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Warum sind die Ärzte in Bezug auf Krebs so engstirnig?

H9eli-a 8x0


Im Jahr 1988 ging meine Mutter zum Hausarzt weil sie immer mehr an Gewicht verlor. Nach einigen Tests und Untersuchungen war die Diagnose klar. Magenkrebs. Sie sollte durch eine Operation behandelt werden. Auf anraten ihrer Schwester und einer Freundin fuhr sie zu einem vielgerühmten Heilpraktiker welcher ihr sagte das eine OP nicht notwendig sei. Er könne ihr helfen....

Im März 1991 ist sie gestorben. Es blieben 2 Kinder im Alter von 5 und 10 Jahren zurück und ein trauender Ehemann. Sie war 30 Jahre alt.

Was ich seitdem von Heilpraktikern, Wunderheilern und alternativen Behandlungsmethoden halte wirst du dir sicher denken können.

LG

M'oeruxs1


Ja, wenn man an Krebs erkrankt ist, braucht man übermenschliche Kräfte und einen starken Willen. Wie sollen ganz normale Menschen den aufbringen.

Starke Persönlichkleiten machen beruflich eisern weiter...haben aber auch meist das Geld, um sich sehr teure Medikamente zusätzlich zu leisten. Siehe der bekannte Regisseur Christoph Schlingensief. Seine Medikamente kosten ihn privat angeblich 30.000 € im Jahr.

AHncxk


@ Brandmarke

ja Biopsie, das Gewebe wurde nach der Operation eingeschickt und untersucht. Lymphknoten wurden auch entnommen und untersucht, ich glaub, sie haben ihr vorsorglich alle Lymphknoten entnommen.

Ich sag ja nicht, dass sie absichtlich eine schlechte Behandung bekommt, aber man hört soviel schlechtes über die Chemotherapie, dass ich einfach nicht mehr weiß, was ich denken soll.

@ Helia 80

ja, kann ich mir denken. :(

Es tut mir wirklich leid für dich.

Aber es wäre auch nicht zu 100% sicher gewesen, ob die Schulmedizin sie hätte retten können.

AYncxk


@ Moerus1

und ist der Regisseur durch die teuren Medikamente wieder gesund geworden?

BJranVdmarxke


@ Brandmarke

ja Biopsie, das Gewebe wurde nach der Operation eingeschickt und untersucht. Lymphknoten wurden auch entnommen und untersucht, ich glaub, sie haben ihr vorsorglich alle Lymphknoten entnommen.

das macht man eigentlich auch nur bei indikation, vorsorglich werden die lk's nicht mehr entfernt.

interessanter wäre aber das ergebnis der untersuchungen

Ich sag ja nicht, dass sie absichtlich eine schlechte Behandung bekommt, aber man hört soviel schlechtes über die Chemotherapie, dass ich einfach nicht mehr weiß, was ich denken soll.

ich kann dir versichern, dass chemotherapien nicht leichtfertig eingesetzt werden.

dass du deiner mutter helfen willst, ist völlig verständlich. und natürlich fühlst du dich hilflos. aber gerade bei brustkrebs ist die prognose schon sehr gut...wenn man ihn früh genug erkennt. damit hat die schulmedizin auch schon sehr viel erfahrung, schließlich gehört es zu den häufigsten krebserkrankungen.

M]oersusx1


Anck,

es sieht so aus, dass er nicht gesund wird und vllt. nur sein Leben verlängert werden kann. Man spricht davon, dass er auf der Bühne sein eigenes Requiem inszeniert. Er hat aber einen aggressiven Lungenkrebs.

In dem Zeitungsartikel stand übrigens auch, dass die USA führend bei der Krebsmedizin sind.

Vllt. kann man eurer Ärztin vertrauen, dass sie also die Dosis der Medikamente richtig bestimmt.

Hteliaz 80


Weißt du Anck, ich denk da oft drüber nach. Der Krebs wurde relativ früh erkannt. Und manchmal bin ich auch etwas wütend auf sie. Ich denk mir sie hätts wissen müssen, sie war Krankenschwester.

Klar, eine Garantie kann mir keiner geben ob sie mit Schulmedizin überlebt hätte. Nur irgendwas in mir klammert sich halt recht gerne an diesen Gedanken.

Ich will hier nicht über alternative Heilmethoden wettern. Das kann ich nicht beurteilen und das steht mir auch nicht zu. Ich wollte nur das du weißt das auch die Alternativen ihre Grenzen haben und keiner Wunder vollbringen können und mir eine Krebserkrankung zu ernst wäre um mich nur auf solche Methoden zu verlassen.

Evtl findet ihr ja eine sinnvolle Kombination von Schul und Alternativmedizin?

Ich wünsche dir und deiner Mama auf alle Fälle das ihr den richtige Weg findet und alles ein gutes und gesundes Ende nimmt!

:)* :)* :)*

LG

A-nck


@ Brandmarke

so genau kenn ich mich nicht aus und wie es abgelaufen ist, weiß ich auch nicht genau, ich weiß nur, dass ein paar Lymphknoten befallen waren.

