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Schulmediziner vs. Heilpraktiker

dLemolAant


Du kannst mir immernochnicht erklären, warum ein Medizinstudium bei alternativen Therapien von Vorteil ist.

Weil der Mediziner beide Seiten kennt. Er weiß, wann es besser ist Homöopathie anzuwenden und wann man es besser lassen sollte. Er kennt die Grenzen von den alternativen Methoden. Er hat ein besseres Verständnis für den Körper und daher einen besseren Blickwinkel.

Wenn ein Schulmediziner sich dann mit der Homöopathie beschäftigen möchte, dann macht er dies noch zusätzlich! Je mehr jemand weiß, desto größer ist sein Blickwinkel. Finde ich eigentlich ganz logisch!

Was für ein Gummthread meinst du denn ???

Kaeim`schleutdxer


Sehr viele Ärzte haben durch den hervorragen NC begonnen Medizin studieren. Unabhängig davon, ob sie sich berufen dazu fühlten.

Bei Homöopathen habe ich das Gefühl, dass hier eine persönliche Reife dazu da ist und viele fühlen sich berufen für diesen Beruf.

Viele Dinge kann man weder durch Ausbildung oder Erfahrung lernen. Da gehört auch die richtige Lebenseinstellung, die Achtung zum Leben und zum Individuum dazu.

dem kann ich nur zustimmen, das ist genau der punkt, der mich an (vielen) ärzten so aufregt. bei vielen "sunniboys" ist doch klar, dass sie es nur wegen dem prestige studieren... deshalb such ich immer ewig rum, bis ich nen arzt gefunden habe, bei dem ich nicht das gefühl habe, dass er nen waschzwang bekommt, wenn er "durchfall" hört.

heilpraktiker genießen (wie man immerwieder sieht) höchstens vorurteile und bemühen sich im gegenzug einem zu helfen und wissen nicht immer alles "besser" ohne sich das ganze anzusehen!

Ccal]ang%ute


@demolant

Weil der Mediziner beide Seiten kennt. Er weiss, wann es besser ist Homöopathie anzuwenden und wann man es besser lassen sollte.

Schön wärs, wenn er beide Seiten kennen würde. Aber genau das ist sehr oft nicht der Fall. Er müsste schon fast zwangsläufig eine Heilpraktiker-Ausbildung durchlaufen, um die andere Seite kennenzulernen. Wenn er die andere Seite nicht kennt, kann er auch nicht wissen, wann es besser ist Homöopathie anzuwenden und wann nicht.

Er kennt die Grenzen von den alternativen Methoden.

Die kennt der Heilpraktiker auch. Jeder vernünftige Heilpraktiker wird den Patienten an einen Schuldmediziner überweisen, sobald er merkt, dass es ein Fall für die Schulmedizin ist.

Er hat ein besseres Verständnis für den Körper und daher einen besseren Blickwinkel

Diese Erfahrung habe ich leider nicht gemacht. Sonst hätte ich keine Ärzte-Odysee unternehmen müssen. Zehn Ärzte und zehn verschiedene Diagnosen. Davon waren acht völlig falsch. Okay, vielleicht sind es für Dich alles Ausnahmen. Aber zehn Ausnahmen sind für mich schon viel. Es heisst nicht, wenn man sehr gut in Anatomie ist, dass man automatisch ein besseres Verständnis für den Körper hat. Meintest Du das nicht? Aber ich denke, dass Du es so anschaust.

ddemoolanxt


Schön wärs, wenn er beide Seiten kennen würde. Aber genau das ist sehr oft nicht der Fall.

Ja, ich habe aber von einem Arzt gesprochen, der die Homöopathieausbildung hinter sich hat. Das wäre wohl das Ideal!

Diese Erfahrung habe ich leider nicht gemacht. Sonst hätte ich keine Ärzte-Odysee unternehmen müssen. Zehn Ärzte und zehn verschiedene Diagnosen. Davon waren acht völlig falsch. Okay, vielleicht sind es für Dich alles Ausnahmen. Aber zehn Ausnahmen sind für mich schon viel. Es heisst nicht, wenn man sehr gut in Anatomie ist, dass man automatisch ein besseres Verständnis für den Körper hat.

