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Die "berühmte" Lancet-Studie zur Homöopathie

C et#uxs hat die Diskussion gestartet


Research Academics and Homeopaths

//Kritik an der Lancet Veröffentlichung: viele Fragen bleiben

unbeantwortet Der Artikel von Shang et al kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse mit der Vorstellung vereinbar sind , dass klinische Wirkungen in der Homöopathie Placeboeffekte seien. Zugleich wirft er aber gleichzeitig mehr Fragen auf als er Antworten gibt.

In diesem Bericht untersuchten die Autoren 110 homöopathische Studien und 110 dazu pas-sende Studie allopathischer Medizin und verglichen diese nach den Auswirkungen und dem Ausfiltern von

Voreingenommenheiten, wie sie durch unangemessene Methoden und selekti-ve Berichte entstehen.

Nach Begutachtung aller 220 Studien finden sie keinen Hinweis für

stärkere Voreingenom-menheit in homöopathischen Studien als in den allopathischen. Danach fahren die Autoren fort und werteten die Behandlungsergebnisse in einer sehr kleinen Untergruppe von 14

Stu-dien aus, die ihrer Meinung nach am wenigsten von

Voreingenommenheit beeinflusst waren. Auf diese Einschätzungen gründen sie ihre Schlussfolgerungen.

Unter den insgesamt 220 Studien identifizieren die Autoren 21

homöopathische und 8 allopa-thische Studien, die gemessen an ihren eigenen aufgestellten Kriterien einem höherem Stan-dard entsprechen. Danach fahren sie fort mit einer weiteren Auslese von angeblich größeren und methodisch hochwertigeren Studien (8 homöopathische und 6 konventionelle Studien), aus denen sie die Schlüsse für die gesamte Arbeit ziehen. Die Autoren geben keine Erklärung ab, wie sie den qualitativen Schnittpunkt bestimmten, anhand dessen sie die 14 benutzten Studien auswähl-ten, noch gibt es irgendwelche Quellenangaben zu den ausgewählten Fällen. ..."

Anmerkung der Übersetzer: Mittlerweile konnte herausgefunden werden, welche acht Studien zur vorliegenden Meta-Analyse verwendet wurden. Bei drei Studien wurden Komplexmittel verschrieben, in drei weiteren Studen das 'Wundermittel' Oscillococcinum zur unspezifischen Behandlungen grippaler Infekte und in zwei Fällen wurden Arn. bzw. Euphr. nach rein schulmedizinischen Gesichtspunkten verordnet. Wir können also guten Gewissens sagen: in keiner einzigen der ausgewerteten Studien wurden Arzneien nach homöopathischen Gesichts-punkten verschrieben."//

Antworten
sGchnixtzs


Für alle die ein Abstract der orginal Publikation lesen woll

Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy.

Shang A, Huwiler-Muntener K, Nartey L, Juni P, Dorig S, Sterne JA, Pewsner D, Egger M.

Department of Social and Preventive Medicine, University of Berne, Berne, Switzerland.

BACKGROUND: Homoeopathy is widely used, but specific effects of homoeopathic remedies seem implausible. Bias in the conduct and reporting of trials is a possible explanation for positive findings of trials of both homoeopathy and conventional medicine. We analysed trials of homoeopathy and conventional medicine and estimated treatment effects in trials least likely to be affected by bias. METHODS: Placebo-controlled trials of homoeopathy were identified by a comprehensive literature search, which covered 19 electronic databases, reference lists of relevant papers, and contacts with experts. Trials in conventional medicine matched to homoeopathy trials for disorder and type of outcome were randomly selected from the Cochrane Controlled Trials Register (issue 1, 2003). Data were extracted in duplicate and outcomes coded so that odds ratios below 1 indicated benefit. Trials described as double-blind, with adequate randomisation, were assumed to be of higher methodological quality. Bias effects were examined in funnel plots and meta-regression models. FINDINGS: 110 homoeopathy trials and 110 matched conventional-medicine trials were analysed. The median study size was 65 participants (range ten to 1573). 21 homoeopathy trials (19%) and nine (8%) conventional-medicine trials were of higher quality. In both groups, smaller trials and those of lower quality showed more beneficial treatment effects than larger and higher-quality trials. When the analysis was restricted to large trials of higher quality, the odds ratio was 0.88 (95% CI 0.65-1.19) for homoeopathy (eight trials) and 0.58 (0.39-0.85) for conventional medicine (six trials). INTERPRETATION: Biases are present in placebo-controlled trials of both homoeopathy and conventional medicine. When account was taken for these biases in the analysis, there was weak evidence for a specific effect of homoeopathic remedies, but strong evidence for specific effects of conventional interventions. This finding is compatible with the notion that the clinical effects of homoeopathy are placebo effects.

Cgetuxs


-> schnitzs

Der letzte Satz jedoch schmälert nicht die Kritik an dieser "Studie":

in keiner einzigen der ausgewerteten Studien wurden Arzneien nach homöopathischen Gesichtspunkten verschrieben."

sEchXnitxzs


und trotzdem ...

zeigt die Studie des Lancet sehr deutlich, dass der vermeintliche Effekt der Homöopathie wohl ein Placeboeffekt ist.

