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Zusammenhang Heuschnupfen und gluten/ laktosefreier Ernährung

O,crxam29 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe von einer Bekannten gehört, das sie durch den Verzicht auf Gluten und Laktose Ihre Allergien vermindern konnte.

Ich leide unter einer Haselnussallergie und bin auf der Suche nach Informationen zu dieser Themenstellung, wer kann mir hier helfen bzw. weiß etwas wo ich Informationen erhalten kann?

Vielen Dank!

Marco

Antworten
j8n hat geantwortet


Hallo Marco,

> ich habe von einer Bekannten gehört, das sie durch den Verzicht

> auf Gluten und Laktose Ihre Allergien vermindern konnte.

Der Effekt hat andere Hintergründe als du vermutest. Die Ursachen der sog. Allergien liegen im langjährigen Verzehr stark verarbeiteter und damit vitalstoffarmer Nahrungsmittel (vor allem Fabrikzucker und Auszugsmehle) sowie in einer Überlastung des Organismus durch das artfremde tierische Eiweiß.

Deine Bekannte hat auf Gluten und Laktose verzichtet. Gluten ist in den üblichen Getreidearten Weizen, Roggen, Dinkel, usw. enthalten. Der Verzicht auf Gluten ist daher ein Verzicht auf die üblichen Auszugsmehle. Damit hat sie eine der Allergieursachen abgestellt.

Laktose ist in fast allen Milchprodukten enthalten. Der Verzicht auf Laktose ist daher gleichbedeutend mit dem Verzicht auf viele tiereiweißreiche Produkte. Sie hat damit also eine weitere Krankheitsursache zumindest reduziert.

Der Grund, weshalb es nur zu einer Verminderung und nicht zu einer Heilung kommt, liegt darin, daß sie sehr wahrscheinlich noch andere Quellen für tierisches Eiweiß in der Ernährung hat (Das sind: Fleisch, Fisch, Wurst, Quark, Käse, Eier, Joghurt, Milch) und daß die raffinierten Kohlenhydrate in Form von Fabrikzucker noch in ihrer Ernährung vorkommen. Es gibt weitere Ernährungsaspekte, die man ebenfalls noch optimieren könnte, bspw. die Fabrikfette und den Frischkostanteil.

> Ich leide unter einer Haselnussallergie

Die Ursachen sind für alle sog. Allergien gleich. Eine Umstellung auf eine möglichst naturbelassene Ernährung und der Verzicht auf tierisches Eiweiß wären hier die sinnvollste, weil ursächliche, Maßnahme. Die Haselnüsse müssen dabei nicht unbedingt gemieden werden, die Beschwerden klingen erfahrungsgemäß recht schnell ab, auch wenn es bis zum endgültigen Verschwinden der Allergie rund drei Jahre dauern kann.

MTirissfaxd hat geantwortet


Es gibt viele Menschen, die Gluten nicht vertragen, obwohl die möglichen Tests nichts dazu aussagen. Der zuverlässigste Test ist es, schlicht und einfach für ca. 4 Wochen Gluten wegzulassen. Treten so eine Art "Entzugserscheinungen" auf , kann man sicher sein, daß Gluten nicht geeignet ist für diesen Menschen.

Das gleiche gilt für die Laktose-Intoleranz. Am besten ausprobieren, so schwer das fällt.

[[http://www.dszw.de/nahrung/index.php?pageid=zoliakie]]

*:)

S#.T<. Du.p:onxt hat geantwortet


Allergien haben sicher mehr mögliche Ursachen als eine ungünstige Ernährung u.a:

Luftverschmutzung

Belastung des Immunsystems durch diverse Chemikalien

Eine für den Menschen zu geringe Belastung mit Parasiten, für die das Immunsystem nicht ausgelegt ist

Übertriebene Hygiene in der Kindheit

e.t.c...

Allerdings hilft eine Ernährungsumstellung hin zu einer vitalstoffreichen Kost möglicherweise.

jWn hat geantwortet


Ich finde es immer wieder faszinierend, auf welch absurde Ideen die Wissenschaft kommt, nur weil die tatsächlichen Ursachen nicht gesehen werden (wollen).

> Luftverschmutzung

Deshalb hatten die Leute in Bitterfeld auch so viele Allergien... ;-)

Die Allergien in den neuen Bundesländern kamen mit der Wende und den vielen neuen unbeschränkt verfügbaren Fabriknahrungsmitteln. Mit der Wende wurden auch die Dreckschleudern in Bitterfeld und Umgebung stillgelegt bzw. modernisiert, so daß die Allergieraten ja eigentlich hätten sinken müssen. Das Gegenteil ist der Fall. Also macht saubere Luft jetzt Allergien...? ;-)

Allergien lassen sich durch saubere Luft nicht heilen.

