» »

Was haltet ihr von Heilpraktiker

MserAid/ion


Ich weiss ehrlich nicht, warum hier HP so heruntergezogen, so schlecht gemacht werden. Es gibt doch Zwischenzeit viele Ärzte, die zusätzlich HP sind.

Wie gesagt, gegen einen spezialisierten alternativmedizinischen Fachberuf hab ich gar nix. Mehr noch, das _hätte_ ich gerne. Das Problem ist die völlige Abwesenheit einer strukturierten und validierten Ausbildung. Um den "Schein" zu machen muss man nur diese Prüfung bestehen: Für die kann sich jeder Dahergelaufene anmelden (und durchfallen, was die 70% Quote erklärt).

Würde der Heilpraktiker ein anerkannter Lehrberuf mit festen, wissenschaftlich validierten Inhalten, würde der HP den Sprung in die Krankenkassen und Versicherungen schaffen. Aber solange man dort Eierschalen-verbuddeln im Garten als "energetische Lösung von Knochenschmerzen" serviert bekommt (reales Beispiel); Wie soll man als Gesundheitssystem (und damit mein ich alle, vom Rettungssanitäter bis zum Gehirnchirurgen) diese Qualifikation ernst nehmen?

Meridion

MYAC BxA


Der Glaube machst. Von Eierschalen verbuddeln habe ich noch nie gehört.

Ich glaube nicht alles was mir mein Arzt erzählt, ich bohre und hake nach und mach mich kundig. Und so ist der mit der HP. auch.

Es ist ja gut, wenn 70% durchfallen, dann bleiben wenigstens von 30 % maximal 5 % übrig, die Homöopathie verstanden haben.

Wie hoch ist denn die Durchfallrate bei den Ärzten? Ist dort die Quali hoch genug?? Manchmal könnte man da auch zweifeln.

t\hoVfoer


@ MACBA

Es ist ja gut, wenn 70% durchfallen, dann bleiben wenigstens von 30 % maximal 5 % übrig, die Homöopathie verstanden haben.

Homöopathie bzw. Heilverfahren generell sind gar nicht Gegenstand der Heilpraktikerprüfung. Hier wird nur "schulmedizinisches" Grundlagenwissen abgefragt etwa zur Anamnese. So soll etwa sichergestellt werden, dass ein Patient mit bspw. akuter Appendizitis ins Krankenhaus geschickt wird und nicht etwa mit Globuli behandelt wird.

Eine kurze Zusammenfassung über Prüfungsinhalte findet man [[http://www.ausbildung-heilpraktiker.de/ausbildung-heilpraktiker/die-heilpraktiker-pruefung.html hier]]:

* Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtliche Grenzen der Ausübung der Heilkunde ohne Approbation als Arzt

* Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden des Heilpraktikers

* Grundkenntnisse der Anatomie, pathologischen Antatomie, Physiologie und Pathophysiologie

* Grundkenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von Volkskrankheiten, insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-/Kreislauf Krankheiten, der degenerativen Erkrankungen sowie der übertragbaren Krankheiten.

* Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohender Zustände

* Technik der Anamneseerhebung, Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls- und Blutdruckmessung)

* Praxishygiene, Desinfektion, Sterilisation

* Injektions- und Punktionstechniken

* Deutung grundlegender Laborwerte

Mmeridiwon


Der Glaube machst. Von Eierschalen verbuddeln habe ich noch nie gehört.

Ich glaube nicht alles was mir mein Arzt erzählt, ich bohre und hake nach und mach mich kundig. Und so ist der mit der HP. auch.

Es ist ja gut, wenn 70% durchfallen, dann bleiben wenigstens von 30 % maximal 5 % übrig, die Homöopathie verstanden haben.

Wie hoch ist denn die Durchfallrate bei den Ärzten? Ist dort die Quali hoch genug?? Manchmal könnte man da auch zweifeln.

Es wird nichts Alternativmedizinisches in der Prüfung abgefragt. Das ist ja das Mißverständnis wenn die Leute sagen "boah der macht Heilpraktiker, was der alles wissen muss".

Der Gesetzgeber verpflichtet jeden, der sich gerne freiberuflich als Heilpraktiker betätigen will, dass er diese Prüfung macht, um die gröbsten Krankheitsbilder richtig einzuordnen und sie entsprechend an den Schulmediziner weiterzuleiten. In dieser Prüfung fallen 70% durch, nicht weil sie so bockschwer ist (in der Tat ist sie verglichen zu den medizinischen Staatsexamina kinderleicht), sondern weil jeder, ob er nen Kurs belegt hat oder nicht, an ihr teilnehmen darf. Absolut jeder; Man muss nicht mal einen Schulabschluss haben. Man braucht also überhaupt keine Qualifikation.

