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Milbiol Milbenspray

HLedLwixg hat geantwortet


artikel

Hallo Geli,

habe den artikel wiedergefunden - gerne per mail weil viel zu lange fürs forum!!!

grüße

PS: Hotel Mama ist O.K. bis 26-27 ! dann aber raus!

GKexli hat geantwortet


Re:

Hallo Hedwig,

und wie soll das mit dem mailen gehn?

Hotel Mama find ich gut.

Grüße Geli

Hsedw"ixg hat geantwortet


Re:

ich probiere es mal stückchenweise Teil 1-10

oder so..??

achtung lang!

HtedKwiAg hat geantwortet


1

Neembaumöl - Wundermittel gegen Hausstaubmilben?

Effektivität von Neembaumöl bei der Hausstaubmilbenallergensanierung des Bettes

DISA 4/99

erstellt in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Forum der DISA,

veröffentlicht in der Zeitschrift Pädiatrische Allergologie 2/1999: 20-23.

Der Neembaum

Der Neem- oder Niembaum (Azadirachta indica A. jus), der auch indischer Flieder

oder Magosa genannt wird (9), ist ein immergrüner Baum und gehört zur Familie

der Mahagonigewächse (Meliaceae) (5). Der Baum stammt aus den trockenen Regionen

des indischen Subkontinents, wird aber auch zunehmend in Afrika, Amerika und

Australien als Nutz- oder Schmuckpflanze verwendet (5). Alle Teile des Baumes

können zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet werden. Früchte, Samen,

Blätter, Wurzeln und Öle werden als Heilmittel für verschiedenste Krankheiten,

als Insektizid, als Repellent, als Grundlage für die Seifenherstellung, als

Zahnpflegemittel, als Lampenöl oder Schmierfett verwendet, das Holz dient als

Feuerholz (34). Die Extrakte, die aus Neem gewonnen werden, sind in ihrer

Zusammensetzung sehr variabel, je nachdem, ob sie aus den Blättern, Früchten,

Wurzeln oder Blüten hergestellt wurden, je nach Standort des Baumes, der

Jahreszeit oder dem Extraktionsverfahren (21, 34, 35). Das native Neemöl ist

eine gelbliche, stark riechende und bitter schmeckende Flüssigkeit (17). In der

Literatur werden mindestens 34 Inhaltsstoffe beschrieben (36). Zu den

wichtigsten Komponenten der Neemextrakte gehören Azadirachtin, Salaninne,

Nimbin, 6-Desacetylnimbin (36), NIM-76 (10) und Quercetin (21). Azadirachtin und

auch einige andere Inhaltsstoffe der Neemextrakte gehören zu der großen Gruppe

der Terpene, Quercetin ist ein Flavonoid, Nimbin einer der Bitterstoffe in

Neemöl.

Anwendung in der traditionellen Medizin

In der indischen und asiatischen Medizin werden Neem-Extrakte für die

verschiedensten Indikationsgebiete verwendet wie: Lepra, Wurminfektionen,

Infektionen der oberen Luftwege, Ulzera (8), Fieber, Schmerzen, Obstipation,

Blähungen und auch als Kontrazeptivum und Abortivum (9,10,12,15). Die Anwendung

ist meist äußerlich, das bittere Öl wird aber auch eingenommen (17).

Antibakterielle, antivirale und antifungizide Wirkungen von Neemzubereitungen

wurden vereinzelt beschrieben. Diese sind aber sehr abhängig von der Art und

Zusammensetzung der Extrakte (16). Einzelne Studien zur Wirkung als Repellent

(7), als Substanz zur effektiven Mundhygiene (38), bei der Skabiesbehandlung

(3), als Begleittherapie bei der Psoriasis vulgaris Behandlung (24) wurden

veröffentlicht, mit meist positiven Wirkungen der verwendeten Neemzubereitungen.

Die kontrazeptive und abortive Wirkung der Neemextrakte konnte bisher in

Tierversuchen gezeigt werden (9, 10). Eine einmalige intrauterine Behandlung mit

Neemextrakt führte zur Unfruchtbarkeit von Ratten- und Primatenweibchen für

mindestens drei Monate bis zu einem Jahr (12). Dabei wurde die Funktion der

Eierstöcke oder das sexuelle Verhalten der Tiere nicht beeinflußt. Eine Wirkung

auf das Hormonsystem konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Es wird

vermutet, daß die Einnistung der Eier durch Aktivierung der lokalen

zellvermittelten Immunabwehr des Uterus verhindert wird (10, 12, 15). Durch

welche Substanz im Neemöl diese Wirkungen erzielt werden, ist noch nicht

eindeutig geklärt (9). Daneben ließ sich auch eine spermizide Wirkung der

Extrakte nachweisen (10, 31). Hierfür wird die flüchtige, geruchsintensive

Substanz NIM-76 in Neemblättern verantwortlich gemacht.

