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Kann Johanniskraut Allergien auslösen?

c|lemexnz hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle!

Ich hab mal eine Zeitlang Johanniskrautkapseln genommen (ein paar Monate). Ich hab auf die Kapseln immer "fieberhaft" reagiert (heisse Stirn). In derselben Zeit bekam ich eine Hautallergie. Ich kann jetzt keine Armbanduhr mehr tragen, weil ich ansonsten einen Hautausschlag bekomme. Das ganze wandert dann auf die Augen über.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Antworten
b ernxd


@clemenz

Grundsaetzlich kann jede pflanzliche Substanz Allergien ausloesen. Bei Johanniskraut kommt noch hinzu, dass die Haut photosensibilisiert wird. Man sollte daher bei der Einnahme von Johanniskrautpraeparaten starke Sonnenbestrahlungen oder Solarien meiden, da es sonst zu Hautreaktionen kommen kann.

R8ebexcca


bernd

Stimmt, brauche ich das nicht mehr zu schreiben.

Letztes Jahr zog man in Erwägung, Johanniskraut der Verschreibungspflicht zu unterziehen. Man hat es gelassen. Andererseits gibt es sogar Studien dazu, daß das Hypericin bakteriostatisch wirken soll (wo doch der Anteil an Hypericin SOOOO hoch ist... ). Aus diesem Grund empfiehlt eine Ärztin aus meinem Umkreis kein AM mehr, in dem auch nur Anteile von Johanniskraut drin sind: Es könnte ja die Darmflora durcheinanderbringen (Wenn es da überhaupt unverdaut ankommt).

p;andKorxa


Wechselwirkungen

Letztes Jahr zog man in Erwägung, Johanniskraut der Verschreibungspflicht zu unterziehen. Man hat es gelassen.

Bei der Unterstellung in die Verschreibungspflicht geht es vor allem um die zahlreichen Wechselwirkungen, die Johanniskraut macht.

Zum Beispiel gibt es Wechselwirkungen mit Immunsuppressiva (z.B. nach Organtransplantationen). Patienten stiessen die neuen Organe ab. Ebenso schwächt Johanniskraut die Wirkung der Pille ab. Es hat auch eine Gehaltsbeschränkung für freiverkäufliche Johannniskrautpräparate gegeben (also die aus dem Reformhaus oder Drogerie).

Das, was man noch ausserhalb der Apotheke kriegen kann, ist hoffnungslos unterdosiert.

GRilgaAmesxch


@ pandora

Das, was man noch ausserhalb der Apotheke kriegen kann, ist hoffnungslos unterdosiert.

Schon mal was davon gehört, daß man Johanniskraut auch getrocknet außerhalb der Apotheke bekommen kann? Zum Beispiel zur Teebereitung? Oder soll man pandoras Kommentar so verstehen, daß man besser auf verschreibungspflichtige Medikamente zurückgreifen soll? Es hat sich ja herumgesprochen, daß Medikamente umso besser wirken, je teurer sie sind. Was nichts kostet, taugt ja bekanntlicherweise nichts.

Bei pandora ist offenbar so ziemlich alles hoffnungslos...

Rqebecbca


Gilgamesch

Schon mal was davon gehört, daß pflanzen, die an unterschiedlichen Standorten (Sonne, Wasser) aufwachsen, unterschiedlich hohe Wirkstoffmengen haben und nur die in der Apotheke auf eben diese Wirkstoffe standardisiert sind. Wieviele Liter Tee willst Du denn bitte trinken, bis Du eine 900mg - Tablette zusammen hast?

Pandora hat, finde ich, Recht. Es ist übrigens eine beliebte Methode der Hersteller, bei Pflanzen nur die billigeren (oft minderwertigen) Pflanzenteile zu verwenden. Sehr wirkungsvoll. Ist aber auch gut so: Man sollte sich in der Apotheke beraten lassen, bevor man sich selbst medikamentiert und die Nebenwirkungen kennen.

