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Schulmediziner vs. Heilpraktiker

maaasaxi


Lichtwesen

in einer mündlichen Prüfung kann jeder (!) "hinausgeprüft" werden, es dürfte kein Problem sein, einen auch vielseits beschlagenen Arzt dabei ganz alt aussehen zu lassen! Insofern ist es erheblich besser, dort ganz bescheiden aufzutreten (nicht mit gesenktem Kopf oder hängenden Schultern, nur bescheiden); den Prüfern möglichst nicht widersprechen, sondern nur dein Wissen klar und verständlich zum Ausdruck bringen, lieber auch mal zu einer Lücke stehen, als um den heissen Brei herumzureden. Der persönliche Eindruck ist die halbe Miete! Sollte es dennoch nicht klappen: s. o., es muss nicht unbedingt an dir liegen. Im übrigen :alles Gute!

Grüsse vom Maasai

T6hxor


Lichtwesen

also wäre ein Heilpraktiker, der sich auf Phytotherapie konzentriert, in deinen Augen eher "kompetent"?

wenn sich diese Wirkung objektivieren läßt und mehr Nutzen als Schaden bringt (den du weißt ja, rein pflanzlich heißt ja nicht unbedingt nebenwirkungsfrei), kann man das schon so sagen.

Den Trommeltanz hab ich als Beispiel zur Verdeutlichung gewählt, denn dir ist sicher klar, daß ja auch Schamanismus u.ä. auch zur alternativen Richtung zählt. Sicher hat diese spezielle Richtung nichts mit Homöpathie zu tun aber die Erzielung des Placeboeffektes durch einen Medizinmann ist schon eindrucksvoll.

Und wir wollen mal nicht vergessen, warum ausgerechnet die angeblich chinesischen Heilmethoden so hoch im Kurs stehen. Das Asiatische Flair, was die Methoden und Bezeichnungen (oh die Sache mit den Bezeichnungen hattn wa doch schon ma... :-) verströmen hat die gleiche Aufgabe und Effekt wie der indianische Trommeltanz. Also Ähnlichkeiten sind schon vorhanden und ganz bestimmt nicht zufällig, Lichtwesen.

Es gilt voll der alte Spruch: der Mensch will betrogen werden, also betrügen wir ihn.Betrügen steht hier für beeindrucken bzw. Hervorrufen der Placebowirkung.

@Lyta

du hast schon recht, daß Placebos eine patientenschonende Methode oder Mittel sein können. Und das nutzt man ja auch bereits. Das Beispiel mit der Pillenfarbe kam ja schon.

Ein anderes wäre eine gute begleitende Psychotherapie.

Bloß..... wenn doch die ganze Psychosache nicht so einen anstößigen Geruch hätte! Gib zu, es klingt in den Ohren der meisten Menschen besser, wenn sie bei einem HP placebiod behandelt werden als wenn sie sich bei einem Psychologen auf die Couch lägen (puh, als ob das noch so wäre...). Psychisch hat man doch nix, braucht doch keinen Psychologen ... iiiih pfui. So denken doch viele. Und in der normalen Praxis hat der Arzt keine Zeit, doch halt, er hätte sie, nur die Kassen knausern das eben weg, wie jeder weiß.

Denn ganz offensichtlich ist es doch so, dass dies bei einigen Verfahren besser als bei anderen funktioniert.

ja, aber warum? Meine Meinung ist die, daß es Menschen gibt die die eine Methode und dann wieder andere die andere Methode gut rüberbringen, genauso wie im ganz normalen Berufsleben. Der eine hat eben Hände, die die Frauen faszinieren ;-) Der erzählt eben überzeugend, daß er Heilenergien übertragen kann. Der andere wiederum kann sich die zighundert Homöopathika gut merken und praktiziert eben damit. Ein weiterer hat das indische Aussehen und erzählt was über gelebte Leben und was da alles rüberstrahlt oder was weiß ich.

In der Beziehung geb ich zu, daß da Arztpraxen und noch viel mehr Krankenhäuser sehr sehr steril wirken. Ein gutes Ambiente könnte da auch viel positives bewirken.

Jedenfalls ist es für mich gut vorstellbar, dass bestimmte Naturvölker, oder auch die Asiaten, in jahrhundertelangen Trial-and-Error-Prozessen zu einem besseren Verständnis dieser Faktoren gekommen sind

so denke ich auch.

