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Allergisch gegen Stroh - verspätetes Auftreten?

EYn.tche7n1x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich mache seit 1 1/2 Jahren eine Hyposensibilisierung auf Rogggen und Gräser, da ich hierauf mit Asthma/ Atemnot reagiere. Auch gegen Birke bin ich leicht allergisch.

Nun mein problem:

Ich reite seit ca. 1 Jahr und hatte hier eigentlich nie Probleme mit Allergien, höchstens wenn wir mal durch ein Roggenfeld geritten sind oder dran vorbei aber nie wirklich schlimm.

Seit ein paar Wochen habe ich jetzt wieder Alergie und ich konnte folgendes ausmachen:

Wenn ich an nem Tag den Stall ausgemistet habe und dabei auch viel trockendes Stroh durch die Luft flog, hatte ich keine Probleme dabei und direkt danach beim Reiten.

Allerdings abends dann bekam ich immer richtige Hustenanfälle, teilweise mit gelbem Schleim und Atemnot. Hatte in der Nase auch immer noch Staub, deswegen habe ich immer ne Nasendusche gemacht.

Nun wäre meine Frage:

Wieso bekomme ich die Allergie anscheinend immer erst abends, also so 3-4 Stunden nach dem Ausmisten? Bin natürlich nach dem Reiten in der Dusche gewesen immer und kompletter Kleiderwechsel, also dürften eigentlich keine Pollen mehr an mir dranhängen...

Der Husten ist dann am nächsten Morgen immer wieder weg gewesen. (Nach Einnahme von Spray und evtl. Allergietabletten)

Weiß jemand, ob in Stroh denn wirklich getrocknete Gräser/ Roggenpollen drin sein können, die die Allergie auslösen könnten?

Wie gesagt, an Tagen, wo ich beim Pferd bin und nicht ausmiste merke ich nichts...

Kann mir jemand vielleicht noch gute Allergietabletten empfehlen? Ich nehme momentan Cetirizin, habe aber das Gefühl, die helfen nicht wirklich.. Hatte ganz früher mal Zyrtec und bei denen hatte ich da ein viel besseres Gefühl....

Danke für Eure Hilfe

Gruß

Entchen

Antworten
jxn hat geantwortet


Hallo Entchen,

Natürlich können im Stroh immer noch Gräserpollen sein, aber da das weit weniger sein dürften, als wenn du durch ein Roggenfeld reitest, machen sich die Beschwerden erst mit Verzögerung bemerkbar. Ich hatte früher genau die gleiche Allergie und bei mir war das ähnlich. Wenn ich an blühenden Roggenfeldern vorbeilief, hatte ich sehr schnell Beschwerden, aber bspw. nach einem Schwimmbadbesuch (Roggenfelder in einiger Entfernung) hatte ich die Beschwerden erst abends.

Zyrtec habe ich damals auch genommen, das waren die letzten Tabletten, die mir gut geholfen haben. Du mußt dir aber bewußt sein, daß du mit Medikamenten nur die Beschwerden unterdrückst und die Allergie im Lauf der Zeit immer schlimmer wird. Es macht mehr Sinn, die Krankheitsursache abzustellen, dann verschwindet die Allergie dauerhaft.

E"ntcEhen1x9 hat geantwortet


Hallo,

danke für deine Antwort, das wäre ja ne gute Erklärung ;-)

Hmm, also mit dem Reiten aufhören ist eigentlich keine Alternative.. Ich mache ja bereits die Sensibilisierung gegen die Allergie und hatte letztes Jahr auch eigentlich kaum Beschwerden.

Eben mit dem Misten jetzt, aber damit kann ich auch nicht so einfach aufhören, gehört eben dazu.

Hmm, dann werde ich mal schauen, ob das schlimmer/ besser wird, evtl. die Tabletten wehcseln und hoffen, dass die Sensibilisierung anschlägt ;-)

Gruß

Entchen

M7iri.sfaxd hat geantwortet


Es könnte auch sein, daß Du schlicht und einfach eine Stauballergie hast und evtl. noch eine auf Schimmelpilze dazu? Beides findet sich ja im Stall/Stroh ganz bestimmt.

*:)

jnn hat geantwortet


@Entchen

> Hmm, also mit dem Reiten aufhören ist eigentlich keine

> Alternative..

Das meinte ich auch nicht. Die Ursache der Allergie ist ja nicht das Reiten - und auch nicht das blühende Getreide. Das kann nichts dafür, daß dein Immunsystem so seltsam reagiert.

> Ich mache ja bereits die Sensibilisierung gegen die Allergie

> und hatte letztes Jahr auch eigentlich kaum Beschwerden.

Die Hyposensibilisierung ist keine ursächliche Behandlung, sie unterdrückt lediglich die Beschwerden, indem sie dem Immunsystem durch ständige Belastung die Reaktion abgewöhnt. Du reagierst dann nicht mehr auf dieses eine Allergen, aber da die Ursache der Allergie immer noch besteht, entwickeln sich immer neue Reaktionen auf immer neue Allergene.

Die Ursachen der Allergie liegen in der Ernährung. Tatsächlich ist es eine Störung der Antigen-Antikörper Reaktion im Immunsystem und das spielt sich im Eiweißstoffswechsel ab. Diese Reaktion kann nur dann ordentlich ablaufen, wenn der Eiweißstoffwechsel mit allen dafür nötigen biologischen Wirkstoffen versorgt wird und das ist bei der heute üblichen stark verarbeiteten Nahrung nicht der Fall. Hinzu kommt eine Überlastung des Immunsystems durch das artfremde tierische Eiweiß. Wenn du also die Allergie ursächlich behandeln willst, mußt du bei der Ernährung ansetzen. Ich habe das auch gemacht und bin jetzt seit sieben Jahren allergiefrei. :-)

EQntchoen1x9 hat geantwortet


Hallo,

vor der Sensibilisierung hatte ich nen Allergietest machen lassen (eigentlich klar, oder) und da wurde eben nur die ausgeprägte Gräser/ Roggen Allergie und ne sehr leichte Birkenallergie festgestellt, keine auf Staub, Schimmelpilze o.ä.

Habe mich auch schon gefragt, ob es vielleicht nicht direkt das Stroh ist, sondern vielleicht auch das Ammoniak vom Urin, das ja im alten Stroh drin ist und vielleicht auch die Atemwege reizt, noch zusätzlich zur eh vorhandenen Allergie...

Nun gut, Ernährungsumstellung wäre natürlich ein Mittel, aber ich ernähre mich schon recht gesund, soweit es heutzutage möglich ist, ohne sich für Nahrungsmittel in den Ruin zu stürzen (was manche Lebensmittel kosten ist nicht mehr ....).

Ich werde das jetzt mal weiter beobachten und wenns schlimmer wird muss ich was finden, denn zweimal die Woche die Nacht schlecht schlafen ist keine wirkliche Alternative...

Gruß

Entchen

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