Bei den Ärzten ist die Durchfallquote im zweiten Staatsexamen unter 5%, was aber daran liegt, dass Medizinstudenten eine Mindeststudienzeit von 6 Jahren und 3 Monaten haben und in dieser Zeit praktisch Vollzeit an einem Uniklinikum lernen/ Praktika machen und für jede Studienleistung schriftliche, mündliche und mündlich-praktische Prüfungen haben. Deswegen sind sie vorbereitet.

Auf die Idee Ärzte mit Heilpraktikern zu vergleichen kann man meiner Meinung nach nur kommen wenn man keine ernsthaften Krankheiten hat und alle halbe Jahr wegen nem Schnupfen oder Rückenschmerzen zum Hausarzt geht und sich dort dann aufregt, dass er nur 5 Minuten Zeit hat und ausser nem Antibiotikum nix macht. Jeder der ernsthaft krank ist weiss, was Fachärzte können, wissen und leisten.

Deswegen sag ich ja, es BRÄUCHTE einen guten alternativmedizinischen Heilberuf, der ne tatsächlich Ausbildung bekommt, qualifizierte Therapie macht und sich um die begleitenden Beschwerden von Patienten kümmert.

Tatsächlich gibts den aber nicht.

M

t`hofxoer


Man muss nicht mal einen Schulabschluss haben.

Bist du sicher? Ich kann mich erinnern, gelesen zu haben, dass man mindestens einen Hauptschulabschluss braucht.

MNerid-ion


Nee, nur um bei Vorbereitungskursen oder zum Teil bei den Bezahl-Kursen für bestimmte alternativmedizinische Behandlungspraktiken wird als Mindestanforderung ein Grundschulabschluss vorausgesetzt.

Für die Prüfung beim Amt braucht man nur ein leeres Führungszeugnis.

Wie gesagt, untragbare Situation. +++ Heilpraktiker als Ausbildungsberuf oder Studium

Meridion

M[eridxion


Ah, überhaupt nicht wahr. Hab mich grad nochmal beim Gesundheitsamt informiert. Tatsächlich braucht man für den großen Schein einen Hauptschulabschluss.

Mea culpa.

Ändert allerdings an der Gesamtsituation wenig.

Meridion

s"ch%natte~rgDuschxe


Meridion

Deswegen sag ich ja, es BRÄUCHTE einen guten alternativmedizinischen Heilberuf, der ne tatsächlich Ausbildung bekommt, qualifizierte Therapie macht und sich um die begleitenden Beschwerden von Patienten kümmert.

Es bräuchte meiner Meinung nach ein anderes Gesundheitssystem. Aus mehreren Gründen.

In der Medizin sollte es um Heilung gehen. Das heißt, ausgehend von den Symptomen das Erforschen ihrer Ursachen und deren Auflösung. Schon den Begriff Alternativmedizin betrachte ich als einen Fehler. Zur Medizin gibt es keine Alternative, wenn sie zur Heilung führt. Was heute unter Alternativmedizin verstanden wird, sind zum großen Teil ergänzende Sichtweisen. Es handelt sich tatsächlich um Komplementärmedizin. Eine Alternative brauchen wir nicht zur Medizin, sondern nur zu der im Grunde gar nicht medizinischen Sicht, Symptome zu kaschieren und damit letzten Endes wirkliche Heilung zu verhindern.

Die Heilung selbst passiert immer im und mit dem Patienten. Außenstehende (Ärzte, Heilpraktiker, "Heiler" usw.) sind dabei Helfer. Der Heiler ist man im Grunde selbst und nur für sich selbst. Man kann bewußt oder unbewußt Heilung blockieren oder fördern.

Die Realität sieht meistens ganz anders aus. Der Patient bezahlt Beiträge an die Krankenkassen, eine Versicherung dafür, dass ihm im Krankheitsfall geholfen wird. Mit seinen Symptomen geht er zum Arzt und erwartet, dass der ihm hilft. Kann er das nicht, dann ist der Arzt schlecht oder gleich mal die ganze Medizin. Kaum jemand stellt sich die Frage, was ihn krank gemacht hat. Die Verantwortung für die Gesundheit wird dem Arzt übertragen, denn da war doch noch das Ding mit der Versicherung.

