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Dringend lactosefreies Cortison gesucht

n{ordk2urvex69 hat die Diskussion gestartet


Hallo, meine Lieben. Meine Tochter hat nach einer Fehlbehandlung seit über einem Jahr schreckliche schmerzen in der Schulter und kein Arzt konnte helfen. Ich möchte darauf nicht genauer eingehen, da es sehr anstrengend ist und mich auch ehrlich gesagt immer noch sehr wütend macht. Im MRT wurde nun endlich ein impingement syndrom und eine ganz ganz schlimme Bursitis in der Schulter festgestellt.

Auf Anraten des leitenden Arztes im Krankenhaus wurde unserem Hausarzt mitgeteilt, er sollte bitte 100mg Cortison verschreiben, damit die Entzündung endlich vergeht und der Körper eine Chance hat, sich zu erholen. Die bis jetzt verschriebenen Diclofenac, Ibuprofen und Voltarentabletten in höherer Dosierung halfen leider nicht. Von Costisonspritzen haben beide abgeraten, es sei besser es zu Hause zu dosieren. Von Celestone Tropfen rieten sie als zu aggressiv ab. Als Notlösung behalten wir das im Hinterkopf.

Meine Tochter reagiert nicht nur intolerant sondern allergisch auf Lactose. Mit einer Lactasetablette ist es leider NICHT getan. Wir achten da in allen Lebensmitteln drauf und trinken auch zu Hause keine Milch, damit keine Rückstande an unserem Geschirr sind. So weit, so gut. Lactose wird in vielen Tabletten als Trägerstoff verwendet, ist aber absolut nicht notwendig. Und Tropfen gehen eigentlich immer. Wir haben schon ganz viele Tabletten ohne Lactose gefunden, aber Cortison ist leider nicht mit dabei.

Hausarzt und Arzthelferinnen sind informiert und suchten lactosefreie Medikamente raus. Nun wurden uns schon drei verschiedene angeblich lactosefreie Cortisontabletten diese Woche verschrieben. Ich musste nicht mal den Beipackzettel lesen, da schon auf der Packung vermerkt war "enthält Lactose". Nach dem dann die dritten verschriebenen Tabletten auch wieder, entgegen Angabe des Arztes, Lactose enthielten, haben wir es einfach mal zwei Tage lang mit Prednisolon 100mg versucht. Ich habe meiner Tochter extra nicht gesagt, das Lactose enthalten ist. Und nun wurde ich die letzten zwei Nächte von ihr aufgeweckt. Sie hatte schreckliche Magenschmerzen und Verdauungsprobleme. Ich habe mir heute frei genommen, da sie nicht aufhört sich zu übergeben. Das ist so nicht im Sinne des Erfinders! Der Hausarzt nimmt das nicht so wirklich ernst und bemerkte eine Lactasetablette würde Abhilfe schaffen. Nein! Irgendwann ist es auch einfach nur noch blöd, das zu diskutieren. Des weiteren vermerkte der Chefarzt im Klinikum das 1) eine Lactasetablette die Wirkung des Cortisons beeinträchtigen könnte und 2) ohne zugesetzter Lactase das lactosehaltige Cortison sowieso von meiner Tochter wahrscheinlich nicht richtig aufgenommen wird. Egal wie man's macht, man macht's falsch.

Ich habe schon das Internet durchsucht, da mir gesagt wurde, flüssiges Cortison ist in der Tat erhältlich. Ich finde aber nichts! Alles was ich brauche ist ein Medikamentenname, denn der Hausarzt teilte mir gerade mit, sollten wir etwas finden, kann ich das Rezept am nächsten Tag rausholen. Ob Tabletten, Zäpfchen oder Flüssigkeit ist völlig egal. Wir brauchen aber den genauen Arzneinamen des Medikaments, nicht nur den Wirkstoffsnamen. Und kann man zur Not die Lösung, die gespritzt wird, nicht auch trinken? Das wurde letztes Jahr meiner Tochter mit einem homöopathischen Mittel geraten. Ich möchte, dass es meinem Kind endlich wieder gut geht. Wir ziehen alles in Betracht. Wie dem auch sei, vielen lieben Dank.

Antworten
a'ugekxnie


In der Apotheke fragen?

Bei mir steht meistens irgendein Medikamentenname auf dem Rezept mit dem Zusatz "laktosefrei", so daß die Apotheke das passende raussucht. Bei mindestens 2 Wirkstoffen existierte keine Versio ohne Laktose.

B]ate/r WS.