Da ist es schon gut, daß es in Deutschland (im Gegensatz zu anderen EU - Ländern) nicht möglich ist (außer Internet) halbwegs stark wirksame Medikamente ohne Apotheke zu bekommen. So wird dann hoffentlich verhindert, daß Wirkung und Nebenwirkung ohne Beratung eintreffen. Oder was meinst Du, warum Cialis in Deutschland verschreibungspflichtig ist. Bestimmt nicht, weil man den niederländischen Männern mehr Spaß gönnt als den deutschen!

p}andoIra


Johanniskraut

Schon mal was davon gehört, daß man Johanniskraut auch getrocknet außerhalb der Apotheke bekommen kann? Zum Beispiel zur Teebereitung?

Zur Qualität von Johanniskraut hat Rebecca schon alles geschrieben. Nun zum Thema "Zubereitung". Wer nun von der ganzen Sache keine Ahnung hat, der meint, daß es egal ist, wie man eine Arzneipflanze zubereitet. Damit liegst Du, Gilgamesch, meilenweit daneben: Die wirksamen Inhaltsstoffe (die gegen Depressionen) des Johanniskraut lassen sich NICHT mit Wasser extrahieren, sondern nur mit einer Alkohol-Wasser-Mischung. Johanniskraut als Tee ist also vollkommen wirkungslos. Genauso wirkungslos ist Johanniskraut-Rotöl gegen Depressionen- was Firmen wie Abtei nicht davon abhält, dies zu produzieren. Es komt also nicht nur auf die richtige Qualität der Pflanzen an, sondern auch auf die richtige Zubereitungsart. Wenn man nun so weit ist, kann man sich auch noch über die Dosierung unterhalten- und die ist (per Gesetz) bei allen nicht apothekenpflichtigen Präparaten viel zu gering.

Wenn man natürlich genügend Ahnung hat und sich mit der Wirkstoffdeklaration auskennt, kann man auch ausserhalb der Apotheke günstige Präparate finden - nur darf man sich dann eben nicht an die angegebene Dosierung halten. Dieses Wissen jedoch hat garantiert keine Laie, auch kein interessierter. Beispiel: Ein Präparat einer grossen Discountkette kostet 4 Euro für 120 Tabletten. Die Dosierung ist mit einer Tablette täglich angegeben. Um eine Wirkung zu erhalten, muss man aber mindestens 3 Tabletten nehmen. Auch dann ist das Präparat noch spottbillig, trotzdem ist es natürlich bei der angegebenen Dosierung vollkommen wirkungslos.

DESWEGEN ist dieses Präparat natürlich für den Laien nicht empfehlenswert, während der Kenner in der Lage ist, eine Menge Geld zu sparen...

G!ilgaAmescxh


Nur was für Kenner @pandora

Wenn Du meinen Beitrag auch nur mit einem Minimum an Verstand gelesen hättest, hättest Du bemerkt, daß ich "... zum Beispiel... " geschrieben habe. Man kann Johanniskraut auch in Kapseln bekommen, man kann es lose bekommen und selbst in Kapseln füllen etc. etc. Von mir aus schluckt man es auch pur.

Wenn der Wirkstoff nur mit Alkohol extrahiert werden kann, frage ich mich, warum ich etliche Leute kennengelernt habe, die mit Johanniskrauttee beste Erfahrungen gemacht haben. Ich selbst im übrigen auch!

Scheinbar zitierst Du Dinge, die nicht auf Deinem eigenen Mist gewachsen sind, ohne selbst einmal eine eigene Erfahrung gemacht zu haben. Gib doch bitteschön einmal an, aus welchem Grunde Du Dich als Kenner betrachtest. Lehrbücher herunterzubeten ist ein Kinderspiel, Dinge zu begreifen und am eigenen Leibe zu erfahren dagegen Arbeit.