Diese medizinischen aber auch die toxischen Wirkungen (s.u.) von Neem werden

meist unter Anwendung der natürlichen Gesamtextrakte beobachtet und nicht mit

den kommerziellen Zubereitungen, die hauptsächlich Azadirachtin als wirksame

Fraktion enthalten.

HXedwiTg hat geantwortet


2

Wirkung auf Schädlinge

Ende der fünfziger Jahre hat die Wirkung der Neemextrakte gegen Schädlinge dazu

geführt, daß die Substanz auch in der westlichen Welt zunehmend auf Interesse

gestoßen ist (34). Die Neemextrakte und deren Inhaltsstoffe wurden auf ihre

positiven Wirkungen und ihre möglichen toxischen Effekte hin untersucht. Dabei

konnte Azadirachtin mit seinen verschiedenen Isoformen als die wirksamste

Substanz gegen Schädlinge identifiziert werden (35). Es sind mittlerweile eine

Reihe kommerzieller Neemprodukte auf dem Markt, deren Inhaltsstoffe

standardisiert wurden und in denen Azadirachtin angereichert ist (30). Diese Öle

sind meist farb- und geruchlos.

Azadirachtin ist gegen eine Vielzahl von Schädlingen wirksam, wie z. B.

Fruchtfliegen, Fliegen, Kopfläuse (3), Motten, Kartoffelkäfer und Kakerlaken

(29, 34). Es wurde die Wirkung auf Anophelesmücken, Tripanosomen und auch

Malariaplasmodien untersucht, mit jeweils positiven Ergebnissen (7, 14, 30, 35).

Maki und Mitarbeiter konnten allerdings keine ausreichende Wirkung auf Nematoden

finden (18).

Ansatzpunkt des Azadirachtin ist die chemische Ähnlichkeit mit dem Ecdysteroid

(Ecdysteron) der Schädlinge. Die Substanz stört die Chitinsynthese, entweder

durch direkte Erniedrigung des Ecdysterontiters oder durch Störung des

neuroendokrinen Regelkreises (30, 35). Neemextrakte, die Azadirachtin enthalten,

verhindern die Larvenentwicklung und Verpuppung von Insekten und weisen

Fraßschädlinge ab. Die direkte toxische Wirkung auf die adulten Formen ist dabei

geringer, die Schädlinge werden nicht sofort getötet. Die Substanz wird schnell

abgebaut und hat eine geringe Toxizität für Nützlinge als andere Insektizide

(35).

Untersuchungen zur allgemeinen Toxizität, toxische Effekte beim Menschen

Neben diesen positiven Berichten gibt es allerdings auch solche von toxischen

und sogar tödlichen Wirkungen von Neemextrakten. Insbesondere Säuglinge, die

Neemextrakte wegen Hustens oder anderer Erkrankungen gefüttert bekommen hatten,

entwickelten Erbrechen, Bewußtseinsstörungen und Krampfanfälle (17). Sinniah

berichtet über Reye-artige Syndrome durch die Vergiftung mit Neemöl (32). Einige

Todesfälle konnten mit der Verunreinigung der Neemextrakte durch Aflatoxine

erklärt werden. Sinniah zeigte aber in seiner Arbeit auf, daß sich die

lebertoxischen Wirkungen des Öls elektronenmikroskopisch und histologisch von

Vergiftungen durch Aflatoxin unterscheiden. Sivashanmugham (33) berichtete über

einen Fall einer 24jährigen Frau, die allerdings einen Liter des bitteren

Extraktes getrunken hatte und anschließend Kammerflimmern und Herzstillstand im

Rahmen einer toxischen Myokarditis, Hepatitis und Pankreatitis entwickelte. Die

Autoren führen die toxischen Wirkungen auf die Inhaltsstoffe Nimbin und

Quercetin zurück und warnen vor der unkritischen Anwendung von Neemextrakten

(1,17, 33).

Eine inhalative Exposition über die Verbrennung des Öls in Lampen scheint keine

irritativen oder toxischen Wirkungen auf Kinder oder Erwachsene zu haben (37).

