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27.07.10 23:22
OT:
Wie wichtig sind Dir die Bachblüten dabei? Je 2-3 g Zimt, Süßholzwurzel, Ginseng und Ingwer mit 3-4 Tassen Wasser 10 Minuten lang gekocht können auch helfen. Vor allem aber Entspannung.
27.07.10 23:24
es gibt aber auch pfefferminzöl das hilft. weiß leider nicht mehr genau wie das hieß..hab immer was mit tiger im kopf.
das hat bei meinen spannungskopfschmerzen wie auch ab und zu bei migräne geholfen.
28.07.10 09:16
Medikamentöse Therapie
In Studien belegt ist die Wirksamkeit von:
500-1000 mg Acetylsalicylsäure p.o,
500-1000 mg Paracetamol,
200-400 mg Ibuprofen,
500-1000 mg Naproxen,
0,5-1,0 g Metamizol sowie
der fixen Wirkstoffkombination aus 250 mg Acetylsalicylsäure, 250 mg Paracetamol und 65 mg Koffein.
Möglicherweise ist die lokale (Schläfen/Nacken), großflächige Applikation von Pfefferminzöl eine therapeutische Alternative (Wirkung mit Analgetika vergleichbar, aber keine Entwicklung eines analgetikainduzierten Kopfschmerzes) . Bei Kindern wurde auch in einer kleinen Studie Flupirtin (100 mg, z. B. Katadolon p. o.) getestet
Prophylaxe
Allgemeine Maßnahmen
Entspannungsübungen nach Jacobson und regelmäßiges (2-3x wöchentlich) Ausdauertraining (z. B. Joggen, Schwimmen oder Radfahren), Stressbewältigungstraining. Dokumentation der Kopfschmerzen in einem Kalender.
Mittel der 1. Wahl
Trizyklische Antidepressiva, z. B. Amitriptylin/Amitriptylinoxid 25-150 mg/d (z. B. Saroten, Equilibrin), alternativ, da deutlich weniger Studien publiziert: Doxepin 50-150 mg/d (z. B. Aponal) oder Imipramin 30-150 mg/d (z. B. Tofranil) oder Clomipramin 75-150 mg/d (Anafranil). Bei langfristigem Einsatz sind mögliche Arzneimittelinteraktionen zu beachten.
Alle Präparate müssen langsam aufdosiert werden, z. B. mit 10-25 mg beginnend, um 10-25 mg jede Woche steigern; es kann sich lohnen, über die allgemeine mittlere Dosis von 50-75 mg hinauszugehen. Eine Wirkung lässt sich sicher erst nach 4-8 Wochen abschätzen. Ohne flankierende allgemeine Maßnahmen liegt die Wirksamkeit bei nur 40-45 %. Es gelten die bekannten Kontraindikationen für trizyklische Antidepressiva: Glaukom, Prostatahypertrophie mit Restharnbildung, AV-Block II und III, Herzinsuffizienz, Demenz vom Alzheimer-Typ und Unverträglichkeit sowie relativ auch Epilepsie. Bei fehlendem Effekt von Amitriptylin ist eine Umstellung auf Paroxetin nicht sinnvoll.
Mittel der 2. Wahl
Mittel der 2. Wahl sind: Mirtazapin (15-30 mg Remergil p. o.), Venlafaxin (150-225 mg/d), Valproinsäure (z. B. Ergenyl chrono 500-1500 mg/d), alternativ MAO-Hemmer Moclobemid (300 mg/d Aurorix) oder Fluoxetin (20-40 mg/d) oder Sulpirid (z. B. Dogmatil 200-400 mg/d). Interessanterweise scheint das in der Therapie der chronischen Migräne eingesetzte Topiramat (50-100 mg/d) auch beim chronischen Spannungskopfschmerz zu wirken.
Für die Kombination eines Antidepressivums mit einem Stressbewältigungstraining konnte die Überlegenheit gegenüber der Einzeltherapie belegt werden. Bei einer Kombinationstherapie zeigten etwa 65% der Patienten eine mindestens 50%ige Reduktion in einem Schmerz-Score, der sowohl Dauer als auch Intensität erfasste. Bei den Einzeltherapien lagen diese Zahlen bei 38 % bzw. 35% (Plazebo 29%). Eine Kombinationstherapie ist daher anzustreben.
