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Bezieht ihr Eure Medikamente noch über die normale Apotheke?

RAebecxca


Ich denke man sollte überlegen, was man damit tut, übers Internet zu bestellen, welche Folgen das hat.

Die Folge ist nämlich, daß Apotheken schließen werden. Auf rund 1/4 kann der Staat (si die Politiker) verzichten, ohne daß die Versorgung eingeschränkt wäre. Tatsächlich schrieben im letzten Quartal aber (hat mir gestern eine Dame von BAYER gesagt) rund 1/3 der Apotheken rote Zahlen.

Es ist eine einfache Entscheidung: Will ich weiterhin die Möglichkeit haben schnell mein Medikament zu bekommen?

Will ich beraten werden und über Risiken aufgeklärt werden? Oder will ich mein Medikament demnächst bei Aldi an der Kasse aufs Band legen? Ohne daß es irgendeinen interessiert ob ich es vertrage oder daran krepiere? Das ist meiner Meinung nach die Realität. Und wer schützt im Internet vor Arzneimittelmißbrauch? Niemand.

Wer hört da zu?

Und noch etwas sollte man bedenken: Wo geht ihr hin, wenn ihr irgendwo her ein Blutzuckergerät gekauft habt, aber Probleme bei der Anwendung habt? In die Apotheke. Keine andere Branche ist so doof das zu tun. Soll das Internet das doch tun, und die verstellten Einstellungen wieder richtig stellen. Oder geht ihr nach Saturn um ein Gerät zu reklamieren daß bei Quelle gekauft wurde?

Teilt man das Gehalt der Angestellten durch die Zahl der Patienten die sie am Tag schafft, so verursacht jeder Patient etwa 3,70€ Kosten. Die kommen ganz bestimmt nicht wieder rein, wenn derjenige dann nach 15min Beratung ein Nasenspray für 3€ kauft, die Umschau mitnimmt (die auch Geld kostet) und dann fragt, warum er denn keine schöne Creme geschenkt kriegt sondern nur ein paar Taschentücher.

Am besten NUR die Unschau holen, und dann nach ner Probe verlangen. Das erlebe ich etwa 30x am Tag und trotzdem finde ich das nur dreist.

Wer geht schon zum Becker, lässt sich ne Scheibe Wurst zum Probieren geben und sagt: Schauen sie mal, die hier hab ich vom Aldi.

Rseb~excca


Nachtrag

Und WARUM kann der Arzt eine Beratung abrechnen, die Apotheke aber nicht?

WARUM fragt Ihr denn nicht alle einfach den Arzt oder das Internet? Warum lasst Ihr Euch von mir beraten um dann im Internet zu kaufen? Und WARUM bitte verlangen solche Menschen, die an meinem Job nagen noch Freundlichkeit und die Zeitung?

Wie hören uns gerne Eure Probleme an. Und wir geben an Proben was wir haben. Wir machen weiterhin auf die Risiken von Aspirin für Asthmatiker und Magenempfindliche aufmerksam. Täglich versuchen wir Abführmittel- und Nasensprayabhängigkeit einzudämmen und stimmen Ärzte um wenn auf dem Rezept mehr Unverträglichkeiten oder längst aus dem Verkehr gezogene Mittel stehen als alles andere. Aber verarschen - können wir uns selber.

C+etuxs


Hallo Rebecca,

bis zu einem gewissem Maße kann ich dich verstehen. Aber nur bis zu einem gewissem Maße! Festzuhalten ist doch, dass Apotheken bei den bisherigen Gesundheitsreförmchen die relativen Gewinner sind, weil Verordnungsverluste im rezeptpflichtigen Bereich sehr gut kompensiert wurden durch frei verkäufliche Medikamente. Und die von dir angeklagte kostenfreie Beratung ist doch gleichzeitig eine verstärkte Patientenbindung. In der Regel steht doch am Beratungsende der Verkauf eines Medikamentes. Frage mal einen Handwerksmeister, wie häufig er seitenlange Kostenvoranschläge schreibt, die NICHT in einen Auftrag münden! Letztlich ist die Beratung lt. Untersuchungen in den Apotheken mangelhaft. Studien und wiederholte Untersuchungen haben dies genügend bewiesen. Der Unmut von Patienten basiert auch auf hochpreisliche Medikamente. Man erkläre mir mal, warum ich in Leverkusen für Aspirin einen doppel bis dreifachen Betrag zahlen muss als in Spanien! Sicher, in diesem speziellen Fall nicht die Schuld der Apotheker, aber ein unbefriedigender Zustand für Patienten. Hast du dich mal gefragt, wie sich zum Beispiel Drogisten fühlen, die ihre Geschäfte schließen müssen, weil Apotheken durch eine langsame aber sukzessive Produktübernahme ihre Existenz vernichten?!