Nein das sind leider keine Ausnahmen. Das gibt es häufiger. Allerdings beweist das nur die Komplexität der Medizin. Es tut mir Leid, aber ich kann nicht verstehen, wieso dann der Heilpraktiker, ohne eine richtige Diagnostik durchzuführen, das Problem lösen kann. Mehrere Mediziner scheitern und der Heilpraktiker macht es dann richtig! Das muss ja ein ganz schöner Gott sein. Respekt!

So möchte ich auch mal werden. Machen die eigentlich auch mal Fehler? Ne oder?

Doch es heißt, wenn man in Anatomie gut ist, dass man ein besseres Verständnis hat. Wissen ist viel Wert, wenn man etwas verstehen will. Ich habe letztens mit jemand über Politik diskutiert, der VWL studiert hat. Ich konnte so viel Argumentieren, wie ich will. Er hatte immer eine Statistik oder ein Faktum parat, um alles zu widerlegen. Außerdem war sein Verständnis ziemlich ausgeprägt. Er hat sich damit ja auch paar Jahre beschäftigt.

Versteht ihr das, was ich damit sagen will ???

L/ew%iaxn


Aerzte und Homoeopathie

Leider geht es da um mehr als bloss um die Frage, moeglichst viel aus beiden Bereichen zu wissen. Es handelt sich da um Systeme, die in gewisser Hinsicht unvertraeglich sind. Also nicht, dass die Medikamente grundsaetzlich unvertraeglich waeren, das sind sie nicht (immer).

Aber die schulmedizinische Lehrmeinung besagt, dass Homoeopathie gar nicht wirken kann, und sie lehnt die grundsaetzlichen Behandlungsprinzipien der Homoeopathie ab. (Meines Erachtens, weil man in der Schulmedizin oft einem dogmatischen und einseitig informierten Weltbild nachhaengt - da dieses Weltbild extrem ausgearbeitet ist, kann man es ein ganzes Leben lang studieren, ohne es hinterfragen zu muessen.)

Andererseits lehnt die Homoeopathie den einzelsymptonbezogenen, individuelle Unterschiede verleugnenden Ansatz der Schulmedizin ab. Zum Teil gibt es sicherlich auch von Seiten der Homoeopathie ein ignorantes Leugnen des dort vorhandenen brauchbaren Wissens und eine Daemonisierung.

Selbst wenn man ueber die borniert dogmatischen Vertreter beider Seiten hinwegsieht, ist eine systematische Integration der Ansaetze trotzdem kaum vorstellbar, und es ist immer eine Art Flickschusterei, wenn Vertreter der einen Richtung "auch mal" etwas aus der anderen praktizieren. Es ist halt keine echte Homoeopathie, wenn ein Arzt zwischendurch mal eine Arnika D12 verschreibt.

Auch wenn das in der Praxis oft hilfreich ist.

d.emoClaOn.t


(Meines Erachtens, weil man in der Schulmedizin oft einem dogmatischen und einseitig informierten Weltbild nachhaengt - da dieses Weltbild extrem ausgearbeitet ist, kann man es ein ganzes Leben lang studieren, ohne es hinterfragen zu muessen.)

Eine Hinterfragung der Tatsache, dass durch gezielte Bestrahlung, die Zellen zerstört, auch der Tumor in seinem Wachstum eingeschränkt wird, halte ich für sehr schwierig. Das ist nur ein Beispiel, weswegen die Schulmedizin so viele Freunde hat. Man kann sie als Wissenschaft bezeichnen. Das macht es so schwierig sie als Schwachsinn abzustempeln.

