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Was haltet ihr von Heilpraktiker

dvionyRsols74


@ drug

Dem stimme ich weitgehend zu. Wenn Du nun selber sagst, daß der Arzt 90% der Dinge die er gelernt hat, gar nicht für seinen Beruf braucht, dann können wir seinen Ausbildungsweg auf 10% der Zeit eindampfen! Denn mit dem Wissen, wie eine Kalomel-Elektrode funktioniert, hat noch niemand einen Patienten geheilt. Nehmen wir also all den Ballast aus dem Lehrstoff heraus, dann wären wir zeitlich gesehen ziemlich exakt da, wo auch eine seriöse Heilpraktiker-Ausbildung angesiedelt ist. Also schließe ich daraus, daß der Arzt zwar mehr gelernt hat, aber im Prinzip nicht mehr an Relevantem gelernt hat als der Heilpraktiker. Nichtsdestotrotz wird in der öffentlichen Wahrnehmung gerade auf diesem Argument der ach so schlechten HP-Ausbildung herumgeritten!!! Wenn wir aber alles Irrelevante herauskürzen, dann steht der Heilpraktiker gar nicht so schlecht da.

Natürlich kann jeder Arzt – wie jeder andere Mensch auch – sich das Wissen eines Heilpraktikers aneigenen und dann nach denselben Methoden arbeiten. Der eine oder andere Arzt tut es ja auch mit Erfolg. Allerdings läßt sich das organisatorisch und abrechnungstechnisch nur selten mit einer Kassenpraxis vereinbaren. Also werden die wenigsten Ärzte davon Gebrauch machen. Die meisten werden sich dieses Wissen nicht aneignen, da es für ihren Betriebsablauf keinen Mehrwert bedeutet. Und wenn man sich mit einer Sache nicht beschäftigt hat, ist sie per se suspekt. Also urteilt man über Dinge, von denen man eigentlich nichts versteht. Die Heilpraktiker wollen diese Mißverständnisse argumentativ ausräumen, aber die Ärzte können den Argumenten mangels Wissen von der Materie nicht folgen und so entsteht dann nicht selten eine unreflektierte, pauschale Ablehnung der gesamten Thematik.

C:etFus


Vorpost:Es ist sinnvoller wenn sich beide Ärzte, wie auch HP miteinander verstehen

Antwort von HLodin: Wieso? Imho braucht es gar keine Heilpraktiker! Diesen Unsinn gibt es nur in Deutschland und sonst nirgendwo!

Diese Antwort hat mal jemand in die Welt gesetzt und alle schreiben es ohne Überlegung nach – auch noch mit Ausrufungszeichen!

Natürlich heißen nichtakademische CAM(Complementär u. Alternativ-Medizin)-Therapeuten nicht "Heilpraktiker" sondern in England zum Beispiel Naturopathen, Geistheiler, Osteopathen, Bonsetter usw. Nicht selten in Krankenhäusern tätig. In der Schweiz heißen Hp's Naturärzte und Chiropractoren. In Schweden sind eine große Anzahl Heilpraktiker-ähnlich tätig, mit staatlicher Genehmigung.

In Belgien, Niederlande, Frankreich sind Osteopathen offiziell tätig. In USA gibt es seit über 100 Jahren Chiropractoren und Osteopathen.

In Spanien und Italien werden CAM durch Medizinische Hilfsberufe straflos geduldet.

In den Ländern wo es explizit CAM Therapien durch nichtakademiker verboten sind, ist die Grauzone und Hinterhof-Medizin unübersichtlich und üblich. Siehe zum Beispiel Österreich. Alle diejenigen die Heilpraktiker verboten sehen möchten, sollten sich im klaren sein, dass man einen Berufsstand gesetzlich verbieten kann, aber "Naturmedizin" gehört zur Medizinhistorik und vor allem Familientradition.

Fazit: Complementär- und Alternativmedizin gibt es in jedem Land, nur in Deutschland ist sie reguliert und kontrolliert.

