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Erfahrungen mit Hyposensibilisierung

h,a-nneF-le hat die Diskussion gestartet


Hallo,ich bin weiblich,57 Jahre alt und leide seit vielen Jahren unter Pollenallergie (Frühblüher und Beifuss) und die dazugehörigen Kreuzallergien bei Nahrungsmitteln.Vor 2 Jahren hat mich mein HNO Arzt zu einer Hyposensibilisierung überredet,weil die Kräuterallergie immer schlimmer wurde.Ich habe den Eindruck,dass die Allergie gegen Frühblüher zurückgegangen ist, aber nach wie vor sind die Beschwerden zur Zeit der Beifusspollen sehr stark und ich vermute, dass Ambrosia dazugekommen ist, weil ich in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens wohne. Seit September habe ich nach jeder Spritze mich ungefähr 10Tage krank gefühlt, auf Borkum und in Mallorca hatte ich keinerlei Beschwerden.Vor 3 Wochen hatte ich 2 Tage nach der Spritze plötzlich keine Stimme mehr und mein Hausarzt sah, dass die oberen Luftwege entzündet waren,er hat mir Antibiotika verschrieben und Asthmaspray. Normalerweise dauert bei mir ein Infekt 10 Tage und dann ist es gut,diesmal komme ich nicht mehr auf die Beine, ich fühle mich immer noch krank und habe einen Räusperzwang entwickelt, weil ich immer das Gefühl habe meine Brust sei eng und ich müsste Schleim rausbringen. Da ich Lehrerin bin, muss ich viel sprechen, vielleicht bin ich auch zu früh wieder gegangen oder habe jetzt Bronchialasthma? Das Asthmaspray bringt keine spürbare Erleichterung.Am Donnerstag sind die 4 Wochen um und ich müsste die nächste Spritze bekommen ,ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll, die Therapie abbrechen oder aussetzen? Habe Panik vor der nächsten Reaktion,wer kann mir einen Rat geben? :-( Hannele

Antworten
rpudxke


Hallo Hannele,

bin 54 J. und habe meine Pollenallergie schon über 10 J. Erst jetzt habe ich den Mut zu einer

Hypo gefunden. Weil es immer mehr Pollen gab auf die ich allergisch reagierte und weil

ich seit diesem Jahr auch mit Asthma reagierte. Jetzt nach der 5 Spritze habe ich aufgehört und hatte deshalb mit dem Arzt heute eine unschöne Begegnung. Der erklärte meine Syptome mit einer Erkältung. Aber nach der 5 Spritze habe ich nach zwei Tagen bis heute 11 Tage dannach sehr stark mit den unterschiedlichsten Symptomen reagiert, mache davon waren wirklich beängstigend. Du hast ja schon sehr lange durchgehalten und sogar Teilerfolge erzielt. Ich glaube man merkt es ganz deutlich, wenn es zu viel wird. Diese Behandlung sah ich als meine letzte Chance Erleichterung zu bekommen, aber das war wohl nichts. Ich hoffe, du kommst für dich zu einer guten Entscheidung.

rudke

hjangn|ex-le


Vielen Dank für deine Antwort, ich bin froh,dass du ähnliche Erfahrungen gemacht hast, denn ich kam mir beim Arzt schon wie ein Hypochonder vor,weil mir mein HNO Arzt weissmachen will, da könne kein Zusammenhang bestehen.Ich habe jetzt 14 Tage Aufschub und gehe am nächsten Dienstag zu einem Lungenfacharzt.Er hat auch noch mal einen Abstrich gemacht, weil die oberen Luftwege immer noch entzündet waren.Aber mein ganzes Gefühl wehrt sich gegen die weitere Desensibilisierung, weil man Körper ständig gegen einen Entzündungsherd ankämpfen muss.Es wäre schön, noch weitere Meinungen zu lesen! Danke Hannele *:)

Cdhoclaxte


Hallo!

Ich hab jetzt erst damit angefangen und bekomme aufgrund der Stärke meiner Allergien jede Woche eine Spritze (Sonst macht er es alle 2 Wochen). Wie war/ ist das bei euch?

Jetzt hab ich noch eine andere Frage zum Thema Hyposensibilisierung. Ist es richtig, daß man sich während der Therapie nichtimpfen lassen kann, außer man setzt eine Spritze aus? Weiß da jemand was darüber?

