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Hallo, wie bereits aus dem Titel hervorgeht wurde bei meinem Sohn (6 Jahre) bereits im Säuglingsalter Kiss diagnostiziert. Diesbezüglich wurde er bereits mehrmals von einem Chiropraktiker (...) >>>
J9ane-\Clauxde am 24.07.10 12:25
24.07.10 17:46
Hyperion.. also ich finde Deine Einstellung merkwürdig.. Mein Sohn ist 4 1/2 und bei ihm wurde KISS festgestellt.
Meine Einstellung ist nicht merkwürdig 
Dann hast du die Links nicht gelesen die ich oben gesetzt habe, den dann wütest du, das KISS nicht wissenschaftlich bewiesen ist und sobald das Kind sich nicht wie gewünscht verhält es dann zum Einrenken geschleppt wird, als ob man damit alle Probleme lösen könnte.
Lies mal hier in diesem Faden den Beitrag von "Ismael"
www.med1.de/Forum/Kindermedizin/464873/
Gruss
24.07.10 18:08
Aus dem Link:
Warum ist nun der Dens axis auf den Röntgenaufnahmen dezentriert [nicht genau in der Mitte, dem Zentrum stehend]? Handelt es sich dabei um eine Blockierung? Aus Erfahrung vieler Operationen an der kindlichen Halswirbelsäule lässt sich sagen, dass eine Blockierung im Bereich der oberen Halswirbelsäule im Säuglingsalter nicht möglich ist.
Versucht man im Rahmen von Operationen beide oberen Halswirbel gegeneinander zu bewegen, gleiten die hyalinen [glasigen, sehr glatten] Gelenkflächen wie auf Schmierseife, wobei die Gelenke einen großen Bewegungsspielraum haben. Die Dezentrierung des Dens ist lediglich Folge der kompensatorischen Rotation [also Folge des Versuches, die Muskelverkürzung durch die Körperdrehung auszugleichen].
Und
Durch den Begriff KISS-Syndrom wird die Kausalkette [die Kette logisch begründeter Schlussfolgerungen] umgedreht. Die Rotationsstellung der Kopfgelenke ist immer Folge einer Asymmetrie und als Kompensationsmechanismus aufzufassen.
Die Kritik richtet sich nicht gegen die Manualtherapie allgemein, die in geeigneten Fällen gute Erfolge haben kann. Im Kindesalter beispielsweise kann bei Kindern mit Zerebalparese [eine durch Verarbeitungsstörungen im Gehirn verursachte Bewegungsstörung, verschiedene Arten möglich] die Atlastherapie mit gutem Erfolg zur Detonisierung [Herabsetzung der dauerhaft zu hohen Muskelspannung] eingesetzt werden. Die unter der Etikette KISS-Syndrom durchgeführte Röntgenuntersuchung und Behandlung der Kopfgelenke unzähliger Säuglinge und Kleinkinder sind nach heutigem Kenntnisstand jedoch in keiner Weise gerechtfertigt.
24.07.10 22:02
Hyperion schrieb: KISS nicht wissenschaftlich bewiesen ist
Gerade in der rehabilitativen Medizin sollte man mit der Forderung nach wissenschaftlichen Beweisen vorsichtig sein. Selbst die Wirksamkeiten der Kerntherapien die auf neurophysiologer Basis beruhen sollen, sind nur theoretische Konstrukte und warten selbst nach langer Zeit noch immer auf den wissenschaftlichen Segen. Die Frage ist somit nicht: gibt es KISS – sondern gibt es so häufig KISS. In der zur Zeit festgestellten Häufigkeit kann man eher von einer 'Bequemlichkeits- oder Zeitgeistdiagnose' sprechen. Offen ist jedoch, ob es sich bei den tatsächlichen KISS-Diagnosen um eine Fehlstellung oder artikuläre Fehlfunktion innerhalb der Kopfgelenke handelt.
Thirty children with early signs of cerebral neuromotor disturbances according to "Vojta criteria" were followed until the age of thirty-three months to six years. Twelve children were treated with early physiotherapy according to Bobath, ten children were treated according to Vojta and eight constituted a control group. The infants tended for early physical therapy were divided by random into two different groups. The neonatal risk factors, however, proved to be unevenly distributed among the infants in the Vojta- and the Bobath-treated groups – the latter being more heavily burdened in this respect. Vojta has claimed that his method of early physiotherapy is able to prevent the development of cerebral palsy (cp) of "uncomplicated" (but not of "complicated") type. At follow-up we found one child out of nine with "uncomplicated" cp in the Vojta group against three out of six in the Bobath and two out of six in the control group. These differences, however, are not statistically significant. Further detailed studies with greater groups of children seem necessary to help us to clarify these problems. The psychological aspects of early physiotherapy should be thoroughly considered and this is particularly important in connection with the Vojta method.