Gruß Cetus, der kein Heilpraktiker ist und wird

d#ionIyso/s7x4


Es ist sogar so, daß in vielen Ländern der Stellenwert der Alternativmedizin viel höher angesiedelt ist als in Europa. Insbesondere in den größten und ältesten Kulturkreisen der Welt, wie z.B. Japan, China, Indien, ist die Anwendung naturheilkundlich-alternativer Methoden nicht nur selbstverständlicher als in Europa, sie sind darüberhinaus auch in Traditionen des Alltags integriert. Das beginnt bereits damit, daß man Streß vermeidet, indem man höfliche Umgangsformen pflegt, Probleme nicht während des Essens bespricht, meditative Techniken wie Massagen, Reflexzonenbehandlung, Gebete etc. in den Tagesablauf integriert, die Essenszubereitung nach klassischen Gesundheitslehren ausrichtet u.s.w. Es ist daher sicherlich kein Zufall, wenn dort die ältesten und gesündesten Menschen Leben und das Gesundheitssystem dort nur einen Bruchteil jener Kosten verschlingt, die in Europa leider immer noch der Pharmaindustrie in den Rachen geworfen werden.

Firiezdem6annB


Es ist daher sicherlich kein Zufall, wenn dort die ältesten und gesündesten Menschen Leben

In China ist die aktuelle Lebenserwartung liegt für Männer bei 70 und Frauen bei 74 Jahren.

In den 30er Jahren lag sie noch bei circa 35 Jahren – trotz TCM.

(Quelle: [[www.china.uni-koeln.de/papers/No%201986-1.pdf]])

In Indien ist die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer 63,9 Jahre (1971 waren es nur 44 Jahre) und für Frauen 65,6 Jahre (1971 waren es nur 46 Jahre).

(Quelle: [[de.wikipedia.org/wiki/Indien]])

Auch wenn bei über 1 Milliarde Chinesen und auch 1 Milliarde Inder logischerweise auch einige wenige sehr alt werden verzichte ich dankend auf diese Alternativmedizin.

sEaxo


Wieso wird jetzt die Lebenserwartung ins Spiel gebracht? Die Leute, die zum Heilpraktiker gehen, tun das doch nicht, um primär ihre Lebenserwartung zu steigern :-/

C]etuxs


Auch wenn bei über 1 Milliarde Chinesen und auch 1 Milliarde Inder logischerweise auch einige wenige sehr alt werden verzichte ich dankend auf diese Alternativmedizin.

FriedemannB

..und was möchte uns der Autor jetzt mitteilen ":/

s7innrundsinnli.chkegit


Mein Rat: Suche weiter nach einen guten Hautarzt, der sich mit Deinem Krankheitsbild auskennt und lasse die Finger von Heilpraktiker, Bachblüten, unnütze Homöopathie,...

Mein Ex wurde 15 Jahre von verschiedenen Ärzten behandelt wegen Schuppenflechte. Die Heilpraktikerin sagte ...es ist ein Hautpilz, er hat 2x eine Kur gemacht vor ca 5 Jahren, es ist nichts zurückgekommen ...

Ärzte sind auch keine Götter.

s/chnaQttexrgusxche


saxo

Wieso wird jetzt die Lebenserwartung ins Spiel gebracht? Die Leute, die zum Heilpraktiker gehen, tun das doch nicht, um primär ihre Lebenserwartung zu steigern :-/

:)^ Stimmt! Mit der durchschnittlichen Lebenserwartung läßt sich die Aussage über die ältesten und gesündesten Menschen scheinbar relativieren. Es hat einen eher rhetorischen Grund.

dKionqysoxs74


Zitat:

Mein Rat: Suche weiter nach einen guten Hautarzt, der sich mit Deinem Krankheitsbild auskennt und lasse die Finger von Heilpraktiker, Bachblüten, unnütze Homöopathie,...

Auch wenn einige Kolleginnen und Kollegen Bachblüten und Homöopathie anwenden zählen diese Dinge NICHT zur Naturheilkunde im engeren Sinne und sind daher meines Erachtens verzichtbar.

Naturheilkunde bedeutet, daß der Mensch als ganzes behandelt wird. Es handelt sich somit um einen systemischen Ansatz, der keineswegs im Widerspruch zur Schulmedizin steht, sondern eher deren Ergänzung darstellt, da letztere den Menschen in seine Organfunktionen "zerlegt" und somit mehr als analytischer Ansatz bezeichnet werden kann.

