandlung der oberwähnten saxchen all die anderen sachen wieder essen konnten, sei es wie früher oder zumindest wesentlich einen rechten Anteil davon.

Gruss

beat

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