Sie haben nur gesagt, dass sie einen etwas aggressiveren Tumor hat, das ganze nennt sich HER2-Status oder so, dagegen gibts ja das ziemlich neue Antikörpermedikament Herceptin.

Sie wurde auch geröngt, Lunge usw. um sichtbare Metastasen auszuschließen. Sie haben keine gefunden.

Sonst weiß ich nichts....

A3nck


@ Helia80

Hm, oft kann es auch hilfreich sein, wenn man sich an etwas klammern kann.

Ja, ich denke, eine Kombination wird sicher am sinnvollsten sein.

danke für deine Worte. :-)

@ Moerus1

verstehe.

Ja, wenn die Ärztin in den USA gearbeitet hat, wird sie wohl das nötige Know-How haben.. hoffentlich. Über die Schulter schauen kann ich ihr nicht.

M;oPeruxs1


Helia,

mein Vater (77) hatte auch plötzlich Magenkrebs. Ganze Magen herausgenommen, keine erkennbaren Metastasen...nach drei Monaten hatte er sie an mehreren anderen Organen und ist gestorben. Seine biologische Lebenszeit war abgelaufen, wie Brand...angenähert gesagt hatte.

Ich denke, wenn er nicht operiert worden wäre, wobei sein Körper entscheidend geschwächt worden sein dürfte, hätte er länger überleben können und ihm wäre die "Mühle der Gesundheitsindustrie" erspart geblieben.

Ich bin übrigens aktiver Chemiker...und zwar nicht mit Begeisterung. Deshalb schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn ich Pharma höre und an die Nebenwirkungen denke.

a~gnexs


Das Wiederauftreten eines Tumors (Rezidiv) kann durch die Chemotherapie bei Frauen vor der Menopause um bis zu 37%, bei Frauen nach der Menopause um ca. 30% gesenkt werden.

Das "schöne" an vielen Krebsen ist, daß dadurch, daß sie häufig sind, große Studien gemacht werden können, in denen man die Vor- und Nachteile der diversen Therapien mit viel größerer Sicherheit ermittelt werden können als bei extrem seltenen Erkrankungen.

Bei uns werden die Ergebnisse solcher Studien u.a. von unabhängigen Organisationen, wie NICE, zu Richtlinien verarbeitet.

[[http://www.cancerbackup.org.uk/Healthprofessionals/Treatmentguidelines/Specificcancers/Breast]]

Die Cochrane Collaboration veröffentlicht ihre Zusammenfassungen von relevanter Literatur auch in einer patientenfreundlichen Version.

[[http://www.cochrane.org/reviews/en/topics/52.html]]

Ein Grund, eine Chemotherapie zu machen, ist das mögliche Vorhandensein von Mikrometastasen, die zur Zeit der Diagnose nicht nachweisbar sind, aber später zu "richtigen" auswachsen können - und potentiell tödlich sein.

TkouriKst


Anck

Mir ist schon klar, das Krebs eine komplexe Erkrankung ist, ich glaube fest, dass es auch was mit dem Tod meines Vaters zu tun hatte. Doch wie beseitigt man so eine psychische Belastung?

Vorweg: Ich bin ein Verfechter der Schulmedizin. Schulmedizinisch ist alles, was erwiesenermaßen wirksam ist. Also Maßnahmen, die die durchschnittliche Überlebenszeit von Patienten verlängern. Würde heute der wissenschaftliche Nachweis erbracht, dass das Tragen von Aluminiumhüten, das durchschnittliche Überleben von Krebspatienten um 6Monate verlängert, dann wäre das Tragen von Aluminiumhüten ab sofort schulmedizinisch.

An meinen Krebs lass' ich nur Stahl, Strahl und Chemie.

Mein Geld gebe ich lieber für Dinge wie Urlaub, guten Wein, Parties, oder Restaurantbesuche aus. Also Dinge von denen ich weiss, dass sie mir gut tun, statt mein Geld für Mittelchen auszugeben die auch was kosten, deren Wirkung bisher aber niemand nachweisen konnte.

Bin sehr überzeugt, dass es nicht der Fall ist, aber falls die These vom Einfluss der Psyche doch richtig ist, dann ist so ein Urlaub eine effektive medizinische Maßnahme.

Und falls nichts dran ist, dann war's doch trotzdem ein schöner Urlaub.

...nur so als Anregung.

und alles Gute für Dich und Deine Mutter

H(eli3a 8x0


Moerus, was wäre wenn? Eine Frage die keiner beantworten kann. Wobei ich die Vermutung habe daß das Alter bei deinem Vater eine große Rolle gespielt haben dürfte..

Evtl hätte eine 28 jährige die Operation besser überstanden? Ich werde es nie erfahren. Dank eines Heilpraktikers mit grenzenloser Selbstüberschätzung.

Und sollte eines Tages der Fall eintreten das auch mit der Krebs ereilt, ich würde die Chemie bevorzugen und mir keine wirkungslosen Kräuterpillen, Globuli und Zinnkrauttee andrehen lassen für die auch noch teuer bezahlen soll.