Letzteres dient der direkten Einflußnahme auf das Krankheitsgeschehen um mittelfristig weiteren Schaden abzuwenden, erstere dient der Behandlung der zugrundeliegenden Krankheitsursachen und zielt nicht unbedingt auf das erkrankte Organ ab, sondern geht davon aus, daß das Organ erst dann wirklich gesund werden kann wenn die Krankheitsursachen auf der Systemebene beseitigt sind. Die schulmedizinische Behandlung dient währenddessen als Schutz, ähnlich einer Krücke und Schiene bei einem

gebrochenem Bein. Ist der Knochen verheilt, kann der Patient auf Krücke und Schiene verzichten.

In diesem Sinne kann z.B. eine antihypertensive Medikation bei einem Hochdruckpatienten notwendig sein, solange der Blutdruck ohne das Medikament immer wieder steigt. Solange aber die Ursache nicht behandelt wird, wird das immer wieder passsieren und das Blutdruckmedikament wird zur Dauereinrichtung. Ist hingegen die Ursache abgestellt, kann das Mittel ohne Schaden abgesetzt werden und der Patient ist wirklich geheilt.

Nach diesem kleinen Exkurs über den methodischen Ansatz der Naturheilkunde komme ich wieder auf die erwähnte Homöopathie, Bachblüten etc. zurück. Hier wird lediglich nach Symptomen und Modalitäten ein Mittel ausgesucht. Der Ansatz der Homöopathie (und davon hergeleiteter Abarten, wie Bachblüten, Anthroposophie etc.) ist somit nicht kausal, sondern symptomatisch, bestenfalls naturphilosophisch, aber nicht systemisch.

Ein systemischer Ansatz wäre hingegen, z.B. eine Störung im Säure-Basen-Haushalt zu diagnostizieren und zu behandeln. Damit wäre die Ursache einer ganzen Reihe von Krankheiten abgestellt und Patienten, die jahrelang Pillen schlucken mußten können endlich darauf verzichten und werden nicht nur ihre Krankheit, sondern auch die vielen Nebenwirkungen der Medikament los.

Wo liegt der Unterschied zur Homöopathie? Ganz einfach: der Säure-Basenhaushalt läßt sich objektiv, quantitativ und reproduzierbar in Zahlen erfassen und graphisch im Zeitverlauf darstellen. Die Veränderung der Werte lassen als objektive Parameter Rückschlüsse zum Fortschritt des Heilungsprozesses (oder der Verschlimmerung im Falle einer unwirksamen Therapie) zu. Diese Methode ist somit (als ein Beispiel unter vielen, die hier angeführt werden könnten) völlig interpretationsfrei, unabhängig vom Behandler und damit absolut objektiv.

Damit erfüllt sie die dieselben naturwissenschafltichen Standards, die auch in der evidenzbasierten Schulmedizin Gültigkeit haben. Sie unterscheidet sich von letzterer lediglich durch den Betrachtungswinkel des Krankheitsgeschehens (systemisch versus analytisch).

Damit erübrigt sich die leidige Diskussion, ob denn die Homöopathie nun wirkt oder nicht. Contergan hat schließlich auch gewirkt, trotzdem ist dieses Mittel kein sinnvoller Weg zur Heilung. Die einzig ausschlaggebende Frage ist, ob die (vermeintliche oder tatsächliche) Wirkung überhaupt in das Gesamtkonzept paßt, dessen Anspruch sich der Behandler verpflichtet fühlt. Für einen Schulmediziner ist es deshalb hinreichend, wenn das Mittel das Symtom abstellt. Damit hat es seinen Zweck voll und ganz erfüllt. Aus ganzheitlicher Sicht dagegen ist das Symptom nur ein Mosaikstein im Gesamtgefüge. Selbst wenn der Heilpraktiker gar nicht über das klinische Krankheitsbild des Patienten informiert ist, wird sein systemischer Ansatz den Heilungsprozess des Patienten unterstützen. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist allerdings das Arbeiten mit reprodizierbaren, objektiven und interpretationsfreien Methoden. Alles andere – Homöopathie etc. – ist Metaphysik. Ich muß mich daher immer wieder wundern, daß die Homöopathie häufig mit der Naturheilkunde in einem Atemzug genannt wird, ja bisweilen als Synonym gesetzt wird.