Naja Lewian. Wenn ich Arzt wäre würde ich auch Homöopathische Mittel verschreiben, wenn ich davon ausgehen könnte, dass keine Gefährdung ausgeht. Zum Beispiel bei einem Schnupfen, leichten Kopfschmerzen und so weiter. Aber wenn es einen Homöopathen gibt, der die Schulmedizin als kompletten Schwachsinn ansieht, sollte nicht mehr seinen Beruf ausüben dürfen. Das ist gefährlich und würde gegen alles widersprechen, was wir seit langer Zeit erforschen. Nämlich die Natur und ihre Gesetze. Und auch der Mensch gehört zu ihr und gehorcht ihren Gesetzen.

Ob man da wirklich von Homöopathie sprechen kann, ist mir ziemlich egal. Ist auch ne Frage der Definition!

L.ewiaxn


Aber wenn es einen Homöopathen gibt, der die Schulmedizin als kompletten Schwachsinn ansieht, sollte nicht mehr seinen Beruf ausüben dürfen.

Genauso wie umgekehrt... Leider scheinen mir mehr Aerzte die Homoeopathie vollkommen zu verkennen als umgekehrt.

Nebenbei: "Schwachsinn" ist nicht dasselbe wie "eingeschraenkte und dogmatische Weltsicht". Von Zweiterem ist die Geschichte der Wissenschaft inklusive der Medizin in Geschichte und Gegenwart reich an Beispielen. Wobei die Wissenschaftler sich zugegebenermassen im Schnitt auch nicht schlimmer auffuehren als die Anhaenger anderer Weltbilder...

Ldewilaxn


nochmal demolant

Ich bin Wissenschaftler und habe beruflich einige Erfahrungen mit der Beratung von Medizinern, insbesondere Doktoranden. Du glaubst gar nicht, wie oft wir uns mit den bisweilen extrem unsinnigen Anforderungen der medizinischen Fachkultur und der bisweilen horrenden Inkompetenz in wesentlichen "Hilfswissenschaften" herumgeaergert haben, die z.T. in der Medizin herrscht (damit meine ich Chemie, Biologie, Psychologie, und vor allem Statistik). Genuegend Leute, die das langjaehrig studieren, verzweifeln an der Unreflektiertheit vieler Studieninhalte und auch Forschungsinhalte und -methoden. Wenn man selber drinsteckt, kommt man sehr schnell ab von der Verherrlichung der Wissenschaft, die du an den Tag legst. Und man lernt auch, dass Quantitaet auch in der Medizin oft etwas ganz anderes heisst als Qualitaet.

Cya{landgutxe


@demolant

Nein, das sind leider keine Ausnahmen. Das gibt es häufiger. Allerdings beweist das nur die Komplexität der Medizin.

Also, Du gibst selbst zu, dass auch ein Schulmediziner sich irren kann. Das mit der Komplexität ist ein gutes Argument. Also dürfen sich nur Mediziner irren und Heilpraktiker nicht. Heilpraktiker haben sowieso keine Ahnung von Anatomie und dürfen sich daher nicht irren. Wenn der Heilpraktiker sich irrt, ist es gefährlicher als wenn ein Schulmediziner sich irrt. Der Patient leidet weniger unter Folgen, wenn der Schulmediziner einen Fehler gemacht hat als wenn er von einem Heilpraktiker behandelt worden ist. Schliesslich hat der Schulmediziner mehr wissen und kann sich daher häufiger irren. Klingt für mich einleuchtend. Wenn der Mediziner sich irrt, ist das qualifizierte Unfähigkeit. Und wenn der Heilpraktiker sich irrt, dann ist er schlichtweg unfähig, da er nicht über das entsprechende Wissen verfügt.

Es tut mir leid, aber ich kann nicht verstehen, wieso dann der Heilpraktiker, ohne eine richtige Diagnostik durchzuführen, das Problem lösen kann.

Erstens habe ich nicht gesagt, dass der Heilpraktiker keine Diagnose erstellt hat. Zweitens muss auch der Heilpraktiker eine Diagnose erstellen, wie will er den Patienten sonst behandeln? Verkaufst Du einem Kunden auch ein x-beliebiges Produkt, ohne seine Bedürfnisse abgeklärt zu haben?

