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Was haltet ihr von Heilpraktiker

sYchnatGterg#uschEe


Kassenknecht

Wo kann man die von Dir angesprochenen Fakten nachlesen? Dass die "Alternativmedizin" nur durch Fehler zum Wissen beigetragen hätte, konnte ich nirgends finden. Der Fall des Heilpraktikers Martin Hinterthür hat doch sicher kein neues Wissen gebracht. Die Gefahren bei zu schneller Dekompression waren schon in der Antike bekannt, wenn auch erst . Auch die Unterscheidung zwischen HB und HBO hat dabei keine relevante Rolle, obwohl sie für die therapeutische Nutzung natürlich entscheidend ist. Die HBO-Therapie war 1976 zwar in der deutschen Medizin nicht anerkannt (bei den gesetzlichen Kassen ist sie das heute noch nicht), in der amerikanischen aber bereits im klinischen Einsatz.

Seitdem durfte die HB(O)-Behandlung nur noch von Ärzten durchgeführt werden.

Nennst Du es Schulmedizin, wenn ein Dr. med. dahintersteht, und Alternativmedizin bei einem Heilpraktiker?

sschnaxtt'ergusxche


Da fehlt ein Stück Text:

Die Gefahren bei zu schneller Dekompression waren schon in der Antike bekannt, wenn auch erst seit dem vorigen Jahrundert erklärbar.

K}assenpknecht


1. Die Fakten kannst du in der entsprechenden Fachliteratur über Hyperbarmedizin und der damaligen Presse nachlesen. Die Alternativmedizin hat bzgl. der HBO gar nicht zu irgendwelchen Kenntnissen beigetragen, daher wirst du auch keine entsprechenden Quellen finden. Die Alternativmedizin hat nur gezeigt, wie man es nicht machen sollte, und Hinterthür hat dies exemplarisch unterstrichen. Natürlich hätte man ihm auch damals schon vorher sagen können, was passieren wird.

2. Die Dekompressionskrankheit ist nicht seit der Antike bekannt, sondern wurde erstmals 1854 beschrieben. In der Antike hatte man noch gar nicht die technischen Möglichkeiten, sich längere Zeit unter einem stark erhöhten pN2 aufzuhalten ohne dabei zu ertrinken.

3. Die Unterscheidung zwischen HB und HBO ist bzgl. einer DCS absolut entscheidend! Bei einem FiO2 von 1,0 gibt es keine DCS, dafür aber andere Risiken, die bei einem geringeren FiO2 mit entsprechend niedrigeren O2-Partialdrücken gar nicht auftreten. Google mal unter "Paul-Bert-Effekt" oder "Lorraine-Smith-Effekt".

4. Die HBO-Therapie ist auch in der deutschen Medizin seit ihrer Einführung anerkannt und sie wird beim Vorliegen entsprechender Diagnosen bis heute von den Kassen erstattet. Bis 2000 wurde die HBO-Therapie sogar bei fraglichen Indikationen (z.B. Tinnitus, Hörsturz) erstattet. Die HB-Therapie oder die Mischformen (z.B. Dekotabellen 1 – 4 d. US-Navy) werden dagegen schon lange nicht mehr durchgeführt.

s]chnatOtergusxche


Kassenknecht

Danke für Deine Ergänzungen! Zu Punkt 2 habe ich inzwischen auch die gleichen Angaben gefunden, die Du mir bestätigt hast. Ebenso Deine Hinweise unter Punkt 3.

An einem Punkt stutze ich immer noch. Das geht nochmal in Richtung meiner Fragen am Ende.

Die Alternativmedizin hat nur gezeigt, wie man es nicht machen sollte, und Hinterthür hat dies exemplarisch unterstrichen.

Was ist dann daran "alternativ"? Es war die falsche Umsetzung einer damals schon schulmedizinischen Methode. Und Hinterthür ist doch sicher kein Synonym für "Alternativmedizin", auch wenn Heilpraktiker "alternative" Methoden verwenden. Schulmediziner dürfen das ja auch.

MIadamgaskar$derz-weite


Ich glaube, man kann schon zu Heilpraktikern gehen, muss sich aber einfach einen zeitlichen Rahmen oder sonst einen Anhaltspunkt setzen, wo man wenn sich bis dahin nichts tut die Therapieform wechselt.

N*iob6exV


@ Hlodyn:

Was für ein Quatsch. So einfach ist es weiß Gott nicht, oder warum liegt die durchschnittliche Durchfallquote bei 70%?

Man muß ja nicht nur die schriftliche Prüfung machen, sondern auch einen äußerst umfangreichen (abhängig vom Gesundheitsamt) praktischen und mündlichen Teil!

