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Histamin-Intoleranz

lSiesrchen-sourge}nkind hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Tochter leidet seit Jahren an Übelkeitsschüben, teilweise mit Erbrechen. Sie muss sehr oft stark aufstoßen. Nachdem mittlerweile schon sehr viel untersucht wurde, ist meine Ärztin jetzt auf eine Histamin-Intoleranz gekommen. Sie will es per Bluttest untersuchen lassen. Meine Frage dazu: Wer kennt sich mit dem Thema aus? Wer hat schon davon gehört, dass Kinder daran leiden..? Was ich so beim googeln herausgefunden habe, ist dass man die Intoleranz ja am ehesten durch Weglassen bestimmter Nahrungsmittel erkennt. Was könnte das für ein Bluttest sein? Ist er überhaupt eindeutig? Zahlen ihn mit 34 € selbst..

Vielen Dank für Eure Antwort.., lG

Antworten
M%irinsfaxd hat geantwortet


An den Uni-Kliniken wird die Histaminintoleranz nur stationär getestet und zwar durch Gabe von Histamin oral. Stationär wohl deshalb, weil da ziemlich starke Reaktionen auftreten können.

Der Bluttest dürfte auf die DAO sein (= Enzym, das das Histamin abbauen soll und teilweise bei einer HI verringert ist). Dieser Test ist aber nicht zuverlässig, weil man durchaus einen normalen DAO-Wert haben kann und trotzdem empfindlich auf Histamin reagiert.

Es kann auch das Histamin im Blut untersucht werden, aber auch das scheint nicht wirklich zuverlässig zu sein.

Da würde ich noch einmal genau nachfragen!

Der beste Test ist, es selbst auszutesten: für eine Weile histaminarm essen. Dann einen richtigen "Provokationstest" machen mit einer wunderbaren Pizza mit viel Käse, Tomaten, Hefeteig, am besten noch einem Bier oder Rotwein dazu. Oder einer großen Portion Sauerkraut + Schweinefleisch.

Kommt dann eine Reaktion, kann man ziemlich sicher sein, daß eine HI vorliegt.

Auch, wenn bei einer solchen Reaktion ein Antihistamin wenigstens lindert.

[[http://www.ernaehrung-online.at/content-36-phpnukevkp.html]]

*:)

O{rtweg(a hat geantwortet


Hier möche ich mich auch einschalten. Ich habe ebenfalls den Verdacht, dass ich u.U. an einer HI leiden könnte.

Meine Symptome bauen sich langsam auf. D.h.:

1. juckender Ausschlag an Haaransatz, Armen, Brust und Oberschenkeln, "Strahlensehen" um Lichtquellen bei Dunkelheit

2. Blähungen, häufiger Stuhlgang (kein Durchfall), Strahlensehen sehr stark

3. Blähbauch, Magendrücken, Etwas Durchfall

4. Würgereiz, Unwohlsein, Durchfall

Wenn ich z.B. Cetirizin nehme, dann kann ich Stufe 1 komplett unterdrücken und bekomme irgendwann direkt Stufe 2.

Habe mir ein Buch zur HI besorgt und versuche die Sachen da drin zu meiden. Jedoch gibt es einige Dinge, die mich verwirren:

1. Bier oder Schnaps sorgen bei mir nie für Probleme, auch nicht, wenn es mal "zu viel" werden

2. Rotwein vertrage ich auch sehr gut, solange ich nicht mehr als drei Tage am Stück Abends Rotwein trinke

3. gereifte Käse gehen sehr gut

4. Salami/Bratwurst/Burger/Hackfleisch sorgt sehr schnell für Probleme

5. Essig oder in Essig eingelegtes wie Essiggurken, Balsamico, etc. sorgt für Probleme, jedoch

6. Sauerkraut oder Krautsalat nicht

7. Kaffee ist ein großes Problem, da auf den hin beinahe direkt Symptome der Stufe 1 oder 2 folgen.

Sollte ich evtl. noch in einer anderen Richtung forschen? Pricktests bzgl. Lebensmittel und anderen Allergien waren durchwegs negativ. Der Histaminwert ist bei mir immer sehr hoch.

