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Iod-Unverträglichkeit?

XFira8ixn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Also ich habe mir schon öfter darüber Gedanken gemacht, aber keine wirklichen Informationen gefunden...also zumindest keine, die mich schlauer gemacht hätten...

Und zwar geht es darum, dass ich vor ca 18 Jahren mal nach einer Operation auf der Intensivstation landete, weil ich eine ziemlich heftige allergische Reaktion auf das Desinfektionsmittel Jod hatte

(War damals 8, die ganzen Beine waren so angeschwollen und mit Ekzemen voll, dass ich ein Gestell um mich drum weil kein Stoff die Beine direkt berühren sollte...die Beine sind damals desinfiziert worden, weil ich Abszesse hatte...in den OP's zuvor hatte ich allerdings NICHT auf das Desinfektionsmittel reagiert. Außerdem hatte ich sehr hohes Fieber.)

Seit dem sage ich immer als erstes, wenn ich irgendwo mit einer Wunde hinkomme "Ich vertrage Jod nicht"

Aaaaaber ich arbeite als Chemielaborantin, in einem Bereich, wo Jod eigentlich garnicht gebraucht wird, aber in der Ausbildung musste ich natürlich auch damit hantieren...ich erinner mich, dass ich damals auch einen Tropfen auf die Haut bekam...verfärbte sich, passiert ist nichts... Kein Jucken, keine Ekzeme...

Nun die Frage dazu...kann das eigentlich eine einmalige Unverträglichkeit gewesen sein? Im Grunde nimmt man ja mit dem Essen immer Jod auf, wenn ich das nicht vertragen würde, müsste sich das doch auch anders äußern oder? (Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion (kein Hashimoto)... und eigentlich sollte man dann ja sogar mehr Jod zu sich nehmen...)

Kann man auf Jod-Unverträglichkeit auch testen lassen?

Ich habe ein bisschen Schiss, irgendwann mal im Krankenhaus zu landen und nicht mehr sagen zu können, dass ich darauf schon einmal kritisch reagiert habe.

Und bei CT-Mittelchen ist doch zBsp auch Jod drin oder? Wird bevor man diese dem Patienten gibt, darauf getestet, ob der Patient darauf irgendwie schlecht reagiert? Wäre doch zu aufwendig oder...?

Nur ich hab halt Bedenken, wenn man mir so hochkonzentriert Jod spritzen würde in so einem Mittelchen wär, sicher nicht so gesund, wenn ich wirklich drauf reagiere...

Es ist natürlich nur ein theoretischer ansatz....Ich war noch nie in einem CT, aber interessieren würde es mich schon...gibt es auch Jodfreie Mittelchen die man dann nehmen kann?

Antworten
t_he--caver hat geantwortet


Zur Hautdesinfektion im OP werden alkoholische Desinfektionsmittel verwendet, normalerweise kein Jod. Also hat das damalige problem mit Jod wahrscheinlch gar nichts zu tun. Aber es gibt doch sicher einen Entlassungsbrief von damals, in dem das problem beschrieben ist?

Xnira<ixn hat geantwortet


Das war 1998 und ich war 8...

Kann mich nur daran erinnern auf der Intensivstation aufgewacht zu sein mit Fieber und einem tierischen Ausschlag überall da wo das Desinfektionsmittel war.

Ich kann mich auch erinnern, dass seit dem immer gesagt wurde, ich solle angeben ich hab schonmal allergisch auf Jod reagiert... Also war das Desinfektionsmittel wohl Jodhaltig...

Meine Beine waren neben dem Rot der Pusteln auch tagelang verfärbt und das kenne ich als Eigenschaft von Jod eigentlich auch...

Passiert das denn bei rein alkoholhaltigen Desinfektionsmittel für OPs auch?

t(he-c"aver hat geantwortet


OK, damals wurde noch wesentlich mehr Jod verwendet als heute. Und wenn sie dir nach der OP was von Jodallergie erzählt haben, wird es wohl welches gewesen sein.

Die Verfärbungen, die man heute vom Desinfektionsmittel im OP bekommt, haben übrigens nichts mehr mit Jod zu tun - ds ist schlicht und einfach Farbstoff zur optischen Desinfektionskontrolle (sprich: man sieht, wo man schon desinfiziert hat und wo nicht).

Bei einer Röntgen- oder CT-Untersuchung mit Kontrastmittel würde man überlegen, ob man auf MRT ausweichen kann (MRT-Kontrastmittel sind nicht jodbasiert). Wenn es unbedingt sein muss, wird man evtl. vorher Allergiediagnostik machen um das Risiko abzuschätzen, ansonsten rechtzeitig vor dem KM Allergiemittel geben (Cortison, Histaminblocker).

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