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Verhalten nach allergischem Schock

s[afa,75 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben...

hatte vor 2 Tagen völlig unerwartete inen schweren allergischen Schock nach dem Stich einer Wespe. (mit Atemnot, Ohnmacht, unkontrolliertem Kotabgang, Erbrechen, Quaddelbildung am ganzen Körper- also das wirklich volle Programm) und musste natürlich ins Krankenhaus mit Blauflicht etc. Das ganze nagt ziemlich an mir. Ich war heute einkaufen und zucke bei jeder Fliege zusammen, sogar als ein Blatt neben mir herunter fiel.

Aktuell bin ich einfach nur ein Nervenbündel und kann mir gar nicht vorstellen wie ich wieder bei uns im Garten sitzen soll, grillen etc...

Habe seit heute das Notfallset daheim....das beruhigt mich zumindest ein wenig....

Gehe Montag gleich zum Hautarzt und werde diesen mit Fragen löchern...

Trotzdem würde es mich interessieren ob hier Leidensgenossen sind die auch schon so einen Anfall hatten und wie ihr danach damit umgegangen seid. Das Notfallset schön und gut aber man soll ja danach trotzdem den Notarzt rufen oder reicht dann auch "nur" der Gang zum Arzt ???

LG Sandra

Antworten
r(azojrhexad hat geantwortet


Hallo,

ich bin selber Wespengiftallergiker. Allerdings war meine anaphylaktische Reaktion deutlich weniger stark als deine.

Ich bin lange auch nur mit dem Notfallset rumgelaufen. (Unbedingt immer mitnehmen!). Für die Benutzung hatten mir die Ärzte gesagt: Nach einem erneuten Stich auf jeden Fall sofort je eine halbe Flasche von dem Cortison und dem Antihistamin trinken, die Adrenalinspritze nur einsetzen, wenn der Kreislauf droht, schlapp zu machen. Das kann bei dir anders sein, weil die Reaktion so heftig war.

Das ist jetzt echt eine blöde Zeit, weil gerade die Hauptflugzeit ist, die auch noch dauert, bis die ersten Fröste kommen. Aber vielleicht als kleine Beruhigung: Mir hat eine Oberärztin der hiesigen Unikliniks-Allergologie gesagt, sie hätte noch nie gehört, dass sie jemanden "verloren haben", der sein Notfallset angewendet hat und dann den Arzt gerufen hat.

Kann gut sein, dass der Arzt dir eine Hyposensibilisierung empfiehlt, das mache ich seit zwei Jahren, vertrage die Spritzen gut und fühle mich jetzt viel sicherer. Gestochen worden bin ich noch nicht wieder.

Vlt. als Lektüre: [[https://www.aerzteblatt.de/pdf/109/13/m238.pdf]]. Ist zwar viel Fachjargon, aber ich fand das ziemlich umfassend.

Ich glaube, bis zu einem Allergietest (Bluttest) müssen nun ein paar Tage vergehen, bis dein Immunsystem wieder "aufgeräumt" hat, aber das wird dein Hautarzt wissen.

Viele Grüße,

rzr.

NWalax85 hat geantwortet


Gegen deine Angst kenn ich zwar kein Mittel, aber von mir der Tipp: Weise die Leute in deiner Umgebung (Familie, Freunde, Arbeitskollegen) auf deine Allergie hin und erkläre wann und wie das Set anzuwenden ist.

:)*

s:a7fax75 hat geantwortet


Ich danke schon mal für eure Antworten.

Heute morgen hatte ich einen Termin beim Hautarzt und ja mir wurde eine Hyposensibilisierung empfohlen die ich aber auch selbst gewünscht hätte.

Razor

Das ist super dann bist du optimaler Ansprechpartner für mich. Ich sollte heute gleich wegen einem Termin in der Klinik anrufen. Habe jetzt einen Termin zur Testung bekommen und wenn man dann quasi geeignet ist bekommt man einen Termin zur stationären Aufnahme zur Therapie. Ist das normal? Ich dachte ich bekomme gleich den Termin? Warum muss man da vorher noch testen wenn jemand so offensichtlich reagiert? Bin etwas verwirrt ehrlich gesagt. .... Muss man beim Test noch mal kollabieren um eine Sensibilisierung zu bekommen?

