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Arzneimittel-Allergie

LNissx24 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit Freitag ein Cortison-Spray, da ich unter allergischem Asthma leide. Bisher waren meine Probleme damit nicht tragisch, in letzter Zeit benötigte ich etwas häufiger mein Salbutamol-Spray. Lungenfunktion ist absolut in Ordnung. Lunge wurde auch geröngt, auch in Ordnung.

Seit Sonntag Abend habe ich nun andauernde Atemnot. Nicht schlimm (kann nachts auch schlafen), aber sie ist da.

Bekam Singulair-Tabletten, Cortison-Spritze und Antibiotikum (wegen Schleim, fing vor 8 Wochen an, aber jetzt eigentlich fast ganz weg)...hat aber leider alles nichts genützt.

Kann das eine Unverträglichkeitsreaktion auf das Cortison-Spray (Budesonid) sein?

:°(

Antworten
VniRTUxE hat geantwortet


Hey, ich weiß zwar nicht, welchen Spray du nimmst. Ich brauche einen für die Nase (Rhinocort) und da is auch Budesonid drin. Schau mal, was in der Packungsbeilage bei den NW steht und frag am besten bei Arzt oder Apotheke nach. Der Arzt hat mir damals gesagt, dass diese Sprays eigtl. recht gut verträglich sind und lediglich die Schleimhäute austrocknen kann. Budesonid ist ja ein synthetisches Kortison und Kortison stellt der Körper ja auch selbst her...

Wie gesagt, wenns dich beunruhig, geh am besten zum Arzt. Von den Laien und unwissenden hier im Forum würde ich mir keine medizinischen Ratschläge geben lassen....

L]issx24 hat geantwortet


Hey,

ich hab den Novolizer. Ist halt für meine Asthma-Therapie.

Ich bin halt echt ratlos, war ja schon 3x beim Arzt, die finden sonst nichts.

Hab auch einen Arzt gefragt, ob das evtl. auch vom Cortison-Spray kommen kann. Er hat nur gesagt, dass er sich das nicht vorstellen kann. Aber hey, auch wenns nur unter "seltenen Nebenwirkungen" in der Packungsbeilage steht, kann ich doch einer von den seltenen Fällen sein. Da steht irgendwas von "paradoxem Bronchospasmus"...weiß leider nicht, was das sein soll.

Ich bin halt echt verzweifelt, weil mein Salbutamol-Spray nichts bringt!

b4iniS77 hat geantwortet


Also es wäre recht ungewöhnlich, wenn Du auf das Kortisonspray allergisch wärst, d.h. aber nicht, dass es ausgeschlossen ist. Allerdings würde man dann eher erwarten, dass es direkt nach der Einnahme besonders schlimm wird und nicht dauerhaft gleichbleibend ist.

Vielleicht steckt auch was anderes hinter der Atemnot? Hast Du vielleicht irgendwelche Rückenproblem oder so? Manchmal steckt auch eine Blockierung der Wirbelsäule dahinter.

Was für eine Kortisonspritze hast Du eigentlich bekommen? In die Vene oder in den Muskel?

Wenn nun also Kortisonspay + Spritze, sowie Salbutamol und Singulair nicht helfen, könnte es sein, das etwas anderes als Asthma dahinter steckt.

Hast Du schon mal Probleme mit Hyperventilation gehabt? Das kann man manchmal mit Asthma verwechslen, und es auch gleichzeitig haben. Die Schwierigkeit ist dann für den betroffenen zu unterscheiden, was ist Asthma und was Hyperventilation. Also, am besten am Montag nochmal zum Doc.

Gute Besserung

LHiss2x4 hat geantwortet


Ich finds halt seltsam, dass die Beschwerden kurz nach Beginn der Cortison-Therapie begannen. Am Freitag Abend hab ichs zum ersten mal inhaliert und Sonntag Abend begannen die Probleme.

Probleme mit dem Rücken habe ich nicht. Nur hin und wieder eine Verspannung im Nacken, die aber eindeutig von zu langem Sitzen herrührt und auch schnell wieder vergeht, wenn ich mich entspanne.

Die Cortison-Spritze hab ich direkt in die Vene bekommen. Sie hätte ja eine Besserung bei einem wirklichen Asthma herbeiführen müssen, oder?! Ich kenne mich mit der Wirkung von Cortison nicht aus. Kannst du mir das bitte mal erklären, was die Spritze bewirkt, wenn man Atemnot hat? Macht es bei der Wirkweise einen Unterschied, ob das Asthma allergisch oder nicht-allergisch ist?

