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Hyposensibilisierung Risiko oder Chance?

r?ecDhnQerseAcurxe hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen allerseits,

ich leide seit über 10 Jahren an einer Pollenallergie. Diese ist jedes Jahr unterschiedlich stark ausgeprägt. Ein Jahr merke ich mal fast nichts davon, dann ist es wieder stärker.

Bisher habe ich nur sehr selten Antiallergika eingenommen.

Dieses Jahr war es jedoch recht heftig, so daß gestern ein Pricktest durchgeführt wurde.

Ich bin auf Gräser,Roggen stark allergisch und auf Beifuss leicht. Außerdem ist noch eine mittlere Schimmelpilzallergie festgestellt worden, wo man jedoch nicht genau weiß ob das überhaupt eine Rolle spielt.

Gegen Gräser / Roggen ist mir nun dringend eine Hyposensibilisierung empfohlen worden.

Dauer insgesamt 3 JAHRE. Wahnsinn, ist das immer über einen so langen Zeitraum?

Sollte man das annehmen oder ist die Hyposensibilisierung eher "mit Vorsicht" zu geniessen?

Über das Risiko einer Überreaktion des Körpers oder anaphylaktischen Schock bin ich aufgeklärt worden. Deshalb soll man nach der Spritze auch mind. 30Min noch in der Praxis bleiben, daß einem für den Fall der Fälle schnell geholfen werden kann.

Vielen Dank für Eure Meinungen / Erfahrungen zu dem Thema.

LG rechnersecure :)^

Antworten
Chhocluaxte


Guten Morgen!

Ich würde versuchen die Chance zu nutzen. Wenn es wirklich nur diese 3 Dinge sind, gegen die du allergisch bist sollte es funktionieren. In meinem Fall hat es nicht geklappt, weil ich laut Arzt überreagiert hätte. Jetzt bin ich aber umgezogen und werde mir einen neuen Allergologen suchen. Mal sehen was der dann sagt.

rPecYhgnersec]ure


@ Choclate ,

danke für Deine Antwort.

Was heißt Du hättest überreagiert? Ist bei Deinem Pricktest festgestellt worden, daß Du zu heftig auf Stoffe reagiert, so daß eine Hyposensibilisierung zu gefährlich wäre? Wird das NUR optisch bewertet?

Ich denke auch daß ich es probiere, allerdings befürchte ich das es nicht viel bringt. Grund: Die Allergie gegen Gräser / Roggen hab ich in wechselnder Ausprägung bereits seit ca. 15 Jahren.

Mein HNO Arzt sagte mir, daß eine Desensibilsierung erfolgreicher ist, je kürzer die Zeit seit Ausbruch der Allergie ist.

C>ho#clatxe


Ich hatte immer bis zu3 Tage nach der Spritze das Gefühl, daß ich eine Erkältung bekommen würde. Das wäre nicht ok laut Arzt und er hat die Behandlung abgebrochen. Jetzt hat mir wiederum jemand anders (arbeitet in diesem Bereich) gesagt, daß das normal wäre.

Das höre ich zum ersten mal, daß eine Sensibilisierung erfolgreich wäre, je eher man ach Ausbruch der Allergie damit anfängt. Ich hab damals per Bluttest die Stärke der Allergene feststellen lassen.

:)D

C8hocilaxte


Ach ja, hatte dein HNO den Zusatz Allergologe?

r9ech7nerseScxure


Bei meinem HNO Arzt ist gestern der Prick-Test gemacht worden.

Im Leistungsverzeichnis des Arztes steht, Allergietest und Hyposensibilisierung. Von daher gehe ich davon aus, daß er das auch darf. Er hat mich jedenfalls ausführlich informiert, auch wie die Spitze gesetzt wird. (subkutan)

c'hno"pxf


Eine Dauer von 3-4 Jahren ist normal. In der Hauptsaison wird 1 Mal monatlich gespritzt, in der Nebensaison teilweise im Abstand von 1-2 Wochen.

Risiken: Anaphylaktischer Schock (selten, aber deswegen bleibst du ja beim Arzt) und die Möglichkeit, dass die Hyposensibilisierung nichts bringt. Aber sie schadet nicht (sofern ich weiss), daher würde ich die Chance packen.

Diese Dinge findet man aber schnell heraus, wenn man sich informiert. Was sind also genau deine Fragen, auf die du keine Antwort findest?

J%ori


Ich habe allergisches Asthma (Hauptallergie Hausstaubmilben) seit etwa 12 Jahren. Seit etwa einem Jahr mache eine Hyposensibilisierung. Anfangs habe ich jede Woche eine Spritze bekommen, dann wurden die Abstände größer (14tägig, 4 Wochen und aktuelle alle 6 Wochen). Das Ganze soll noch etwa 2 Jahre gehen.

Die ersten Spritzen waren schlimm. Neben Kreislaufproblemen, die sich aber nach wenigen Minuten gegeben haben, hatte ich eine riesige Quaddeln an der Einstichstelle, die tagelang heiß war und wie verrückt gejuckt hat. Kaum hatte sie sich beruhigt, kam die nächste Spritze. Als die Abstände größer wurden, war es leichter zu ertragen.

Auch heute noch bildet sich eine recht große, juckende Quaddel. Aber nun dauert es nur noch etwa 2 Tage, bis sie weg ist.

Ob es was bringt, weiß ich noch nicht, da ich nach wie vor, die Asthma-Medikamente in unveränderter Dosierung nehme. An ein Absetzen ist auch wohl noch nicht zu denken.