Werde das natürlich noch mal mit Hautarzt besprechen. Vielleicht kann dieser dann nochmals in der Klinik nachfragen. ...

Lg

rwazjo&rhxead hat geantwortet


Hallo Safa,

Habe jetzt einen Termin zur Testung bekommen und wenn man dann quasi geeignet ist bekommt man einen Termin zur stationären Aufnahme zur Therapie. Ist das normal? Ich dachte ich bekomme gleich den Termin? Warum muss man da vorher noch testen wenn jemand so offensichtlich reagiert?

Ja, ist normal. Erstmal gehts darum, zu schauen, ob tatsächlich Wespe der Auslöser war (es gibt Patienten, die das nicht genau benennen können, vlt. weil das Viech wieder weggeflogen ist oder beim Draufhauen zermatscht wurde), und ob Wespe der einzige Auslöser ist (manche haben auch zusätzlich Biene, :-(). Dann muss der Bluttest ja auch erstmal ins Labor. Und sie checken durch, ob sonst irgendwas bei Dir dagegen sprechen könnte, die Hyposensibilisierung durchzuführen. Manche Medikamente (z. B. Betablocker) müssen zum Beispiel vorher abgesetzt werden, oder andere Wehwehchen erstmal ausgeheilt. Die sind da (hier zumindest) sehr gründlich gewesen, um bei der Einleitung alle Risiken auszuschließen.

Bei mir war es so das der Bluttest von der Hautärztin durchgeführt wurde. Als der positiv war ging es dann einen Tag für diverse Pricktests in die Klinik und danach wurde die Klinikwoche terminiert.

Muss man beim Test noch mal kollabieren um eine Sensibilisierung zu bekommen?

Neinnein, das findet unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen statt (immer jemand im Raum, Infusionszugang gelegt) und sie tasten sich quasi von Null an die Giftmenge heran, bei der es eine erste leichte Reaktion gibt. Das hört sich jetzt vlt. etwas beängstigend an, aber hier waren die dabei sehr routiniert und völlig unaufgeregt, das hat mir sehr geholfen.

Viele Grüße,

rzr

s"a>fa7x5 hat geantwortet


hallo razor...

also ich gestehe dass mir das alles Angst bereitet...

Die aus der Klinik haben gesagt ich soll mein Notfallset mitbringen :-o ...

Ich gestehe dass ich totale Panik habe wieder einen Schock zu erleiden und aktuell weiss ich nicht ob ich bereit dazu bin das durchzustehen ???

Eine Bekannte meinte sie habe sich dagegen entschieden weil ihr gesagt wurde dass die Behandlung aufs Herz schlagen könnte...

Ich bin gerade ziemlich durch den Wind. Sorry für mein wirres Schreiben...

LG Sandra

rqa%z3orxhead hat geantwortet


Hallo Sandra,

also ich gestehe dass mir das alles Angst bereitet...

Ja, verständlich. Anaphylaxie ist auch eine ernste Sache, braucht man nicht schönreden.

Die aus der Klinik haben gesagt ich soll mein Notfallset mitbringen :-o ...

Vielleicht wollen die nur wissen, ob es für dich passend zusammengesetzt ist. Oder sie wollen schauen, ob du es auch richtig anwenden kannst. Ich musste nachweisen, dass ich imstande bin, mir den Pen ordnungsgemäß in Bein zu rammen, zur Übung natürlich ohne Wirkstoff.

Ich gestehe dass ich totale Panik habe wieder einen Schock zu erleiden und aktuell weiss ich nicht ob ich bereit dazu bin das durchzustehen ???