Es ist auch unsinnig zu argumentieren, die Verschreibungspflicht hätte mit der Höhe der Dosierung zu tun und diese Verordnung würde zum Schutz des Patienten erlassen. Wie hirnlos diese Argumentation ist, zeigt sich zum Beispiel darin, daß Mittel, die hierzulande in ihrer Wirksamkeit nicht einmal wissenschaftlich anerkannt sind, apothekenpflichtig sind.

Bach-Blüten sind z.B. in den Niederlanden frei verkäuflich, hier nicht. Warum nur?

Hierzulande geht es nicht um den Schutz des Patienten vor Medikamentenmißbrauch; allein deshalb schon nicht, weil kein Arzt sämtliche Wirkungen und Neben-Wirkungen eines Medikamentes abschätzen kann. Schon gar nicht die Wechselwirkung bei der Kombination mehrerer Medikamente. Ebenso wird immer noch viel zu viel an Medikamenten verordnet, was die Ausgaben der K-Kassen massiv in die Höhe treibt, dem Patienten allerdings letztlich schadet.

Man sehe sich einmal an, wie viele massiv Übergewichtige regelmäßig blutdrucksenkende Mittel verordnet bekommen.

Ein verantwortungsbewußter Arzt würde einem solchen Patienten zur Gewichtsabnahme raten und, wenn dieser dazu nicht bereit ist, kein weiteres Rezept ausstellen, da hier nur das Symptom, nicht aber die Ursache behandelt wird und der Mensch zu einem Dauerpatienten wird, dem die Medikamente auf Dauer eben auch schaden. Allerdings ist ein Dauerpatient eben auch eine Dauer-Einnahmequelle!!

Während meiner Zivildienstzeit schon habe ich beobachten können, daß auf der Inneren Station ältere Patienten regelmäßig auf ihre abendliche Schlaftablette bestanden, die sie schon seit Jahren (!!!) von ihrem Hausarzt verschrieben bekamen. Mitunter Hammer-Medikamente wie Rohypnol etc. Allgemein bekamen diese Leute bei uns Placebo, also Scheinmedikamente. Und diese waren in 90% der Fälle ausreichend, um den Patienten in Tiefschlaf zu versetzen.

Nun, bitteschön, soll mal einer die Verschreibungswut der Ärzte, die jahrelang aggressives Zeugs verschreiben, wo Placebo ausreichen, rechtfertigen! Wer glaubt, daß diese Gesetzgebung zum Schutze des Verbrauchers ist, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten... Hier geht es um die Monopolstellung und die Macht der Pharmaindustrie und Ärzteverbände, um nichts anderes!

pNan{dor$a


Johanniskraut - und anderes Gewäsch...

Man kann Johanniskraut auch in Kapseln bekommen, man kann es lose bekommen und selbst in Kapseln füllen etc. etc.

Dank Deines grossen Wissens weisst Du noch nicht einmal, daß das, was sich in Johanniskrauttabletten befindet, kein PLANZENGESCHNIPSEL, sondern EXTRAKT ist - IMMER. Die wirksame Dosis bei Johanniskraut liegt bei 2-4 Gramm Droge pro Tag - versuch das mal in Kapseln zu füllen - das ist fast ein Esslöffel!!!

Wenn der Wirkstoff nur mit Alkohol extrahiert werden kann, frage ich mich, warum ich etliche Leute kennengelernt habe, die mit Johanniskrauttee beste Erfahrungen gemacht haben. Ich selbst im übrigen auch!

Das Wort "Placeboeffekt" wird Dir wohl bekannt sein. Die wirksamen Bestandteile sind und bleiben nun mal NICHT WASSERLÖSLICH. Das ist Fakt.

Gib doch bitteschön einmal an, aus welchem Grunde Du Dich als Kenner betrachtest. Lehrbücher herunterzubeten ist ein Kinderspiel, Dinge zu begreifen und am eigenen Leibe zu erfahren dagegen Arbeit.