Mein Arzt hat mir allerdings auch vorher gesagt, dass bei einer so langen Vorgeschichte eine Hyposensibilisierung deutlich geringere Chancen hat, als wenn man sie in den Anfängen einer dokumentierten Allergie startet.

Trotzdem habe ich mich darauf eingelassen, in der Hoffnung, die leider recht hoch dosierte Kortison-Medikation zumindest reduzieren zu können. Sie ganz abzuschaffen, wäre natürlich das optimale Ergebnis. Wir werden sehen.

XYeno(bine


Ich bin jetzt seit 2 Jahren in einer Hyposensibilisierung, ein Jahr ist noch angesetzt – drei Jahre sind echt üblich.

Mir gehts wie Jori, die Einstichstelle wird extrem heiß, groß wie ein Taubenei und das lässt dann so nach 3-4 Tagen wieder nach. Ein kleiner Knubbel ist allerdings auch nach 3 Wochen immer noch da.

Wie sind die Erfolgsaussichten ... ich dachte echt, es bessert sich, bis jetzt seit etwa 2 Monaten wieder deutliche Schübe auftreten, auch in Situationen die ich zuvor schon ohne jedes Symptom bestanden hab. Meine Allergologin meinte jetzt, dass wir das Mittel umstellen sollten, darauf werd ich wohl eingehen.

Eventuell klappts bis dahin auch schon mit der Freigabe der oralen Mittel, sol jetzt bald soweit sein. (Gegen Hausstaubmilben).

Wie das gegen Pollen ist, weiß ich nicht, aber ich mein, auch da solls schon orale Mittel geben, so dass das Spritzen entfallen würde.

Also, einen Versuch ist das allemal wert, aber eine Garantie bekommst du nicht. Kann auch sein, Du ziehst das drei Jahre durch und der Erfolg bleibt aus.

rJechcnersecxure


Ich danke Euch für die vielen Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema.

Wenn ich allerdings höre, daß die Einstichstelle heiß wird, wie verrückt juckt und taubeneigroß ist / sein kann, dann komme ich schon ins grübeln.

Aber eigentlich es ja auch klar, der Körper reagiert ja auf das Allergen. Vermutlich ist es eher ungewöhnlich, wenn man bei einer Hyposensibilisierung keine Beschwerden hat.

Bei mir wird auf Gräser / Roggen sensibilisiert.

Das Mittel hab ich jetzt in der Apotheke bestellt. Sobald es da ist, werd ich die Behandlung beginnen.

Schönes We Euch allen.

tourRmaxlin


Gegen Gräser / Roggen ist mir nun dringend eine Hyposensibilisierung empfohlen worden.

Klar...den die Pharmaindustrie will ja schliesslich auch leben ;-)

Im Ernst...ich hab das vor etlichen Jahren als junger Erwachsener auch für drei Jahre durchgezogen....mit all den beschriebenen Nebenwirkungen :-/ Wirklich gebracht hat es mir, zumindest langfristig, gar nichts.

Geholfen hat mir letztendlich etwas ganz anderes....über das viele Schulmediziner lachen würden. Ich lasse die aber gerne lachen, weil ich nach jahrelangen geplagten Sommern, seit ein paar Jahren völlig ohne Beschwerden bin.

tourrmal=in


@rechnersecoure

Aber eigentlich es ja auch klar, der Körper reagiert ja auf das Allergen.

Genau so ist es. Und durch die Hyposensibilisierung versucht man den Körper bzw. das gestörte Immunsystem daran zu gewöhnen....in gewisser Weise, etwas vorzumachen.

Die Frage, warum das Immunsystem und der Körper so überreagieren, geht dabei jedoch völlig aussen vor. *:)

Ssun$sheexba


Hallo Zusammen,

ich habe folgendes im Netz gefunden, vllt. hilft dir das weiter.....

Die spezifische Hyposensibilisierung (Desensibilisierung). Die im Allergietest nachgewiesenen Allergene werden in steigender Menge gespritzt, um den Körper langsam an sie zu gewöhnen.

Vorteil: Keine Langzeitschäden. Verwendung von Fertigpräparaten.

Nachteil: Unerkannt gebliebene Allergene werden nicht erfasst. Aufwendig. Hohe Kosten.

Die unspezische Desensibilisierung ist eine modifizierte Eigenblutbehandlung. Dem Patienten wird etwas Blut entnommen und im Speziallabor aufbereitet. Dieses individuell für den einzelnen Patienten hergestellte Medikament wird nach genauem Therapieplan in ansteigender Dosis gespritzt.

Vorteil: Die Allergene müssen nicht bekannt sein, auch unerkannte Allergene werden erfasst. Die Behandlung ist mit anderen Therapiemassnahmen (zB Antihistamine) kombinierbar. Organschäden sind ausgeschlossen. Keine Dauerbehandlung nötig. Oft wird schon nach dem ersten Behandlungszyklus von 7 Wochen eine längere bis jahrelange Beschwerdefreiheit erreicht.

Nachteil: Relativ hoher Behandlungsaufwand. Höhere Kosten als zB Kortison-Tabletten.

Es kann ja immernoch sein, dass du auf andere Unverträglichkeiten hast, die bei dem Priktest nicht getestet werden. Bei der Eigenbluttherapie werden auch Allergien erfasst, die noch nicht bekannt waren, wie oben beschrieben. Daher hat diese Art der Therapie eine größere Erfolgsquote bzw. die Meisten Allergiker berichten, dass sie damit besser gefahren sind, als mit der spezifischen Desensibilisierung.

Ich drücke die Daumen!!!

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