Interessante Ergebnisse erbrachte eine Studie zur Physiotherapie bei Spannungskopfschmerz, in der insbesondere Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz (nicht Patienten mit episodischem Spannungskopfschmerz) von einer Standardtherapie mit Training der HWS- und Schultermuskulatur, Dehnübungen und Massage sowie Entspannungsübungen signifikant profitierten.
Alternative Therapieverfahren werden weiterhin häufig nachgefragt.
Es findet sich bisher nur eine Studie zum Einsatz der Akupunktur bei chronischen Kopfschmerzen, wobei eine Subkategorisierung nicht erfolgte, aber von einem Überwiegen der Migräne ausgegangen wird. In dieser englischen Studie, die auch unter Kostengesichtspunkten ausgewertet wurde, führten 12 Akupunktursitzungen zu einer über ein Jahr anhaltenden Reduktion der Kopfschmerztage im Vergleich zur nicht behandelten Kontrollgruppe.
Die in Deutschland durchgeführten Akupunkturstudien zeigten eine Wirksamkeit der Akupunktur im Vergleich zu den Kontrollen auf einer Warteliste, wobei die Art der Akupunktur (klassische versus minimale Akupunktur) keinen Einfluss hatte.
Bezüglich der Therapie bei Kindern lässt die Datenlage eine Empfehlung nicht zu.
Für weitere nichtmedikamentöse Therapieverfahren liegen keine Studien vor.
Weiter Hilfen: www.polyneuropathie-forum.de/
29.07.10 17:36
Hallo,
Ich hatte das Problem Jahrelang.
Bin dann wegen anderer Beschwerden zum Ortopäden gegangen.
Nun sind die Kopfschmerzen nach einer Therapie durch einrenken wie weg gezaubert
30.07.10 08:48
war das chiropraktik
Wohl kaum:
wegen anderer Beschwerden zum Ortopäden gegangen
Die orthopädische Behandlung bedient sich neben chirurgischer Verfahren, der Physiotherapie, der orthopädischen Schmerztherapie, der physikalischen und medikamentösendes Stütz- und Bewegungsapparates, der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen.
Im Gegensatz gelten chiropraktische Manöver gerade an der Halswirbelsäule als Risikofaktoren für die Entwicklung von Schlaganfällen infolge von Verletzungen der Wirbelarterie.
Auch neuere Untersuchungen zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Krankheit und Subluxation (der Wirbelsäule) durch ungünstige Beeinflussung der angeblich betroffenen Nerven – einer Hauptannahme der Chiropraktik – zu geben scheint, womit sie die Chiropraktik in die Nähe der Quacksalberei rücken.
Hier nachzulesen: www.sciencebasedmedicine.org/?p=3022
30.07.10 09:00
Nun sind die Kopfschmerzen nach einer Therapie durch einrenken wie weg gezaubert
war das chiropraktik, wie äußerten sich die Beschwerden?
Das im Volksmund bekannte "Einrenken" ist in der Tat Chiropraktik/Chirotherapie; und es gibt für Ärzte eine Zusatzausbildung.
30.07.10 16:39
Das mag sicher richtig sein was ihr da schreibt. Ich kann nur sagen das ich seit dem Schmerzfrei bin und keinerlei Probleme mehr mit Schwindel oder Spannungskopfschmerzen habe. Solche Beschwerden können aber sicher vielerlei Ursachen haben von einer endzündeten Zahnwurzel im Oberkiefer bis hin zum Blutgerinsel im Hirn . Da scheiden sich dann sicher die Geister . Der Ortopäde ist lediglich ein Lösungsansatz.
30.07.10 16:44
Oh, jetzt habe ich die eigendliche Antwort vergessen. Die Beschwerden äußerten sich wie folgt. Schwindelgefühl (immer nur kurz zeitig) Kopfschmerzen so etwa vergleichbar als währe mann Zugluft ausgesetzt . Die Schmerzen waren immer da mal etwas mehr mal weniger. Später stellte sich ein Gefühl ein als hätte man einen Frosch im Hals der sich durch Husten nicht beseitigen lässt .
14.08.10 21:29
Hallo,
Spannungskopfschmerz kann auch von den Zähnen kommen - sprich von einer Fehlstellung oder von zu hohen Plomben. Sind die Zähne nicht da, wo sie "hingehören", baut sich über das Gebiss Spannung auf. Diese Spannung zieht sich über den Nacken und die Schädelknochen und verbreitet sich von dort aus weiter auf die Muskulatur am Schultergürtel und hinein in die Hypophyse, die bekanntlich alle Drüsen in ganzen Körper steuert.
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