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Heilpraktiker oder Homöopath?

TaerraOn`er


Re:

Das alleinige Praktizieren von dubiosen Heilmethoden würde es sicherlich in den Griff bekommen.

So kann man es auch formulieren. ;-)

_4demoslanxt_


beka

Eben weil die Psyche des Menschen ein Stück weit unergründlich ist und wir sie nie ganz verstehen werden.

Die Frage ist eben, wie finden wir mit den normalen empirischen Mitteln raus, was schrott ist und was eben nicht? Eine schwere Aufgabe in der Psychiatrie! :-/

Aber ich werde versuchen mich drum zu kümmern. ;-D

_Mdemonlanxt_


dass diese Branche wegen dubioser Behandlungsmethoden komplett eingestampft gehört.

Das glaube ich nicht! Denn trotz ihrer eher schwachen "Erfolge", hilft sie Menschen, die ansonsten ein noch leidvolleres Leben führen würden. Die Psychiatrie ist ein so wichtiger Bestandteil in unserer heutigen Gesellschaft, dass ein einstampfen eben bittere Konsequenzen haben würde. Besonders in einer Gesellschaft, deren abnormale psychischen Leiden immer weiter zunimmt...

NweuegrMaxtt


Psychiatrie

dass es nicht wenige gibt, die der Meinung sind, dass diese Branche wegen dubioser Behandlungsmethoden komplett eingestampft gehört

z.B. Scientology, Psychiatriekritik gehört zu deren Masche, entsprechende Vereine zu den Tarnorganisationen.

Ich erinnere mich an eine Schilderung von Hoimar von Ditfurth, der noch psychiatrische Einrichtungen ohne adäquate Medikation erleben durfte. DAS waren Höllen, für die Betroffenen wie für die Betreuer.

_odemol^antx_


Außerdem...

...bevor wir die Psychiatrie einstampfen, gibt es genug andere Dinge zu tun ;-)

bMi<la


@demolant

Genau diese Argumentation (trotz schwacher Erfolge hilft es Menschen, ist Bestandteil unserer Gesellschaft, ...) Lässt sich 1:1 auf die Naturheilkunde übertragen ;-)

LG

Bila

_rdsemolRant_


Naturheilkunde ist wieder etwas anderes als Homöopathie.

Außerdem ist die Wirksamkeit von den meisten Psychopharmaka bewiesen. Das einzige Problem, das die Psychiatrie hat ist, dass sie nur selten die Ursachen bekämpfen kann und hier jediglich Linderung verschaffen kann. Das ist aber vielleicht irgendwann möglich...

Die Wirksamkeit bestimmter alternativmedizinischer Methoden ist noch nicht mal ansatzweise Nachgewiesen.

_9demo5lantx_


Aber hier ging es ja momentan um den Vergleich von Heilpraktiker und Arzt. Deshalb wäre eine Grundsatzdiskussion nicht gerade angebracht.

Bila, würdest du sagen, dass du als fertiger Heilpraktiker soviel schulmedizinisches Wissen (abgesehen von Physik und Chemie) hast, wie ein Arzt?

b>ilxa


kommt definitiv auf das Fachgebiet an! der Beruf des HP ist darauf ausgelegt möglichst breitgefächert zu sein.

Man ist also in gewisser Weise ein Hausarzt. Mit Orthopäden, Neurologen, Urologen (etc.) könnt ich es natürlich in ihren Gebieten niemals aufnehmen. Aber zum Beispiel was Blickdiagnose, Zusammenhänge von Symptomen (ich rede von Schulmedizin), allgemeine körperliche Untersuchungen (auch hier, keine Spezialdiagnostik) und z.T. auch Labordiagnose anbelangt denk ich schon dass ich gleich fit bin. Kann aber nur von mir persönlich sprechen und nicht von HP's allgemein.

Der Vorteil des HP ist, dass er meist mehr Zeit hat als ein Arzt und so die Chance hat, die Patienten auch bei Schnickschnack-Krankheiten gründlich zu untersuchen. Da kommt einiges zu Tage, was man so nicht als Ursache vermutet hätte... Wobei ich zugeben muss, dass viele HP's sich diese Chance entgehen lassen.

_\demoUlantx_


Also sagst du, dass du es mit einem Hausarzt aufnehmen kannst.

byiBla


auch da kommts wieder auf die Krankheiten/das Gebiet an.

Wie bereits gesagt, der Grosse Vorteil ist die Diagnose.

Wenn einer wegen Erkältungen/Anginen kommt kann ich als HP eine Ganzkörperuntersuchung und Befragung machen (Patient bezahlt ja meist für die Zeit).

Dabei kann rauskommen dass er an unerkanntem Diabetes leidet. Oder einer nicht erkannten Schilddrüsenunterfunktion. Oder an XY. Natürlich würde das ein Arzt auch erkennen, hat aber oft die Zeit (leider manchmal auch die Lust) nicht, diese Dinge abzufragen (in dem man zum Beispiel nach anderen allgemeinen Dingen wie Appetit, Stuhlgang, Konzentrationsfähigkeit, Schwitzen,...) oder auch zu untersuchen (einfache und äusserst preisgünstige Dinge wie Urinstix werden nicht genutzt, Bauchabtasten oder Niere abklopfen hab ich selten erlebt).