Mit viel größerem Aufwand ist das in der Pharmaindustrie auch so aber nicht ausschließlich.Hier versucht man auch den Wirkmechanismus auf molekularer Ebene zu finden. Und Wirkmechanismus heißt nicht nur, die chemische Bindung im einfachen Falle, wie wir sie aus der Schule kennen. Das heißt zunehmend, daß die räumliche Struktur von körpereigenen Molekülen, die krank aber auch gesund machen können, aufgefunden werden muß. Zu dieser Struktur sucht man dann Wirkstoffmoleküle, die wie ein Schlüssel passen müssen und an der richtigen Stellen andocken.

Tja und wenn nun noch die Form der Pille optimiert wird und der Arzt richtig empathisch rüberkommt, dann sollte nicht mehr viel schief gehen ;-) ;-)

leunac y lunxacy


grüß dich, demolant

Ich hab mich hier schon mal gemeldet, als Maulwurf. Aber nur ganz kurz.

Schulmediziner vs. Heilpraktiker

Mich interessiert die Frage schon länger. Zu wem würdet ihr gehen oder wer ist besser?

Das soll keine Diskussion über Alternativmedizin gegen Schulmedizin werden.

Soso. Warum widersprichst du dir denn schon im Eingangsstatement?

Nein, aber ich wurde von einer Krankheit geheilt (laut Definition noch nicht), die mir den Tod gebracht hätte. Aus diesem Grund bin ich den Ärzten recht dankbar.

Wie kommst du von da auf die Heilpraktiker? Ich versteh den Ausgangspunkt nicht ganz.

War denn einer an deiner Heilung beteiligt ???

MfG,

d]e`molaBnt


Ich grüße auch dich!

Ich widerspreche mir doch nicht, wenn es mir um die Ärzte und die Heilpraktiker geht und nicht um die Medizin an sich. Mir geht es primär um die Ausbildung der beiden und ob ein Heilpraktiker mit einer Wochenendausbildung wirklich praktizieren sollte.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du genau mit dem Beitrag erreichen willst. Hier ist ja bereits eine interessante Diskussion im Gange. Und du scheinst bis jetzt die Einzige zu sein, die ein Problem mit meinem Eingangsposting hat.

An meiner Heilung war kein Heilpraktiker beteiligt.

Ich wollte nur die Schulmediziner indirekt loben.

M=irisfxad


Eine Wochenendausbildung für Heilpraktiker? Ja wo gibt es denn sowas :-) ? Das wäre ja supertoll!

ERkundige Dich doch erst mal, wie die Hp-Ausbildung inzwischen aussieht...

l^unacyt lunxacy


Ich grüße auch dich!

Soll das eine Verhohnepipelung sein :-/ ?

"grüß dich" ist ´ne völlig normale Begrüßung, zumindest in meinem Teil Deutschlands.

sorry fürs off-topic :-/

L(ic%htwesxen


@Thor

In diesem Punkt sind wir einer Meinung! Ich ganz persönlich kann nichts mit "Trommeln & Co." etwas anfangen. Und was die Anwendung der Phytotherapie anbelangt, achtet jeder verantwortungsvolle HP und Mediziner auf die Nebenwirkungen. Fachliteratur darüber gibt es ausreichend genug! ;-) Im übrigen gibt es auch entsprechend gute Hinweise über Nebenwirkungen in der Erfahrungsheilkunde... ;-)

Was die Wirkung der Homöopathie anbelangt, habe ich meine ganz eigenen positiven Erfahrungen gemacht und wenn es sich auch nicht verifizieren läßt, dann glaube ich dennoch daran. Höchstwahrscheinlich liegt das Problem der Verifizierung darin, dass die Homöopathie nicht "allgemein" arbeitet, sondern auf die individuellen Gegebenheiten. Und diese lassen sich nicht verifizieren.

In diesem Zusammenhang fällt mir gerade etwas ein: es bezieht sich auf die Tests vor Einführung von Medikamenten. Im Rahmen von Schmerzmittel waren die meisten Probanten Männer. Irgendwann kam dann in der regulären Anwendung (nach Beendigung der klinischen Studie und der Zulassung als Arznei) heraus, dass die Mittel bei Frauen ganz anders wirken. Nur wußte man nicht warum, bis man herausfand, dass das Mittel nur an Männern getestet worden war.

Soviel zur Verifizierung... ;-)

Nota Bene: Die Homöopathie beachtet solche "Unterscheidungen" schon von Anfang an - und gilt als "nicht verifizierbar"??? Wenn die Pharmaindustrie auf diesem Auge blind ist....