> Belastung des Immunsystems durch diverse Chemikalien

Das ist natürlich ein Belastungsfaktor, aber als Ursache sehr unwahrscheinlich.

> Eine für den Menschen zu geringe Belastung mit Parasiten,

> für die das Immunsystem nicht ausgelegt ist

Dann sollte es ja kein Problem sein, Allergien zu heilen, indem man die Menschen mit mehr Parasiten versorgt. ;-)

> Übertriebene Hygiene in der Kindheit

Keiner bekommt von Sauberkeit eine Allergie und keine Allergie wurde je geheilt, indem man die Menschen mehr Dreck aussetzt.

Die Erfahrung zeigt, daß Allergien durch eine konsequente Ernährungsumstellung dauerhaft ausheilen. Logischerweise müssen die Ursachen daher in einer Fehlernährung liegen.

S=.T. (D>uponxt hat geantwortet


Jn, es ist nunmal so, dass Allergien keine eindeutige Ursache zugeschrieben werden kann.

Entweder stellt man haltlose Behauptungen auf, oder man hält sich an die Wissenschaft. Man kann die Wissenschaft wie Du für Korrupt oder Ignorant oder beides erklären, aber warum sollte Deine Theorie besser sein?

Auch Deine minderheitswissenschaftler können korrumpiert sein, nämlich durch Eitelkeit. ihre Sonderthesen schenken ihnen nämlich immerhin die Aufmerksamkeit einer Minderheit.

Eitelkeit und das Verlangen nach Macht und Aufmerksamkeit korrumpieren genauso wie Geld und Status.

Weshalb sollte ich also einem Bruker oder sonstwem mehr vertrauen als einem konventionellen Wissenschaftler, der sich wenigestens annähernd an ein wisenschaftliches Regelwerk und Kontrollsystem halten muss, um ernst genommen zu werden?

jln hat geantwortet


> Jn, es ist nunmal so, dass Allergien keine eindeutige Ursache

> zugeschrieben werden kann.

Es mag schon sein, daß viele Leute den Allergien keine eindeutige Ursache zuschreiben können. Was nicht bedeutet, daß es keine eindeutige Ursache gibt oder daß alle anderen auch keine eindeutige Ursache kennen.

> aber warum sollte Deine Theorie besser sein?

Aus einem einfachen Grund: Sie funktioniert. Es ist auch keine Theorie, sondern es handelt sich um konkrete praktische Erfahrungen.

> Weshalb sollte ich also einem Bruker oder sonstwem mehr

> vertrauen als einem konventionellen Wissenschaftler,

Wem du vertraust, mußt du selbst nach Bewertung aller Informationen und Fakten schon selbst entscheiden.

Ich hatte seit meiner Kindheit über 30 Jahre lang eine Allergie gegen diverse Gräser. Mit der Zeit kamen immer neue Allergene dazu und die Beschwerden wurden immer schlimmer. In den letzten Jahren konnte ich in der Saison das Haus nur noch mit einem Notfallset verlassen, weil die ganze Sache sich stark auf die Bronchien legte und asthmatisch wurde. Die Schulmedizin lieferte dazu immer neue Antiallergica, die mal besser mal schlechter halfen und mit der Zeit alle ihre Wirkung verloren. Irgendwann haben wir dann aus ganz anderen Gründen unsere Ernährung auf eine Vollwertkost umgestellt und ab diesem Zeitpunkt wurde die Allergie mit jedem Jahr besser und nach drei Jahren war sie vollständig verschwunden. Das war vor knapp zehn Jahren und seitdem hatte ich nie wieder Beschwerden. Gleichzeitig verschwanden diverse andere Symptome, die offensichtlich in der Ernährung ebenfalls ihren Ursprung hatten - unter anderem rund 30 Kilo Übergewicht, ein lang gehegtes Sodbrennen und Knieprobleme. Und wie sich herausstellte, war ich bei weitem nicht der einzigste, der diese Erfahrungen machte.

Mir war Bruker am Anfang auch suspekt und ich habe den Verein eher für eine Sekte gehalten. Allerdings habe ich diese vorgefaßte Meinung nicht beibehalten, sondern bin nach Lahnstein gefahren und habe mir vor Ort ein Bild gemacht. Und ich habe mit Leuten dort gesprochen, und mit denjenigen die sich an das halten, was Bruker erzählte. Alle berichteten über positive Erfahrungen und darunter waren einige Leute, die seitens der Schulmedizin bereits als austherapiert galten und heute wieder ein normales Leben führen können.