Das Verständnisproblem liegt wohl eher darin, dass die meisten Menschen gar nicht wissen, was man tatsächlich unter einem Placeboeffekt zu verstehen hat.

Und nur mal so am Rande: Die Homoöpathie ist bis heute jeglichen wissenschaftlichen Beweis über ihr physiologisches Wirkprinzip schuldig geblieben. Es gibt keine wissenschaftliche Arbeit, die auch nur in Ansätzen erklären könnte wie, wo und warum Homöopathie helfen soll.

Gruss

C3etus


nun ja...,

1. was nützt eine Studie für oder wider Homöopathie, wenn homöopathie-spezifische Kriterien nicht erfüllt werden

2. genügend Homöopathie-Anwender interessiert nicht die statistische Wirkwahrscheinlichkeit, sondern vertraut einfach der eigenen Erfahrung

Wer heilt hat schließlich Recht!

s+chnlitzxs


Wer heilt hat recht ...

.... stimmt und trotzdem beruht der "Erfolg" der Homöopathie auf dem Placeboeffekt und nicht einer wieviel 100fachen verdünnten Potenz einer Urtinktur.

Das was hier wirkt ist und bleibt alleine der Glaube man nehme einen Potenten Wirkstoff zu sich. Und genau dieses nennt man Placeboeffekt.

C'etxus


schnitzs,

und Punkt 1 vom Post 13:29 ?

1. was nützt eine Studie für oder wider Homöopathie, wenn homöopathie-spezifische Kriterien nicht erfüllt werden

Schön, zumindest konzidierst du einen Erfolg ;-)

NseueBrMaxtt


Fassen wir also zusammen

Es gibt keine wissenschaftlich relevanten, gut designten Untersuchungen der Homöopathie, etwas, was Homöofans immer wieder behaupten. Danke für diese Bestätigung.

Dass die Diskussion ansonsten beendet ist, wenn wir uns nicht darauf einigen können, dass und warum solche Untersuchungen nötig sind, ist eh klar.

Warum braucht es solche Untersuchungen?

Mir sagt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit viele Erkrankungen von sich aus überlebt, sonst wäre sie schon lange vor Erfindung jedwelcher Behandlungen, egal ob Homöopathie oder Allopathie ausgestorben. Insofern muss es massenweise Beobachtungen wundersamer Gesundungen geben, völlig unabhängig ob eine Behandlung statt findet oder nicht.

Was mich also interessiert, sind die Methoden, die über die normale statistische Wahrscheinlichkeit einer Selbstheilung hinaus zu Ergebnissen führen und da hat die Eigenerfahrung nahezu null Aussagewert. Aber diese Abstraktionsebene verstehen Homöopathieanhänger halt nicht.

C1et}uxs


Ach NeuerMatt,

du biegst dir deine Zusammenfassung nach eigenem Gusto!

Anmerkung der Übersetzer: Mittlerweile konnte herausgefunden werden, welche acht Studien zur vorliegenden Meta-Analyse verwendet wurden. Bei drei Studien wurden Komplexmittel verschrieben, in drei weiteren Studen das 'Wundermittel' Oscillococcinum zur unspezifischen Behandlungen grippaler Infekte und in zwei Fällen wurden Arn. bzw. Euphr. nach rein schulmedizinischen Gesichtspunkten verordnet. Wir können also guten Gewissens sagen: in keiner einzigen der ausgewerteten Studien wurden Arzneien nach homöopathischen Gesichts-punkten verschrieben."

Für meine persönliche Anwendung sind meine persönlichen Erfahrungen das Wichtigste.

K4u"rtb222


re

Wir können also guten Gewissens sagen: in keiner einzigen der ausgewerteten Studien wurden Arzneien nach homöopathischen Gesichts-punkten verschrieben

..anders ist es bei diesen Studien ja nicht erwünscht :-)

Das ist so als würde ich mir von einem Chirurgen einen Motorschaden beim Auto reparieren lassen und dann urteilen dass der Motor wohl nix is weils nix mehr wird ;-D

Vg

Kurt

NLeue:rWMatxt


Die Studien wurden größtenteils von Homöopathen gemacht

die wurden also nicht von Homöopathiegegnern absichtlich so angelegt, dass sie die Homöopathie versagen lassen.

Dieser Vorwurf sticht also nicht Kurt.

Oder behauptest Du jetzt, dass die Wissenschaftler einfach nur (absichtlich) die falschen Studien rausgesucht haben?

Wenn es also stimmt, dass sich die Homöopthie an sich nicht für die Art von wissenschaftlichen Untersuchungen eignet, die ich bevorzuge, dann stimmt gleichtzeitig eben auch, dass es keine beweisenden wissenschafltichen Untersuchungen gibt, etwas was immer wieder in Diskussionen behauptet wird.

Auf eine Sichtlinie sollten ihr euch da schon einigen in der Diskussion.