Mit Azadirachtin und den kommerziellen Produkten aus dieser Substanz

(Margosan-O, 10% Azadirachtingehalt) wurden zahlreiche Untersuchungen zur

Toxizität, meist im Tierversuch oder an Zellkulturen, durchgeführt (23). Dabei

konnten u.a. auch mit hohen Dosen von 5 mg/kg keine Vergiftungserscheinungen bei

Ratten nach Fütterung und bei Albinokaninchen bei dermaler Applikation von

2mg/kg beobachtet werden. Milde Hautirritationen zeigten sich bei Kaninchen nach

Applikation der konzentrierten Substanz auf die Haut und in die Augen. Eine

Sensibilisierung konnte bei Meerschweinchen nach mehrmaliger dermaler

Applikation nicht nachgewiesen werden (23).

Hledwcig hat geantwortet


3

Untersuchungen an Salmonella typhimurium Stämmen konnte keine mutagene Aktivität

von Neemöl nachweisen (23, 26).

Rosenkranz und Mitarbeiter untersuchten die chemische Struktur von Azadirachtin

mit Blick auf die möglichen kanzerogenen Wirkungen dieser Substanz. Sie stellten

strukturelle Ähnlichkeiten mit anderen kanzerogenen Substanzen fest und fordern

mehr wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich dieser möglicherweise

kanzerogenen Wirkung der Substanz (27).

Für nachgewiesene cytotoxische Effekte auf Tumorzell- und Insektenzellkulturen

waren allerdings eher andere Inhaltsstoffe des Neemöls wie Salannin, Nimbin und

Deacetylnimbin verantwortlich und nicht Azadirachtin (4, 11).

Neemextrakte (Azadirachtin) als Mittel gegen Hausstaubmilben

Auf dem deutschen Markt finden zunehmend Neemextrakte als Mittel gegen

Hausstaubmilben (Milbex und Neem-Antimilb) Verbreitung. Diese Produkte sind

angereicherte Extrakte aus Azadirachtin, über weitere Inhaltsstoffe gibt es

keine Informationen. In der Werbung für diese Präparate wird als Beweis für die

Wirksamkeit von Neemöl auf lebende Hausstaubmilben eine Untersuchung des

IFU-Instituts Bad Emstal zitiert und auch mit den Werbeunterlagen verteilt (13).

In der wissenschaftlichen Literatur findet sich trotz intensiver Suche keine

weitere Studie zur Wirkung von Azadirachtin oder Neemextrakten auf Mitglieder

der Familien der Hausstaub- ("Pyroglyphidae") und Vorratsmilben ("Acaridae",

"Glyciphagidae") angehören. Es gibt Berichte zur Wirkung von Neemextrakten auf

andere Mitglieder der Ordnung Acari, wie auf die Familie der Spinnenmilben

(Tetranychidae) (6, 19, 20, 22, 28, 35). Dabei hatten Azadirachtin-Extrakte, im

Vergleich zu anderen Zubereitungen aus Neemsamen, eine etwas geringere

Milben-tötende Wirkung (28). Sunderam konnte zeigen, daß die Wirkung von

Azadirachtin-Extrakten sehr von der umgebenden Temperatur, der umgebenden

Keimbesiedlung und der UV-Lichtexposition abhängig ist (35). Dies hat sicher

auch Einfluß für die Wirkdauer von Azadirachtin-Extrakten in häuslicher

Umgebung.

In der Untersuchung des IFU-Instituts (13) wurden 6 Matratzen (im Alter zwischen

6 und 9 Jahren), eine neue Matratze, zwei Sofas (im Alter zwischen 6 und 8

Jahren) und ein Schlafzimmerteppich mit TN-NT 100, einem standardisierten

Azadirachtin-angereicherten Neemölextrakt behandelt. Dabei wurde eine

Konzentration von 0,3 ml Öl in 50 ml Wasser gelöst auf einen Quadratmeter

aufgebracht (der prozentuale Gehalt von Azadirachtin in dem Öl wird nicht

genannt). Die Anzahl (der Milben vom Stamm Dermatophagoides) wurde über Absaugen

von Staub und die Allergendosis durch den Acarex-Test (Messung des

Guaningehalts in der Probe) bestimmt. Im April 97 wurden die Testobjekte mit dem

Neemextrakt einmalig behandelt und der Verlauf in zweimonatlichen Abständen

kontrolliert (Milben- und Allergenmenge). Parallel wurden unbehandelte Matratzen

untersucht, wobei dem Untersuchungsbericht nicht zu entnehmen ist, wie viele

Matratzen als Kontrolle dienten, ob diese in den Ausgangsmilbengehalten

vergleichbar waren und ob sie exakt wie die Testobjekte behandelt wurden

(mehrfaches Absaugen). In der Untersuchung zeigte sich, daß vier Wochen nach der

Behandlung mit Neemextrakt die Milbenpopulation deutlich reduziert wurde,

während in den Kontrollmatratzen ein deutlicher Anstieg der Milbenpopulation in

den Sommermonaten des Testjahres festgestellt wurde. Die Testmatratzen wurden in

regelmäßigen Abständen abgesaugt, und der Nachweis des Allergengehalts zeigte

einen zweiphasigen Abfall im Guanin-Test; allerdings stieg nach 9 Monaten

(Dez.97) der Allergengehalt wieder deutlich an. Dies war auch in einzelnen

untersuchten Matratzen - je nach deren Benutzungsgrad - bei der Milbenzahl der

Fall (regelmäßige Benutzung schnellere Wiederbesiedlung).

