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Desensibilisierung mit Tabletten

m"usXic%sound hat die Diskussion gestartet


mein Arzt schlägt eine Desensibilisierung gegen Gräser und Hausstaub Milben mit Hilfe von Tabletten vor. Dies scheint wohl eine relativ neue Alternative zu Spitzen zu sein.

Drei Jahre lang jeweils täglich eine Tablette ...

Hat hier jemand Erfahrung hiermit ? Sind die Erfolgsaussichten beider Methoden gleichwertig ?

Was mich wundert ist, dass bei Spritzen am Anfang häufiger und später seltener (alle 3 Monate) gespritzt wird, wohingegen bei den Tabletten von Anfang bis Ende der Therapie eine Tablette täglich genommen werden muss,

Meine ebenfalls starke Allergie gegen Tierhaare will der Arzt nicht behandeln / desensibilisieren, weil ich ja nicht im Zoo arbeite. Ist das normal ?

Antworten
m%us:icsouBnd


es handelt sich dabei um:

Grazax gegen Gräserpollen Allergie

Acarizax gegen Hausstaub Milben Allergie

Hat hier jemand Erfahrung mit diesen Tabletten ?

Besser oder schlechter als Spritzen ?

mQusilcsouxnd


es handelt sich dabei um:

Grazax gegen Gräserpollen Allergie

Acarizax gegen Hausstaub Milben Allergie

Hat hier jemand Erfahrung mit diesen Tabletten ?

Besser oder schlechter als Spritzen ?

Mjathbild.a_GoCeUttingxen


Hallo, es gibt bisher keine Daten/Studien, welche die (neuen) sublingualen Therapien mit den Spitzen vergleichen. Die Spritzen gibt es schon länger, allerdings sind auch hier bei vielen Präparaten die durchgeführten Studien nur mangelhaft. Jeder Allergologe hat sein Lieblingspräparat, auf das er schwört. Wahrscheinlich ist es so, dass die sublingualen (Tabletten) Therapien etwa gleichwertig sind mit den Spritzen. Auf jeden Fall hat sich ALK mit den Studien für Grazax und Acarizax viel Mühe gegeben und die Wirksamkeit ist ziemlich eindeutig belegt (auch wenn das Ansprechen bei jedem einzelnen natürlich von vielen Faktoren abhängt).

Absolut gar keine Daten hingegen gibt es bisher zur Kombi Acarizax/Grazax (Acarizax gibt es erst seit Anfang des Jahres, soweit ich mich erinnere). Mich wundert, dass du von 1 Tablette täglich sprichst. Bei einer Kombi müsste man von jedem 1 täglich nehmen, also z.B. Grazax morgens, Acarizax abends. Beide Präparate sind nur für die tägliche Gabe getestet worden, wenn du z.B. abwechselst, halbierst du die aufgenommene Allergendosis um die Hälfte und ich denke, es ist sehr unwahrscheinlich, dass eines davon dann noch wirkt!

Ich persönlich nehme Grazax seit Anfang des Jahres und bekomme aber noch Spritzen gegen die Hausstauballergie. Das klappt soweit gut. Eine Katzenallergie habe ich wahrscheinlich auch, dagegen wird aber nichts gemacht, weil hier eine Allergenkarenz sinnvoller ist als eine weitere, dritte Hypo (die Hypos verlieren anscheinend an Wirksamkeit, wenn man alles durcheinander gibt).

Meine Tochter nimmt mit 4 Jahren übrigens Acarizax (Off-Label, ist, wie so vieles, nicht für Kinder zugelassen). Sie verträgt es super, kann es eigenständig einnehmen und hat in der nasalen Provokation nach nur wenigen Monaten Behandlungszeit nicht mehr auf die Milben reagiert. Ich bin also damit sehr glücklich.