24.07.10 22:10
Selbst die Wirksamkeiten der Kerntherapien die auf neurophysiologer Basis beruhen sollen, sind nur theoretische Konstrukte und warten selbst nach langer Zeit noch immer auf den wissenschaftlichen Segen.
Das stimmt, und ich hoffe das es irgendwann mal wissenschaftliche Nachweise gibt zu den Therapien und Konzepten.
19.08.10 21:25
Hallo Jane-Claude,
wir befinden uns zur Zeit in einer sehr ähnlichen Situation. Mein Sohn (ebenfalls fast 6; nächstes Jahr Einschulung) fällt auf durch grob- und feinmotorische Entwicklungsverzögerung (laut Kinderklink SPZ ca. 1 Jahr Rückstand) sowie Unruhe / Konzentrationsschwierigkeiten.
Mit 3 Monaten wurde damals eine Lageasymetrie festgestellt (C-Form) wegen der wir ca. 1 Jahr Krankengymnastik nach Vojta gemacht haben. Mit ca. 4 Jahren bemerkten wir sowie die Erzieherinnen im Kindergarten dann Gleichgewichtsprobleme und Probleme mit dem Malen.
Wir sind dem dann nachgegangen und aktueller Stand ist
- Halswirbelblockade links (KIDD), Beckenschiefstand (Diagnose durch Orthopäde)
- Restreaktionen frühkindlicher Reflexe (ATNR, TLR)
- visuelle Wahrnehmungsstörungen
- mototische Entwicklungsverzögerung von ca. 1 Jahr laut SPZ
Was wir momentan dagegen machen:
- Motopädie und Psychomotorik gegen die motorische Entwicklungsverzögerung
- Ergotherapie gegen Konzentrationsprobleme
Ich kann Deine Situation also recht gut nachvollziehen...
Zum Thema KISS / KIDD:
Das Thema Halswirbelblockade driftet leider immer sehr schnell ins Esoterische.. Bei uns in der Gegend gibt es sogar Masseure, die kleine Kinder wegen KISS behandeln - hier ist sicherlich einige Vorsicht angebracht....
Ob es nun ein KISS gibt (oder welches Label man dem Symptom aufdrückt)... Ich bin nicht vom Fach, aber ich halte mich an den einfachen Grundsatz: es ist egal, wer recht hat - Hauptsache es hilft....
Die Halswirbelblockade wurde bei uns durch den Orthopäden festgestellt; er konnte sie mir auch recht plastisch darstellen, in dem er den Kopf meines Sohnes mal vorsichtig in beide Richtungen drehte und mein Sohn links deutlich eher stoppte... Dieser Orthopäde ist gleichzeitig Osteopath und Chiropraktiker... Was genau er jetzt zur Lösung der Halswirbelblockade angewandt hat kann ich leider nicht sagen - auf dem Begleitbrief stand allerdings etwas von Osteopatischer Behandlung.
Der Erfolg ist jedoch eindeutig. Die Gleichgewichtsprobleme sind deutlich zurückgegangen; die Feinmotorik macht seitdem einen deutlichen Schub; die Wahrnehmungsprobleme sind bei der letzten Testung nicht mehr aufgetreten. Die zeitliche Nähe zwischen dem lösen der Blockade und der deutlichen Verbeserung muß zwar nicht unbedingt kausal sein, ist aber schon auffällig.
Also aus meinen Erfahrungen scheint ein Besuch beim Osteopathen (am besten mit Orthopädischer Ausbildung ??) durchaus sinnvoll zu sein. Die Blockade ist nach der ersten Behandlung nicht wieder aufgetreten. Zur Zeit geht es bei uns vorallem darum den Entwicklungsrückstand durch üben, üben, üben wieder aufzuholen, damit mein Sohn in einem Jahr überhaupt in der Lage ist Schreiben zu lernen.
Ich wünsche Euch viel Kraft, den eingeschlagenen Weg durchzuhalten... Und lass Dir Dein Kind und Dein Engagement ihm zu helfen nicht von Anderen verleiden...Jeder muß seinen eigenen Weg finden!
Liebe Grüße
Teilzeitmutti
25.08.10 10:32
Die gemeinsame Ursache ist nitrosativer Streß, Osteopathie wäre genau das Richtige, er könnte vielleicht noch eine Zusatzbehandlung brauchen (Googlen : Dr Kuklinski).
01.09.10 11:14
Kiss oder ADHS : es ist nicht nötig zu differenzieren, das Gemeinsame der nitrosativer Streß. Wäre er mein Sohn würde ich eine ganzheitliche Behandlung machen.
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