In dem behandelten Sofapolster zeigte sich keine Abnahme der Milbenanzahl. Der

Schlafzimmerteppich, der behandelt worden war, wies über den gesamten

Untersuchungszeitraum nach der Behandlung keine Milben auf. Über den

Milbengehalt zu Beginn des Tests wurden keine Aussagen gemacht.

In der Diskussion der Untersuchung wird erwähnt, daß anfänglich nach Auftragen

des Neemöls ein bis zwei Stunden zwiebelartiger Geruch nachweisbar gewesen sei,

sonst wurden über den Untersuchungszeitraum von einem Jahr keine

Gesundheitsbeeinträchtigungen von den Personen berichtet, die auf den Matratzen

schliefen bzw. in den Räumen lebten.

H;edwxig hat geantwortet


4

Neemextrakt, ein Wundermittel gegen Milben?

Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchung Neemöl zu dem neuen Wundermittel

gegen Hausstaubmilben zu machen, ist sicherlich sehr gewagt.

Die untersuchte Zubereitung enthält hauptsächlich Azadirachtin in angereicherter

Form. Ob andere Wirksubstanzen des Neemöls, denen auch toxische Wirkungen

zugeschrieben werden, in dem Extrakt enthalten sind, geht aus den Unterlagen

nicht hervor. Da die Substanz geruchlos ist, werden wohl zumindest die

spermiziden Substanzen nicht enthalten sein.

Neemölextrakte mit Azadirachtin als Hauptbestandteil haben sehr wahrscheinlich

eine ausreichend akarizide Wirkung gegenüber Hausstaubmilben. Die

Allergenreduktion in den behandelten Materialien erfolgte aber hauptsächlich

durch das regelmäßige Absaugen des Staubes aus den Matratzen und dem fehlenden

Nachwachsen einer neuen Milbenpopulation nach Behandlung mit dem Neemextrakt.

Nach 9-12 Monaten ließ die Wirkung nach, so daß mindestens einmal im Jahr eine

neue Behandlung der Matratze und Bettmaterialien erforderlich ist.

Die Wirkung des Azadirachtin auf die Chitinsynthese der Schädlinge ist ein

anderer Angriffspunkt als der anderer Insektizide und macht toxische Wirkungen

beim Menschen eher unwahrscheinlich. Inwieweit Azadirachtin durch Hautkontakt

resorbiert wird, ist durch die vorliegenden Studien nicht erkennbar. Eine

inhalative Exposition über die Verbrennung des Öls in Lampen scheint keine

irritativen oder toxischen Wirkungen auf Kinder oder Erwachsene zu haben (37).

Untersuchungen der Toxizität von Magosan-O-Öl in höheren Dosen zeigten

hautirritative Wirkungen bei Kaninchen und Ratten (s.o.). In der zitierten

Untersuchung des IFU-Instituts waren bei den Patienten, die dem TN-MP 100-Öl

ausgesetzt wurden, keine Nebenwirkungen aufgetreten. Auch die Anwendung von

Neemölzubereitungen in Cremes läßt beim Menschen auf eine gute Verträglichkeit

nach Hautkontakt schließen (7, 24, 34).

Es fehlen Langzeituntersuchungen zur Verträglichkeit in der Anwendung als

Akarizid im häuslichen Bereich und zur toxischen Wirkung bei akzidenteller

oraler Aufnahme. Ob in der Langzeitanwendung Sensibilisierungen auszuschließen

sind, ist ebenfalls nicht klar. Ebenso gibt es keine plazebo-kontrollierten

Effektivitätsstudien zur Milbenbekämpfung und Milbenallergenreduktion durch

Neemölextrakte.

Brauchen wir dieses Akarizid in den Innenräumen und im Bettbereich von

Hausstaubmilbenallergikern?

Die Effektivität des Akarizids Benzylbenzoat und dessen geringe Toxizität ist in

vielen Studien und Untersuchungen nachgewiesen worden. Trotzdem ist

Benzylbenzoat nicht die empfohlene Methode zur Verringerung der Milbenbesiedlung

von Matratze und Bett.