Der Arzt hängt am Tropf der Kassen. Die bewerten nicht, ob er den Patenten zur Heilung geführt hat, sondern ob er die Symptome so weit geschwächt hat, dass der Patient ihn nicht wieder aufsucht und damit keine Versicherungsleistung mehr in Anspruch nimmt. Treten die gleichen oder neue Symptome auf, gilt es eben als neue Erkrankung. Kaum einer kommt auf die Idee, dass es die gleiche Erkrankung ist, die nur das Signal neu oder ein anderes setzt. Denn das vorherige Signal wurde ja nicht verstanden und hat nicht zur Beseitigung der Ursachen geführt. Diese Art der Medizin ist zwar geeignet, Symptome zu sortieren, in Gruppen zu fassen und damit der Krankheit einen Namen zu geben. Oder wenigstens die Symptome als Syndrom zusammenzustellen. Sie behandelt dann aber meistens nur noch die aktuelle Erkrankung. Die Ursachen werden selten erforscht und beseitigt. Dieser Prozess würde über die Beseitigung der Symptome hinausgehen. Aber dafür bekommt der Arzt von den Kassen kein Geld und damit keine Zeit.

Die "Alternativmediziner" (nicht unbedingt als Mediziner, sondern als Alternative zu dieser Form der Medizin zu verstehen) gehen da anders vor. Ihre wachsende Anerkennung hängt mit dem steigenden Gesundheitsbewußtsein zusammen. Je mehr man zusätzlich zum Kassenbeitrag für die eigene Gesundheit ausgeben muss, um so eher ist man auch bereit, das Geld gleich in eine länger und grundsätzlich wirkende Leistung zu investieren und damit langfristig zu sparen. Die wirkliche Heilung passiert im Körper selbst. Er ist ein kybernetisches System und versucht, ständig die Balance aller seiner Einzelsysteme selbst und untereinander aufrechtzuerhalten. Das Symptom ist ein Signal, die Aufmerksamkeit auf die Störung zu lenken. Spürbar krank wurde der Körper, weil diese natürliche Regelung behindert wurde. Die Blockaden aufzulösen erfordert fast immer eine Änderung der krankmachenden Denk- und Verhaltensmuster. Und sei es nur mehr Entspannung oder die Rückkehr zu ausreichendem Schlaf, in dem die Heilung verstärkt passiert.

Es gibt Ärzte, die zu einer begleitenden Therapie auf psychischer Ebene raten. Sie können ein Lied davon singen, wie oft dieser Rat in den Wind geschlagen oder empört zurückgewiesen wird. Man ist doch nur krank, aber nicht gaga. Körperlich erkrankt zu sein wird akzeptiert. Das ist handfest und etwas zum Vorweisen. Wenn es noch nicht zu einer erkennbaren körperlichen Veränderung gekommen ist, obwohl die ersten Symptome da sind, liegt es eben an den Ärzten, die zu dumm sind, etwas zu finden. Es geht den wohl meisten Menschen nicht um das Erkennen von Ursachen und Wirkungen, sondern um ganz einfache Schuldzuweisungen. Am besten an andere.

Aus dieser Sicht frage ich mich, was Du unter einer "qualifizierten Therapie" verstehst. Wird man durch eine Ausbildung qualifiziert oder durch Können? Werden in der Ausbildung alle notwendigen Dinge vermittelt und in der Prüfung abgefragt? Welchen Zulauf haben Ärzte, die zwar einen Abschluss haben oder sogar einen akademischen Titel, aber nicht mit ihren Patienten umgehen können? Welchen Zulauf hätten Heilpraktiker, die einfach nur diese amtsärztliche Prüfung abgelegt hätten aber sonst nichts könnten? Denn rein vom Gesetz her wäre das ja möglich. Und auf der anderen Seite: Warum bekommt man bei vielen Ärzten so schwer einen Termin? Und warum gibt es Heilpraktiker, die trotz der vergleichsweise niedrigen Entlohnung (die dem selbst zahlenden Patienten natürlich sehr hoch erscheint) ein respektables Einkommen erwirtschaften?

