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Kortisonspritze bei Heuschnupfen

m]ucklx21 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe seit Jahren sehr starken Heuschnupfen und möchte mir diesen Sommer zum ersten mal Kortison spritzen lassen, da Tabletten etc. nicht helfen.

Wer hat sich schon mal Kortison spritzen lassen und kann mir Auskunft geben bezüglich der Verträglichkeit? Und stimmt es wirklich, dass die Beschwerden nahezu vollständig für mindestens 4 Wochen verschwinden?

Bin auf eure Erfahrungsberichte gespannt...

Antworten
jxn


Du solltest dir in jedem Fall vorher mal das hier durchlesen:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Kortison#Nebenwirkungen]]

Cortison ist nicht unkritisch. Der Organismus reagiert ziemlich sensibel, wenn man ihn mit einem isolierten Hormon überschwemmt. Ich würde das nur als letzten Ausweg in einer akuten Situation anwenden.

Ich möchte außerdem darauf hinweisen, daß du damit lediglich die Beschwerden linderst. Die Krankheit besteht weiterhin und verschlimmert sich im Lauf der Zeit, da die Ursachen nicht abgestellt werden.

t,itatxü


Ich hab die schön des öfteren bekommen und sie wirkt mitunter auch länger-je nach Pollen.Nebenwirkungen hatte ich keine.

Hast du mal Aerius oder Xusal versucht? Damit komm ich ganz gut klar

n^achts{chwaeQrmerxin


Ich hatte ne allergische Reaktion drauf . War also nicht so der Bringer, würde das erstmal mit dem Arzt klären , ich dachte ich muss sterben !

Das mach ich NIE wieder , dann lieber weiter schniefen und jucken , auch wenn´s mich in den Wahnsinn treibt und ich zugeschwollen bin . Es wird auch irgendwann wieder besser ...

axgnxes


Nebenwirkungen hatte ich keine.

manche Nebenwirkungen merkt man erst Jahre später

c ont paxt


habe lange gebraucht, ehe ich mich entschieden habe, mir eine solche Spritze geben zu lassen. Aber Asthma ist bei mir hinzugekommen und mir war alles egal. Die Spritze war echt super. 6 Wochen hatte ich keine, bzw. kaum noch Beschwerden. Morgen hole ich mir wieder eine solche ab, da ich seit heute wieder Probleme habe. Das kann man im Übrigen auch nicht mit einer herkömmlichen Kortisonspritze vergleichen, da die Menge doch erheblich geringer ist. Für mich ist der Nutzen jedenfalls wesentlich größer, als das Risiko. Und was manche Menschen so in sich reinfressen und trinken.... kann mir keiner sagen, NWs kommen erst nach Jahren raus. Meine Meinung.

jrn


> Morgen hole ich mir wieder eine solche ab, da ich seit heute

> wieder Probleme habe. [...] Für mich ist der Nutzen jedenfalls

> wesentlich größer, als das Risiko.

Der Nutzen besteht alleine in der kurzzeitigen Beschwerdefreiheit. Das bezahlst du realistisch betrachtet folgendermaßen:

1. Die Kortisonspritze heilt deine Allergie nicht.

2. Die Allergie verschlimmert sich ständig.

3. Du mußt das Kortison lebenslang im immer höheren Dosen spritzen.

4. Da die Ursachen der Allergie auch die Ursachen für etliche andere Krankheiten sind, wiegt dich die Spritze in der trügerischen Sicherheit, alles sei in Ordnung, während sich aus den unbehandelten Ursachen immer mehr Krankheiten entwickeln.

Anders ausgedrückt: Eine lebenslange Cortisonabhängigkeit ohne Aussicht auf Heilung aber mit der Option auf Nebenwirkungen und diverse Krankheiten.

cNon p)at


@ jn…

dann finde ich es ja eigenartig, dass 6 allergologen, 2 dermatologen, 2 lungenfachärzte mir etwas anderes sagen.

Man hat mit mir 5 Jahre alles versucht, was es momentan auf dem Markt gibt. Seit über 30 Jahren habe ich Heuschnupfen und werde behandelt. seit 5 Jahren ist Asthma hinzugekommen.

Also, was soll ich nun deiner Meinung nach machen?

jxn


> dann finde ich es ja eigenartig, dass 6 allergologen, 2

> dermatologen, 2 lungenfachärzte mir etwas anderes sagen.

Das liegt an der unzureichenden Ausbildung der Ärzte in den Ursachen der Allergien. Tatsächlich behandeln die Ärzte ja nur die Symptome der Krankheit, indem sie Antihistaminika und eben auch Kortison verschreiben. Die eigentlichen Ursachen der Krankheit, die dafür sorgen, daß der Organismus überhaupt so seltsam auf Allerwelts-Stoffe reagiert, spielt dabei leider keine Rolle. Aber genau diese Ursachen müßte man ja beseitigen, damit der Organismus wieder normal reagieren kann.

> Man hat mit mir 5 Jahre alles versucht, was es momentan auf

> dem Markt gibt. Seit über 30 Jahren habe ich Heuschnupfen und

> werde behandelt. seit 5 Jahren ist Asthma hinzugekommen.

Das ist ziemlich genau die Situation in der ich vor zehn Jahren war. Nach einer Ernährungsumstellung wurde die Allergie mit jedem Jahr besser und nun bin ich seit sieben Jahren allergiefrei. :-)

> Also, was soll ich nun deiner Meinung nach machen?