Was die Lebenserwartung betrifft, so leben meines Wissens die ältesten Menschen der Welt in Japan. Und Japan hat keine Milliardenbevölkerung.

KXadhmidyxa


Unterstützend zur Schulmedizin ist ein guter Heilpraktiker schon hilfreich, da diese ganzheitlich behandeln. D.h. sie würden also bei der Ernährungsumstellung helfen.

Gut ich war mit 11 Jahren schwer unbegeistert als meine HP mir die Neurodermitis über Ernährung wegtherapieren wollte (ich nenns mal der Einfachheit halber halbvegan ohne Zucker und helles Mehl) und ich hab auch später festgestellt, dass es keinen Unterschied macht – aber so isset nun mal.

Beim Arzt hilft auch nicht jedes Medikament.

Ich würd mal den Dermatologen wechseln. Ich hab schon bei 2 sehr guten Dermatologen starke Unterschiede festgestellt – beides sind gute Ärzte – wenn man da an einen schlechten gerät...

HP kann man immer noch machen. Im Bereich Allergien oder psychisch können gute HPs unterstützend zur Schulmedizin schon helfen.

Ich selbst war zwar seit ich 14 bin bei keinem mehr, aber mich bringt auch nur ein echter Notfall zum Arzt ;-) meine HP war gut.

e|fugaxste


Meiner Ansicht nach ist der Schulmediziner bei Neurodermitis eher die Not-Indikation, oder für Allergietests ect.

Die Ursache dafür kann ein HP besser (oder ein GUTER Naturarzt) handhaben, man sollte dabei ans "Entgiften" nebst anderen meist kleineren Einflüssen denken.

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, erstmal den Hautarzt ans Werk zu lassen, die wahrscheinlichen Ursachen sind jedoch in HP-Kreisen mehr bekannt.

E|lis{abeVth Rx.


Ich kann einige der Thesen hier gar nicht nachvollziehen. Es sind mittlerweile so zahlreiche Vermutungen aufgestellt worden, die so einfach nicht stimmen. Nun mal ein Erfahrungsbericht aus dem Heilpraktikerleben:

1. Hat ein HP eine Ausbildung zu absolvieren

2. Jammern selbst Krankenschwestern über das medizinische Pensum, das ein HP-Anwärter zu lernen hat.

3. Sind die Anforderungen in der schriftlichen Prüfung auch mit MC-Aufgaben so umfangreich und komplex, dass 90% der Anwärter durchfallen. Und mit Sicherheit sind nicht 90% der Anwärter dumm! Die Prüfung ist eine rein schulmedizinische Prüfung, bei der alle Diagnose- und Therapieverfahren der Schulmedizin zu wissen sind.

4. wendet ein HP Naturheilverfahren an. Das sind nicht 2 verschiedenen paar Schuhe wie hier in einem Beitrag aufgelistet.

5. Gibt es zahlreiche schulmedizinische Medikamente, die bekanntermaßen starke Nebenwirkungen haben. Naturheilverfahren haben ja das Ziel nicht nur Symptome, sondern Ursachen zu beseitigen ohne dem Körper gleichzeitig wieder für ihn unversträgliche Mittel zuzuführen. Als Beispiel: Der Körper stellt 80% seines Cholesterins selber her. Daher kann häufig durch de Nahrung nur ein minimaler Teil eingespart werden. Nun ist dies aber eine der Volkskrankheiten. Ein Schulmediziner gibt senkende Mittel, ein HP schaut nach, weshalb der Körper der Meinung ist so viel Cholesterin produzieren zu müssen. Es ist ein natürlicher Klebstoff für Gelenke. Also würde ein HP sich beispielsweise anschauen was mit den Gelenken ist um die Ursache zu bereinigen. Hört sich meiner Ansicht nach gar nicht so schlecht an, oder?

6. Zieht einem nicht jeder HP das Geld aus der Tasche und wie gesagt gibt es mittlerweile genug Versicherungen, die dies übernehmen.