Allgemein denke ich, dass es – wie bei Ärzten – gut und schlechte Heilpraktiker gibt. Es gibt solche, die das nur aus Geldgründen machen (warum auch immer?) und solche, die das einfach leben und denen es Spaß macht, nicht nur mit Medis zu behandeln.

Finde mal einen Arzt, der mit Blutegeln arbeitet?! Kennen keinen. Aber nur diese haben bei meiner Freundin den pausenlosen und von Ärzten behandelbaren Schmerz nach 4 OPs an der Schulter gebessert.

Oder bei mir selbst die ständigen Sehnenscheidenentzündungen. Die waren nach einer Akupunkturbehandlung komplett weg. (Ohne, dass ich damals dran geglaubt habe)

Man sollte also erst urteilen, wenn man genügend eigene Erfahrungen gemacht hat.

MUeridIixon


Was für ein Quatsch. So einfach ist es weiß Gott nicht, oder warum liegt die durchschnittliche Durchfallquote bei 70%?

Hier blieb ne Frage offen.

Das liegt daran, dass sich zur Heilpraktikerprüfung jeder anmelden kann der lustig ist. Das heisst jeder der denkt er wüsste, was "man so braucht als Heiler" kann dort auflaufen und mit wehenden Fahnen untergehen. Die Info stammt von jemandem, der grad den großen Heilpraktiker an ner privaten Schule macht.

Heilpraktiker sind ausserdem Spezialisten für "weiche" Erkrankungen. Deshalb hinkt der Vergleich, ganz einfach. Ein Heilpraktiker kann keine ernsthaften Erkrankungen angehen (Herzinfarkt, Lungenembolie, Neoplasien, neurodegenerative Erkrankungen, etc. pp.)... Er muss sie nur erkennen und weiterschicken.

Als Arzt studiert man 6 Jahre weil am Ende ein Wissen um das komplette Spektrum der Erkrankungen gegeben sein sollte. Und entgegen der allgemeinen Meinung gehört dazu ein Großteil an Erkrankungen, die _nur_ von "normalen" Medizinern behandelt werden können.

Meridion

bFlackbxlood22


HUHU ,

also dazu kann ich nur sagen das ich auch eine Heilpraktikerin habe , zu der ich mehr oder minder regelmäßig gehe und die mir schon sehr oft sehr gut geholfen hat!!

Und meine Mutter lernt auch Heilpraktikerin und muss dafür verdammt viel lernen !! Damit mein ich so um die 5 oder 6 Stunden am Tag...neben Beruf, Kinder , Haushalt , Mann etc. ( Dicken Respekt MuM x:) ). Also so simpel und einfach das dass jeder machen kann ist es wohl nicht. Und ich habe einen tiefen Respekt vor Leuten die es sch freiwillig antun 4, 5, 6 Jahre diesen Beruf zu erlernen!

Und das ich mit Verdacht auf nen Herinfarkt oder einem gebrochenen Bein nicht zum Heilpraktiker gehe , finde ich logisch!

Gruß

VWita.litasxia


Meine Meinung zu Heilpraktikern: Ich habe da meine Zweifel. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir diese "Mittelchen" nicht geholfen haben. Dazu waren sie unverschämt teuer >:(

Zudem habe ich mal ein autogenes Training bei einer Heilpraktikerin mit "psychologischer Zusatzausbildung" gemacht, die in meinen Augen nen Sprung in der Schüssel hatte ]:D

Naja, jeder Depp kann ja "sowas" machen. Entschuldigt meine Schreibweise, aber ich habe aus den Erfahrungen gelernt. Sicherlich gibt es auch kompetente Leute, jedoch glaube ich nicht, dass die Salben, Tinkturen, Pillchen etc...irgendwas beiwirken, außer dass der Geldbeutel schrumpft.

Hat jemand auch andere Erfahrungen gemacht?

V>itallit<asi$a


blackblood22 Okay, sorry, ist mir halt gerade so rausgerutscht. Aber lernen muss man ja immer, egal ob man Industriemechaniker (seeehr viel Technik etc...) wird oder Krankenschwester...klar, auch als HP. Trotzdem sind die Leute keine Überflieger. Halt normae Leute, die ne Ausbildung gemacht haben.

V|itzali.tasixa


Hoppelfuß

Symthom

Phyche

:-X ]:D

sorry, nicht böse gemeint @:)

Und hatte hier Glaubuli gelesen...heißt es nicht Globuli?!