Mehrere Mediziner scheitern und der Heilpraktiker macht es dann richtig! Das muss ja ein ganz schöner Gott sein. Respekt!

Respekt! Genau, das musste ich mir auch sagen lassen, als ich festgestellt habe, dass er – nach Deiner Ansicht minderwertigen Bildung – die Schuldmediziner in den Schatten gestellt hat. Vor allem da es sich um Erkrankungen handelte, die auch in der Schuldmedizin nicht unbekannt sind. Aber ich habe nicht gesagt, dass Heilpraktiker sich nicht irren können. Da musst Du irgendwie etwas falsch verstanden haben. Ich habe nichts gegen die Schulmedizin, aber etwas dagegen, wenn man sie vergöttert. Es gibt viele Dinge, die ein Fall für die Schulmedizin sind und da kann auch kein Heilpraktiker weiterhelfen. Ich sehe aber die Heilpraktiker als eine sinnvolle Ergänzung zur Schuldmedizin.

So möchte ich auch mal werden.

Wieso? Ich habe nicht gesagt, dass sie keine Fehler machen. Es wäre ideal, keine Fehler zu machen. Aber heisst nicht, wenn man viel Ausbildung genossen hat, dass man ideal ist. Wenn Du so denkst, dann wirst Du früher oder später Dein Lehrgeld bezahlen.

Doch es heisst, wenn man in Anatomie gut ist, dass man ein besseres Verständnis hat.

.

Kannst Du mir das bitte genauer erklären?

Wissen ist viel Wert, wenn man etwas verstehen will.

Ja, das stimmt. Aber Du unterstellst hier wieder, dass die Heilpraktiker über kein Wissen verfügen.

Ich habe letztens mit jemand über Politik diskutiert, der VWL studiert hat. Ich konnte soviel argumentieren, wie ich wollte. Er hatte immer eine Statistik oder ein Faktum parat, um alles zu widerlegen.

Mein BWL-Lehrer war Doktor (Dr. oec. publ.) und hatte unter anderem auch an der Universität Zürich unterrichtet. Während des Unterrichts machte er mit seinen wirklich guten Argumenten immer wieder klar, über wie wenig Wissen wir doch verfügten. Zu jedem Thema schien er etwas Bescheid zu wissen. Auch wie Dein Kollege oder was er auch immer ist, konnte er mit Fakten und Statistiken argumentieren. Er zeigte uns die Zusammenhänge auf und wie es mit der aktuellen Politik aussieht. Damals dachte ich, es muss sich um ein halbes Genie handeln. Aber schliesslich beschäftigte er sich schon seit mehreren Jahren mit diesem Thema….

Mein Lehrer bewarb sich später bei der Credit Suisse (Schweizer Grossbank) für die Firmenkundenberatung. Zufälligerweise hatte ich auch dort gearbeitet. Mein Lehrer machte zynische Sprüche und hatte mich immer wieder daraufhingewiesen, dass ich nicht über sein Wissen verfüge (hätte er zwar als Doktor nicht nötig gehabt). Als Assistent erledigte ich die administrativen Arbeiten. Mein Lehrer war Berater und beriet die kleinen und mittleren Unternehmen in Finanzfragen. Nach einem halben Jahre wurde ihm gekündigt oder besser gesagt, es wurde ihm die Kündigung nahegelegt. Es stellte sich heraus, dass er von der Materie nichts viel verstand. Das auf jeden Fall sagte sein Vorgesetzter (der auch mein Vorgesetzter war) und vor allem die Kundschaft. Leider hat er es mit einigen Kunden angelegt. Darunter befanden sich auch Finanzchefs oder CFOs, von denen die meisten die Hochschule in St. Gallen (ein renommierte Einrichtung was Wirtschaft- und Rechtswissenschaften betrifft) absolviert haben. Einige Kunden warfen ihm Unfähigkeit vor.

Später erfuhr ich, dass es ihm bei einer Versicherung genau gleich ergangen ist. Dort war er der Leiter der Marketingabteilung gewesen und hatte sich mit einem Versicherungsmathematiker angelegt. Heute unterrichtet er wieder.

d~emolaxnt


Eigentlich muss ich ja Geschi lernen und meine Freundin anrufen, allerdings kann man mit euch gut diskutieren.