Also: Gibt es Studien, die wissenschaftlichen Erfordernissen genügen oder nicht? Kann es diese überhaupt geben?

Wie ich weiter vorne schon gesagt habe ist mir schon klar, dass für Euch die persönliche Anschauung die einzig wichtige ist (was sind die Trauben der Wissenschaft aber auch so sauer), aber ich habe erläutert warum ich diesem Weg nicht folgen kann.

C'et4us


->

Nicht erklärbar ist, warum inhaltlich der Post vom 11.09.05 13:11 in diesem Thread ignoriert wird.

Weiterhin ist festzuhalten, dass in der Studie über die Studien von Shang et al. kein Homöopath dabei war, warum eigentlich nicht?

Kyurt2x22


re

@Matt

Wir können also guten Gewissens sagen: in keiner einzigen der ausgewerteten Studien wurden Arzneien nach homöopathischen Gesichtspunkten verschrieben

ich denke dass ich da nix mehr zu sagen brauch :-)

Vg

Kurt

s)chn_itzxs


Cetus

Warum sollte darauf eingegangen werden, Cetus?

Ich denke, die Studie belegt mehr als eindeutig, dass der Effekt der Homöopathie ganz eindeutig auf dem Placeboeffekt beruht. Deshalb spielt es auch keine Rolle, ob Mittel nach homöopathischen Gesichtspunkten verschrieben werden oder nicht. Was bei der Homöopathie wirkt sind nicht irgendwelche Tropfen oder Globuli, sondern der Glaube desjenigen der nämliche einnimmt.

Um es noch einmal deutlih zu formulieren:

Der Glaube hilft - nicht Homöopathie.

Dieses ist auch als Placeboeffekt bekannt.

Gruss

sLcxhnitVzs


"Der Spiegel"

Aus "Der Spiegel"

Homöopathie beruht auf Einbildung

Eine medizinische Studie lässt kein gutes Haar an der Homöopathie. Die Präparate seien nicht besser als Scheinmedikamente ohne jeden Wirkstoff, erklärt ein Schweizer Forscherteam. Ärzte sollten ihren Patienten jetzt offen sagen, dass die Homöopathie ein Irrweg ist.

Tabletten: Homöopathie mit Placebo-Effekt vergleichbar

London - Das Urteil der Mediziner fällt vernichtend aus. Die Zeit für immer neuen Studien sei jetzt vorbei. Ärzte müssten ihren Patienten endlich offen sagen, dass die Homöopathie wirkungslos sei, heißt es in der aktuellen Ausgabe des britischen Fachblatts "The Lancet".

Bei der Homöopathie werden Pflanzen- und Mineralien-Extrakte eingesetzt. Die Verdünnung ist zuweilen so stark, dass sich rechnerisch kein Wirkstoff-Molekül mehr in dem Präparat befindet. Deshalb haben Mediziner die alternative Heilmethode von jeher kritisch beäugt oder schlicht als Scharlatanerie bezeichnet.

Ein Team um Matthias Egger von der Universität Bern hat jetzt 110 Homöopathie- mit 110 Schulmedizin-Studien verglichen. Die Forscher verglichen den jeweiligen Wirkstoff mit einem Placebo, einem Scheinmedikament ohne Wirkstoff. Zudem vergaben sie allen Studien eine Note, in die Teilnehmerzahl und Qualität der Studie einflossen.

Das Ergebnis: In "kleinen, weniger guten" Studien zeigten sowohl die Homöopathie als auch die Schulmedizin eher eine Tendenz zur Wirksamkeit. In den "großen, besseren" Untersuchungen erwiesen sich nur noch die Schulmedizin-Präparate als hilfreich, schreiben Egger und seine Kollegen in "The Lancet" (Bd. 366, S. 726).

Es gab demnach keine Hinweise mehr darauf, dass die Homöopathie besser war als das wirkstofffreie Scheinmedikament. Oder anders ausgedrückt: Die Wirkung der homöopathischen Präparate basierte, sofern vorhanden, auf Einbildung.

Das bedeutet freilich nicht, dass sie in jedem Fall wirkungslos sind. Denn Scheinmedikamente können beispielsweise im Gehirn die Ausschüttung von körpereigenen Schmerzmitteln anregen oder die Hirnaktivität zur Vermeidung unangenehmer Gefühle steigern. Placebos sind unter Schulmedizinern zwar offiziell ein Tabu, werden aber, wie Studien bereits zeigten, im medizinischen Alltag verbreitet eingesetzt.

Ein Kommentator des "Lancet" fand deutliche Worte: Missstände in der konventionellen Medizin führten bei den Patienten zu einem Verlangen nach alternativen Therapien. Diese Einstellung sei "eine größere Gefahr für das Wohlergehen der Patienten als fehlgeleitete Argumente über den angeblichen Nutzen absurder Verdünnerei". Ärzte sollten gegenüber sich selbst und ihren Patienten ehrlich sein - sowohl über "den fehlenden Nutzen der Homöopathie als auch über die Fehler der Schulmedizin".

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