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Krank durch Homöopathie?

t7uffZarmji


Habe letztens noch in einem Blog gelesen wo sich jemand kritisch drüber äußerte kleinen Kindern für jede Beule Homöopathika reinzuschmeißen ... weil man denen so antrainiert das man immer was nimmt wenn was ist

interessant.

wobei in dem fall aber dennoch – zumindest erstmal – weniger schaden angerichtet wird, als wenn es tatsächlich um so was wie ein antibiotikum ginge, dass wegen jedem schnupfen gleich gegeben wird.

keine ahnung, wie das kinder langfristig nun prägt, sollten sie öfter mal kügelchen bekommen, und ob es ihnen als medizin "verkauft" wird von den eltern.

ich bekam als kind bei erkältungen auch allerlei kram – von zwiebeln mit honig bis hin zu wer weiß was für überriechenden tropfen! als erwachsener versuche ich nun wie damals meine eltern auch immer erst mit hausmittelchen gegenzusteuern (ich rede hier von erkältungen und co)! insofern hätte mich das vielleicht halt dahingehend schon geprägt!? ;-D

E|hemarliger DNutzerC (#28U2877)


[[http://kinderdoc.wordpress.com/2011/04/06/belauscht/ belauscht]]

:-)

ERheHmaligger Nu*tze=r (#282x877)


von zwiebeln mit honig

Zwiebeln und Honig wirken immerhin antibakteriell.

tKuffaxrmi


meine madeleine-jocelyn

dachte eltern von kindern mit solchen namen leben im plattenbau und bekommen alg2! ]:D ]:D

b4e\rnie+-a74


Ich weiß nicht woran es liegt?? Wir sind von einer extremen Konsumgesellschft geprägt....nur wenn dir uns irgendwas einferfen geht es angeblich weg.......

Wenn ich blaue Flecken oder ne Erkältung habe, mach ich genau gar nix. Ich komm in meinem Berufsleben statistisch unter 1 Krankenstadstag pro Jahr.

GnlaubISchNic<ht


in vielen bereich leider nicht. es ist ja kein geheimnis, das eine vielzahl von krankheiten psychosomatischen ursprungs sind – hier bekämpft die schulmedizin lediglich die symptome, mehr auch nicht.

Mein Hinweis "Die "Schulmedizin" kann da inzwischen weit mehr bieten." bezog sich auf AIDS-Erkrankungen. Und da überlebt man mit einer HAART-Therapie eben sehr viel länger und mit weniger Nebenwirkungen als bei einer ausschließlich homöopathischen Behandlung. Ansonsten wäre AIDS in der Homöopathiehochburg Indien wohl auch ein viel kleineres Problem als es bei uns je gewesen ist. Die Realität ist genau andersrum...

Natürlich gibt es auch Krankheiten, bei denen die "Schulmedizin" nur die Symptome behandeln kann. Allerdings kenne ich darunter keine einzige solche Krankheit, bei der Homöopathie nachweisbar bessere Ergebnisse erzielen würde – oder sind Alzheimer, Rheuma, Parkinson oder genetisch bedingte Diabetes neuerdings homöopathisch heilbar?

Das wäre mir dann allerdings entgangen!

Homöopathen behaupten ja gerne, die Schulmedizin würde nur an den Symptomen herumdoktern während sie für sich selbst explizit oder stillschweigend in Anspruch nimmt die Ursachen zu beseitigen.

Schaut man sich die homöopathische Lehre etwas genauer an stellt man fest, dass sich Homöopathie nicht die Bohne für die Ursache von Krankheiten interessiert.

Für die Behandlung von Krankheiten sind ausschließlich die erkennbaren Symptome relevant anhand derer die "passenden" Mittel repertorisiert werden.

Krankheitsursachen findet man deswegen in homöopathischen Repertorieren erst gar nicht was ja auch Sinn macht – denn am Ende ist sowieso immer eine "Verstimmung der Lebenskraft" Ursache für jede Erkrankung – ob Fußpilz, Schnupfen, Lungenkrebs, Montezumas Rache oder AIDS.