Das ist der Grund, weshalb ich persönlich Bruker vertraue. Deshalb und weil das, was er schrieb, logisch ist. Weil es von anderen Forschern untermauert ist und weil die Effekte der Fehlernährung bzw. einer naturbelassenen Ernährung weltweit ständig zu beobachten waren und sind.

Nun erwarte ich natürlich nicht, daß das irgendjemanden überzeugt, das ist einfach nur mein persönlicher Werdegang, der die zeigen soll, warum ich ihm vertraue. Du kommst nicht umhin, dich mit dem Thema selbst zu beschäftigen und dir ein eigenes Bild zu machen. Und wenn dieses Bild dann ergibt, daß das alles Unsinn ist, dann ist das eben so.

> der sich wenigestens annähernd an ein wisenschaftliches

> Regelwerk und Kontrollsystem halten muss, um ernst

> genommen zu werden?

Hat dieses Regel und Kontrollsystem jemals zur dauerhaften Heilung einer Allergie beigetragen?

Das Problem ist, daß gar keine wissenschaftliche Untersuchung von Brukers Aussagen stattfindest. Es wäre ein leichtes, eine Studie zu veranlassen, bei der eine Hälfte mit Hyposensibilisierung, Medikamenten und ähnlichem behandelt wird und die andere Hälfte ihre Ernährung konsequent umstellt. Das wird nicht gemacht und zwar aus einem einfachen Grund: Niemand hat ein Interesse am Ergebnis.

S\.T.t DuApoxnt hat geantwortet


Deine Argumentation überzeugt mich.

Wenn Du viele kennst, deren Allergien sich durch eine Vollwerternährung gebessert haben, dann ist das für mich schon überzeugend (auch wenn es nicht streng wissenschaftlich ist)

Waren das alles auch strikte Vegetarier/Veganer?

Denn ich frage mich: Ist es ein Effekt der Vitalstoffe oder der Verzicht auf tierisches Eiweiß? (Darf ich also weiter ab und an Fleisch essen, ohne den Effekt zu gefährden?)

Zu den Medikamenten: Ja, Chromozyglat (oder wie es heißt) hilft mir schon sehr, schöner wäre es aber, wenn ich es nicht nehmen müsste. ;-)

jxn hat geantwortet


> Deine Argumentation überzeugt mich.

Wenn, kannst nur du dich eigentlich nur selbst überzeugen. ;-)

> Wenn Du viele kennst, deren Allergien sich durch eine

> Vollwerternährung gebessert haben, dann ist das für mich

> schon überzeugend (auch wenn es nicht streng

> wissenschaftlich ist)

Erfahrungswerte lassen sich wissenschaftlich schlecht darstellen, aber es gibt natürlich auch wissenschaftliche Nachweise in Bezug auf diverse Krankheiten. Bspw. die Forschungen von Yudkin (Herzinfarkt), Dam (Gallensteine), oder Cleave&Campbell (Diabetes u.a.). Letztendlich kann man das alles nachlesen, aber dieses Wissen wird leider von der Schulmedizin nicht genutzt. Allergien sind ein Problem der Neuzeit, da gibt es leider keine Forscher, die den Effekt einer Vollwerternährung wissenschaftlich untersucht hätten. Deshalb ist man da auf Erfahrungen angewiesen und da hat Bruker einiges gesammelt.

> Waren das alles auch strikte Vegetarier/Veganer?

Nein, sicher nicht. Ich habe selbst auch noch Käse gegessen, war allerdings vorher schon Vegetarier. Allerdings ist Käse je nach Sorte auch etwas unkritischer als die anderen Quellen, weil das tierische Eiweiß darin durch die Mikroorganismen bereits abgebaut wurde.

> Denn ich frage mich: Ist es ein Effekt der Vitalstoffe oder der

> Verzicht auf tierisches Eiweiß? (Darf ich also weiter ab und an

> Fleisch essen, ohne den Effekt zu gefährden?)

Beides spielt eine Rolle, der Schwerpunkt liegt aber auf dem tierischen Eiweiß. Ob man dabei weiterhin Fleisch essen kann, hängt von der individuellen Stoffwechsellage ab - und natürlich von der Menge.

> Zu den Medikamenten: Ja, Chromozyglat (oder wie es heißt)

Chromoglyzinsäure? Die hat bei mir seltsamerweise nie einen Effekt gehabt. Das letzte, was ich damal nahm, war Zyrtec, das half recht gut.

> hilft mir schon sehr, schöner wäre es aber, wenn ich es nicht

> nehmen müsste.

Ich kann nur sagen, daß es etwas enorm befreiendes hat, wenn man von den Medikamenten loskommt. :-) Seltsamerweise hat mich mein Arzt nie gefragt, warum ich mir seit Jahren kein Rezept mehr für Antihistaminika abhole... ;-)

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