LG *:) :)*

MKoe3rus1


na, für so dumm hätte ich dich nicht gehalten ;-)

Ich nutze gern die Gelegenheit auf die allgemein grenzenlose Selbstüberschätzung vieler Vertreter der Schulmedizin hinzuweisen (die anderen erkennen ihre beschränkten Möglichkeiten, Krankheiten zu erkennen und zu heilen) und auf den 12-seitigen Bericht im SPIEGEL: "...Mediziner zweifeln am Nutzen von Gesundheitschecks". (DER SPIEGEL 17/2009), man kann ihn sich meines Wissens problemlos gegen Bezahlung vom Verlag (siehe google) zusenden lassen. Über das Thema Brustkrebs wird über mehrere Seiten geschrieben - man liest und erfährt atemlos, was man alles nicht wusste..

Muss mann/frau unbedingt lesen. Ich weiß nicht, wo ich anfangen sollte zu zitieren. Vielleicht eine Unterüberschrift der Autoren: "Die Schattenseite der Mammografie: Fehlalarme bis hin zur unnötigen OP".

TSranxquYillxo


ach, dann schüttet der körper also das anti-krebs-mittel aus, damit die zellen auch schön wissen, dass sie redifferenzieren sollen? dafür gibt es an der zelle natürlich auch einen geeigneten rezeptor, denn die tumorzelle ist ja so nett, dass sie so eine möglichkeit natürlich offen lässt. die denkt sich dann: mann, ist der blöd, da hab ich so einen schönen rezeptor auf der zelle und er nutzt ihn einfach nicht.

mal ehrlich, hast du auch ein paar fundierte details, die mehr sind als nur eine überzeugung? die will ich dir natürlich nicht nehmen, aber es gibt keinen wie auch immer gearteten hinweise dafür, dass sich der körper selbständig gegen krebs wehren könnte. es ist eher so, dass der körper den krebs gar nicht wahrnehmen kann.

es gibt keinen Hinweis dafür daß sich der Körper selbstständig gegen Krebs wehren könnte? Ich finde eine Spontanremission ist schon ein Hinweis.

[...]

"Z.B ist in Krebszellen die Anzahl der Mitochondrien um bis zu 80% reduziert und um diesen Mangel wieder zu beheben, grob gesagt, gibts schon Möglichkeiten und Therapien."

wo soll das ein beispiel für die körpereigene abwehr sein? hier geht es um medikamentöse therapien. diese sind noch weit davon entfernt, überhaupt in studien belegte ergebnisse zu liefern. der ansatz ist aber gut.

Brandmarke

es geht ja bei den Immun-/Zellsymbiosetherapien nicht um Stärkung der Abwehr (Krebs ist ja kein Erreger, den man bekämpfen muss) sondern um die Stärkung /Wiederherstellung der Zellfunktionen. Es handelt sich (lt. den Forschern bzw. Dr.Kremer) bei Krebs um eine FUNKTIONELLE Störung der Wechselschaltung zwischen den Mitochondrien und den beiden Zellkernsubgenomen, wobei es dann zur Störung in der Atmungskette kommt, es kommt zur Fehlmodulation von ATP und die betreffenden Zellen schalten auf diese sogenannte "evolutionsbiologisch programmierte Schutzschaltung": der Inaktivierung der Mitochondrien.

Genau das hat auch Otto Warburg vor 80 Jahren entdeckt, daß Krebszellen abweichend von normal differenzierten Zellen das "universelle Energieträgermolekül Adenosintriphosphat (ATP) überwiegend nicht mithilfe des molekularen Sauerstoff in den Zellsymbionten (Mitochondrien) produzierten. Damit hatte Warburg als erster das "Atmungsferment" in den Mitochondrien dargestellt und bekam dafür 1931 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er entdeckte, daß Krebszellen das ATP grösstenteils ausserhalb der Mitochondrien im Zellplasma aus Abbauprodukten des Zuckers (Glukose) mithilfe von Enzymen synthetisierten (Fermentation) AUCH WENN Sauerstoff vorhanden war! 1944 sollte er seinen zweiten Nobelpreis bekommen, Hitlers generelles Verbot für Deutsche, diese Ehrung anzunehmen verhinderte es aber.

Jedenfalls ist dies die dahinterstehende Grundlagenforschung, die 2006 vom Team um Prof. Michael Ristow bestätigt wurde, indem sie das Protein "Frataxin" in die Mitochondrien einsetzten um damit auf diese Weise den Tumor zu mehr oxidativen Stoffwechsel zu zwingen.

Speziell hier gibts allerdings noch keine Therapien, weil es noch erprobt werden muss ob dieser Ansatz überhaupt auf den Menschen umzusetzen ist.

Das Ziel der übrigen von mir genannten Therapien ist jedenfalls diese funktionellen Störungen mittels "biologischer Ausgleichstherapie" zu renormalisieren und bisher sind die Resultate anscheinend ziemlich hoffnungsvoll, werden aber bisher nur von den privaten Krankenkassen bezahlt.

[[http://www.naturheilpraxis-simmern.de/doc/Einladung%20CST%201.Juli.pdf]]

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