Hier entsprechende Links:

[[http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20040503/b_1.phtml]]

[[http://petri-apotheke-olching.de/themen/medikamente/medgeschlecht.htm]]

[[http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0502/23-geschlechtermedizin/index.xml]]

Liebe Grüße *:)

L:ic~htwesFen


@Maasai

ich danke dir ganz herzlich für deine Wünsche und Ratschläge. Ich hoffe, ich kann mich daran erinnern, wenn ich vor dem HP sitze, da ich manchmal ein "Heißblut" bin... ;-)

Lrichtw{esxen


@Demolant

aus deinem Link:

also eine etwa 55jährige adipöse patientin (aus rußland eingewandert) leidet seit etwa 3 monaten an zunehmender schäche und müdikeit, intermittierendem fieber, nachtschweiß. zusätzlich gibt sie an, dass sie in letzter zeit zunehmend hustet mit blutigem auswurf.

blutiger Husenauswurf, Nachtschweiß, zunehmende Schwäche... Patientin aus Russland eingewandert...

Ich würde hier allein aus der Schilderung die Verdachtsdiagnose "offene TB" stellen, die Patientin entsprechend untersuchen und die Patienten in die nächste Klinik einweisen lassen, zur weiteren Abklärung, mit entsprechender &paralleler namentlicher Meldung entsprechend §6 IfSG an das Gesundheitsamt. Dann anschließend prophylaktisch meinen Behandlungsraum desinfizieren und sterilisieren lassen.

Reicht dir die Antwort?

LMytia


Thor:

Ein anderes wäre eine gute begleitende Psychotherapie.

Bloß... wenn doch die ganze Psychosache nicht so einen anstößigen Geruch hätte! Gib zu, es klingt in den Ohren der meisten Menschen besser, wenn sie bei einem HP placebiod behandelt werden als wenn sie sich bei einem Psychologen auf die Couch lägen (puh, als ob das noch so wäre...). Psychisch hat man doch nix, braucht doch keinen Psychologen... iiiih pfui.

Das ist das eine Problem - die Stigmatisierung psychischer Krankheiten, auch noch heute. Hinzu kommt aber auch noch, die Verhaltenstherapie kuriert bestenfalls Symptome, und die Psychoanalyse ist einfach nicht effektiv. Die Leute verstehen hervorragend, warum es ihnen schlecht geht, aber leider hilft es ihnen oftmals nicht.

ja, aber warum? Meine Meinung ist die, daß es Menschen gibt die die eine Methode und dann wieder andere die andere Methode gut rüberbringen, genauso wie im ganz normalen Berufsleben.

ich glaube nicht, dass es ausschließlich am Behandelnden liegt. Dann dürften Dinge wie Pillenfarben keinen Unterschied machen. Es muss irgendwelche grundlegenden Dinge geben, die die eine Methode bei bestimmten Beschwerden wirksamer machen, und die andere nicht.

so denke ich auch.

Mit viel größerem Aufwand ist das in der Pharmaindustrie auch so aber nicht ausschließlich. Hier versucht man auch den Wirkmechanismus auf molekularer Ebene zu finden. Und Wirkmechanismus heißt nicht nur, die chemische Bindung im einfachen Falle, wie wir sie aus der Schule kennen. Das heißt zunehmend, daß die räumliche Struktur von körpereigenen Molekülen, die krank aber auch gesund machen können, aufgefunden werden muß. Zu dieser Struktur sucht man dann Wirkstoffmoleküle, die wie ein Schlüssel passen müssen und an der richtigen Stellen andocken.

Tja und wenn nun noch die Form der Pille optimiert wird und der Arzt richtig empathisch rüberkommt, dann sollte nicht mehr viel schief gehen

Psychosomatische Erkrankungen entstehen nicht wegen krankmachender Moleküle. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die psychische Problematik sorgt erst dafür, dass das krankmachende Molekül nicht vom körpereigenen Abwehrsystem eliminiert wird. Die Wirkung der Psyche ist nicht chemisch nachzukonstruieren. Das ist m.E. der Knackpunkt. Warum sonst sollte bspw. autogenes Training wirken? Die Asiaten sind seit Jahrtausenden dabei, durch Beobachtung diese Verfahren zu optimieren. Im Westen ist man damit vergleichsweise ganz am Anfang.

Was die Geschichte mit dem Trommeln etc. angelangt, ist meine ganz persönliche Vermutung, dass die Heilungseffekte darauf basieren, dass der Patient in einen anderen EEG-Zustand, den Theta-Zustand, versetzt wird, in dem die Selbstheilungskräfte gesteigert werden. Deshalb sind diese Verfahren erfolgreich.

Mit "richtig empathisch rüberkommen" allein erreicht man das nicht.

Lichtwesen: Es tut mir leid, dass du mit "Trommeln und Co." nichts anfangen kannst. Ich persönlich bin davon abgekommen, irgendein Verfahren abzustempeln, weil seine äußere Erscheinungsform sonderbar ist. Nur allzuoft hat sich bei ein wenig Recherche herausgestellt (siehe Gehirnwellen), dass die Wirkung durchaus plausibel begründbar ist.

Loi|chttwesexn


Lyta...

ich hatte geschrieben, dass ICH damit nicht klar komme. Wenn es andere machen, dann ist es okay. ;-) Aber es ist nicht meine Welt, dazu hat mich meine Familie zu sehr geprägt.

Ich bin nicht esotherisch orientiert. ;-)

d_e?molaxnt


@ Mirisfad

[[http://www.paracelsus.de/]]

Habe gleich den ersten Link angeklickt und siehe da:

Wochenendstudium

In der Regel an Wochenenden (Sa. von 9-14 Uhr und So. von 10-15:30 Uhr) wird dieses Studium durchgeführt, dazu an 36 Abendseminaren wochentags. Die Studiendauer beträgt 2 Jahre. So ist die Ausbildung ohne Unterbrechung der Berufstätigkeit möglich. Diese Studienform erfordert außerdem ca. 10 Stunden wöchentlich zur Wiederholung und Vertiefung zu Hause, wobei das Video-/DVD-Programm von ausgesprochen hohem Nutzen ist. Insgesamt werden rund 1.000 UStd. angeboten.

Ich habe mich, wie man sieht, bereits informiert.

@ lunacy lunacy

Das war wirklich nicht böse gemeint. Ich wollte doch nur zurück grüßen.

@ Lichtwesen

Ich finde gut, dass ihr dahingehend ausgebildet werdet, wann der Arzt ran muss und dass ihr auch ne Ahnung davon habt, was das sein könnte.

Aber du musst zugeben, dass das Wissen eines Arztes, das eines Heilpraktikers übersteigt.

Im wissenschaftlichen Sinn!

LgicOhtwe'sxen


Demolant

nein! Darin widerspreche ich dir.

Es gibt viele HPs, die gerne mehr machen würden wollen.. aber wir DÜRFEN es nicht!

Und - bitte, welcher Arzt legt heute noch eigene Kulturen an? Wir lernen auch, Röntgenbilder & Blutwerte zu lesen... wir müssen alle Infektionskrankheiten aus dem ff kennen, weil wir per Gesetz dazu verpflichtet sind, manche schon allein bei Verdacht (s. TB-Fall!) zu melden. Unterlassen wir das, dann verlieren wir unsere Zulassung. In diesem Punkt haben wir es schwerer als Ärzte, denn (eine Krähe hackt eine anderen nicht die Augen aus) sie werden sich auf die unterschiedlichsten Ansätze und Theorien berufen.

d]emol}anxt


@ Lichtwesen

Jedoch nicht so ausgeprägt. Dann sag mir doch mal bitte woran es liegt, dass ein Arzt 11 Jahre lernt und der Heilpraktiker knapp ein viertel der Zeit am Wochenende (ich weiß, extrem formuliert und ganz so ist es nicht).

Glaubst du , dass die Ärzte irgendwelche komischen Dinge lernen, die nix mit Medizin zu tun haben?

Es muss also einen Unterschied geben. Wo liegt der denn deiner Meinung nach? Fühlt ihr euch eigentlich den Ärzten überlegen?

dIemo=l6a~nt


Noch was.

Das bedeutet, dass ihr bei 10 stündiger wöchentlicher Wiederholung + 10.5 stündigem Unterricht meint, dass ihr so viel wüsstet wie ein Arzt.

Das macht 20.5 Stunden in der Woche. Ein Arzt bringt mindestens das doppelte pro Woche auf und macht dies 9 Jahre länger. Das Physikum dauert so lange, wie die Heilpraktiker Ausbildung.

Versteht ihr was ich meine? Da kann etwas nicht stimmen.

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