Dazu gehört gehört erstmal jede Menge Basiswissen- ansonsten sitzt man jedem Betrug auf. Da hast Du ja noch eine Menge nachzuholen. Im übrigen haben ich den TÄGLICHEN Kontakt zu Patienten - davon kannst Du nur träumen. Ich bete keine Lehrbücher herunter (wobei DU diese Lehrbücher gar nicht kennst), sondern wende nur mein Wissen UND meine Erfahrung an.

Es ist auch unsinnig zu argumentieren, die Verschreibungspflicht hätte mit der Höhe der Dosierung zu tun und diese Verordnung würde zum Schutz des Patienten erlassen.

Erstens sind Johanniskrautpräparate NICHT verschreibungspflichtig (wobei Dir die unterschiedlichen Begriffe vollkommen unbekannt sind), und zweitens solltest Du erstmal einen Gegenbeweis antreten und nicht nur Propaganda machen.

Wie hirnlos diese Argumentation ist, zeigt sich zum Beispiel darin, daß Mittel, die hierzulande in ihrer Wirksamkeit nicht einmal wissenschaftlich anerkannt sind, apothekenpflichtig sind.

Du meinst Homöopathika?

Bach-Blüten sind z.B. in den Niederlanden frei verkäuflich, hier nicht. Warum nur?

Weil die Holländer richtig mitgekriegt haben, daß sie KEINE Arzneimittel sind, sondern nur teurer und schlechter Cognac in kleinen Flaschen.

Ein verantwortungsbewußter Arzt würde einem solchen Patienten zur Gewichtsabnahme raten und, wenn dieser dazu nicht bereit ist, kein weiteres Rezept ausstellen, da hier nur das Symptom, nicht aber die Ursache behandelt wird und der Mensch zu einem Dauerpatienten wird, dem die Medikamente auf Dauer eben auch schaden.

Du meinst, der Arzt sollte den Blutdruck unbehandelt lassen, auf die Gefahr, daß der Patient einen Herzinfarkt etc kriegt? Ein Arzt ist der BERATER des Patienten und nicht sein ERZIEHER. Einem Patienten ein Medikamt vorzuenthalten, daß seine Gesundheit fördert, bloss, weil er sich nicht so verhält, wie man es will, ist unterlassene Hilfeleistung!!!

Was meinst Du eigentlich, was dem Patienten mehr schadet? Die Medikamente oder der unbehandelte Bluthochdruck? Im übrigen möchte ich gerne wissen, was das ganze mit Johanniskraut zu tun haben soll.

G>ilgamHes)ch


pandora und anderes Gewäsch...

Dank Deines grossen Wissens weisst Du noch nicht einmal, daß das, was sich in Johanniskrauttabletten befindet, kein PLANZENGESCHNIPSEL, sondern EXTRAKT ist - IMMER.

Mit KEINEM EINZIGEN WORT habe ich von Tabletten gesprochen! Vielleicht solltest Du einmal lesen lernen; wäre hilfreich...

Die wirksame Dosis bei Johanniskraut liegt bei 2-4 Gramm Droge pro Tag - versuch das mal in Kapseln zu füllen - das ist fast ein Esslöffel!!!

Wenn der Wirkstoff nur mit Alkohol extrahiert werden kann, frage ich mich, warum ich etliche Leute kennengelernt habe, die mit Johanniskrauttee beste Erfahrungen gemacht haben. Ich selbst im übrigen auch!

Das Wort "Placeboeffekt" wird Dir wohl bekannt sein.

Angesichts des Placeboeffektes ist es unsinnig, eine wirksame Mindestmenge zu deklarieren. Abgesehen davon: ein wirkungsloses Mittel, daß nur aufgrund des Placeboeffektes wirkt, ist immer noch besser als ein teures, welches vielleicht wissenschaftlich gesehen wirkt, aber letztlich kein besseres Resultat erzielt. Daran verdienst sich nur der Apotheker (oder die PTA) eine goldene Nase. Auf Kosten der Volkswirtschaft (steigende Ausgaben der Kassen = höhere Beiträge = stärkerer Stellenabbau usw... )

Die wirksamen Bestandteile sind und bleiben nun mal NICHT WASSERLÖSLICH. Das ist Fakt.