Apotheken kompensieren die Entwicklung durch eine Verbreiterung ihres Angebotes. Cholesterinmessungen, Haarmineralanalyse, sowie weitere individuelle Laborleistungen zählen mittlerweile zum Alltag. Nicht jede Branche im Gesundheitswesen hat diese Kompensationsmöglichkeit! Und wenn Apotheken fordern, keinen Anpassungsprozess in der neuen Gesundheitslandschaft engehen zu müssen, wäre dies vermessen.

Nochmal: denke mal über die alten Drogerien nach mit ihrem Produktsortiment und ihrem ausgiebigem Beratungsservice, wo sind sie geblieben...

CTetxus


...auch ein Nachtrag

Warum lasst Ihr Euch von mir beraten um dann im Internet zu kaufen?

Viele Apotheken haben mittlerweile beides: Internetversand und stationäre Apotheke. Google hilft da weiter

[[http://www.google.de/search?sourceid=navclient&hl=de&ie=UTF-8&rls=GGLD,GGLD:2005-14,GGLD:de&q=versandapotheke]]

REebpe3cca


Auch wir haben beides, einen Verkaufsraum, und eine Internetseite wo man bestellen kann. Aber deutsche Apotheken können mit Doc Morris etc bei Preisen einfach nicht mithalten.

Daß mit Blutuntersuchungen und kosmetischen Anwendungen andere Verluste wieder reingeholt werden können, glaube ich nicht. Ich messe selbst kompressionsstrümpfe an, messe Cholesterinwerte, Venenfunktion, Blutzucker, HbA1c usw. Aber wenn man an der Messung verdienen wollte, müsste man die viel teurer anbieten. Ein Beispiel: Unser teuerster Test kostet 15€, und ist somit Magnet für viele Preisbeschwerden. Er beinhaltet Gesamtcholesterin, HDL, Non-HDL, Triglyceride, LDL, Blutzucker und den Artereoskleroserisikofaktor. Allein die Testkassette kostet etwa 10€ im Einkauf. Da ist der ganze Kleinkram von Kapillaren, Handschuhen, Testmaterial für die wöchentliche Überprüfung des Gerätes etc nicht drin. Aber hauptsache Apothekenpreise.

Daß Arzneimittel in Deutschland teuer sind, weiß ich auch. Aber da das Geld nicht in der Apotheke bleibt, können diese da nicht wirklich viel dran tun. Es stimmt nicht, daß die Freiverkäufe in dem Maße gestiegen, wie Rezeptverordnungen gesunken sind.

Und das sind Gründe dafür, daß ich eine Anpassung verlange. Nicht KEINE Anpassung, wie oben vermutet.

Ich denke nicht, daß die Apotheken die Drogerien kaputt gemacht haben, sondern die Supermärkte. Oder kauft Du Deine Seife und Klopapier in der Apo? Und wo wir bei drogerien sind: Ich möchte nicht, daß es den Apotheken genauso ergeht wie den Drogerien, ich möpchte nicht an der Kasse der Schleckerapotheke arbeiten. Ich möchte, daß etwas für die Beratung der Apotheke getan wird.

Studien belegen übrigens genauso daß Handwerker zu viel berechnen, oder berechneter Service nicht geleistet wurde. Wirst Du in Deiner Apotheke schlecht beraten?

Dann sollte man vielleicht an dem Auswahlverfahren der überlebenden Apotheken was ändern. Es werden wenn es so weiter geht die Apotheken überleben, die die Medikmente mal eben über die Theke schieben und dazu eine tolle Creme verkaufen. Die Masse der Patienten macht es. Wieviel Geld ginge einer solchen Apotheke verloren, wenn sie noch lang beraten würde? Es sind nicht die Supermarktapotheken, denen es schlecht geht. Diese boomen. Es sind die kleinen, wo jeder Patient noch ein Gesicht und einen Namen hat, wo man sich die Zeit zur Beratung nimmt. Diese Apotheken werden eingehen, wil sie diesen Service umsonst bieten. Als ich noch nicht in einer Apo gearbeitet habe sind wir immer in eine kleine Apotheke gegangen, wo uns aber auch immer geholfen wurde, wo wir uns wohlgefühlt haben.

Und in solche Apotheken sollte man auch gehen. Aber leider sind dies die teureren, weil die nicht 1000 Duschgele ordern können, sondern vielleicht nur 3.