Mein Asthma kann ja auch nicht von heute auf morgen um so viel schlechter geworden sein, oder? Selbst wenn ich auf Pollen extremer reagieren würde, müsste ja irgendwas helfen?

Mit Hyperventilation hatte ich auch noch nie Probleme. Ich kann auch jetzt, trotz meiner Beschwerden, ganz gut atmen. Nur rasselt es etwas in den Bronchien und es ist halt leicht abgeschnürt. Wie ich auch schon sagte, schlafen kann ich auch, ich wache Nachts auch nicht auf.

Ich wollte jetzt heute Abend mal das Cortison-Spray weglassen um zu sehen, ob es morgen besser wird.

Irgendwie hatte ich schon das Gefühl, dass es mir kurz nach der Inhalation immer etwas schlechter ging. Nicht um viel, aber doch etwas.

Ich fands halt auch echt unmöglich vom Lungenfacharzt. Hab da am Dienstag angerufen, weil ich mir dachte, der kennt sich wohl am besten damit aus! Aber nein, das ist ein Fall für den Hausarzt. Super, der hat doch auch keine Ahnung. Der drückt mir ein Rezept in die Hand und das wars. Der ist überhaupt nicht darauf eingegangen, dass ich anhaltende Atemnot habe. Hab ihm auch erzählt, dass mein Salbutamol-Spray keine Besserung bringt, da meinte er nur, dass ichs halt dann weg lassen soll... :-/

Und dann bin ich halt am Mittwoch noch mal 2x losgezogen. Und am Ende steh ich ja doch beim Lungenfacharzt, der das Problem wahrscheinlich eher erkennt (ich hoffe es wenigstens) und hab eine ganze Woche verplempert und viel Geld für sinnlose Arzneimittel ausgegeben!

Ich hab ständig irgendeinen anderen Mist! Kaum ist das eine Problem beseitigt, kommt das nächste angerauscht. Kann ich nicht einfach mal ein ganz normal behandelbares Problem haben...

ZLwackt4x4 hat geantwortet


Hallo Liss,

zuerst zu Deiner bislang noch nicht beantworteten Frage: Eine paradoxe Reaktion liegt vor, wenn ein Medikament gerade die Beschwerden verschlimmert, die es beseitigen soll.

Bronchospasmus ist ein medizinischer Fachbegriff, der das Verkrampfen der Muskeln, welche die Atemwege umspannen, bezeichnet.

Quelle:[[www.wikipedia.org]]

Aber hey, auch wenns nur unter "seltenen Nebenwirkungen" in der Packungsbeilage steht, kann ich doch einer von den seltenen Fällen sein.

Bist Du denn sicher, dass von bronchospasmischen Nebenwirkungen im Beipackzettel Deines Cortison-Sprays die Rede ist? Wie heißt Dein Arzneimittel (Der Ausdruck "Novolizer" bezeichnet ja nur die Pulverzerstäubungsvorrichtung, in die das Arzneimittel gefüllt ist)?

In der Packungsbeilage zu meinem Bronchospray (= Salbutamolsulfat) wird auf die in Einzelfällen aufgetretene Nebenwirkung "paradoxe Bronchospasmen" hingewiesen. Könnte da von Deiner Seite eine Verwechslung vorliegen, so dass Du diese Nebenwirkung nicht für Cortison, sondern für Salbutamol gelesen hast und nicht das Cortison, sondern das Salbutamol der Übeltäter ist?

Lyis|s24 hat geantwortet


Ja, ich bin mir 200%ig sicher, dass es im Beipackzettel meines Cortison-Sprays drinsteht. Ich hab das Novopulmon bekommen.

Von Salbutamol denke ich nicht, dass es kommt. Das habe ich schon als kleines Kind bekommen, das vertrag ich super! Vielleicht mag meine Lunge einfach dieses Pulverzeug nicht...

Kann noch jemand auf meine Frage zur Cortison-Spritze eingehen!?

bYin-i7S7 hat geantwortet


Es ist schon richtig, auch bei Cortisonsprays kann es zu solchen spastischen reaktionen kommen. Wohl allein aufgrund des Reizes.

Die Kortisonspritze in die Vene hätte sowohl bei allergischem als auch bei nicht-allergischem Asthma helfen sollen. Kortison wirkt entzündungshemmend und bringt dadurch die Bronchialschleimhaut zur Abschwellung und dadurch kann sich der Krampf wieder lösen.

Ich schätze auch, dass das ein Fall für den Lufa ist, denn es klingt so im Moment nicht so unbedingt nach Asthma. Wenn Du dort bist, lass dir ein Peakflow-Meter verschreiben, dass misst quasi den Grad der verengung in den Bronchien und Du lernst dich selbst besser einzuschätzen.