Die Antwort kommt ein bisschen spät, vielleicht hilft sie trotzdem noch. Falls du die Kombi der beiden oralen Präparate wählst, sag doch noch mal bescheid, würde mich interessieren, wie das dann läuft.

mNusiocsxound


Hi Mathilda,

ich nehme jetzt seit Sept16 die Acarizax (Hausstaub) und seit Okt16 auch die Grazax (Gräser). Natürlich jeweils eine Tablette am Tag. Nach anfänglichen deutlichen Nebenwirkungen hat es sich jetzt langsam eingependelt. Interessanter weise gingen die Nebenwirkungen von Acarizax mit dem Tag zurück als ich zusätzlich auch Grazax genommen habe. Das fand ich zumindest irgendwie auffällig.

Jetzt geht es inzwischen ganz gut, nur dass ich 2 mal täglich dran denken muss für die nächsten 3 Jahre ist natürlich eine Herausforderung ;-) Und um die Katzen, Hunde, Pferde und Meerschweinchen mache ich einfach einen großen Bogen. Zusätzlich nehme ich jetzt noch 2 mal täglich ein Asthma Kortison Spray und habe mir auch entsprechende Bezüge für die Bettwäsche besorgt. Insgesamt geht es mir ganz gut, aber was nun wieviel hierzu beiträgt ist natürlich schwer zu erkennen.

Naja ... schau'n wir mal ... insbesondere auf die nächste Gräsersaison.

Viel Erfolg bei Deiner Behandlung und natürlich insbesondere auch bei Deiner Tochter !

mEusiacsouxnd


Hi Mathilda,

ich nehme jetzt seit Sept16 die Acarizax (Hausstaub) und seit Okt16 auch die Grazax (Gräser). Natürlich jeweils eine Tablette am Tag. Nach anfänglichen deutlichen Nebenwirkungen hat es sich jetzt langsam eingependelt. Interessanter weise gingen die Nebenwirkungen von Acarizax mit dem Tag zurück als ich zusätzlich auch Grazax genommen habe. Das fand ich zumindest irgendwie auffällig.

Jetzt geht es inzwischen ganz gut, nur dass ich 2 mal täglich dran denken muss für die nächsten 3 Jahre ist natürlich eine Herausforderung ;-) Und um die Katzen, Hunde, Pferde und Meerschweinchen mache ich einfach einen großen Bogen. Zusätzlich nehme ich jetzt noch 2 mal täglich ein Asthma Kortison Spray und habe mir auch entsprechende Bezüge für die Bettwäsche besorgt. Insgesamt geht es mir ganz gut, aber was nun wieviel hierzu beiträgt ist natürlich schwer zu erkennen.

Naja ... schau'n wir mal ... insbesondere auf die nächste Gräsersaison.

Viel Erfolg bei Deiner Behandlung und natürlich insbesondere auch bei Deiner Tochter !

MCathi$ldEa_Go?ettfingexn


Hallo,

bei mir wurde die Hausstaub-Hypo nun auch auf Acarizax umgestellt, weil ich unter der Spritzentherapie eine weitere deutliche Verschlechterung hatte und alle sich am Ende einig waren, dass das ja wohl wenig bringt. Nun nehme ich also auch Grazax plus Acarizax. Ich habe leider nach einigen Montagen des intensiven Niesens und Hustens nun auch ein Asthma dazu bekommen, so dass ich jetzt auch Cortison-Spray brauche. Wirklich schade - immerhin hatte ich die Hypo so gewissenhaft durchgeführt, um genau das zu verhindern. Jedenfalls nehme ich nun Acarizax und hoffe, dass sich die Asthma-Symptome damit bessern und ich das Spray zumindest reduzieren kann. Du scheinst ja auch ein Problem in Richtung Asthma zu haben? Merkst du nach der Acarizax Einnahme eine Verschlechterung deiner Atemwegs-Symptome? Ich hab immer morgens bis so 2 Stunden nach der Einnahme etwas Atemnot/Beklemmungsgefühl, wobei mir der Zusammenhang zu der Tablette bisher nicht aufgefallen war. Gestern aber hatte ich die Tabletten verwechselt und das Acarizax erst abends eingenommen und dann nachts wegen Atembeschwerden sehr schlecht geschlafen. Würde mich sehr interessieren, ob du davon auch was merkst?