Also ich will dich keinesfalls in diese Hyposensibilisierung reinquatschen. Ich habe mich selber 5 Jahre nicht getraut das zu machen (die ganze Story gibt es hier: [[http://www.med1.de/Forum/Allergien/698459/#p21395398]]

Aber das war jeden Sommer die gleiche shice: Kaum habe ich die ersten Wespen gesichtet, habe ich nur nach dran gedacht, das es mich gleich erwischen kann und ich hatte dann wirklich überhaupt keinen Spaß mehr an irgendwas, zum Rennradfahren habe ich mich nur noch getraut, wenn einer meiner Ärztekumpel dabei war. Das alles ist jetzt völlig anders. Ich weiß, dass ich geschützt bin. Ich esse draußen Pizza, Kuchen und wasweißich und schiebe die Viecher vorsichtig beiseite.

Und: wenn du derart heftig reagierst, was wäre denn die Alternative: Nordnorwegen von Juni bis Oktober?

Eine Bekannte meinte sie habe sich dagegen entschieden weil ihr gesagt wurde dass die Behandlung aufs Herz schlagen könnte...

Habe ich noch nie gehört oder gelesen, und ich habe ziemlich viel darüber gelesen. Vermutlich würde man auch hier oder in anderen Foren Personen finden, die schlechte Erfahrungen mit der Hypo gemacht haben. Ich persönlich habe die Chance für höher gehalten, dass das bei mir funktioniert, und bis jetzt sieht es danach aus.

Ich neige auch dazu, dem hiesigen Chefallergologen zu glauben. Der hat mir versichert, dass sie gerade bei Wespengift bei fast 100 Prozent der Betroffenen eine Heilung oder Verbesserung erreichen, und bei den "Therapieversagern" wissen sie sogar, warum das so ist.

Ich bin gerade ziemlich durch den Wind. Sorry für mein wirres Schreiben...

Wie gesagt, sehr verständlich. Ich würde dir raten, geh zu dem Kliniktermin und sprich auch deine Sorgen da offen an. Die kennen das, die haben ja ständig mit Leuten zu tun, die wie Du und ich ein dramatisches Erlerbnis hinter sich haben. Und bei mir sind sie auch wirklich nett und mutmachend gewesen.

Und dann entscheidest du.

LG, rzr

CSleo Eidwards v.` Davonp/oorxt hat geantwortet


Ach ja, es gibt Leute die danach keine Panik mehr haben draußen in der Nähe einer Wespe?!

Grht dein Puls.nicht mehr in die Höhe, sobald du die gelb schwarzen Teufel siehst? Zuckst du nicht unkontrolliert zusammen, wenn etwas neben dir dchwirrt?

Verlässt du nicht den Raum, wenn eine Wespe mit dir dort ist? Keine Heulattacken, wenn im Auto eine ist und du nicht weg kannst?

r}azorh<ead hat geantwortet


Ach ja, es gibt Leute die danach keine Panik mehr haben draußen in der Nähe einer Wespe?! ...

Ja, habe ich nicht mehr. Gesunden Repekt, ja, aber eben keine Panik.

Klar, ich renne nicht barfuss über Wiesen, nehme (sowieso schon immer) keine Duftwässer und laufe ausgerechnet in roten Klamotten rum und setze mich nicht gerade unter einen Fallobst-Baum.

Oder habe ich Deinen Ironie-smiley übersehen?

VG, rzr

C>leo 8Edwcards 7v. Davoxnpoort hat geantwortet


Das war natürlich ernst gemeint, aber eben auch die versteckte Frage, ob du jemals Panik gehabt hast.

Es liest sich nämlich leicht, mit dem Notfallset im Hintergrund keine Angst/Panik zu haben.

In der Praxis jedoch ist das gar nicht so einfach. Positiv ausgedrückt.

r/azoYrheaxd hat geantwortet


Doch ja, hatte ich reichlich. Erstens vor den Viechern, und mit Notfallset dann, weil ich zusätzlich noch Angst hatte, bei einem Stich nicht entscheiden zu können, ob ich nun eine Panikattacke habe oder eine Anaphylaxie und ersteres mit dem Adrenalin-Pen nur noch verschlimmere.