Das Gleiche ist sicherlich auch für Neemölextrakte zu sagen.

Die Ausstattung der Matratze mit einem Encasing (Milbenallergen-dichten

Umhüllung) ist eine nachgewiesenermaßen nicht toxische und effektive Methode, um

die Milbenallergenexposition schnell und drastisch zu vermindern und damit eine

klinische Besserung der Hausstaubmilbenallergie zu erreichen (39). Die

Ausstattung des Bettes eines Hausstauballergikers mit entsprechenden Encasings

schafft sicherlich nicht die in dem Werbeprospekt des Herstellers beschriebene

"...sterile Atmosphäre eines Operationssaals"(2). Die Akzeptanz und Effektivität

von Encasings wurde auch in Anwendungsstudien nachgewiesen (25).

Die Behandlung eines Bettes mit Neemextrakt kostet mindestens ca. 23,-DM pro

Jahr, so daß die Kosten für ein Encasing, bei einer angenommenen Lebensdauer des

Encasing von 10 Jahren erreicht werden. Hinzu kommt, daß ein regelmäßiges

Absaugen der Matratze unerläßlich ist. Dies bedeutet eine Verzögerung für die

Verringerung der Allergenexposition und eine zusätzliche zeitliche Belastung der

Familien, die durch Encasings vermieden werden kann.

Zusammenfassung

Trotz der wahrscheinlich ausreichend akariziden Wirkung der neuen

Neemölzubereitungen zur Hausstaubmilbenbekämpfung, ist darin kein Wundermittel

für die Hausstaubmilbensanierung zu erkennen. Es bestehen noch viele offene

Fragen und es fehlen wissenschaftliche Effektivitätsstudien. Darüber hinaus gibt

es nachgewiesenermaßen andere effektive Methoden der Hausstaubmilbensanierung,

die ohne chemische Zusätze und ohne das Einbringen von Akariziden in den

Lebensraum von Allergikern wirken.

H<egdwxig hat geantwortet


5

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HIedw~ig hat geantwortet


6

neuere erkenntnissen gibts laut DISA zz. nicht.

grüße.

G]eli hat geantwortet


Re:

ich dank Dir Hedwig.

Und ich dachte,ich wäre informiert gewesen.

Wenn wieder was ist,frag ich zuerst Dich und Wok.

Danke nochmals,

liebe Grüße Geli

W@ok hat geantwortet


Re: ...

hi Geli,

noch ne kleine sache ... das Neembaumöl ist bei Milbiol in dem organischen Lösungsmittel "Isopropanol" gelöst, damit man es besser sprühen kann (90% Isopropanol, 10% Neembaumöl). Ich schätze mal wenn du das versprühst wird vor allem dieses organische Lösungsmittel nach "Chemie" riechen. Das Zeug ist nicht supergefährlich und vor allem verdampft es innerhalb weniger Minuten vollständig - stinkt aber gewaltig, hehe. Ich würde dir also raten nach dem Versprühen die Zimmer einmal gut durchzulüften, wenn du das wegen dem Geruch nicht sowieso gemacht hast.

alles Gute

dein Wok

Gkeli hat geantwortet


Re:

Hi Wok,

Du ich hab keine Lust mehr,dieses Zeug zu benutzen.

50 Euro für die Katz,Lehrgeld bezahlt.

Naja.

Vielen Dank für Deine Mühe und Grüße( auch an Hedwig)

Geli

Wxok hat geantwortet


re...

och Geli, also nach allem was ich gehört habe würde ich das Zeug benutzen, wenn ich es hätte! Ich war wegen diesen posts hier inner apotheke und wollte es mir kaufen ;-)

Ich hab das nur sein gelassen, weil ich gelesen habe das 90% Isopropanol drin sind und ich mir dachte: hol ich mir das Öl lieber im Spinnrad das ist mir sicherheit billiger. Wegen dem Isoprop brauchst du dir keine Sorgen zu machen, das ist echt völlig weg nach 5 min! Und es sollen auch schon Leute an ner Möhre erstickt sein ...

bis dann

dein Wok

G5exli hat geantwortet


Re:

Hi Wok,

jetzt mußte ich doch mal lachen(Möhre).

Naja,aber es soll ja nichts bringen(Milbiol).

Vielleicht mache ich die Flasche halt leer und laß es danach weg.

Das Absaugen der Matratze bringt mehr.

Liebe Grüße Geli

WLok hat geantwortet


hehe

all right Geli ! 8-)

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