Warum soll man sich also aus homöopathischer Sicht die Mühe machen, nach Ursachen von Krankheiten zu suchen, wenn die Ursache (vermeintlich) eh schon vorher klar ist.

Ich kenne auch keine einzige Krankheit, bei der Homöopathen die Ursache herausgefunden hätten.

Die "Schulmedizin" hat inzwischen hingegen bei vielen Krankheiten die Ursachen entdeckt – natürlich längst nicht bei allen.

Bitte klär mich auf, wenn es anders sein sollte.

Mit den Spendengeldern, die "Homöopathen ohne Grenzen" für ihre Flüge und Globuli ausgeben könnte man z.B. Programme zur Verteilung kostenloser Kondome unterstützen oder entsprechende Aufklärungsmassnahmen fördern.

Damit heilt man zwar keinen einzigen AIDS-Kranken heilen (das tun die "Homöopathen ohne Grenzen" allerdings ja auch nicht) aber man könnte immerhin die Zahl der Neuerkrankungen reduzieren – was allemal weit besser wäre als wirkungslose (und noch dazu teure) Zuckerpillen samt Homöopathen nach Afrika zu transportieren.

"Viele" ist ein zweistelliger %-Bereich bei praktischen Ärzten.

Reden wir doch mal (damit das ganze etwas handfester wird) von einer konkreten Krankheit, die durch das soziale Umfeld verursacht bzw. deren Heilung durch das soziale Umfeld verhindert wird. Und dann vergleichen wir mal, was Homöopathie (oder ein anderes alternatives Heilverfahtren) im Vergleich zur "Schulmedizin" ganz konkret bei dieser Krankheit zu bieten hat.

Du darfst dir selbst aussuchen, welche Krankheit dir da "geeignet" erscheint....

als pazient muss man halt schon auch mündig sein u. abwägen, wann eine schulmedizinische behandlungen indiziert ist.

Nun leider hat nicht jeder Patient ein Medizinstudium hinter sich und die wenigstens haben sich intensiv mit Homöopathie beschäftigt.

Es herrscht z.B. die weitverbreitete Vorstellung, dass Homöopathie etwas mit pflanzlicher Heilkunde zu tun hätte was ja in keinster Weise der Fall ist.

Auch ist die Vorstellung verbreitet, dass homöopathische Mittel ähnlich wie andere Arzneimittel auf Wirksamkeit überprüft worden wären, weil sie ja wie diese nur in Apotheken verkauft werden.

Das homöopathische Mittel nur aufgrund einer rechtlichen Sonderregelung überhaupt zugelassen werden wissen die wenigsten. Das die Sonderregelung darin besteht, dass es bei homöopathischen Mitteln für die Zulassung ausreicht, wenn der Hersteller von einer Wirkung überzeugt ist auch wenn er diese nicht belegen kann wissen noch viel weniger.

Eigentlich erwarte ich ja von meinem Therapeuten, dass der mündig genug ist um zu wissen, welche Therapie für mich am geeignetsten ist und die besten Erfolgsaussichten bietet.

Und eigentlich erwarte ich auch, dass er diese Entscheidung auf Basis objektiver Erkenntnisse trifft und nicht aus dem Bauch heraus.

Schließlich ist er der "Medizinmann" und nicht ich.

der schulmedizin stehe ich aber dennoch insofern kritisch gegenüber, als dass ich nicht wegen jedem zipperlein ein hartes antibiotikum einwerfe!

Typische Antibiotika sind allesamt rezeptpflichtig. Die Zeiten in denen Ärzte für jedes "Zipperlein" ein Antibiotikum verschrieben sind schon lange vorbei – auch wenn sich dieses Klischee hartnäckig hält.

Formulierungen wie "hartes Antibiotikum" erinnern mich allerdings eher an Propagandabegriffe wie "chemische Keule" usw. Es gibt für die jeweilige Infektion geeignete und logischerweise auch ungeeignete Antibiotika – was aber bitteschön soll ein "hartes" Antibiotikum eigentlich konkret sein?

und hinterfragen auch nicht die tägliche pillen-einnahme, ganz so als wären es eben bonbons

Hinterfragen kann man alles. Ob etwas sinnvolles dabei herauskommt hängt maßgeblich davon ab, wie gut man sich in der jeweiligen Materie auskennt.

Die tägliche Pillen-Einnahme ist übrigens bei vielen Kindern homöopathiegläubiger Eltern weit verbreitet.

Da bekommt das Töchterlein für jedes Zipperlein (ob blauer Fleck oder tropfende Nase, zu spät eingeschlafen oder zu früh aufgewacht usw.) gleicht von Mutti aus der homöopathischen Hausapotheke das passende Globuli oder Bachblütentröpflein.

Nicht das diese Mittel dem Kind direkten Schaden zuführen würden – aber könnte es nicht sein, dass das da in jungen Jahren ein gewisses Verhaltensmuster erlernt wird, nämlich dass man jede Unpässlichkeit mit einer Pille behandeln kann und auch soll?

Ob das auf Dauer dann auch so harmlos ist?

G*laubbIcFhNQicxht


Zwiebeln und Honig wirken immerhin antibakteriell.

Wodka auch – und bislang gibt es auch keine einzigen Bakterienstamm der gegen Wodka resistent geworden wäre..

Die Frage ist nur ob man eine ausreichende Wodkakonzentration im Blut erreicht, um damit Bakterien im Blut abzutöten.

Allerdings stellt sich die gleiche Frage bei Zwiebeln und Honig ebenfalls....

E.hemalig[er Numtzerv (#28x2877)


Ich glaub Zwiebeln und Honig sollen vor allem lokal wirken ^^

Oder einem das Leben einfach versüßen solange man halt leiden muss.

;-D

bKerRniex-a74


GlaubIchNicht hab deinen Beitrag mit viel schmunzeln gelesen. Es zeigt doch, in wie vielen Lebensbereichen wir vera**** werden. Da hilfts halt nur Hirn einschalten.

Ich halte das "Überfürsorgliche" bereits für ein psychisches Problemchen. Aber was willst machen, eine klare psychische Diagnose stellen? Die Übergänge zwischen normaler Fürsorglichkeit und Überbehütung sind da fliesend.

Manche meinen ja, eine Mutter die da "nichts tut" hat den Vogel.

truffa4rmxi


Wodka auch – und bislang gibt es auch keine einzigen Bakterienstamm der gegen Wodka resistent geworden wäre..

würde als mutter meinen kindern ungern wodka einflößen! ;-D

t_ufYfarxmi


Die Zeiten in denen Ärzte für jedes "Zipperlein" ein Antibiotikum verschrieben sind schon lange vorbei – auch wenn sich dieses Klischee hartnäckig hält.

du scheinst ja "alle" ärzte gut zu kennen! ;-)

G0lauTbIc~hNixcht


Ich glaub Zwiebeln und Honig sollen vor allem lokal wirken ^^

Das tut der Wodka doch auch – man spürt regelrecht wie er die Bakterien in der Kehle verbrennt ;-D

Spaß bei Seite – aber in alternativmedizinischen Kreisen wird gerne die antibakterielle Wirkung irgendwelcher Pflanzen lobend erwähnt und daraus dann abgeleitet, dass diese ja eine Alternative zu den "harten" Antibiotika der "Schulmedizin" wären.

Nun muss zwar jedes Antibiotikum eine antibakterielle Wirkung haben aber nicht alles was eine antibakterielle Wirkung hat ist deswegen auch schon ein brauchbares Antibiotikum.

Sonst wären Sagrotan und Wodka tatsächlich die tollsten Breitbandantibiotika – schließlich machen die jedes Bakterium (und sogar viele Viren) platt – nur eben dummerweise in der erforderlichen Konzentration den Patienten gleich mit.

Honig schafft es übrigens trotz antibakterieller Wirkung hingegen nicht, das u.a. in Honig vorkommende Bakterium Clostridium botulinum zu vernichten – und deswegen sollten Säuglinge sicherheitshalber auch keinen Honig zu essen bekommen, weil dieses Bakterium bei ihnen Säuglingsbotulismus auslösen kann.

GFlaubSIch,Nicxht


du scheinst ja "alle" ärzte gut zu kennen!

Nö – aber Du ja wohl genausowenig – oder basiert deine vorherige Behauptung

als wenn es tatsächlich um so was wie ein antibiotikum ginge, dass wegen jedem schnupfen gleich gegeben wird.

auf einer repräsentativen Umfrage unter Ärzten.? (Nur Ärzte dürfen ja Antibiotika verordnen).

Ich gehe aber doch sehr davon aus, dass die meisten Ärzte im Medizinstudium mitbekommen haben, dass Schnupfen in den meisten Fällen durch Rhinoviren verursacht wird und eine Antibiotikaverordnung daher wohl in den wenigsten Fällen bei einem typischen Schnupfen Sinn macht.

bCerni]e-]a7x4


Antibiotika werden auch bei Vireninfektionen gerne vorbeugend gegeben. Weil Vireninfektionen den Weg für Bakterieninfektionen ebnen können. Das ist KEIN Kunstfehler.

Ärzte (mache ich möchte nicht verallgemeinern) möchten sich halt einfach absichern.

Denn was ist, wenn der Schnupfenpatient nicht zum wiederbestellten Kontrolltermin kommt? Du verstehst ein Arzt möchte da einfach keine Schadensersatzklage risikieren.

GNl7aub;IchNBicht


Antibiotika werden auch bei Vireninfektionen gerne vorbeugend gegeben. Weil Vireninfektionen den Weg für Bakterieninfektionen ebnen können. Das ist KEIN Kunstfehler.

Im Prinzip schon richtig. Bei manchen durch Viren verursachten Erkrankungen ist die Gefahr durch bakterielle Zweitinfektionen weit höher als durch die durch Viren verursachte Erkrankung selbst.

Früher sind die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Masern nicht durch die Masern selbst sondern durch eine bakterielle verursachte Lungenentzündung die sich das maserngeschwächte Kind einfing verursacht worden.

Deswegen ging auch die Zahl der Maserntoten schon lange vor Einführung der Maserimpfung deutlich zurück, weil man diese Lungenentzündung recht gut mit Antibiotika behandeln konnte.

Bei Influenza ist die Situation ähnlich – da kann dann auch die prophylaktische Verordnung von Antibiotika sinnvoll sein.

(Impfgegner wie Gerhard Buchwald leiteten übrigens aus diesem Rückgang der Maserntodesfälle vor Einführung der Masernimpfung (irr-)sinnigerweise ab, die Masernimpfung wäre nicht wirksam – aber das ist ein anderes Thema)

Bei einem Schnupfen besteht aber keine besondere Gefahr für solche schwerwiegenden bakteriell verursachten Komplikationen.

Zumindest dachten die drei Hausärzte bei denen ich in den letzten 10 Jahren insgesamt dreimal war so:

Jedesmal hatte ich einen heftigen grippalen Infekt und kein einziges Mal gab es ein Antibiotikum

Dafür rezeptfreie Mittel zur Linderung der Symptome und der Hinweis, ich solle mich mal ein paar Tage schonen und viel trinken – allerdings keinen Wodka :°( .

Aber vielleicht hatte ich auch nur "Pech" bei der Arztwahl ???

Interessant finde ich allerdings, dass es in gewissen Kreisen scheinbar Mode geworden ist zu glauben, dass man besser als Ärzte beurteilen könnte, ob die Anwendung von Antibiotikia im Einzelfall sinnvoll ist oder nicht.

Und das auffällig oft bei Mitmenschen, die bereits grössere Schwierigkeiten damit haben, den Unterschied zwischen Viren und Bakterien zu erklären ohne vorher nochmal schnell im Internet nachzuschauen....

Wobei man fairerweise sagen muss, dass solche feinen Unterschiede zumindest für Anhänger der Homöopathie ja eh vollkommen belanglos sind :-D

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