Ich selbst arbeite übrigens in einer von der ich denke, daß wir überleben werden. Wir sind nicht klein, und Beratung hat bei uns trotzdem Detail. Zwar wird man oft vom Patienten angemuffelt, wenn man bei jedem Nasenspray und jeder Aspirin auf Nebenwirkungen oder Risiken aufmerksam macht, aber wenn man möchte, daß zukünftige Tests besser verlaufen kann man nur bei sich selbst anfangen. Die Preise versuchen wir einigermaßen niedrig zu halten, indem mehrere Apotheken in der Stadt einige Sachen gemeinsam einkaufen, und somit so zun als seien sie größer. Gestern zB. habe ich mit einem Chef einer anderen Apotheke zusammen Asthma- und Allergieberatung in einer Einkaufszone betrieben. Natürlich sind das nicht UNSERE Kunden, und verkauft haben wir da auch nichts, aber den Namen "Apotheke" ins Gedächtnis zu rufen kann letztendlich nicht schaden. Und für eine Apo alleine wären solche Aktionen schlichtweg zu teuer.

Die Bindung durch Beratung erfolgt hoffentlich, aber leider immer seltener. Wie gesagt, in dr Apo beraten lassen und dann im Internet kaufen.

RWebe;cca


Apothekenpreisstudie

Es gibt nen tolles Beispiel:

In Wuppertal kam (als man mit Rezepten noh Geld gemacht hzat) ein Apotheker auf die Idee, seine Kosmetika günstiger zu verkaufen, als die anderen Apotheken, damit die Leute zu ihm kommen und mit der Creme hoffentlich auch Medikamente kaufen. Natürlich sind alle anderen im Preis mitgezogen, und seither werden Vichy, Eucerin und Co in Wuppertal Innenstadt zum Einkaufspreis und teilweise darunter verkauft.

Der Effekt ist der folgende: Man hat die passanten gefragt, ob sie mehr, oder weniger für ihre Kosmetika bezahlen als sie woanders bezahlen würden. Das Ergebnis: Die Wuppertaler glauben, die Apotheken würden ihre Kosmetika überteuert verkaufen, denn schließlich hätten die ja Apothekenpreise. Nee, alles klar.

C eDtuxs


Hallo Rebecca,

für die Gesamtbeurteilung "des Problemes" wollen wir mal aus repräsentativen Gründen einen Querschnitt der Testergebnisse verwenden; und das sieht einfach nicht gut aus, wie unten ersichtlich.

Drogerien/Drogisten: deine Frage wo ich mein Toilettenpapier kaufe ist eine rhetorische (!) und Schlecker und Co. haben sich erst später etabliert, das kann man zeitchonologisch nachweisen.

[[http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22951]]

[[http://www.stiftung-warentest.de/unternehmen/presse/radiobeitraege/audio,1904.html]]

[[http://www.berlin-ne.ws/medizin10/apotheken_test.htm]]

[[http://www.verbrauchernews.de/artikel/0000016408.html]]

[[http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2005/09/08/159a0807.asp?cat=/medizin/adipositas]]

[[http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=3226&t=]]

Rweblecca


Ich vermisse den Testkauf, wo eine rundliche Dame ein Rezept mit einem Schlankmacher einreicht, und wo fast alle Apotheken durchgefallen sind, da die nämlich nicht gefragt haben, ob die entsprechende Dame schwanger sei. Schließlich durfte man dieses Präparat bei Schwangerschaft nicht nehmen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir darüber philosophiert haben, was wohl passiert, wenn wir jede rundliche Dame beim Arzneikauf frage, ob sie Schwanger ist. Nacht Mattes. So gesehen müsste ich das aber auch bei jeder Aspirin fragen.

Ja, natürlich war die Frage nach dem Klopapier rhetorisch. Davon mal abgesehen, daß die meisten Zahnbürsten und Tempos auch in der Drogerie gekauft werden, und wir dort im Preisvergleich niht teurer sind.

Abnehmen bei Kindern gehört auch kaum in eine Apotheke. Für erwachsene bieten wir aber Abnehmkurse (mit und ohne helfenden Pülverchen) und Nordic Walking an. Es geht also auch anders, als immer das neueste Präparat aus der Werbung zu verkaufen. Bleibe ich also dabei: Die stärken die es bringen, und die anderen fallen lassen.