Also...

@ Lewian

Genauso wie umgekehrt... Leider scheinen mir mehr Aerzte die Homoeopathie vollkommen zu verkennen als umgekehrt.

Ja das ist sicherlich richtig! Aber ich glaube, dass dich ein Arzt auslachen würde, wenn du zu ihm hingehen würdest und seine Approbation willst, weil er die Homöopathie nicht mag. Denn schließlich ist seine Meinung die momentan anerkannte. Außerdem glaube ich nicht, dass sich ein Schulmediziner der Homöopathie verschließen würde, wenn es endlich mal gescheite Beweise dafür geben würde.

Allerdings ist eine Trennung zwischen Placeboeffekt und Homöopathie noch nicht möglich. Deshalb wirst du schon mit Beweisen ankommen müssen.

Was machst du denn in der Wissenschaft, wenn ich fragen darf?

@ Calangute

Heilpraktiker haben sowieso keine Ahnung von Anatomie und dürfen sich daher nicht irren.

Sie werden sich zweifelsohne etwas häufiger irren, weil sie nicht so viel Ahnung haben.

Der Patient leidet weniger unter Folgen, wenn der Schulmediziner einen Fehler gemacht hat als wenn er von einem Heilpraktiker behandelt worden ist. Schliesslich hat der Schulmediziner mehr wissen und kann sich daher häufiger irren.

Nein, wenn der Schulmediziner Fehler gemacht hat, dann leidet der Patient mehr. Diese haben nämlich aggressivere Behandlungsmethoden und daher sind Fehler schwerwiegender. Das kann man von einem Heilpraktiker nicht gerade behaupten.

Wenn der Mediziner sich irrt, ist das qualifizierte Unfähigkeit. Und wenn der Heilpraktiker sich irrt, dann ist er schlichtweg unfähig, da er nicht über das entsprechende Wissen verfügt.

Genau!

Erstens habe ich nicht gesagt, dass der Heilpraktiker keine Diagnose erstellt hat. Zweitens muss auch der Heilpraktiker eine Diagnose erstellen, wie will er den Patienten sonst behandeln?

Ja aber wie stellt er die Diagnostik. Ich denke, dass ein Heilpraktiker auf einem Röntgenbild nicht mal den Unterschied zwischen einem Gewebegeflecht und einem Brustkrebs kennt. Das heißt seine diagnostischen Methoden sind stark eingeschränkt.

Ich habe nichts gegen die Schulmedizin, aber etwas dagegen, wenn man sie vergöttert.

Ich vergötter sie nicht. Ich habe nur was gegen diese Heilpraktikerausbildung.

Kannst Du mir das bitte genauer erklären?

Ja! Ist doch eigentlich klar, wenn man zum Beispiel den Aufbau und die Funktion des Herzens kennt, dass es auch nützlich ist etwas über die Blutzirkulation, die Bestandteile des Blutes und Osmose zu wissen. Ist es dir jetzt klarer geworden? Je mehr Wissen, desto mehr Verknüpfungen sind möglich.

Ich finde dein Beispiel recht nett. Aber ich würde sagen, dass er sich besser verkaufen konnte als er war. Oder er war einfach ein Theoretiker und konnte nicht mit Menschen umgehen. Das heißt, dass seine Stärken im Labern lagen.

L5ewiaxn


demolant

Was machst du denn in der Wissenschaft, wenn ich fragen darf?

Statistik - forschen, unterrichten, beraten.

Das Schoene am Beraten ist, dass man einen sehr bunten Ueberblick ueber Arbeitsweisen und Kulturen in verschiedenen Disziplinen bekommt. Und, ehrlich: Die Mediziner sind die schlimmsten. Die wissen grundsaetzlich vorher, was rauskommen muss, und akzeptieren keine Ergebnisse, die von ihren Vorurteilen abweichen.