Vielleicht einfach mal einen Apotheker fragen. Apotheker sind die Fachleute für die Medikamente und deren Herstellung.

nRordku:rxve69


Erstmal danke. Ich war heute doch schon wieder in der Apotheke und die konnten mir nicht weiterhelfen. Sie nannten mir noch Dexamethason und Cortidexon, aber auch diese enthalten Lactose. Nun hatte die Apotheke natürlich nicht die Auswahl von X Konzernen vorrätig, also vielleicht scheitert es daran? (Ibuprofen Heumann z.B. sind lactosefrei, Ibuflam Lichtenstein aber nicht.)

s1ofia3y4-d369 jbahre xalt


ich würde mich an die Abteilung Allergien einer guten uni Klinik wenden und diese fragen wie das laktosefreie kortison mittel heißt

desweiteren wenn es dieses mittel doch nicht geben sollte, und deine tochter nur eine kurze zeit das kortison nehmen muß, könntest du mit dem Arzt besprechen, ob sie es evtl. trotztem mit kortison nimmt und dazu dann antiallergietabletten und evtl. sogar Tabletten gegen Übelkeit, also 2 weitere medis, aber ob das alles eine gute Idee ist muß du deinen Arzt fragen, bin kein Arzt, nur eine Idee.

lg sofi

M|ar`ryP`oppixns


Es gibt Prednisolon auch als Retardkapseln, da dürfte keine Lactose drin sein. [[http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Klismacort-Rektalkapseln-8500943.html]]

MxarryPvoppixns


Gerade fällt mir noch das Rectodelt ein, das sind Zäpfchen die normalerweise bei Kruppanfällen gegeben werden. [[http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/RECTODELT-100MG-1982181.html]]

EqhemaliRger KNutz)er (z#469x485)


Cortison subcutan spritzen? Das könnte ihr dann auch selbst zu Hause machen. Funktioniert nicht anders wie Insulin oder Heparin zu spritzen.

j8ess|y-81


Es gibt's Zäpfchen, heißen Rectodelt 100.

aygnes


Gibt es einen Grund, es nicht in die Schulter zu spritzen? Dann hätte sie auch weniger systemische Nebenwirkungen.

nTor]dk;urve6E9


Habe mir das Zäpchen und die Kapseln erstmal notiert, danke!

Sophia, das Problem ist auch das der Arzt sich nicht sicher ist, wie lang sie Cortison nehmen muss. Die Schmerzen sind jetzt schon so lange da, es ist ja nicht akut von gestern auf heute. Es kann eine Woche, aber auch einen Monat sein, sagt er. Je nach Schmerzempfinden. Und ich bezweifle jetzt mal einfach, dass die Schulter heilen kann wenn dann diese Nebenwirkungen so lange mit belasten.

@Joker91 habe keinerlei Erfahrung mit sowas. Also müssten wir nicht jedes Mal zum Arzt? Klingt verlockend. Wäre super, wenn du das kurz genauer erklären könntest.

n#ord&kurvex69


@agnes Das ist auch meine Frage. Der Chefarzt im Krankenhaus sagte Tabletten oder Zäpchen sind am besten. Sonst subcutan. Der Hausarzt meinte allerdings, es würde direkt in die Schulter gespritzt werden. Das es aber die Muskeln schwächen kann und sehr schmerzhaft sein soll.

M<arry8Poppixns


Subcutan spritzen müsste gehen, da kann auch ein Zugang gelegt werden, mein Bruder hat so Morphium bekommen. Vielleicht müsstet ihr dann nur alle paar Tage zum Doc um zu gucken wie das Ding sitzt oder zum erneuern.

Ansonsten ist es wirklich nicht anders als Trombosespritzen, das macht man ja auch selber zu Hause. Bei mir haben z.B. meine Kinder das gerne nach meiner Knie-OP gemacht, ist also wirklich Kinderleicht.

Der Vorteil vom Zugagng ist eben, dass nicht täglich gepickst werden muss.

Z@wacik44


Richtig, Agnes! Macht mein Orthopäde am laufenden Band (Triamcinolon). Da scheinen ja nur Experten am Werk zu sein: Wenn die Schulter schmerzt, brauche ich doch keine systemisch wirkende Therapie. Alternative: OP (falls unter den gegebenen Umständen ratsam). Dabei wird der entzündete Schleimbeutel sowieso entfernt.

afgxnes


Eine Injektion in das Gelenk muß eben vom Fachmann gemacht werden. Steroide sind nicht gut für die Muskeln, stimmt. Das trifft aber auch auf Tabletten und Zäpfchen zu. Die Nebenwirkungsliste von Corticosteroiden ist sowieso sehr lang, deshalb "je weniger, desto besser". Mit einer Gelenkinjektion sollte die Gesamtdosis erheblich geringer sein, als wenn man mit Tabletten den Spiegel im ganzen Körper erhöht, um genügend in's Gelenk zu bekommen.

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