Fett ist ebensowenig wasserlöslich, und doch hat selbst der dümmste Bauer die Erfahrung gemacht, daß man mit heißem Wasser auch ohne Spülmittel Fetthaltiges abspülen kann. Wenn auch die Konzentration eine geringere sein mag. Auch beim Aufbrühen von Kaffee stellt man eine ölige, obenauf schwimmende Schicht fest. Oder bereitest Du Kaffee mit Alkohol zu?

Gib doch bitteschön einmal an, aus welchem Grunde Du Dich als Kenner betrachtest. Lehrbücher herunterzubeten ist ein Kinderspiel, Dinge zu begreifen und am eigenen Leibe zu erfahren dagegen Arbeit.

Dazu gehört gehört erstmal jede Menge Basiswissen - ansonsten sitzt man jedem Betrug auf. Da hast Du ja noch eine Menge nachzuholen. Im übrigen haben ich den TÄGLICHEN Kontakt zu Patienten - davon kannst Du nur träumen. Ich bete keine Lehrbücher herunter (wobei DU diese Lehrbücher gar nicht kennst), sondern wende nur mein Wissen UND meine Erfahrung an.

Du weißt nicht, woher ich mein Wissen beziehe, Du weißt nicht, mit welchen Leuten ich tagtäglich zu tun habe, Du weißt nicht, welche Bücher ich kenne, was ich beruflich mache, und noch weniger weißt Du von meinen Erfahrungen.

Sorry, aber das sind keine Argumente, sondern, schlicht ausgedrückt- Unterstellungen und Klugscheißerei in Vollendung!

Erstens sind Johanniskrautpräparate NICHT verschreibungspflichtig (wobei Dir die unterschiedlichen Begriffe vollkommen unbekannt sind), und zweitens solltest Du erstmal einen Gegenbeweis antreten und nicht nur Propaganda machen.

DEINE Beweisführung haben wir im Forum Ernährung (basenreiche Ernährung gegen Übersäuerung) gesehen! Zitat pandora: "Milch wird aber als stark säurebildendes Lebensmittel ausgewiesen- also stimmt entweder die Theorie nicht, oder die Werte sind falsch!!!" Und dann schwätzt Du von Deiner Arbeit mit Wissen UND Erfahrung... ? Arm ist das, wirklich!

Bach-Blüten sind z.B. in den Niederlanden frei verkäuflich, hier nicht. Warum nur?

Weil die Holländer richtig mitgekriegt haben, daß sie KEINE Arzneimittel sind, sondern nur teurer und schlechter Cognac in kleinen Flaschen.

Seltsam, daß die ach so sorgfältig arbeitenden Deutschen das noch nicht mitbekommen haben, oder? Dabei sind selbst die Lebensmittelgesetze hier in Deutschland weitaus schärfer als in den Niederlanden... Und nicht zuletzt ist hier in Deutschland oftmals die Rezeptgebühr höher als in den Niederlanden der schlechte Cognac...

Was meinst Du eigentlich, was dem Patienten mehr schadet? Die Medikamente oder der unbehandelte Bluthochdruck?

Wenn denn man der Bluthochdruck bzw. die Ursache behandelt werden würde. So allerdings wird nur das Symptom behandelt und dafür gesorgt, daß der Patient über Jahre hinaus medikamentenabhängig ist. Mit entsprechenden Folgen: steigende Kassenausgaben, steigende Beiträge, steigende Lohnnebenkosten, steigender Stellenabbau etc etc. Die steigenden Ausgaben der Kassen mit entsprechenden Kürzungen der Leistungen wird zur Folge haben, daß immer mehr Patienten zur Selbstmedikation greifen, ohne vorher den Arzt aufzusuchen. Mag sein, daß der Arzt kein Erzieher des Patienten ist, aber die Ärzteschaft hat letztlich das erreicht, was für jeden Menschen der sichere Tod ist: sie haben ihm die Verantwortung für seine eigene Gesundheit genommen. Und das Bewußtsein dafür ebenso.