Das ist natuerlich selbst ein Vorurteil. Es gibt eine Menge Mediziner, die anders sind. Aber unter den Medizinern ist der o.g. Typ in meiner "Privatstatistik" von allen Disziplinen am Verbreitetsten.

Allerdings ist eine Trennung zwischen Placeboeffekt und Homöopathie noch nicht möglich.

Das stimmt definitiv nicht. Bzw. es gibt einzelne Untersuchungen, bei denen die Homoeopathie gegen Placebo nicht gewann - wie auch bei der Schulmedizin!! - aber in vielen Untersuchungen wurden auch ueber das Placebo hinausgehende Wirkungen nachgewiesen. In irgendeinem Faden hat mal jemand (Cetus?) einen Haufen Links zusammengestellt auf Untersuchungen, wo Homoeopathie Placebo geschlagen hat. ich bin jetzt ehrlich gesagt zu faul, das nochmal zu tun.

Abgesehen davon ist es erklaerte Politik diverser medizinischer Journals, keine Untersuchungen zu publizieren, die die Homoeopathie stuetzen. Sie wird in der wissenschaftlichen Kultur mit ihrem starken schulmedizinischen Einschlag oft diskriminiert und von daher ist es gar nicht so erstaunlich, dass es da weniger Erfolgsuntersuchungen gibt. Ich habe einmal einen Report eines wissenschaftlichen Gutachters (Mediziner!) gelesen, der empfohlen hat, einen Artikel, der Homoeopathie mit einer statistischen Untersuchung propagiert hat, ohne jede inhaltliche Begruendung abzulehnen, weil ja bekannt ist, dass Homoeopathie nicht wirken kann.

(Also weil nicht sein kann, was nicht sein darf.)

So viel zur Objektivitaet der Schulmediziner...

C=a8la0ngutxe


@demolant

Sie werden sich zweifelsohne etwas häufiger irren, weil sie nicht so viel Ahnung haben.

Okay, wenn das Deine Meinung ist. Die Heilpraktiker haben keine Ahnung, das erklärt weshalb sie so einen Zulauf haben.

Nein, der wenn der Schulmediziner Fehler gemacht hat, dann leidet der Patient mehr. Diese haben nämlich aggressivere Behandlungsmethoden und daher sind Fehler schwerwiegender. Das kann man von einem Heilpraktiker nicht gerade behaupten.

Aha, darum hast Du mehr Vertrauen in die Schulmediziner. Hardcore-Medizin als Argument für gute Medizin. Dann sollte man nicht zum Heilpraktiker gehen, sonst leidet man zu wenig. Das wäre echt schade. Nichts für Masochisten.

Ja, aber wie stellt er die Diagnostik. Ich denke, dass ein Heilpraktiker auf einem Röntgenbild nicht mal den Unterschied zwischen einem Gewebegeflecht und einem Brustkrebs kennt. Das heisst seine diagnostische Methoden sind stark eingeschränkt.

Nun, es gibt nicht nur diese Art von Diagnostik. Der Heilpraktiker bedient sich anderer Methoden. Aber in einem von Dir erwähnten Fall ist es sicherlich angebracht, die Untersuchung bei einem Schulmediziner vorzunehmen. Aber ich habe auch erwähnt, dass es gewisse Dinge gibt, die der Heilpraktiker nicht kann. Bei der Behandlung des Krebses sieht es schon anders aus. Da hat auch der Heilpraktiker gewisse Möglichkeiten. Woher weisst Du eigentlich, dass ein Heilpraktiker nicht zwischen einem Gewebegeflecht und einem Brustkrebs unterscheiden kann? So wie es scheint, kennst Du alle Heilpraktiker auf dieser Welt.

Ich habe nur was gegen diese Heilpraktikerausbildung

Es gibt verschiedene Ausbildungen. Auch hier kann die Qualität variieren. Aber ich akzeptiere Deine Meinung. Es verlangt auch niemand, dass Du Dich mit der Heilpraktikerausbildung anfreunden musst.

Ist doch eigentlich klar, wenn man zum Beispiel den Aufbau und die Funktion des Herzens kennt, dass es auch nützlich ist, etwas über die Blutzirkulation, die Bestandteile des Blutes und Osmose zu wissen.

Das hast Du aber so vorher nicht gesagt. Aber genau das ist bei einigen Ärzten das Problem. Und nein, mehr Wissen bedeutet nicht, dass man in der Lage ist zu verknüpfen. Es sei denn, Du definierst Wissen anders. Das akzeptiere ich. Wenn meine Ärztin den Aufbau meines Darmes kennt, so wäre es doch nützlich zu wissen, was bei einer Antiobiotikaeinnahme geschehen kann. Weisst Du es? Ich nehme an, Du hast den Aufbau des Darmes auch in der Humanbiologie gehabt, oder?

In der Chemie hattet ihr wahrscheinlich schon die Säure-Basen-Reaktionen, nicht wahr? Die Mediziner übrigens auch. Ich kenne das Chemie-Buch der Mediziner (der Universität Zürich), weil ich es selber für die Chemie-Prüfungen benutzt habe. Nun sage mir doch, weshalb der Säure-Basen-Haushalt für unseren Körper wichtig ist. Oder ist er nicht wichtig? Ich meine, Du kennst die Säure-Basen-Reaktionen, den pH-Wert, usw.

Ich finde dein Beispiel recht nett

Danke :-)

Aber ich würde sagen, dass er sich besser verkaufen konnte als er war. Das heisst, dass seine Stärken im Labern lagen.

Aber hallo, er ist Doktor der Wirtschaftswissenschaft. So etwas kannst Du ihm doch nicht unterstellen. Weisst Du wie lange man studiert, bis man sich Doktor nennen darf? Bis man den Doktor bekommt, hat man so einiges an WISSEN angesammelt. Wie sagtest Du? Wissen ist viel Wert, wenn man etwas verstehen will. Wenn seine Stärke im Labern lagen, dann hätte er es doch nicht bis zum Doktor geschafft. Oder willst Du etwas behaupten, die Professoren waren alle blind gewesen?

C;et*uxs


@ Lewian

>>>In irgendeinem Faden hat mal jemand (Cetus?) einen Haufen Links zusammengestellt auf Untersuchungen, wo Homoeopathie Placebo geschlagen hat.<<<

...richtig!!

Genau deswegen bin ich aus der Diskussion mit Demolant ausgestiegen. 'Erfolreiches' ignorieren von Fakten ist leider einer Diskussion abträglich; und ich bin überzeugt, das Demolant sich nicht im entferntesten mal darum bemüht, einen Heilpraktiker oder eine Heilpraktikerin kennenzulernen um zu hinterfragen, ob seine Vermutungen zutreffen oder seine Meinung über sie zu revidieren sind.

Die Unfähigkeit zur Eigenreflektion und eine festzementierte Meinung durch ignorieren von Argumenten, bewirkten bei mir eine Resignation.

Wenn jemand über ein Tehma diskutiert, über das er nur fragmentelle Kenntnisse besitzt und keine Fähigkeit erkennen läßt, Erkenntnisresistenz auch nur ansatzweise zu überwinden, dann entzieht er sich selber den Grundlagen einer befruchtenden Diskussion.

Ich habe ihm tatsächlich eine Vielzahl von Studien über Homöopathie serviert, aber die neuerliche Eröffnung dieses Threads lassen keinerlei Kenntnisnahme und/oder (Über-)Prüfung dieser Studien sichtbar werden.

Mein Fazit: man kann Zeit sinnvoller nutzen...

duemolaxnt


@ Cetus

Oh Mann! Solche Aussagen mag ich gar nicht!

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass deine paar Untersuchungsergebnisse so weltbewegend sind, dass sie die gesamte Forschung revolutionieren werden. Nur weil mich nicht alles überzeugt, heißt das noch lange nicht, dass meine Meinung festzementiert ist!