Ich kann dir nicht sagen, was du machen sollst, denn du allein mußt entscheiden, was für dich richtig ist. Aber ich kann dir sagen, wo die Ursachen der Allergien liegen und wie eine entsprechende Ernährung aussehen sollte, wenn dich eine ursächliche Therapie interessiert.

mOucklB21


Re: Kortisonspritze bei Heuschnupfen

Hallo,

vielen Dank für eure Beiträge. Dass Kortison lediglich die Beschwerden lindert ist mir klar, aber genau das ist für mich in diesem Sommer ganz wichtig!!!!

Jetzt hab ich allerdings in einem Beitrag zu "intramuskulären Kortisoninjektionen" folgendes gelesen:

intramuskulär Injektionen sollten möglichst tief (mit einer ausreichend langen Nadel) in einen Muskel, meist in die Gesäßmuskeln gegeben werden.

Vor dem Spritzen erfolgt ein Aspirationsversuch (ziehen am Spritzenkolben) zum Ausschluss einer Gefäßverletzung. An falscher Stelle droht die Gefahr von Nervenschäden, ausserdem können Infektionen, Fettgewebsnekrosen und Blutungen vorkommen.

Ich dachte immer, eine Kortisoninjektion sei wie eine Impfung. Die Beschreibung finde ich etwas beunruhigend. Weiß jemand, ob das schmerzhaft ist?

mcilka;schonecJkxe


@:) @:) @:) Hallo muckl21,

diese Spritze lasse ich mir geben, wenn es ein schlimmer Frühling mit Pollen ist. Ich habe seit 34 Jahren Heuschnupfen. Jahre da sind die Beschwerden Stark und es gibt Jahre da klappt es mit Tabletten.

Dieses Jahr habe ich mir schon eine Spritze geben lassen, weil ich Angst habe Astma zu bekommen. Wenn zu viele Pollen fliegen, bekomme ich keine Luft mehr.

Die Spitze tut beim Spritzen nicht weh. Es kommt schon mal vor das etwas der Hintern weh tut, dort bekommt man die reingespitzt. Das tut aber nicht lange weh nur zwei drei Stunden, dann ist es wieder gut. Nebenwirkungen hatte ich noch nie welche, Obwohl ich bestimmt schon 25 Spitzen bekommen habe. Ich lasse mir aber nur einmal im Jahr eine Spitze geben, dann ist es nicht so gefährlich für den Organismus.

Gute Besserung

Milkaschnecke

EIntchXen1x9


Hier scheint es auch verschiedene Spritzen zu geben.

Ein Bekanter von mir bekommt seit 20 Jahren oder so jedes Jahr eine Spritze, die ihm dann für die Saison reicht. Ohne die Spritze hätte er ziemlich starke Allergien gegen so ziemlich jede Art von Pollen.

Ich selbst habe vor einigen Jahren mal ne Kortisonspritze bekommen, allerdings war heir der Grund eine akute Bronchitis, die schon halb asthmatisch geworden war.

Der schöne Nenebeffekt hierbei:

Ich hatte ca. 3 Jahre nach der Spritze auch keine Allergie mehr und dadurch bedingt Asthma...

Vorher und eben nach den 3 Jahren dann wieder...

Also manchen Leute helfen die Spritzen, aber die Ärzte nutzen Kortison recht ungern soweit ich weiß...

Gruß

jxn


@milkaschnecke

> Nebenwirkungen hatte ich noch nie welche, Obwohl ich

> bestimmt schon 25 Spitzen bekommen habe.

Die Nebenwirkungen zeigen sich ja auch nicht in direkten Beschwerden, sondern in langfristigen Schäden:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Kortison]]

Ihr solltet euch bewußt machen, daß ihr den Organismus permanent mit einem Hormon überschwemmt. Da die Allergie dadurch nie heilen wird, wird sie zwangsläufig immer schlimmer, auch wenn die Symptome nicht auftreten. Ohne Kortison würden immer massivere Reaktionen auftreten - ihr seid also quasi abhängig von diesem Medikament.

Die Alternative wäre eine ursächliche Behandlung der Allergie.

dziTheaxrt


Guten Morgen!

Ich bin auch nahezu gegen jegliche Art von Pollen allergisch! Normalerweise nehme ich Xusal und habe dann nur noch leichte Beschwerden...

Aber nicht in diesem Jahr! Durch die hohe Pollenkonzentration musste ich mir diese Jahr eine Kortisonspritze geben lassen! Ich habe mir das ziemlich lange überlegt, aber so ist mein Leben ja nicht wirklich lebenswert! (100-200 Taschentücher am Tag, oder eine verstopfte Nase...so gläsrige Augen, dass jeder denkt ich würde heulen...mein Partner befürchtet jede Nacht ich ersticke...morgens nicht ausgeruht als hätte ich durchgemacht....)

Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass das eine einmalige Sache war, denn irgendwie spür ich nur minimale Verbesserung! Und da stimmt mir das Nutzen/Risiko-verhältnis nicht, denn trotz der Spritze schlucke ich noch brav mein Xusal und nehme mein Augentropfen/Nasenspray.

Aber ich glaube das sollte jedem selber überlassen sein....

Lg und eine schönen Tag

jxn


@diheart

> Aber ich glaube das sollte jedem selber überlassen sein...

Natürlich ist das jedem selbst überlassen. Es muß aber deutlich gesagt werden, daß die Medikamente die Krankheit nicht heilen und sie sich dadurch permanent verschlimmert. Das bedeutet im Endeffekt eine lebenslange Medikamentenabhängigkeit mit immer höheren Dosen und immer stärkeren Nebenwirkungen. Es ist sicher nichts gegen symptomatische Linderung zu sagen, aber ohne Abstellen der Ursachen ist es letztendlich eine Sackgasse.

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