*:)

M_erirdioxn


Und meine Mutter lernt auch Heilpraktikerin und muss dafür verdammt viel lernen !! Damit mein ich so um die 5 oder 6 Stunden am Tag...neben Beruf, Kinder , Haushalt , Mann etc. ( Dicken Respekt MuM ). Also so simpel und einfach das dass jeder machen kann ist es wohl nicht. Und ich habe einen tiefen Respekt vor Leuten die es sch freiwillig antun 4, 5, 6 Jahre diesen Beruf zu erlernen!

Das Problem beim HP ist:

Man "lernt" nicht Heilpraktiker; Sondern es gibt die Möglichkeit Kurse und Schulungen zu buchen, um eine staatliche Prüfung zu absolvieren, die verhindert dass jede Tüte "Heilpraktiker" werden darf. In der Prüfung wird breitgefächertes, grobes (verglichen zu den medizinischen Staatsexamina) medizinisches Wissen abgefragt um sicherzustellen, dass der Heilpraktiker später "ernste" Krankheitsbilder rausfischen kann.

Eine anerkannte und validierte Ausbildung gibt es nicht. Es wird erwartet dass sich der Aspirant nach abgelegter Prüfung selbst weiterbildet, gegen Entgelt. Das ist das große Problem meiner Ansicht nach. Für jeden Straßenkehrer gibt es eine 3-jährige Ausbildung aber Heilpraktiker darf sich jeder nennen der sich durch ne buntgemischte Palette von Medizinfragen gewurschtelt hat.

Eigentlich müssten alle medizinischen Fachberufe dagegen Sturm laufen. Ich als Arzt finde nämlich einen alternativmedizinischen Spezialisten eine super Ergänzung im Gesundheitswesen. Aber ich kann niemanden guten Gewissens zum Heilpraktiker schicken, weil es keinen Qualitätsstandard gibt, keinen Leistungskatalog, nix. Der kann meiner Pat. was vom Voodoopüppchen und Kristallpferd erzählen... das kann doch kein Mensch als Ressource nutzen.

Wenn ich zum Endokrinologen gehe weiss ich: Der Mann hat 6 Jahre studiert, etliche Praktika gemacht, neben zahllosen kleinen Prüfungen zwei (bzw. drei) Staatsexamina absolviert, sich danach 5 Jahre mit Stoffwechselerkrankungen beschäftigt, eine feste Anzahl (Funktions)Untersuchungen gemacht hat, eine feste Anzahl Behandlungen betreut hat und eine Facharztprüfung hinter sich.

Beim HP weiss ich dass er beim Amt ne Prüfung gemacht hat damit ihm grobe medizinische Notfälle nicht durch die Lappen gehen... das wars... Wie bitte soll ich mich so jemandem anvertrauen?

Meridion

M(er9id7ioxn


Ich persönlich würde mich von jeder Krankenschwester eher behandeln lassen als von einem HP den ich nicht kenne.

l-auer) Somm{erabenxd


:)^

M>ACXBA


@ MÄUSEFREAK

Ob Du nun num HP gehst oder nicht, ist Deinen Sache. Ich gehe! Habe für private Zwecke mehrere Kurse bei einer sehr guten HPin

absolviert und mir vielen Wissen angeeignet.

Es gibt schlechte Ärzte – es gibt schlechte HP – ich denke, das es in jedem Beruf solche und solche gibt.

Was Dir nicht beantwortet wurde: die Kosten beim HP.

Die Erstanamnese kann zwischen 250 – 300 € kosten und diese ist sehr wichtig. Ohne diese Anamnese hat der HP Dich nicht behandeln.

Die Arzneien sind dann billiger, kannst Du in der Apotheke oder beim HP kaufen ( maximal Globuli oder Tabletten 4 – 8 €).

Klar ist auch, dass ich z.B. nach einem Schlaganfall – erst im Krankenhaus lande – dort mit Tabletten vollgepumpt werde – wenn ich wieder so weit

hergestellt bin, kann ich mich an den HP wenden, damit er mich bei der Weiterbehandlung unterstützen kann.

Ich weiss ehrlich nicht, warum hier HP so heruntergezogen, so schlecht gemacht werden. Es gibt doch Zwischenzeit viele Ärzte, die zusätzlich HP sind.

Man sollte sich doch erst mal mit der Materie Homöopathie und seiner Geschichte befassen bevor alles nur schlecht gemacht wird.

Wenn man Homöopathie begriffen hat, macht die Arbeit mit ihr echt Spass.

Auch in der Allgemeinmedizin stimmt vieles nicht und Hausärzte, wie es sie früher gab, gibt's überhaupt keine mehr.

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