Du weißt genauso, dass es genauso viele Gegenbeweise gibt! Desweiteren wird häufig von einer mangelhaften Durchführung dieser Studien berichtet, aufgrund von mangelnden Geldressourcen. Jemand, der denkt er sei Argumentationssuperman kann mich noch lange nicht überzeugen und in erster Linie dient diese Diskussion dem Meinungsaustausch. Wenn du ein solches Problem damit hast, musst du ja wirklich nicht mitreden.

Aha, darum hast Du mehr Vertrauen in die Schulmediziner. Hardcore-Medizin als Argument für gute Medizin. Dann sollte man nicht zum Heilpraktiker gehen, sonst leidet man zu wenig. Das wäre echt schade. Nichts für Masochisten.

Das habe ich nicht gesagt!

Nun, es gibt nicht nur diese Art von Diagnostik. Der Heilpraktiker bedient sich anderer Methoden. Aber in einem von Dir erwähnten Fall ist es sicherlich angebracht, die Untersuchung bei einem Schulmediziner vorzunehmen. Aber ich habe auch erwähnt, dass es gewisse Dinge gibt, die der Heilpraktiker nicht kann.

Welche Methoden denn? Soviel ich weiß, werden hauptsächlich Symptome behandelt.

Richtig alle akuten und extremen Fällen gehören in die Hand von Ärzten!

Woher weisst Du eigentlich, dass ein Heilpraktiker nicht zwischen einem Gewebegeflecht und einem Brustkrebs unterscheiden kann? So wie es scheint, kennst Du alle Heilpraktiker auf dieser Welt.

Weil damit sogar Radiologen Probleme haben. Aber meistens wird es von ihnen erkannt. Aber bitte sag mir jetzt nicht, dass es Heilpraktiker gibt, die mehr Ahnung von röntgendiagnostischen Dingen haben, als die Radiologen.

Nein ich kenne leider nicht alle Heilpraktiker.Aber ein Ingenieur kann auch nicht Feuer bekämpfen!

Es sei denn, Du definierst Wissen anders. Das akzeptiere ich.

So definiere ich Wissen:

Wissen = Information +Verständnis (Nein die Formel kann man nicht umformen ;-) )

Wenn meine Ärztin den Aufbau meines Darmes kennt, so wäre es doch nützlich zu wissen, was bei einer Antiobiotikaeinnahme geschehen kann. Weisst Du es?

Ich weiß wie der Darm aufgebaut ist und kenne die Säure-Base-Reaktionen. Allerdings kann ich diese Frage leider (noch) nicht beantworten. Vielleicht, wenn ich Medizin studiere. :-)

Hat es was mit Aminosäuren im sauren/basischen Milieu zu tun?

Zu deinem Beispiel:

Nunja! Ich kenne diese Person leider nicht. Aber sein Rauswurf könnte auch an ganz anderen Dingen gelegen haben! Wenn er nicht fähig ist sein WISSEN In die Praxis umzusetzt, dann ist er eben ein Theoretiker. Soll es geben!

C;etxus


>>>Oh Mann! Solche Aussagen mag ich gar nicht!<<<

zunächst ist hier nicht interessant, was DU nicht magst...

>>>Du glaubst doch nicht im Ernst, dass deine paar Untersuchungsergebnisse so weltbewegend sind, dass sie die gesamte Forschung revolutionieren werden.<<<

auch was ich glaube ist nicht interessant, kann aber erwarten, das ein Diskutant, der ernst genommen werden will, sich mit wissenschaftlich belegten Argumenten der Gegenseite auseinander setzt.

Wissenschaft ist eine Wissenschaft die Wissen schafft...., somit ein dynamischer (temporärer-) und KEIN statischer Zustand.

Demolant, es ist doch ganz einfach: nur hier alle Boards querlesen und sich dann selbstkritisch fragen: warum sind hier so viele ungeklärte Fragen von Usern, enttäuschte Patienten-innen und soviele tragische Schicksale zu lesen!

Da mein Posting an LEWIAN adressiert war, gab es für dich keinen zwingenden Grund zu antworten ;-)

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