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Nasonex verhindert Etagenwechsel - Erfahrungen!?

f)einkodstp87 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Hausarzt meint dass die Hyposensibilisierung erst Sinn macht wenn man Asthma hat oder extreme Symptome (nicht mehr durch die Augen sehen können usw.) . Ich habe im Frühsommer (Mai-Juli) "nur" eine verstopfte Nase. Also nicht besonders gefährlich, doch ziemlich nervig! :-(

Er meint man solle es noch einmal mit Nasonex (einem kortisonhaltigen Nasenspray) probieren. Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass ich Angst vor einem Etagenwechsel habe :(v Er hat gemeint Nasonex verhindert auch diesen, sofern es bei mir anschlägt. Stimmt das? Was meint ihr?

Ist die Hyposensibilisierung wirklich bloß "Geldmacherei" und nicht nötig wenn man den Heuschnupfen mit Nasensprays unterdrücken kann?

Grüße

Antworten
taeamL_`tdxk


Also sowas zu pauschalisieren halte ich ja für fragwürdig. Zudem: Ich habe damals mit 16 meine Pollenallergie bekommen, die wurde dann so schlimm im Laufe der Jahre, dass ich auch Nasonex bekommen habe. Hat wirklich super geholfen und mir viele Jahre die Nase im Sommer freigehalten. Allerdings hatte ich nie eine Hypo. Naja und vor 1 Jahr hab ich dann Asthma bekommen. Aufgrund meiner Allergie. Also Fazit: Habe in der Pollensaison Nasonex genommen und nach ca. 10 Jahren ist's dann runtergewandert.

Ich könnte mich ja in den Arsch treten, dass ich nie was unternommen habe. Aber ich wusste nicht, dass man davon Asthma bekommen kann. Leider, denn sonst hätte ich sicher was dagegen getan.

Cthristoian Genrsccxh


Guten Tag!

Therapien haben nicht nur einen Nutzen, sondern oft auch Nebenwirkungen.

Wenn ein Arzt die Indikation für eine Therapie wie die Hyposensibilisierung / spezifische Immuntherapie stellt, muss er Nutzen versus Risiko für den Patienten abwägen.

Eine Hyposensibilisierung / spezifische Immuntherapie ist nach derzeitigen Erkenntnissen in rund 50% der Fälle effektiv, die Nebenwirkungen, die im Extremfall bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock reichen, können aber bei jedem Patienten auftreten. Weiterhin ist anzumerken, dass - je nach Form der zu therapierenden Allergie - eine Hyposensibilisierung / spezifische Immuntherapie nur dann erfolgreich wird, wenn der Patient über einen längeren Zeitraum von bis zu einigen Jahren regelmäßig den Arzt aufsucht, um dort die Hyposensibilisierungslösung gespritzt zu bekommen oder eine Tablette einzunehmen. Als Patient sollten Sie dann mindestens noch 30 Minuten in der Praxis warten, um unter ärztlicher Kontrolle zu sein, für den Fall, dass gravierende Nebenwirkungen auftreten. Außerdem ist dies eine verhältnismäßig teure Therapie, was Sie in Hinblick auf Ihren Versicherungsschutz bedenken müssen, denn nicht jede Krankenversicherung wird die Kosten dafür direkt übernehmen.

Wenn Ihr Arzt Ihnen aufgrund der Nutzen-Risiko-Abwägung zu einem Cortison-Nasenspray rät, so bedeutet das nicht, dass Ihnen eine "bessere" Therapie vorenthalten wird. Viel mehr besteht durchaus die gute Chance, dass Sie mit dem Cortison-Nasenspray Ihren Heuschnupfen "in den Griff" bekommen. Natürlich hat auch dieses Nasenspray Nebenwirkungen, aber Ihr Arzt wird Sie darüber aufklären.

Es sollte immer die für den Patienten individuell optimale Therapie angestrebt werden. Eine pauschale abschließende Antwort lässt sich auf Ihre Frage aber nicht geben, denn dafür sollten Sie einen Arzt persönlich aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Gersch

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