:p>

ruudxke


Hallo Hannele,

Wie geht es denn bei Dir jetzt weiter? Warst Du schon zur Spritze oder beim Lungenfacharzt

wegen der Entzündung im Hals? Meine Entzündung ist zwar etwas zurückgegangen, aber

vor allem am Abend merke ich, dass es immer wieder aufflammt. Mache mir jetzt wirklich

Gedanken, weil ich dass von einer Erkältung überhaupt nicht kenne.

Hallo Choclate,

Der Abstand der Spritzen ist wohl recht unterschiedlich. Mein Arzt wollte die ersten sechs

Spritzen in 3 Wochen setzen und dann den Abstand erweitern. Wie ich schon geschrieben

habe, bin ich ja nur bis zur 5ten gekommen. Ob eine Impfung zwischen den Spritzen möglich

ist, kann ich Dir nicht sagen

hXa|nne-ele


Hallo liebe Leser im Forum! Gestern war ich beim Lungenfacharzt. Am Wochenende hatte ich erst das Gefühl es würde besser, nachdem mein HNO ein anderes Antibiotikum aufgeschrieben hat,als der Keim vom Labor bestimmt war,aber am Montag war alles wie vorher, Schmerzen und Engegefühl in der Brust, starkes Räuspern.

Die Lunge wurde geröntgt und ist Gott sei Dank in Ordnung, beim Abhören rasselte es beängstigend, aber das Lungenvolumen ist noch im grünen Bereich!(Test in der Kammer). Der Arzt meint, es sei ein allergisches Bronchialasthma und hat jetzt eine Cortisontherapie für 12 Tage aufgestellt, da ein Antibiotikum keine Besserung bringt.Ich soll dazu das Asthmaspray weiter nehmen und ein Antiallergie -Nasenspray.Bin sehr deprimiert und würde gerne von anderen Betroffenen hören, wie sie die Beschwerden gelindert haben.Ich bin durch den Entzündungsprozess ständig müde und schaffe kaum meine Stunden morgens. An Sport ist im Moment überhaupt nicht zu denken! Nimmt man von dem Cortison zu? Ich habe im letzten Jahr unerklärlicherweise 4 Kg zugenommen, trotz des Sports im Fitnessstudio 3 mal pro Woche 1 Stunde! Auch das kommt mir komisch vor.Ich werde die Desensibilisierung auf jeden Fall abbrechen und mich im Januar auf Ambrosiaallergie testen lassen.

Würde mich sehr freuen,etwas von Euch zu hören. Liebe Grüße Hannele

TNarUaMi@a2x7


Hallo,

also meine Hyposensibilisierung liegt nun bald 7 Jahre zurück. Ich habe sie durchgezogen, hatte aber ähnliche Probleme wie du Hannele. Am Anfang fühlte ich mich nach den Spritzen, die ich wöchentlich bekam, krank, danach bekam ich oft Erkältungen und hatte auch asthma-Erscheinungen. Das Asthma Spray hat meist Husten verursacht und ich habe es weggelassen. Meine Allergie ist def. besser geworden, weg ist sie nicht, aber so schlimm wie ich sie früher hatte ist sie nicht mehr und auch die Krankheiten drum herum sind weniger geworden. Deswegen rate ich dir, noch ein Jahr auszuhalten und das Thema dann auch abszuschliessen- also Hyposensibilisierung zu Ende zu machen. Es ist nicht angenehm, ggf. musst du auch nochmal einen allergietest zwischendurch machen lassen, da sich Allergien auch verschieben können und wichtig ist ja, dass die Hypo auf die richtigen Kräuter, Bäume, etc. angewandt wird.

Ich habe am Meer auch keine Beschwerden, so dass ich immer versuche in der Zeit meiner Hauptallergie (Gräserpollen) zwei, drei Wochen zu verreisen. Dann ist es viel erträglicher.

Liebe Grüße und alles Gute für dich!

hUannre-lxe


Hallo, ich wollte mich noch einmal melden...Endlich fühle ich mich nach Einnahme des verschriebenen Cortison wieder als normaler Mensch! Die Entzündung und das Asthma sind weg und ich habe jede Menge Wasser verloren. Ich habe mit meinem HNO einen deal gemacht,dass ich 3 Monate aussetze mit der Desensibilisierung und wenn ich keinen Unterschied merke,d.h. wenn es mir nicht -ohne- besser geht, fange ich nochmal an, die Dosierung aufzubauen.Ich glaube aber,dass für mich die Entscheidung richtig war auszusteigen, denn so schlecht, wie ich mich die letzten 3 Monate gefühlt habe nach der jeweiligen Spritze halte ich nicht noch 2 Jahre durch!Bin jetzt wieder optimistisch, dass ich nicht täglich ein Asthmaspray brauche.Liebe Grüße von Hannele