KClausx F


@ schnattergusche

schöner beitrag.... es kommt kaum drauf an welche ausbildung jemand hat. Arzt oder hp haben im prinzip die selbe ausbildung und wie erwähnt die selbe prüfung. ich sehe einen kleinen vorteil bei den hps, weil die nicht die gehirnwäsche durchlaufen wie die ärzte. es gibt wohl genau soviel fähige ärzte wie hps und leider auch soviel unfähige.

das schlimme an dem system ist diese spezialisierung, denn die meisten beschwerden z. b. im orthopädischen bereich haben ihren auslöser an einem anderen ort. wenn also ein knie weh tut aufgrund von problemen im sprunggelenk oder der hüfte, wird das ein kniespezialist nicht erkennen. deshalb sind auch ca. 80 % der ops nicht mit dem erhofften erfolg gesegnet.

und leider stecken die meisten therapeuten die menschen in schubladen.... das heisst, wenn du einmal bestimmte probleme hattest, dann wirst du immer daran festgemacht. man muss aber immer aufs neue schauen ob nicht diesmal ein anderer grund vorliegt.

das größte problem ist, dass es kaum noch gute diagnostiker gibt.

gestern habe ich zweimal den glauben verloren. patient knapp 2 jahre alt vor zwei wochen aus 2 m höhe abgestürzt. gehirnerschütterung zwei tage klinik. danach hat sich das kind nicht mehr so bewegt wie vorher. es wurde mit diclo vollgepumpt und der mutter erklärt sie spinnt. wir haben dann die füsse neu justiert und u. a. den atlas korrigiert. und siehe da.... es hüpft wieder. die schulmedizin hat den bereich gehirnerschütterung sehr gut versorgt, aber leider nicht wirklich komplett kontrolliert.

aber ... never ending story :-)

m4aasaxi


Verzeihung

aber Ärzte und Heilpraktiker haben nicht die selbe Ausbildung und die selbe Prüfung und zwar aus mehreren Gründen.

1. Um eine durchschnittliche Heilpraktikerprüfung zu bestehen, reicht in der Regel das intensive Studium der Apotheken-Umschau (ich gebe zu, beim Mündlichen kann man auch Pech haben). Für die Statsexamina dürfte das nicht ganz reichen.

2. Es ist schlicht unmöglich. Kleiner Tip: erst die eigene Sprache lernen, bevor man mit englischen Phrasen daherkommt

Übrigens: Kniebeschwerden kommen in den meisten Fällen vom Knie und nicht von anderswo her, nur weil du dein Geld damit verdienst.

Grüsse vom Maasai

MMACBxA


Kleiner Tip: erst die eigene Sprache lernen, bevor man mit englischen Phrasen daherkommt! Ja, dann man an die eigene Nase fassen.

Kniebeschwerden kommen eben in den meisten Fällen nicht vom Knie. Die können ganz andere Ursachen haben. Das Knie

regiert nur darauf und kann schmerzen.

Er verdient sein Geld damit, weil er weiss, wodurch das Knie schmerzen und damit auch Abhilfe schaffen kann. Nicht mit Schmerzmittel.

Ein Arzt behandelt nur Dein Knie, die Ursache meist nicht.

Gute Diagnostiker habe ich schon lange keine mehr kennen gelernt. Schade, die fehlen wirklich.

Kqnaacks


@ moonnight

und ein HP arbeitet ja auch hauptsächlich mit pflanzlichen dingen wie u.A. auch mit akupunktur

Uups – wieder was dazugelernt. Da geht ein HP also in den Wald und sammelt Stachelkräuter für die Akupunktur.

smchnaRttebrguscxhe


Klaus F

Arzt oder hp haben im prinzip die selbe ausbildung und wie erwähnt die selbe prüfung.

Arzt wird man nicht nach einer bestandenen amtsärztlichen Prüfung. Der Ausbildungsweg ist um einiges umfangreicher als der für den HP notwendige. Wobei die Apotheken-Rundschau mit Sicherheit auch für den HP nicht reicht, sondern eher die BILDungszeitung für den kleinen Patienten ist. ;-D Der Weg nach der Prüfung kann ebenfalls sehr verschieden sein. Ein Arzt hat, wenn er sich niederlassen sollte, nur noch wenig bis gar keine Zeit für seine Weiterbildung. Ein Arzt im klinischen Alltag wird in erster Linie nach einer Möglichkeit suchen, sich mal wieder richtig auszuschlafen. Beim HP fehlt es dafür eher an Geld für die Weiterbildung, wenn er nicht zu den ausgesprochen guten gehört, denen betuchte Patienten jeden Betrag zu zahlen bereit sind. So ein HP wird sich allerdings eher auf wenige Bereiche beschränken, um dort möglichst gut zu werden und sich so aus der Masse abzuheben.