Heute übrigens bin ich selbst in einer Apotheke gewesen um etwas zu besorgen. Ich kenne dort einige und habe mit guter Beratung gerechnet. Der Kerl den ich da erwischt habe, hatte allerdings keine Ahnung von gar nichts, und ich habe mich gefragt, wozu der eigentlich studiert hat. Gut, zugegeben, Kosmetika tauchen im Studium nicht auf, aber zumindestens genügend Kompetenz um an eine schminkbegeisterte Kollegin zu verweisen hätte ich schon erwartet. Aber der Herr wußte schließlich alles besser und versuchte mir einen Kajalstift als Mascara zu verkaufen. Meine Güte, man kann ja nicht alles wissen. Aber auf die Idee freundlich an einen "Spezialisten verweisen" sollte jeder nicht allzu eingebildete Tropf kommen können.

CJetuxs


Hallo Rebecca,

dann liegst du mit deiner Anekdote in der Gesamtbeurteilung ja gar nicht so schlecht... ;-)

Und du weißt doch besser als ich, dass nur ein Teil der in Apotheken vertriebenen Artikel einer Beratung bedürfen!

Es ist völlig legitim für eigene Interessen einzutreten, aber im Eingangspost wurde nicht unterschieden zwischen im Ausland ansässigen Versandapotheken wie Doc Morris, sondern generelle Lieferangebote von Versandapotheken, auch inländische. Das Internet bietet hier nur eine vergrößerte Vergleichsplattform und erspart mir 100 Telefonate in enger und weiterer Umgebung.

Was glaubst du wie viele Menschen sich in einem Fachhandel detailliert beraten lassen um dann in einem Discounter zu kaufen? Bei SATURN kannst du das vielfach täglich erleben. Dieses veränderte Käuferverhalten kann auch nicht vor Apotheken halt machen; und du hast meine Annahme, an Apotheken sind die bisherigen Gesundheitsreformen äußerst glimpflich abgelaufen, nicht plausibel entkräften können. Apotheken sind heute weitgehendst Medikamentenverkäufer und nicht mehr -hersteller.

Kaum wird noch gerührt, geschüttelt, gemischt, also individuell hergestellt. Ein paar Naturheilkundler mit Tee- oder Hautärzte mit Salbenmischungen fallen da kaum noch in Gewicht. Somit ist der Verdienst für den Griff unter die Ladentheke doch nicht soooo schlecht, oder?

Wie ich schon mal schrieb: Beratungen münden in Apotheken doch häufigst in einen Verkauf, was nicht jeder Fernsehhändler - siehe Saturn-Beispiel - und andere Handwerker behaupten können. Und nicht zu diskutierende Festpreise gibts nicht mehr, Gott und Internet sei Dank, auch in Apotheken nicht.

Zum Ausgangsthema zurückkehrend: schaust du bei deinen Einkäufen ob alles Made in Germany ist um innländische Arbeitsplätze zu erhalten, oder doch eher auf den Preis? Sind deine Kaufentscheidungen immer von dem Ansinnen beseelt, deutsche Handwerker und deutschen Produkte zu bevorzugen, auch wenn sie mehr kosten?

Eine Frage die ich gerne aktiven Gewerkschaftlern auch mal stellen würde!

Alle denke nur an sich, nur ich...ich denke nur an mich.

RBebeecca


etwa 1000

Rezepturen stelle allein ich im Jahr her. Hab da meine persönliche Strichliste, bin aber nicht immer am Mischen, da fehlt einfach die Zeit zu.

Die Frage ist glaube ich weniger, ob die Sachen einer Beratung bedürfen, oder ob derjenige die Beratung haben will. Fast jedes Mittel hat irgendetwas, was es zu beachten gibt. Und wenn es ein simples Eisenpräparat ist. Andererseits hören die Leute einem eh nicht zu. So antwortete mir mal einer auf die ewige Frage von wegen Aspirin und empfindlicher Magen nicht erlaubt:"Nein nein, ich bin kerngesund. Aber manchmal hab ich magenschmerzen und da nehm ich immer Aspirin für." A´ber zuhören können die Leute auch sonst nicht, das hat wenig mit Apotheke zu tun. "Möchten sie eine Tüte dazu?" "Nein, danke. Aber ham se denn keine Tüte, oder wie soll ich das denn sonst tragen?"

Und ja, es gibt Apotheken die (verbotenerweise) keine Rezepturen mehr machen und auch keine Tees mehr machen. Deshalb kommen die ja alle zu uns. Rezepturen lohnen sich statistisch gesehen nämlich nur, wenn man dafür weniger als 10min braucht, und das ist Utopie.

C}etuNs


Rebecca,

unsere Argumente haben unterschiedliche Perspektiven: du leitest sie zu häufig aus deiner Apotheke und deiner Arbeit ab. Ich jedoch meine eine allgemeine Lage und Entwicklung; und dabei sind persönliche Anekdoten nicht so hilfreich, so aufbauend sie bei diesem Thema auch sein mögen.

Gibt es für deine Aussage: ..."Apothekensterben" so oder ähnlich - hier irgendwo in deinem Post gelesen -, eine nachlesbare Grundlage?

Als ich noch nicht in einer Apo gearbeitet habe sind wir immer in eine kleine Apotheke gegangen, wo uns aber auch immer geholfen wurde, wo wir uns wohlgefühlt haben.

Und in solche Apotheken sollte man auch gehen. Aber leider sind dies die teureren, weil die nicht 1000 Duschgele ordern können, sondern vielleicht nur 3.

unrealistisches Beispiel, die kauf' auch ich nicht in einer Apotheke und wahrscheinlich auch du nicht!

Meine Grundmeinung und das Fazit zu diesem Thema: Apotheken sind bei den bisherigen Reförmchen des Systems die Gewinner. Patienten und Ärzte die Verlierer. Die herstellenden Globalplayer ausgenommen...leider.

RTebeccxa


Habe nicht den kompletten Text gelesen

Interessanterweise ist es aber dennoch so, daß egal wen Du aus einer Apotheke fragst, er Dir ähnliche Antworten geben wird. Wann immer es Foren, Schulungen oder Artikel in der Fachpresse zu dem Thema gibt, wird die Beratung, der persönliche Kontakt und zugegebenermaßen die sich daraus ergebenden Zusatzverkäufe als Überlebensmethode der Zukunft angesehen. Bei letzterem gibt es noch den Unterschied zwischen denen, die "niemandem etwas aufschwatzen" wollen und den Zusatzverkauf einfach nicht tätigen, und denen die es mehr oder weniger konsequent tun.

Ich kenne keinen, der nicht sagt: Wir müssen noch mehr tun, und wir tun heute schon was wir können, damit....

Nun kann man sagen, dies sei wieder eine sehr einseitige Behauptung, weil es sich noch immer um meine eigenen Erlebnisse handelt; und vielleicht Mitarbeiter die schlecht beraten keine Fortbildungen oder Foren besuchen. Somit könnte es sein, daß mir deren Meinung gar nicht erst begegnet.

Unwahrscheinlich wäre das bei der Masse der Menschen aber schon.

So oder so bleiben exakt 2 Möglichkeiten, die ich hier nennen, aber definitiv nicht ausdiskutieren werde:

ENTWEDER die meisten Apotheken sind nicht so schlecht/teuer wie ihr Ruf,

ODER die breite Masse der Apotheker redet viel und gern darüber was sie gerne wäre, investiert Geld in ihre Zukunftsvisionen, setzt davon aber nichts um.

h@ein,maOtt


versandapotheke ist eine Alternative

Ach tun mir die Apotheker so leid. Ich kaufe mir mittlerweile meine Medfikamente nur noch bei meiner Versandapotheke: Doc Bestendonk. Nein nicht Holland, dennoch ist sie günstiger als Doc Morris. Beraten werden kann ich dort auch. Ich wohnwe in dwer Nähe des Auslands, da sind viele Medikamente billiger.

k-ettexnrGalxf


danke - billiger ist ja recht

aber auf ein antibiotika will ich keine 3 tage warten

da ist dann der alter apotheker an der ecke wieder recht

T%he L;orxd


wobei...

Im letzten Nachtdienst bin ich mal wieder angemeckert worden, weil ich die 2,50 Notdienstgebühr kassiert habe (der Arzt hat natürlich 'vergessen', noctu anzukreuzen, typisch halt).

Der Kommentar von der Kundin lautete in etwa 'sonst bestell ich ja alles im netz, hier ist eh alles zu teuer'. Was soll man davon halten? Ich kann mir sicher auch was besseres vorstellen, als den Abend und die Nacht in einer Apo zu verbringen. Bin mal gespannt, wie solche Themen künftig in der Presse gehandhabt werden und von Schlecker und Co. ausgeführt werden.

Ich meine, das muß man sich mal geben. Eine holländische Versandapotheke kann sich aussuchen, für was es sich lohnt, zu versenden. Grundsätzlich keine Rezepturen, keine Impfstoffe, keine Btm's, kein Nachtdienst, einigermaßen lukrative Rosinen.

Und dann kommen diese Versandkunden in die örtliche Apo, um die Fragen loszuwerden, die per E-Mail nicht beantwortet werden. Dreist.

Um eines klarzustellen: Ich arbeite zwar ab und an in einer Apo, aber nicht hauptberuflich und habe daher sicher keine Zukunftsangst oder akutem Arbeitsplatzverlust. Aber was der deutsche Geiz-ist-geil-Kunde noch so alles will - ich bin gespannt.

Gruß

Kyranor

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