Deine Frage lässt sich also nicht so leicht beantworten. Ich versuchs mal so:

Mit einigen Hausärzten kann ich es durch ihr eigenes Verschulden aufnehmen, bin zum Teil sogar besser dran.

Wenn sich der Arzt aber wirklich (!) Zeit nimmt, eine gscheite Anamnese macht, Basisuntersuchungen (zu denen gehört eben nicht nur Herz/Lunge abhören) durchführt und dann nicht nur was auf seinen Rezeptblock kritzelt, dann ist er mir überlegen.

_odemola/ntx_


Wenn einer wegen Erkältungen/Anginen kommt kann ich als HP eine Ganzkörperuntersuchung und Befragung machen (Patient bezahlt ja meist für die Zeit).

Die beste Befragung hilft nicht, wenn man feststellen muss, ob es sich um eine bakterielle oder virale Entzündung des Halses handelt. Nur ein Beispiel. Für die Wissenschaftsmedizin ist dies sehr wichtig.

Wenn sich der Arzt aber wirklich (!) Zeit nimmt, eine gscheite Anamnese macht, Basisuntersuchungen (zu denen gehört eben nicht nur Herz/Lunge abhören) durchführt und dann nicht nur was auf seinen Rezeptblock kritzelt, dann ist er mir überlegen.

Inwiefern das wirklich ausschlaggebend ist, kann ich nicht beurteilen, aber ein Problem ist es sicherlich. Also meine Hausärztin hat sich ziemlich lange für mich Zeit genommen. Jedenfalls hatte ich am Ende keinen Klärungsbedarf mehr.

Man kann sich ja mal fragen, warum sich manche Ärzte die Zeit einfach nicht nehmen können, um den Patienten ausführlich zu befragen!

Inwiefern wenden die Heilpraktiker eigentlich Laboruntersuchungen an und müssen diese vom Patienten selbst gezahlt werden?

b;ila


für den HP ist es auch wichtig ob eine Angina bakteriell oder viral bedingt ist, das kriegst du aber durch die Untersuchung raus (jaja, auch ganz offiziell schulmedizinisch, man würds kaum glauben). Dies macht der HP im Rahmen der Ganzkörperuntersuchung natürlich auch.

Es ist meiner Meinung nach mehr als traurig, dass wirklich die einfachsten Dinge von vielen Ärzten nicht angewendet werden. Und da kann mir niemand erzählen Urinstix wären zu teuer oder zu aufwändig! Wenn ich meiner Ärztin ausdrücklich sagen soll, sie möge doch bitte in mein Ohr schauen bevor sie ein AB aufschreibt (wenn ich mit dem Problem der plötzlichen Schwerhörigkeit zu ihr komm) ist das einfach nur ne Katastrophe. Genauso wenn ich als Patient gefragt werde, ob ich eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung habe (alles schon passiert). Oder wenn ich der Ärztin erklären muss warum Kortison bei einem Scheidenpilz kontraindiziert wäre. Oder ich den Arzt bitten muss, nach Scharlach doch bitte mal das Herz abzuhören.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Das sind einige negativ Beispiele, mit denen will ich aber nicht sagen, dass Schulmedizin blöd ist und Naturheilkunde viel besser. Ich bin immer noch dafür, beides anzuwenden.

Nur sind das alles Dinge, die wie gesagt nix kosten und keine Zeit brauchen, trotzdem werden sie von sehr sehr wenigen Ärzten angewendet. Schade!

Laboruntersuchungen sind auch in der HP Praxis sehr wichtig. Viele führen die Blut-/Urinuntersuchungen im eigenen Labor durch (oder schicken es an ein anderes Labor), andere weisen die Patienten für's Labor an einen Arzt weiter. Das Problem ist wie du sagst, dass beim HP diese Untersuchungen meistens selber bezahlt werden müssen.

Natürlich gibts auch viele HP's die sich mehr darauf spezialisiert haben, Krankheiten welche bereits diagnostiziert wurden zu behandeln. Aber viele sind wirklich im Sinne eines Hausarztes tätig und machen ihre Arbeit seriös und gut.

_LdemUolantx_


Ich denke solche Kappen, die du erwähntest, gibt es bei den Heilpraktikern sogar noch mehr.

für den HP ist es auch wichtig ob eine Angina bakteriell oder viral bedingt ist, das kriegst du aber durch die Untersuchung raus (jaja, auch ganz offiziell schulmedizinisch, man würds kaum glauben). Dies macht der HP im Rahmen der Ganzkörperuntersuchung natürlich auch.

Wie denn?

Ich bin immer noch dafür, beides anzuwenden.

Von mir aus! Aber ich persönlich geh am liebsten zu dem Therapeuten, der sich Zeit für mich nimmt und am besten ausgebildet ist. Das sind für mich nunmal die Ärzte und auch unter ihnen gibt es welche, die sich Zeit nehmen.

_ demo#lantx_


Ich war beispielsweise mal in einer Privatpraxis. Er hat zwar den 8fachen Satz verlangt aber gehörte zu den besten in seinem Fachgebiet in Europa! Er hat sich für mich 1 Stunde Zeit genommen. Sieht man mal, was Ärzte machen können, wenn sie ihre Leistungen bezahlt bekommen ;-)

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