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Pollen-asthma und zelten

ktlen3eemxaus hat die Diskussion gestartet


ich möchte im sommer ein paar freundinnen zelten fahren, aber ich leide unter sehr starkem pollen-asthma, bzw. heuschnupfen und bin gegen sämtliche früh-, mittel-, spätblüher und hausstaubmilben allergisch. zur zeit nehme ich jeden morgen und jeden abend jeweils eine allergietablette (cetirizin) und nasenspray, sowie augentropfen (allergodil), weil ich sonst ständig rote, tränende und juckende augen habe, durch die nase kann ich sonst auch nicht atmen, wenn ich durch den mund atmen muss, bekomme ich nach kurzer zeit starken husten, deshalb versuche ich die nase, so gut es geht, frei zu halten. trotzdem möchte ich gern im sommer zelten fahren, ich weiss zwar, dass es nicht optimal ist und dass ein urlaub am meer mit sicherheit besser wäre, aber ich möchte halt mit freunden an einem see zelten. bevor wir fahren werde ich auf jeden fall nochmal zum arzt gehen, aber die letzten male ist eigentlich nichts bei rausgekommen, außer, dass ich halt gegen fast alles allergisch bin! habt ihr vielleicht noch ein paar tips für mich, wie ich die woche am zeltplatz halbwegs überstehe ??? gibt es vielleicht hier leute, die schon erfahrungen damit gemacht haben ???

Antworten
Rxic*hardj Friedwel


Hallo kleneemaus

Mit viel weniger Kopfzerbrechen kommen Sie m. E. zu einer Lösung des Asthmaproblems.

1) Bei Asthma wird die verhinderte Belüftung der Lunge oft durch einen Spray ermöglicht, weil er die Lunge leichtgängiger macht, indem die Verkrampfung der Atemwege verringert wird.

2) Für die natürliche Einatmung wird erstaunlicherweise ein Strömungswiderstand benötigt. Dies läßt sich spielerisch beweisen, indem man durch eine zwischen den Lippen und einem fingerdicken Stab definierte Spalte atmet. Wenn man sich auf diese Spalte konzentriert und ein Zusammenschnüren des Rachens und der Stimmbänder meidet, dann stellt man ohne weiteres fest, daß die Tiefe bzw. das Volumen bei der Einatmung durch eine Verringerung (und keineswegs eine Zunahme) der Spalte vergrößert wird. Entfernt man den Stab aus der Spalte, so stockt die Einatmung, wenn die Stimmritze nicht verengt wird.

3) Die Medizin bleibt aber bei der Vorstellung der Lunge als einfacher Blasebalg, wie sie in der Schule gelehrt wird und als bedeutender populärer Irrtum sein Unwesen treibt. Nur die Behandlung mit Arzneimitteln wird von den meisten Ärzten als wissenschaftlich angesehen. Alles andere wäre "alternativ".

4) Rein taktisch bleibt man also verübergehend bei der orthodoxen Behandlung aber strategisch macht man seine Erfahrungen mit Methoden wie Ujjayi (Yoga) zur Kräftigung des Saugdrucks bei der Einatmung und Überwindung der Verengung der Bronchien. Siehe auch den Internettext "Funktionelle Atmungstherapie" ([[http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/webserver/webdata/ParowFA.pdf]]) , Suchwort Atemsteuerung für die wichtigen Passagen. Dabei soll eine Umschaltung auf die Bauchatmung nicht übertrieben werden.

Dadurch wird Asthma in einfacher Weise entschlüsselt und die Atmung generell verständlicher gemacht. Eine leistungsfähige gesunde Atmung ist nicht nur Sache der Atmungsmuskeln sondern auch eines koordinierten starken Saugdrucks bei der Einatmung. Die derzeit herrschenden Theorien über Asthma mit einer Schlüsselrolle der Entzündung der Bronchien als Ursache scheinen daneben zu liegen, weil die orthodoxe Asthmabehandlung von einer unerklärten Zunahme der Errankungen begleitet worden ist.

Bei der Atmung könnte man an einen Vorgang wie beim Eislaufen als Analogie denken. Der Läufer muß nicht nur kräftige Beinarbeit (wie die Arbeit der Atmungsmuskln) leisten, um vorwärts zu kommen, sondern auch das Durchrutschen (wie die gedrosselte Atemströmung) der Kufen, anders als anscheinend der Asthmatiker mit seiner Atmung, zu begrenzen. Gruß,

kZlen8e3emauxs


das mag ja alles sein, aber ich möchte lediglich ein paar tips fürs zelten haben und keine moralpredigt!!! so ein spray hatte ich schonmal vor zwei jahren, es hatte sich auch soweit gebessert, dass ich keins mehr brauchte, sondern halt allergietabletten nehmen sollte, da diese ausreichend sind! nun halte ich mich nicht eine woche permernend an der frischen luft auf, deshalb habe ich auf erfahrungsberichte gehofft! ;-)

trotzdem danke für deine antwort....

RUicha rd VFriedexl


Heilung durch Zischlautatmung

Ich bin gerade von einem Italienurlaub zurückgekehrt. Warum denn eigentlich? Das Wetter hier ist schauderhaft.

Durch Yogathechnik (Ujjayi) konnte ich dort auch bei dem vielen Pollen die Atmung normal halten und erleben, wie die Allergien irgendwie "verdaut" und geheilt wurden D. h. durch erzwungene Rückkehr zur natürlichen Atmung löste sich das Allergieproblem, was eine gewisse Logik nicht verfehlt. Ich hatte auch jahrelang eine Milchallergie, die Brustenge verursachte. Durch Ujjayi-Atmung ließ sich auch dieses Problem beheben.

Ärzte warnen oft nicht zu unrecht vor Ratschlägen aus dem Internet, aber angesichts ihrer Ignoranz über ein so wichtiges Prinzip der Atmung (Teil 2 oben) muß man sich ernsthaft fragen, ob die so umfangreiche schulmedizinische Asthmaforschung überhaupt was taugt und ob sie nicht eher die Krankheit ist, die sie vorgibt, zu heilen. Ein weiteres Beispiel des "Disease Mongering" also.

Für eine Beschreibung der Ujjayi-Atmung siehe zum Beispiel [[http://www.yoga-shala.at/deutsch/yoga/atmung.html]]., insbesondere "Durch eine bewußte leichte Verengungen des Halses entsteht beim Ujjayi-Atmen ein besonderer Zischlaut, wenn der Atem im Kehlkopf über die Stimmbänder streicht. Wenn der Durchgang verengt wird, fließt die Luft schneller durch ihn hindurch, dies bewirkt den Zischlaut."

Diese Art Atmung verlangt eine gewisse Anstrengung. Nach meiner persönlichen Überzeugung aber ist sie offensichtlich ein wissenschaftliches Mittel gegen Asthma. Je mehr man übt, um so weniger asthmatische Kurzatmigkeit, was auch zu einer radikalen Neudefinition von Asthma führen muß. Gruß,

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