EAumeli]nchexn


Also wenn ich das hier so lese, fühl ich mir wie aus der Seele gesprochen ;-)

Ich habe seit ca 9 Jahren Gräser- und Roggenallergie. Vor 6 Jahren kam dann Bronchialasthma dazu. Habe im Oktober 2005 eine Hyposensibilisierung begonnen im Intervall von immer 4 Wochen zwischen den Spritzen. Ich muss leider sagen, es hat mir überhaupt nicht geholfen. Aber ich hatte auch nie irgendwelche Beschwerden nach den Spritzen, weder fühlte ich mich schwach, noch krank. Aber meine Allergien erklären sowieso nicht meine Beschwerden weil es dann nur saisonal wäre, was bei mir nicht der Fall ist. Ich habe etliche Tests hinter mir und nie kam ein vernünftiges Ergebnis raus.

Mein HNO sagt, es sei in meinem Alter (20) höchst ungewöhnlich, solche Beschwerden zu haben. Mir wurden die Polypen auch schon 2 mal entfernt, und es wird bald das dritte Mal passieren.

Jetzt hat mein HNO die Vermutung aufgestellt, ich könnte an dem sogenannten Santer Trias leiden. Das ist eine Kombination aus Bronchialasthma, Polypen und Aspirin-unverträglichkeit. Das muss ich allerdings noch testen lassen. Würde aber einiges erklären weil ich eben schon seit langem nach einer Lösung suche und die Beschwerden teilweise so schlimm sind, dass ich bald keine Lust habe, überhaupt irgendwas zu machen, da fehlt mir oft die Motivation.

Vielleicht sind unsere Beschwerden ja ähnlich. Hoffe ich konnte mit meinen Erfahrungen ein klein wenig helfen...

SO, jetzt ist die Nachricht aber doch ganz schön lang geworden ;-)

Wünsche dir alles Gute. Wenn du igendwelche Fragen noch hast, dann frag ruhig :-)

Ganz lieben Gruß *:)

hwannex-le


Hallo Eumelinchen , ich freue mich über jede Antwort! Bei mir hatte die Cortisontherapie am Anfang in der hohen Dosierung gut geholfen (letztes Wochenende war ich in Wiesbaden und dachte ich hätte die Entzündung weg!) Am Montag kam dann die Enttäuschung in der Schule,während des Morgens ging die Brust plötzlich zu und die Stimme wurde heiser.Das Spray nutzt bei mir nichts und macht mich furchtbar unruhig und rappelig.Mein Herzschlag raste und ich konnte nicht schlafen. Ich bin dann noch einmal zu dem Lungenfacharzt,das Rasseln war wieder voll da, er ist ratlos und meint, ich solle mich krankschreiben lassen, weil durch das viele laute Sprechen und den Kreidestaub die Bronchien immer wieder gereizt werden,aber ich muss zumindest meine Arbeiten zu Ende schreiben lassen, damit ich das erste Halbjahr abschließen kann.Ich habe jetzt bemerkt,dass es mir bei feuchter kalter Luft extrem schlecht geht und bei trockenem sonnigem Wetter wie heute wieder besser.Dieses Räuspern macht mich verrückt und ich merke wie ich immer depressiver werde, weil ich langsam glaube, das geht nie mehr weg! Ich habe keine Luftnot sondern ständig das Gefühl ich müsste Schleim beseitigen. Du bist in deinen jungen Jahren natürlich viel ärger betroffen.Geht es dir am Meer besser und ist dein Asthma anfallartig oder auch immer täglich spürbar?Du hast mich übrigens auf eine Idee gebracht. Ich nehme seit einigen Wochen ein Haartonikum gegen Schuppen, da ist Salycin drin, vielleicht vertrage ich das nicht,ich lass das mal weg! Heute habe ich gar kein Cortisonspray genommen und ich fühle mich besser, weil ich nicht so unruhig bin.Ich will jetzt versuchen im Januar eine Kur zu bekommen um meine Arbeitskraft zuerhalten Liebe Grüße von hannele

Cjhoclwaxte


Da bin ich ja richtig froh, daß ich die Spritzen im Moment noch so gut vertrage. Das einzige was mir aufgefallen ist, daß ich noch empfindlicher bin gegenüber Zigarettenrauch als sonst. War mit Kollegen weg, saß an der Tür und trotzdem hatte ich am nächsten Tag noch Atemprobleme. Das hatte ich vorher nie.

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