Vielen Dank und alles Gute!

Mathilda

X9iraixn


Die Spritzen gibt es schon länger, allerdings sind auch hier bei vielen Präparaten die durchgeführten Studien nur mangelhaft.

Sowohl bei meiner Schwester (Heuschnupfen) als auch bei mir (Hausstauballergie) brachten die Spritzen nichts. Ich bin jetzt noch genauso schlimm allergisch (laut Allergietest wieder ganz schlimm...kurz nach Beendigung der Therapie war es "besser").

Wodurch qualifiziert oder disqualifiziert man sich denn für die Tabletten-Desensibilisierung?

(Wechselwirkungen mit andren Tabletten?)

Muss man um das zu bekommen einfach zum Allergologen gehen und ihn darauf ansprechen? Mein neuer Hautarzt meinte nämlich zu mir "Wenn das letzte Mal Spritzen nichts gebracht hat, brauchen sie es eigentlich nicht noch einmal versuchen...kaufen sie Allergiebettwäsche und saugen sie regelmäßig..."

Nur wenn ich putze bin ich am Abend nurnoch am Niesen....

Und ich bekomme dann ganz schlecht Luft...

Von diesen Tabletten lese ich hier grad das erste Mal und es interessiert mich verständlicherweise ":/

M;athiClda_;Goet+tingexn


Hallo Xirain,

ich glaube nicht, dass man sich für die Tabletten in irgend einer Weise qualifizieren muss. Es gibt sie seit Anfang des Jahres einfach als Alternative zu den Spritzen. Für Gräser gibt es sie schon länger und da sind wohl die Ergebnisse auch ganz gut.

Ob Encasing überhaupt was bringt, ist übrigens wissenschaftlich sehr fragwürdig, da gibt es eigentlich keine überzeugenden Studien. Mein Gefühlt ist, dass man halt regelmäßig alles waschen sollte, das hilft m.E. mehr :)

Tatsächlich kann man diskutieren, ob die Tabletten etwas nützen können, wenn die Spritzen nichts gebraucht haben. Das ist ja bei mir auch so. Aber ich denke, man kann es durchaus versuchen. Von welcher Firma hattest du denn die Spritzen und wie lange hast du die Therapie gemacht? Wenn es auch ALK war (wie die Tabletten), dann ist der Unterschied zu den Tabletten möglicherweise nicht so groß und es könnte sein, dass es auch diesmal nichts bringt. Allerdings ist der Weg über die Mundschleimhaut ein ganz anderer Weg, über den das Allergen dem Immunsystem präsentiert wird. Man weiß einfach noch nicht genug darüber, aber ich persönlich glaube schon, dass eine Umstellung auf die Tabletten etwas bringen kann. Falls du nicht von ALK die Lösung hattest (sondern z.B. eine von Leti Pharma oder so, Depigoid etc), könnte eine Umstellung eventuell sogar noch mehr bringen, weil dann andere Milben verarbeitet werden, die vielleicht andere Allergene enthalten.

Grundsätzlich bin ich vor einer Hyposensibilisierung immer ein Fan von nasalen Provokationen, da hier mit den gleichen Lösungen, die später verabreicht werden, getestet wird, ob man dagegen allergisch ist. Es hat ja keinen Sinn, ewig was zu geben (als Spritze oder Tablette), was gar nicht die Allergene enthält, gegen die man sensibel ist.

Leider muss man auch sagen, dass Hausstauballergiker auf die Hypos einfach schlechter ansprechen, als z.B. die Gräser- oder Birkenpollenallergiker. Aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben :)

Ich bin mal gespannt, wie es bei mir nun weiter geht mit der Hypo. Habe auf Rat meines Arztes nun heute mal die Tabletten weg gelassen und wesentlich weniger Probleme mit dem Asthma. Aber ganz absetzen möchte ich die Tabletten auf keinen Fall, es ist ja irgend wie die einzige Chance, dass noch was wieder besser wird!

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