Lbiss2x4 hat geantwortet


Wenn ich also auf das Cortison-Spray reagiert hätte, dann hätte die Spritze auch helfen müssen, oder!?

Heute Nacht gings mir schlechter. Konnte kaum schlafen. Bin heute dementsprechend fertig, Kopfschmerzen, leichte Übelkeit...

Ich hoffe so sehr, dass der LuFa was machen kann!

Z9wa"ckx44 hat geantwortet


Hallo Liss,

Wenn ich also auf das Cortison-Spray reagiert hätte, dann hätte die Spritze auch helfen müssen, oder!?

Solche Fragen führen nicht weiter, weil da leicht Äpfel mit Birnen verglichen werden:

1. Da der Begriff "Cortison" meist nicht streng wissenschaftlich gebraucht wird, sondern nur eine Klasse von Wirkstoffen mit Cortison-ähnlicher Wirkung beschreibt, ist "Cortison" nicht unbedingt gleich "Cortison". Vergleichen müßte man die applizierten Wirkstoffe, also Budesonid mit dem Wirkstoff, den Du in die Vene bekommen hast.

2. Du hast unterschiedliche Mengen bekommen. Die Pulverzerstäuber sollen den Wirkstoff direkt in die Lunge bringen, was aber nicht 100%-ig gelingt; ein großer Teil bleibt schon unterwegs hängen. Weil Pulverzerstäuber nur so geringe Mengen verwenden, sollten in der Regel keine oder nur minimale Nebenwirkungen auftreten. Wenn Teile des Novopulmon in die Blutbahn geraten, werden sie beim ersten Durchgang durch die Leber eliminiert und können dann eigentlich nicht mehr zu Nebenwirkungen führen.

3. Die Spritze hatte den Zweck, den Wirkstoff im ganzen Körper zu verteilen, so dass er garantiert auch dort ankommt, wo er gebraucht wird.

Vielleicht mag meine Lunge einfach dieses Pulverzeug nicht...

Mag ja sein, aber warum hat dann die Spritze auch nicht gewirkt? Ja, richtig, es gibt in der Medizin auch die Gruppe der sog. non-responder (bezogen auf manche Wirkstoffe), aber sie sind selten.

Aus der Ferne ist natürlich nicht zu beurteilen, ob bei Dir eine paradoxe Reaktion vorliegt (ich glaube eher nicht); es könnte ja eine Verschlechterung aufgrund a) einer zu geringen in der Lunge angekommenen Dosis Novopulmon-Pulver und b) einer erhöhten Allergenkonzentration aufgetreten sein (Entgegen Deiner Ansicht können Beschwerden von Jahr zu Jahr stark zu- oder abnehmen).

Auch ich erlebe Jahre, in denen ich mit Antihistaminikum und Lungensprays nicht mehr auskomme und dann auf systemische Behandlung mit Prednisolon umsteigen muß.

In Deiner Situation gehörst Du sicher zum Lufa, aber bei der von Dir beschriebenen Patientenbehandlung habe ich echte Zweifel, ob Du mit seiner Wahl ein glückliches Händchen hattest (nicht Deine Schuld!).

Luiss2x4 hat geantwortet


Hallo,

heute gehts mir nicht gut. Leicht schwindelig, generell eher appetitlos, Kopfschmerzen...kann sein, dass es daher kommt, dass ich die ganze Nacht fast kein Auge zu gemacht habe...

Was ich auch noch nicht erwähnt habe: Hatte vor etwas mehr als 3 Wochen eine FSME-Impfung (die 3.). Kann die Probleme machen? Aber erst nach 3 Wochen?

Ich weiß, dass Asthma von Jahr zu Jahr schlimmer werden kann, aber dazu hätte es doch erst mal schlimm sein müssen, dass es gleich so krass wird? Es kann doch echt nicht sein, dass ich vor einer Woche noch leicht in den Griff zu kriegende Asthma-Symptome hatte und jetzt von heute auf morgen gar nicht mehr klar komme.

Warum soll sich mein Asthma durch eine zu geringe Dosis Cortison verschlechtern? Das ist meine erste Cortison-Therapie. Daher hätte es ja besser werden müssen!?

Ich werde am Montag einfach beim dem LuFa in der Früh vor der Tür stehen. Dann können sie mich auch nicht mehr abwimmeln wie am Telefon. Der Arzt an sich war wirklich sehr nett, ich hoffe doch, dass er mich ernst nimmt und auch ein bisschen Zeit für mich hat!

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