O'rte]ga hat geantwortet


noch ein Zusatz:

- Rohmilchprodukte gehen gar nicht

- Activia oder ähnliche Joghurt/-drinks mit Aktivkulturen sorgen ebenfalls für starke Probleme

- Hefeprodukte (Kuchen, Pizza) machen so gut wie keine Probleme

- Tomaten vertrage ich mal mehr mal weniger

lei}eschyen-sorxgenkind hat geantwortet


Hallo ortega,

ich selbst kann Dir dazu leider nur wenig Ratschläge geben. bei meiner Tochter ist das Hauptproblem die Übelkeit. Heute wurde ihr für den test das Blut abgenommen. Auch wennd as Ergebnis nicht 100 % aussagekräftig ist, lässt sich vielleicht wenigstens eine Richtung erkennen..Was ist denn Cetirizin?

LG

Mhirisofsad hat geantwortet


Hallo ortega,

vielleicht hast Du ja eine Mischung von Intoleranzen? Die Blähungen + Durchfall deuten eigentlich eher auf Laktose- oder Fruktose, evtl. auch Gluten-intoleranz hin. Allerdings spricht da wieder dagegen, daß Cetirizin (=ein Antiallergikum = Antihistamin) hilft.

Seltsam...

Ohrgte#gxa hat geantwortet


Also auf LAktose- /Fructose-Intoleranz wurde ich schon getestet. Hatte ich vergessen zu erwähnen. Beides negativ. Mit den Gluten spricht eigentlich dagegen, dass ich ja Weizenmehlprodukte sehr gut vertrage.

Achja Cetirizin ist ein Antihistamin. Bekommt man rezeptfrei. Hilft mir sehr gut, wenn auch nicht oder nur wenig gegen die Übelkeit.

V!idgxi hat geantwortet


Nahrungsmittelunverträglichkeit

Hallo, Ortega,

mir geht es ähnlich wie dir. Ich glaube, dass ich eine Histamin-Intoleranz habe, weil ich die meisten Lebensmittel, die sehr histaminhaltig sind, nicht vertrage, wie Rotwein, Sauerkraut, reifen Käse usw. Hefe z.B. aber geht ganz gut. Also es passt nicht immer. Ich habe auch immer mehr Hautreaktionen, Jucken, quaddelartige Erscheinungen und Kribbeln, also alles Erscheinungen durch Histamin, außerdem Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern).

Dazu habe ich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, d.h. keine Allergie, die auf der Bildung von IgE-Antikörpern beruht, sondern der ein anderer Mechanismus zugrunde liegt. Diese Unverträglichkeit kann nicht mit den üblichen Allergietests nachgewiesen werden, ist aber deutlich da. Ich glaube, dass auch durch sie der Histaminspiegel ansteigt. Es kann also gut sein, dass bestimmte Nahrungsmittel bei dir eine Histaminausschüttung verursachen, diese müssen nicht an sich histaminhaltig oder allergisierend sein. Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist oft die Darmschleimhaut durch die chronische Reizung geschädigt und dies ist wiederum der Grund dafür, dass zu wenig DAO gebildet wird. Ich stelle mir vor, dass es bei mir so ist.

Ich versuche, das Übel an der Wurzel zu packen und irgendwie meinen Darm in Ordnung zu bringen. Leider habe ich noch nicht die Lösung gefunden. Dazu kommt, dass wahrscheinlich eine erbliche Tendenz vorhanden ist. Meine Erfahrung ist aber, dass auch bei einer Veranlagung ein großer Spielraum besteht und es Möglichkeiten der Verbesserung gibt. Eine grundsätzlich gesunde Ernährung ist sicher förderlich, z.B. keine Fertigprodukte, frische Nahrung, keine Zusatzstoffe, keine Pestizide etc.

Könntest du mal auf dem Beipackzettel schauen, ob Cetirizin auch Herzrhythmusstörungen hervorrufen kann oder dagegen wirkt? Ich möchte es nämlich gerne einmal ausprobieren. Andere Antihistaminika können Herzrhythmusstörungen hervorrufen.

