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Gräserallergie ausgeprägt und kann ich "geheilt" werden?

D"eadilin(exr hat die Diskussion gestartet


Guten Abend liebes Forum,

seit meiner Kindheit habe ich eine Gräserallergie besonders gegen Roggen. Das Ganze kam zufällig bei einem Allergietest heraus. Wirklich beeinträchtigt werde ich dadurch aber nicht, da ich seit Jahren in einer Großstadt wohne. Bei meinen Eltern auf dem Land dagegen merke ich meine Allergie. Ihr Haus steht zirka 100 Meter Luftlinie von einem Roggenfeld entfernt. Im Haus oder im Garten hatte ich nie irgendwelche Symptome.

Allerdings bin ich vergangenes Jahr durch das Roggenfeld mit unserm Hund gelaufen und hatte Zuhause einen "Anfall".

Meine Augen wurden trocken und rot. Dazu musste ich die ganze Zeit Niesen und mir lief die Nase. Hautreizungen, Schnappatmungen oder ähnliches hatte ich aber nicht.

Ich denke schlimmer kann es gar nicht kommen als wenn man direkt mit den Pflanzen in Kontakt kommt, daher wird das wohl der Worst Case für mich gewesen sein?

Früher als Kind/Jugendlicher musste ich mir jeden Sommer eine Creme in die Nase schmieren (wollte meine Mutter).

Meint ihr meine Allergie ist nur gering ausgeprägt und lässt sich heilen? Ich hatte mich schon versucht schlau zu machen aber bin nur auf irgendwelche Öle gestoßen, zu denen es aber keinerlei Anwendungsanweisungen gab. Von Therapien wollte ich erst einmal absehen.

Antworten
K|antenemecha nikexr


Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich bessert, wenn du nichts dagegen unternimmst. Im Gegenteil, es kann zu einer Etagenwanderung kommen, und zu einem allergischen Asthma werden. An seiner Stelle würde ich zu einem Pulmologen gehen, und mich gründlich checken lassen, und je nach Lage therapieren lassen (Hyposensibilisierung). In diesem Jahr scheinen die Pollen besonders "aggressiv" zu sein, es regnet zu wenig, und wird sich in der Zukunft wohl kaum ändern.

D4ead,linxer


Hallo Kantenmechaniker,

danke für deine Antwort aber warum soll ich denn zu einem Lungenarzt? Wie gesagt, Probleme mit der Atmung habe ich gar nicht. Die Allergie scheint auch nur bei direktem Kontakt mit dem Getreide auftreten. Ich glaube die Roggen-Pollen sind besonders im Mai/Juni aktiv und im vergangen Jahr war ich zu der Zeit bei meinen Eltern, hatte Zuhause, 100 Meter von dem Roggen-Feld entfernt, keinerlei Probleme.

K{anten*mechaznikexr


Du hast Recht, auch ein Allergologe macht Tests. Eine Vermeidungsstrategie finde ich okay, solange sie funktioniert, und du sonst keine Einschränkungen spürst.

KiantUenme chanui{kxer


Kreuzallergien sind noch interessant: [[http://haydn-apo.at/index.php?krankheit&alpha=A&TypID=I&ItemID=8144]]

DVeadnlinexr


Danke! Ein Allergologe ist genau das wonach ich gesucht habe. Auf direktem Wege lässt sich wohl nichts machen. Eine erneute Prüfung wird wohl von Nöten sein. Dein Link ist übrigens auch super. Die Roggenallergie ist da sogar extra aufgeführt und die Symptome stimmen fast 1:1 überein.

m5ond;+stexrne


Meint ihr meine Allergie ist nur gering ausgeprägt und lässt sich heilen?

Ja, ich würde sagen, Deine Allergie ist nur gering ausgeprägt. Wirklich heilen lässt sich eine Allergie meines Wissens nicht. Sie lässt sich jedoch durch eine Hyposensibilisierung mehr oder weniger stark reduzieren.

Es gibt zahlreiche Medikamente mit denen sich die allergische Reaktion symptomatisch unterdrücken lässt. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit [[https://de.wikipedia.org/wiki/Cromoglicins%C3%A4ure Cromoglicinsäure]] gemacht. Andere schwören auf [[https://de.wikipedia.org/wiki/Cetirizin Cetirizin]], das bei mir jedoch nicht anschlägt.

mjariCposa


seit meiner Kindheit habe ich eine Gräserallergie besonders gegen Roggen.

Die Roggenallergie ist da sogar extra aufgeführt

Das liegt daran, dass Roggen nicht zu den Gräsern gehört. ;-)

Aber zum eigentlichen Thema: Du solltest Dich neu testen lassen und unbedingt etwas gegen die Allergie unternehmen, wenn nicht, können weitere Allergien hinzukommen. Ich hatte auch das Debut mit Gräsern und Roggen; später kamen Frühblüher und die Birke dazu - mitsamt einiger Kreuzallergien.

Außerdem kann eine unbehandelte Allergie den Etagenwechsel vollziehen: erst Nase und Augen, dann Hals, Bronchien und Lunge -> allergisches Asthma.

Mir hat eine mehrjährige Desensibilisierung geholfen, Cromoglizin etc. dagegen gar nicht. In den letzten Jahren habe ich nur auf die Birke reagiert, aber in diesem Jahr ist der Gräserpollenflug schier unerträglich.

Von Therapien wollte ich erst einmal absehen.

Na, dann ist der Leidensdruck wohl noch nicht so hoch?

K^antlenm%echanixker


Mit Verlaub, Roggen gehören sehr wohl zu der Gruppe der Gräser.

Viele Arten der Süßgräser gehören zu den ältesten Nutzpflanzen und sind seit alters her für den Menschen von lebenswichtiger Bedeutung. Alle Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis zählen zu dieser Pflanzengruppe.

Cjomraxn


Niesen und triefende Schleimhäute sind bei Allergie völlig normal. Kein Grund zur Besorgnis, auch wenn der Rachen juckt. Du hast einen völlig normalen "Heuschnupfen". Erst bei Atembeschwerden solltest du was tun. Ansonsten nur, wenn dich der Gesamtzustand genügend stört.

Gegen anschwellende Augen gibt es sehr gute Tropfen gegen Heuschnupfen.

Ich hatte 25 Jahre Heuschnupfen. Habe nie was dagegen gemacht. Als ich Anfang 40 war, hörte er von einem Jahr aufs andere auf. Einfach so. Seitdem ist schon jahrelang Ruhe, ich kann mich durch die Felder wälzen, wenn ich will.

Kqantenmoe?chanwikxer


Das kenne ich auch, der Heuschnupfen war verschwunden. Um ein paar Jahre später wesentlich heftiger mit Asthma zurückzukehren.

m6arixposa


Mit Verlaub, Roggen gehören sehr wohl zu der Gruppe der Gräser.

Du hast Recht, beide gehören zur gleichen Familie.

'Allergietechnisch' versteht man unter Gräser im Allgemeinen die Familie der Festucae (Schwingelgras), während der Roggen zur Gattung der Triticieae gehört. Ist aber hier nicht wichtig.

Das kenne ich auch, der Heuschnupfen war verschwunden. Um ein paar Jahre später wesentlich heftiger mit Asthma zurückzukehren.

Bei mir auch, und dazu kam die Birkenpollenallergie.

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