Und wie gesagt: Das Notfallset war eine echte Hilfe immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, es ist trotzdem schnell ein Arzt vor Ort. Bei Ausflügen oder -Fahrten in die Wallachei war ich fast so nervös wie ohne (Notfallset). Auch deswegen habe ich mich zur Hypo entschlossen.

VG, rzr

C}leo Edwa8r|ds v. TDavonpoxort hat geantwortet


Ah okay, so kann ich das gut verstehen.

@:)

____

Liebe Fadenerstellerin, wirklich helfen kann ichnich, und zusätzlich bin ich ein deprimierendes Beispiel, dabei habe ich bis jetzt noch gar keine so extreme Reaktion wie du erlebt.

Bei mir blieb die Panik 20 Jahre später noch, einmal die Reaktion (die unterschiedlich ist) dann die Angst vor den Viechern selbst.

C3leo EdVwardqs v. DQavon5pooxrt hat geantwortet


Mittlerweile stehe ich neben Hummeln, und Bienen sind auch okay, aber die anderen Bastarde bleiben als Panikauslöser. Ist ja auch kein Wunder, deren Stiche sind unberechenbar und! sie sind aggressiver. Die pelzige Hummel interessiert sich nicht für dich, die Wespe wartet schon förmlich. Seit acht Jahren stichfrei, aber der Spätsommer und Herbst... oh Gott. In Restaurants draußen? Niemals! Draußen grillen? Nur unter Strom und höchster Bereitschaft.

snafa7D5 hat geantwortet


Danke ihr seid toll und ich muss sagen so wie ich mich aktuell draußen bewege das möchte ich auch nicht Jahr für Jahr so haben.... Ich war heute bei meiner Freundin im Garten und ich habe 6 Wespen gekillt... Meine Freundin hat mir so eine elektrische Klatsche geschenkt...

Meine 9 jährige Tochter kreischt total hysterisch sobald sie eine Wespe sieht.. Also alles in allem absolut unentspannt..Wir haben einen schönen großen Garten und haben uns einen Pool gegönnt.... aktuell kann ich mir nicht vorstellen gemütlich auf meine Liege zu liegen und zu entspannen. Irgendwie kann das nicht sein dass immer diese Angst mitspielt.

Meinen nächst möglichen Termin zur Testung ist der 20.11. Hierfür bin ich vorgemerkt. Habe mir die Testung so vorgestellt dass da quasi direkt schon das Gift gespritzt wird und ich deshalb das Notfall Set mitbringen muss... 😥. Ich denke nach neusten Nachforschungen meinerseits wollen sie echt sehen ob es richtig zusammen gestellt ist für mich.

Die bekannte die den Test gemacht hat hat mir das heute berichtet und auch dass dort eben nur diese Hauttest gemacht werden. Damit kann ich leben....

Mein Hautarzt meinte ja sogar dass er denkt man könne abends nach hause und müsse nicht stationär bleiben..Dem ist aber nicht so. 5 Tage Klinik mit 2 Kindern daheim ist blöd aber die Angst lebenslang vor diesen Tieren kann es auch nicht sein.

Puh ein Roman

Gruß Sandra

MMarryP*oppxins hat geantwortet


Ich habe eine Schmerzmittelallergie, ganz toll als Schmerzpatient :-(

Bin dann 5 Tage jeden Tag zu meinem Doc und habe das Ganze dort machen lassen, meine Krankenkasse wollte das stationär nicht bezahlen weil es angeblich nicht belegt ist, dass es was bringt, bei meinem Doc wars billiger, das haben sie dann genehmigt.

Allerdings zahlt die Kasse das nicht noch mal, schon blöd denn ich nehme seit dem täglich ASS damit ich auch andere Sachen nehmen kann. Sollte ich mal operiert werden muss das ASS abgesetzt werden weil ich dadurch künstlicher Bluter bin, tja mal sehen was dann passiert, ob die Kasse das dann noch mal übernimmt?

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