Schöne Grüße,

Vidgi

nRicx9 hat geantwortet


Hallo zusammen,

bei mir wurde jetzt auch eine HI festgestellt...mein Problem ist, dass ich obendrein Vegetarier bin und sehr viel Sport mache...

Ich halte mich sehr streng an den Diätplan und momentan bin ich auch fast Beschwerdefrei...hin und wieder Kreislaufstörungen...aber ich merke auch, dass ich sehr schnell "ausgepowerd" bin beim Sport. Was kann ich tun, damit ich trotzdem noch Marathon laufen kann? Ich kann ja nicht nur Kartoffeln und Nudeln essen :-/ ...

Bin um jeden Rat dankbar, weil die Jungs und Mädels im Bioladen und Reformhaus sind total überfragt...

Schönes Wochenende

Viele Grüße

nic9

mbim=iMIExZ hat geantwortet


Ich leide auch an HI und bei mir wurde das Ganze per DAO Bluttest diagnostiziert.

Ich würde erst diesen Test machen und dann mal versuchen Lebensmittel mit Histamin wegzulassen. Bei mir klappt das super und seit dem fühle ich mich wesentlich besser. Der Durchfall und die Kopfschmerzen sind total weg. :-p

J:udi2>17 hat geantwortet


Hallo zusammen,

ich weiß nicht genau ob ich an einer HI leide... habe nur letztens einen Auswertungsbogen von einem Allergietest gefunden, der bei mir durchgeführt wurde und da habe ich anscheinend auf Histamin reagiert (zumindest sind bei Histamin 3 Kreuzchen, genauso wie bei Gräser und Roggen und auf die letzteren bin ich auf jeden fall hochgradig allergisch). Der Test ist allerdings schon von 2005... und ich bin mir 100%ig sicher das mich der Arzt damals nicht auf die HI hingewiesen hat!

Die Symptome treten bei mir schon auf, jedoch "nur" teilweise starker Schwindel (den ich bis jetzt immer auf den Wetterumschwung geschoben habe) und ich habe auch einen sehr niedrigen Blutdruck. In letzter Zeit ist mir öfters aufgefallen, dass mir z. B. nach Tomaten öfters übel geworden ist... letzten hab ich ne Pizza gegessen mit Tomatensalat... danach wurde mir total schwindlig, ich bekam Kopfschmerzen und Niesanfälle -> verstopfte nase.

Das kann natürlich auch von der Gräserallergie kommen... der Schwindel vom Schwülenwetter...

meine Frage: Kann man die HI überhaupt durch einen normalen Allergietest rausfinden?

Mir wurde halt bei dem Test die Stoffe/Flüssigkeiten auf den Rücken getupt und dann mit einer Nadel jeweils gepickst, damits unter die Haut geht...

agvanYtir hat geantwortet


Jedem mit dieser Intoleranz kann ich nur das Buch von T. Schleip ans Herz legen, klärt zumindest "Oberflächlich" über die Ursachen, Diagnose und Behandlungsmethoden sowie die betroffenen Lebensmittel auf.

Ein weiteaus besseres Buch ist "Histaminintoleranz & Seekrankheit" von Jarisch, wird von manchen als Standardwerk zu der Problematik gesehen.

Die verschiedenen Verträglichkeiten wie Ortega sie beschreibt können vielleicht von nem schwankenden DAO Wert kommen (enzym dass das Histamin spaltet oder abbaut) bzw. die Histaminwerte sind auch in gereiften Lebensmitteln teils sehr unterschiedlich, also nicht eindeutig greifbar.

Kann mir vorstellen wenn man grade DAO - Mäßig schlecht drauf ist und dann ne Histaminbombe erwischt, dass es dann zu solchen deutlichen Reaktionen kommt...andersrum wenn man DAO- Mäßig grade etwas besser gestellt ist und was erwischt dass nicht viel Histamin enthält obwohl es sonst als Histaminbombe deklariert wird, dass es dann besser verläuft...Die teils extrem schwankenden Histaminwerte gewisser Lebensmittelgruppen werden sehr gut in dem Buch von Jarisch beschrieben...

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