Und hier mit unterlassener Hilfeleistung bei Nicht-Verschreibung zu argumentieren ist ebenso hirnlos: die unterlassene Hilfeleistung ist bereits dann der Fall, wenn der Arzt wegen Budgetüberschreitung nichts mehr verschreibt.

Oder ist es keine unterlassene Hilfeleistung, wenn man nicht nur kein Geld mehr dafür bekommt, sondern vielleicht sogar draufzahlen muß... ?

b<e4rnd


@Gilgamesch

Mag sein, daß der Arzt kein Erzieher des Patienten ist, aber die Ärzteschaft hat letztlich das erreicht, was für jeden Menschen der sichere Tod ist: sie haben ihm die Verantwortung für seine eigene Gesundheit genommen. Und das Bewußtsein dafür ebenso.

Das ist eine sehr treffende Schlußfolgerung! In den Industrieländern ist die Medizin zu einer reinen Ersatzteil- und Reparaturdienstleistung herabgesunken. Wer krank ist, geht "mit seiner Krankheit" zum Arzt, so, wie er "mit seinem defekten Auto" eine Werkstatt aufsucht und gibt in beiden Fällen die Verantwortung an den jeweiligen Experten für Medizin bzw. für KFZ-Mechanik ab.

Krankheit scheint für den Normalverbraucher etwas zu sein, daß man durch das Schicksal bekommt und durch den Arzt wieder los wird. Nicht Krankheitsursachen, denen man gezielt entgegenwirken kann, sondern ein von Gott geschicktes Los verursacht die Krankheit. Der Arzt wird zu einem Magier erhöht, der Kraft seines Amtes diesen Zauber wieder bannt. Die Zaubermittel dazu liefert dann auch gleich die Pharmaindustrie. Dafür ist man auch bereit, viel Geld auf den Opferaltar des Apothekers zu legen.

Würde man auch nur ansatzweise in Erwägung ziehen, daß selbst die schwerste Krankheit mal ganz harmlos angefangen hat und mit ganz simplem Mitteln hätte bekämpft werden können, dann könnten wir glücklicher und reicher leben.

G]ilgacmesch


Danke, bernd!

Dein Beitrag sprach mir aus der Seele, und es ist ein Beitrag, der immer wieder in allen Foren hier auftauchen sollte, da er die wesentlichste Aussage enthält, die man nur machen kann: man geht mit einer Krankheit zum Arzt, und der Arzt behandelt eine Krankheit.

Zuerst einmal geht ein kranker Mensch zum Arzt! Man hat keine Krankheit, man IST krank. Letztlich doktert der Arzt an einer Krankheit herum, statt einen kranken Menschen zu heilen.

Es ist der Irrsinn schlechthin, zu glauben, man könne den Menschen in Körper, Seele und Geist aufspalten (für die Atheisten und Nicht-Spirituellen fällt die Seele ohnehin schon weg... ) Die Schulmedizin ist daher keine ganzheitliche Medizin und kann daher zwar Krankheiten bzw. Symptome behandeln, aber den Menschen in seiner Ganzheit nicht heilen.

Daß dieser Denkansatz allerdings keine breite Unterstützung erfährt, hat darin seinen Grund, daß die Pharmaindustrie und die Medizin an sich zu Wirtschaftszweigen verkommen sind, die um ihre Monopolstellung bangen müßte, also letztlich um ihre Macht und um den Profit. Daher sind sie an einer wirklichen Steigerung der Volksgesundheit nicht wirklich interessiert.

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