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Hilfe! Lebensmittelunverträglichkeiten - gehen die wieder weg?

m6nJef hat geantwortet


(bezieht sich natürlich auf die NMA, nicht die NMU)

Alp6yrena hat geantwortet


Man muss zwischen Unverträglichkeiten, Allergien, Pseudoallergien und Autoimmunkrankheiten unterscheiden.

Bei den Unverträglichkeiten (Laktose, Fruktose, Sorbit) ist der Stoffwechsel das Problem und es macht die Menge die Beschwerden. Der Grund ist vereinfacht gesagt oft ein Enzymdefizit. Dadurch gelangt unverdaute Nahrung durch den Darm ins Blut und löst Beschwerden aus.

Auch Histamin ist eine Unverträglichkeit. Dabei kann das Histamin nicht mehr auf dem Soll­wert gehalten werden, wenn er über­mässig aus Speicher­zellen frei gesetzt wird. Das passiert, wenn zusätz­liches Histamin von aussen zugeführt wird (Ernährung, Darm­flora) oder wenn der Enzymabbau behindert ist. Dann kommt es zur Fehl­regulation zahl­reicher Körper­funktionen.

Bei den Allergien entsteht immer eine überschießende Fehlreaktion des Immunsystems. Allerdings ist es so, wie du vermutet hast, dass diese Reaktion nicht immer und nicht bei jedem mit der gleichen Heftigkeit auftritt. Mancher kann eine Erdnuss essen, ohne dass gleich etwas passiert, der andere bekommt einen Allergieschock.

Es gibt vier verschiedenen Typen, die unterschiedliche Reaktionen bewirken.

Bei TypI (vorwiegend Gräser, Pollen, Tiere, Nahrungsmittel) kommen die Reaktionen sofort bis spätestens zu wenigen Stunden.

Bei TypII richtet sich die Immunreaktion gegen Körperzellen, z.B. Blutzellen. Das passiert wenn eine Blutübertragung stattfinden musste, deren Blut nicht kompatibel war.

Bei TypIII lagern sich die Antikörper in der Niere oder im Gewebe ab und führen zur Einblutungen.

Bei TypIV kommt es zu Spätreaktionen bis zu 2-3 Tagen. Das ist oft bei Kontakallergien (Nickel, Kosmetik) so.

Bei pseudoallergischen Reaktionen sind die Symptome die gleichen wie bei einer echten Allergie, aber das Immunsystem ist nicht beteiligt. Es werden auch keine Antikörper gebildet. Die pseudoallergischen treten oft bei Farb-, Aroma-, Konservierungs-Zusatzstoffen, Verdickungsmitteln und Salicylaten auf.

Bei einer Zöliakie liegt eine chronische Erkrankung der Darmschleimhaut vor. Sie ist genetisch und führt zu Entzündungen der Darmschleimhaut und zu Veränderungen der Darmzotten. Sie besteht lebenslang und kann gefährlich werden, weil sie zu Krebs führen kann. Hierbei ist strengste Diät notwendig, denn das Problem besteht immer, nicht nur wenn etwas gegessen wird, was man nicht verträgt.

AApyr~ena hat geantwortet


... ich habe deine Frage nur halb beantwortet:

Nicht jeder reagiert auf die gleiche Menge gleich (das war das mit der Erdnuss) und natürlich macht es einen Unterschied, ob ich dem Immunsystem nur ein bisschen von seinen Feinden vorlege oder gleich eine Bombe.

Piurplejpurxple hat geantwortet


Ist ja interessant mit den Typen!

Wie kann man rausfinden welcher Typ ich bin? Ich weiß zwar, dass die Reation bei mir zw. wenigen Std. und mehreren Tagen liegen kann, aber ob sich die Reaktion gegen Blutzellen richtet oder in der Niere einlagert weiß ich nicht.

Habe mir die Erklärung von CFS bei Wikipedia durchgelesen und das trifft total auf mich zu! Nur dass ich das mit den Nahrungsmitteln zusätzlich habe. Auf der Skala liege ich bei 30 - 40. Du hast anfangs geschrieben, dass du CFT hast. Meintest du damit auch CFS? War das ein Tippfehler oder was bedeutet CFT? (steht auf Seite 1 ganz oben)

Bei mir sind kleine Mengen Allergene auch ok. Also selbst wenn ich 2 x vom Kuchen abbeiße merke ich noch nichts. Aber wenn ich ne halbe Portion esse oder z.B. ein kleines Radler trinke --> :(v

@ Agnes:

Sorry, habe vergessen auf die Frage zu antworten, was ich für einen Blutmangel habe. Bei mir sind immer zu wenig rote Blutkörperchen, damit auch zu wenig Hämoglobin und Hämatokrit. Aber immer nur knapp unterm Normbereich.

Atpy~rNenxa hat geantwortet


Sorry, das war ein Tippfehler!! Ich habe CFS: Chronisches Erschöpfungssyndrom.

Mit den TypII Allergien kenne ich mich nicht gut aus, aber vielleicht kommt dein Blutkörperchenproblem von daher. Dem würde ich mal nachgehen.

[[http://flexikon.doccheck.com/de/Typ-II-Allergie]]

[[http://www.onmeda.de/krankheiten/allergie-definition-allergietyp-i-(soforttyp)--unmittelbare-allergische-reaktion-1256-4.html]]

Im zweiten Link heißt es:

Ein Beispiel für eine allergische Reaktion vom Typ II ist die Zerstörung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) nach einer Bluttransfusion mit einer falschen Blutgruppe.

Du kannst anhand der Reaktionen ungefähr einschätzen, ob du mit einem bestimmten Typ Probleme hast. Nahrungsmittel gehören immer in TypI und dein Blutzeug könnte TypII sein. TypIII Ablagerungen würden die Niere schädigen (und ich habe kleine rote Punkte am Unterschenkel wegen Einblutungen aufgrund einer Gerinnungsstörung). Bei Typ IV würdest du Ohrringe, Latexhandschuhe etc nicht vertragen.

Mit den Allergien ist es so, dass nicht jeder die gleiche Menge verträgt. Einem macht eine Erdnuss nichts aus, der andere bekommt einen allergischen Schock. Und dann ist es natürlich auch so, dass es ein Unterschied ist, ob du deinem Immunsystem nur eine kleine Menge von seinem Feind gibst oder gleich eine Bombe.

Bier würde übrigens auf Histamin hinweisen. Kuchen kann ne Menge sein: Getreide, Ei, Milch, Nüsse, etc...

mXnef hat geantwortet


Bei den Allergien entsteht immer eine überschießende Fehlreaktion des Immunsystems. Allerdings ist es so, wie du vermutet hast, dass diese Reaktion nicht immer und nicht bei jedem mit der gleichen Heftigkeit auftritt. Mancher kann eine Erdnuss essen, ohne dass gleich etwas passiert, der andere bekommt einen Allergieschock.

Danke. Hab mich schon gewundert. :-)

AjpyreTna hat geantwortet


Da es einen Autoimmunkrankheit ist, ist die Menge egal. Minimengen machen schon Symptome.

Das mit den Minimengen ist bei Zöliakie so. Die müssen wirklich ganz stark aufpassen.

Piurp^ldepurpxle hat geantwortet


Ok, also auch CFS. Ich hab seit n paar Tagen Muskelschmerzen, die immer stärker werden! Hab solche Panik dass alles immer noch schlimmer wird! :-o

Rücken, Nacken, Beinrückseite und Kopf tun mir weh! Was machst du gegen die Muskelschmerzen? Hängt das mit den Unverträglichkeiten zusammen? Oder kann das ein Eiweißmangel sein? Ich dreh durch!

A#pyxrena hat geantwortet


Ein CFS ist leider eine Krankheit, die sich oft schleichend entwickelt und "dadurch" auch schlimmer werden kann. Das wichtigste ist, dass du deine Belastungsgrenze herausfindest und dich (vorläufig) daran anpasst. Je mehr du über dein Limit gehst, desto schlimmer wird es und es kann Tage dauern, bis du von diesem Pegel wieder runter kommst.

Ich schicke dir mal eine PN.

Muskelschmerzen kann man auch von Mangelernährung bekommen, aber die muss allgemein dann SEHR krass sein. Ich esse seit 7 Jahren nur Huhn, Salat, Apfel und habe eine massive Mangelernährung und massive Muskelschmerzen (zusätzlich virusbedingt).

Sicherheitshalber würde ich die Vitamine und Mineralstoffe testen lassen, dann weißt du Bescheid, ob du in dem einem oder anderen Bereich einen Mangel hast, kannst dagegen etwas tun und musst nicht durchdrehen ;-) .

aDugekxnie hat geantwortet


Wie wurde das "leicht" der Fruktoseintoleranz (FI) festgestellt?

Das geht eigentlich nur durch ausprobieren. Der Atemtest hat diesbezüglich keine Aussagekraft (auch wenn Ärzte den Unsinn gerne Erzählen).

Du solltest mal komplett auf Fruktose (obst, gemüse, gewürzt, Zucker, zuckeralkohole, zuckerazsstauschstoffe, Roggenmehl, Maismehl,...) verzichten.

Müdigkeit und Muskelschmerzen können Folge einer FI sein.

Im Darm-Forum hatte letztens einer massive Probleme. Als er Fruktose konsequent meidete, war der Spuck vorbei.

Bei [[www.libase.de]] gibts Infos.

Bei FI wundern mich die Konsequenzen vom Radler nicht...

aCug`eknxie hat geantwortet


[[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/705003/?p=6#p21657829]]

Da stehts irgendwo.

ALpyrtena hat geantwortet


Bei FI wundern mich die Konsequenzen vom Radler nicht...

Stimmt, ist ja nicht nur das Bierthema mit Histamin, sondern auch das Limothema mit FI.

PRurple@puxrple hat geantwortet


Ich habe die FI per Atemtest testen lassen. Saß dann 3 Std. beim Arzt und habe immer wieder da reingepustet. Erst in der letzten Std. ging die H2-Konzentration auf einmal hoch, aber nur knapp über die Grenze, wo man sagt, man ist intolerant. Der Arzt meinte, es gibt da keine Stufen, wie stark die Intoleranz sei. Alles über der Grenze ist einfach positiv. Hm... weiß auch nicht. Manchmal denke ich mir, solche Tests sind vielleicht für mich Leichtgewicht auch im Verhältnis zu krass. Wenn ich mir vorstelle, dass jemand mit 80 kg dieselbe Menge davon trinkt wie ich mit 50 kg... bei 167m. Kann es sein, dass dann jeder im Verhältnis so reagieren würde? Ich meine, kein Mensch nimmt normalerweise so viel Fructose auf einmal zu sich.

Ich wiege seit ich 15 bin 51 - 52 kg. Ich weiß, theoretisch Untergewicht, aber habe mich bisher immer damit wohl gefühlt. Seit neuestem habe leider 1-2 kg abgenommen, was seit 13 Jahren nie passiert ist! Aber das liegt wahrscheinlich an der Ernährungsumstellung. Es schmeckt nicht mehr so wie früher und Dinge wie Kuchen, die viel Kalorien haben, kann ich schließlich nicht mehr essen. Ich schütte mir immer schon extra Öl über mein Essen, damit ich nicht noch weiter abnehme. Was mich allerdings am meisten wurmt zur Zeit, ist, dass ich im ganzen Körper, vor allem in den Beinen seit ner Woche leichte stechende Schmerzen habe. Wo Zur Hölle kommt das auf einmal her? Auch so verspannt vom Nacken her, dass mir der Kopf wehtut. Kann das ne Nebenwirkung von Selen, Zink oder Vitamin D sein? Nehme von letzterem gerade 3x täglich 1000 Einheiten.

Noch eine Frage: wenn in dem Zink Maisstärke enthalten ist und ich vertrage eigentlich keinen Mais, ist das dann schlecht? Meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten beziehen sich ja hauptsächlich auf Eiweiße. Maisstärke ist ja kein Eiweiß. Kenn sich damit jemand aus?

Sorry für das lange gelaber. Würde mich über ein paar Tipps freuen! @:)

A"pyrexna hat geantwortet


Es stimmt, dass es keine Abstufungen bei den Atemtest gibt. Da gehen die Ausscheidungen der Bakterien ins Blut über und von da in die Lunge. Das wird dann in der Atemluft gemessen. Wieviel ist dann wurst, denn eigentlich soll das Zeug ja gar nicht ins Blut, sondern im Darm bleiben. Mit dem Gewicht hat es daher auch nichts zu tun. Beim Essen ist es allerdings schon so, dass die Menge das Ding macht.

Mit Nebenwirkungen von Vitaminen und co kenne ich mich leider nicht aus, da ich keine nehmen kann.

Deine Symptome, zumindest das Stechen, könnte aber von einem geschwächten vegetativen Nervensystem kommen. Das kann solche Beschwerden machen. Und von einer angespannte Gesamtsituation kann man natürlich auch einen verspannten Nacken und Kopfweh bekommen.

Und wegen der Zusatzstoffe: eindeutig JA. Ich kann keine Medis oder Mittel nehmen, die Stoffe beinhalten, die ich nicht vertrage. Man denkt immer, dass das kleine bisschen nichts macht, aber bei mir stimmt das eindeutig nicht. Die Wirkung schaukelt sich nämlich im Laufe der Zeit hoch.

Und: Bei FI ist das Problem das Transportprotein, das die Aufnahme von Fructose in die Zelle nicht gut bewerkstelligt. Was du zu dir nimmst, hat bei Unverträglichkeiten aber nichts mit Eiweiß zu tun. Ein Eiweißproblem, egal welcher Art hat man nur bei echten Allergien. Das ist immer ein Immunsystemreaktion auf Eiweißstoffe in Nahrungsmitteln, Tierhaaren, Pollen etc., die du aufnimmst. Unverträglichkeiten sind Stoffwechselprobleme.

Wenn du keinen Mais verträgst, ist das meines Wissen nach kein Fruktoseproblem.

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