7. Gibt es genauso wie bei den HPs bei der Schulmedizin Ärzte, die einem nicht weiterhelfen können.

Daher Fazit: Jeder muss für sich entscheiden welchen Ansätz er vertritt: Schulmedizin oder Naturheilkunde! Bei beiden heisst es allerdings: Such dir einen vernünftigen Behandler. Und das dauert manchmal einfach 2-3 Sitzungen

tLo2bxi81


Es reicht auch den Fragenkatalog auswendig zu lernen. Sind alles Multiple Choice Fragen. Dabei ist sogar angegeben, wieviele Kreuzchen bei den Fragen jeweils zu machen sind.

Ansonsten noch wissenswertes über Heilpraktiker

[[http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Heilpraktiker [[www.esowatch.com/ge/index.php?title=Heilpraktiker]]]]

Hlodyn

Ja und damit fällt man durch, denn erstens ist es keine Prüfung sondern eine Überprüfung und zweitens kommt zum schriftlichen Teil auch noch ein mündlicher Teil vor dem Amtsarzt und da wird "dir" das Multiple Choice wissen nichts nützen, denn da wird medizinisches Fachwissen benötigt.

Oder was glaubst du, warum die Durchfallquoten bei über 90 % liegen?

aRylKa6x9


ich bin ganz normaler Arbeitnehmer und bin auch an Geld interessiert. Man möchte für seine Leistung bezahlt werden, oder nicht? Woher, von wem und unter welchen Maßgaben sei mal dahin gestellt. Ich kenne keinen Arzt der kostenlos agiert.

Seit letztem Jahr Juli plag ich mich mit einem "Knoten" in der Brust. Von Ölzyste bis Abzeß über Fettgeschwulst war ja alles dabei. Hab auch gehört, ich "soll mir keine Sorgen machen, ist nix schlimmes", bis es Anfang Januar operiert, oder soll ich lieber sagen, aufgeschnitten wurde. Die Entzündung, die vorher schon da war ist immer noch da, den Rest muß mein Immunsystem jetzt erledigen. So die Ärzte! Möchte nicht wissen, was die alles abgerechnet haben.

Erstmals geholfen hat mir jetzt eine Dame, die im Bereich der Altenpflege arbeitet und eine Ausbildung gemacht hat, die sich irgendwie "Assistentin für Wundheilung" ??? nennt.

Was soll ich sagen, das war nicht kostenfrei :-o , aber es hat geholfen :)^

K assenkxnecht


Lange Zeit war die Sauerstoffdruckkammer bei den Ärzten als nicht anerkannt, aber jetzt wird es sogar an Unfallkliniken eingesetzt, 10 Jahre zuvor war dies schon bei der Alternativen Medizin aktuell. Wie kommt das?

Diese Aussage ist falsch. Die HBO-Therapie (Sauerstoffüberdrucktherapie) wurde aus der Hyperbartherapie (Überdrucktherapie ohne Sauerstoff) entwickelt, deren Ursprünge bis ins späte 19. Jahrhundert zurückzuverfolgen sind. Das hatte nichts mit Alternativmedizin zu tun, sondern entsprach schon immer der Schulmedizin. Etwa in den 50er Jahren erkannte man, dass die Hyperbartherapie ohne Sauerstoff nichts brachte, und entwickelte die Hyperbare Oxygenierung (HBO), bei welcher der Patient unter erhöhtem Umgebungsdruck reinen Sauerstoff atmet. "Alternativ" war aber immer noch nichts daran.

Alternativ wurde es erst, als sich in den Siebzigern ein regelrechter Druckkammerbehandlungs-Hype, allerdings wieder ohne Sauerstoff entwickelte. Man versprach Patienten mittels HB-Therapie die Heilung von allen möglichen Erkrankungen. Einen Beweis für diese Behauptungen gab es natürlich nicht, aber dafür wurden Millionenumsätze gemacht. Damals fing ein Heilpraktiker in Norddeutschland an, in selbst gebastelten Druckkammern Patienten "zu behandeln", was im Februar 1976 in Hannover in einer Katastrophe mit fünf Toten endete. Seitdem durfte die HB(O)-Behandlung nur noch von Ärzten durchgeführt werden.

Es ist schon lange evident, dass die HBO-Therapie zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt werden kann. Die Alternativmedizin hat zum Wissen über die HBO-Therapie nur insofern beigetragen, als dass sie eindrucksvoll demonstrierte, was mit Menschen in einer Druckkammer passiert, wenn man den Druck zu rasch senkt.

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