Gegen die Spezialisierung in der Medizin habe ich nichts einzuwenden. Das biologische System, mit dem sich Ärzte befassen, ist sehr komplex und es kann nicht jeder in allen Bereichen in die Tiefe vordringen. So wie ein guter HP erkennen sollte, wann der Patient in die Hände eines Arztes gehört, sollte ein guter Arzt auch seine Grenzen kennen und den Rat seiner Kollegen hinzuziehen, bevor er auf Verdacht am Patienten experimentiert. Da scheint mir das System zu kranken. Der holistische Ansatz, den Medizinstudenten ganz zu Anfang kennenlernen, ist oft schnell vergessen und wird häufig durch die energische Erziehung zu elitärem Denken ersetzt. Dazu kommt, dass sie lernen müssen, den vermittelten Stoff möglicht gut wiederzugeben. Wer sich mit Zweifeln aufhält oder gar eigene Gedanken entwickelt, hat es schwer, durch die Prüfungen zu kommen. Wer promovieren möchte ist gut beraten, sich mit den Mathematikern anzufreunden. Die können dann bei der Statistik helfen, wenn es in der Doktorarbeit um die Wirksamkeitsbetrachtung zu einem Medikament geht.

maasai

Wenn Kniebeschwerden in den meisten Fällen vom Knie kämen, wäre die Medizin um vieles einfacher. Und auch die Therapie wäre leichter und damit schneller wirksam. Ursache und Wirkung sind leider in den wenigsten Fällen so dicht beisammen. Die Palette möglicher Ursachen reicht von den Füßen über die Hüfte bis zum Gebiß. Die Schonhaltung wegen eines Hühnerauges unter der Fußsohle kann genau so zu Kniebeschwerden des anderen Beines führen wie die Schonhaltung bei einem eingeklemmten Nerv oder die Fehlbelastung durch eine Lähmung in der Schulter oder eine Skoliose. Selbst eine psychische Belastung kann Kniebeschwerden hervorrufen. Die Psychosomatik ist ein umfangreiches Fachgebiet der Medizin. Ein Arzt, der dabei nur das Knie betrachtet und nicht weiterdenkt, sollte entweder seinen Patienten abgeben oder seine Approbation. Zum Glück ist es aber wirklich selten, dass einer tatsächlich nur auswendig gelernt hat für die Prüfungen und dabei so wenig verstanden hätte.

mkaaxsai


@ schnattergusche

Glaub mir, das ist mir alles bekannt. Im wirklichen Leben ist es nur so, dass ein Patient, welcher unter Kniebeschwerden leidet, von dir erwartet, dass du diese Beschwerden behandelst. Er will nicht hören, dass er 20 kg abnehmen sollte, sich einer krankengymnastischen Behandlung unterziehen sollte, welche vor allem von ihm selbst erhebliche Anstrengungen und Weiterarbeit erfordert, dass er sich mehr und vor allem richtig bewegen sollte, seine Ernährung umstellen sollte etc pp. und vielleicht in 10 Monaten deutliche Besserung verspürt - er erwartet konkrete und kurzfristig wirksame Hilfe, sonst geht er zum nächsten, bis er einen findet, der ihn schmerzfrei spritzt, um dann zu verkünden, endlich einen gefunden zu haben, der sein Handwerk versteht. Ich weiss sehr wohl, dass die Ursache auch mal ganz woanders zu suchen ist, nur: die grosse Mehrzahl der Fälle haben eine fortgeschrittene Arthrose oder einen Unfall als Ursache und nicht andersherum. Wenn jemand Atlastherapie nach Arlen, craniosacral-balancing oder Osteopathie zu kennen glaubt, beschränkt sich oft das gesamte Weltbild darauf und die anderen sind alle so doof; nur die Wirklichkeit sieht eben anders aus. Ich behaupte sogar, eine wirklich ganzheitliche Behandlung ist nur bei einem Arzt möglich, weil nur ein Arzt wissen kann, wie breit das Spektrum ist (nicht jeder)

Wenn jemand nur nichtssagende Polemik ("es gibt kaum noch gute Diagnostiker" o. ä.) von sich gibt, dazu eindeutig falsche Aussagen macht , seinen post mit einem englischen Sprüchlein abschliesst aber in seiner Muttersprache den Unterschied zwischen "das selbe" und "das gleiche" offenbar nicht kennt, muss ich einfach entsprechend antworten.

Grüsse vom Maasai

KzlauOsJ F


ein system das funktioniert steht nicht ständig am finanziellen abgrund, sondern heilt seine Patienten und gut ist.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Alternativmedizin oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Schönheit und Wohlfühlen


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH