Was machen gegen Durchschlafstörungen?

20.12.11  12:48

Hallo zusammen

Mein Freund leidet seit längerem an anhaltender Müdigkeit und zuweilen extremer Schläfrigkeit den Tag hindurch. Morgends kommt er praktisch nicht aus dem Bett und abends ist er sehr erschöpft.

Er liess letztens sein Blut untersuchen, was anscheinend in Ordnung ist.

Der Hausarzt will ihn nun deshalb zum Pullmologen schicken.

Er möchte noch zusätzlich auf Borreliose testen lassen.

Mein Freund ist 30 und schlank. Die berühmt-berüchtigte Schlafapnoe würde ich deshalb ausschliessen. Weiter ist es egal, wie lange er im Bett liegt... Er ist trotzdem müde, ob 5 Stunden oder 10 Stunden Schlaf...

Es ist ihm nun in letzter Zeit aufgefallen, dass er in der Nacht mehrmals aufwacht. Mindestens 10 Mal.

Er wacht auf, nimmt zur Kenntnis, dass er wach ist, schläft danach aber dann auch wieder ein. Es ist also nicht so, dass er nach dem Aufwachen nicht mehr einschlafen kann. Sein Schlaf ist nur fast jede Nacht unterbrochen.

Er hat deshalb das Gefühl, dass seine Müdigkeit daher rührt, dass er nicht durchschlafen kann.

Was könnte man da machen?

Nützen da so was wie Baldrian- und Hopfen-Dragées? Honig-Milch?

Irgendwo habe ich gelesen, dass man körperliche Anstrengung vor dem Schlafen vermeiden soll... Was ist mit Sex? |-o

Ich möchte ihn unterstützen dabei, dass er schlafen kann. Nur weiss ich nicht wie!

Kennt das jemand? Was könnte man tun?

Danke für eine Antwort.

msegad rvamaqxueen

20.12.11  14:39

Also Sex hilft ganz sicher zum Schlafen.Ich selbst hatte bis vor kurzem ein ähnliches Problem,mehrmals

in der Nacht wachwerden,meist zwischen zwei und sechs Uhr.Meine Osteopatin hat mir eine Leberreinigung

und Gallenkur angeraten,dauerte nur fünf Tage.Problem verschwunden! :)z

bretaxMan

20.12.11  14:53

Oh...

Das klingt vielversprechend. Da werd ich mal etwas googeln...

Danke für die Antwort! *:)

mUegad=ramaq]ueexn

27.12.11  23:10

Es sollte mich echt wundern, wenn Du das damit in den Griff bekommst.

Es ist normal, dass man nachts viele Male aufwacht. Solange dein Freund danach wieder einschläft, ist das kein Problem. Liegt er allerdings wach, kann es zum Problem werden. Wenn er seine "Stunden" an sich bekommen hat und früh gerädert aufwacht, muss man event. die Aufstehzeit anders legen – der Schlaf hat Rhythmen und wenn man in der REM-Phase aufsteht, ist das "wie Knüppel auf den Kopf". Das mal prüfen.

Sehr, sehr oft hängt auch ein psychisches Problem dahinter – das kann alles sein und hat nix mit psychisch krank zu tun. Hatte auch sehr lange Schlafprobleme, die aber dann von allein wieder gingen. Mein Arzt meine psychisch – ich wollte es nicht glauben, war dann aber doch so. Da braucht man Geduld und sollte sich nicht verrückt machen. Genau das bewirkt eben das Gegenteil und der Kreis schließt sich.

In erster Linie sollte man die Schlafhygiene einhalten und das "einbauen". Außerdem hilft es Dinge zu suchen, die einen entspannen. Ich lese gern noch ein paar Seiten eines Buches, höre leise Musik. Ich denke auch, dass Sport und Bewegung im allgemeinen zum guten Schlaf beitragen. Darüber auch mal nachdenken.

Viel Erfolg!

S&ounkdbeaxr77

28.12.11  22:12

Was mir einfällt ist der Klassiker: Abends nicht zu schwer, zu scharf, zu spät essen. Auch Käse, und andere Milchprodukte wie Joghurt, Topfen oder Butter können Schalfstörungen hervorrufen. Das mit den psychischen Problemen kann auch gut sein. Ich hab daheim einiges an Streß, schlafe hier viel schlechter, als wenn ich bei meinem Freund bin...

Was noch sein kann: zuviel Elektro im Schlafzimmer (TV, PC, Radio...). Auch wenn die Geräte gar nicht eingeschalten sind, die Strahlen, die sie abgeben sind auch nicht gerade gesund. Oder das Bett zu nah an der Steckdose usw. Und! Es ist für den Schlaf förderlicher, wenn der Kopf bzw das Kopfende des Bettes geostet ist.

ToiToiToi

Jyunge <Bersgfexe

01.01.12  17:13

Naa, ja – diese Strahlengeschichten und vor allem das "Osten" halte ich eher für pseudomedizinisch. Da gibts ja auch die tollen Abschirmer gegen Wasserquellen, die man unter die Matratze packt. Das ist ja nun wirklich kompletter Unfug.

Sicherlich kann man versuchen den Elektrosmog im Schlafzimmer klein zu halten – da stimme ich gern zu, auch wenn's nach wie vor keine Beweise gibt, dass das wirklich Auswirkungen zeigt. Um wirksame Strahlendosen zu erhalten, müsste da schon nen Starkstromkabel direkt durch die Wand am Kopfende gehen ;-D

Das kuriose ist halt wirklich, dass die Leute sich versuchen mit solchen Dingen "rauszureden", dabei liegt die Ursache oft in der Psyche. Gut, wenns denn hilft und man über diese Umwege den Effekt erzielt, warum nicht. Ich kanns jedoch nur betonen, dass man mal in sich kehrt und da nach Ursachen sucht. Manchmal tuts das warme Bad am abend (kann ich empfehlen!!) oder ein schöner Tee, der schlaffördernd wirkt. Entspannung und Veränderung ist das Zauberwort – einfach mal schauen, was sich wie auswirkt. Sport machen – sich auspowern – auch immer wieder gern vorgeschlagen.

S^oun/dbearx77

01.01.12  17:21

Die berühmt-berüchtigte Schlafapnoe würde ich deshalb ausschliessen.

Schlafapnoe ist nicht nur Übergewichtigen "vorbehalten". Ein Besuch im Schlaflabor könnte Klarheit bringen.

M;o@lli>enchxen

01.01.12  19:08

Um wirksame Strahlendosen zu erhalten, müsste da schon nen Starkstromkabel direkt durch die Wand am Kopfende gehen

Damit eine solche "Strahlendosis" es geht tatsächlich um die Dichte eines elektromagnetischen Induktionsfelds als wirksam gilt, muss sie messtechnisch erfassbar und ihre Auswirkung auf den Organismus nachweisbar sein. Dabei werden mit Hilfe der Statistik entsprechende Werte ermittelt. Das erfordert aber, dass wir mit technischen Mitteln das biologische System "Mensch" ausreichend genau nachbilden und die Sensibilität der Messgeräte der wechselnden Sensibilität im Laufe des Schlafrhythmus des Menschen jeweils anpassen müssten. Dafür sind aber die Kenntnisse noch gar nicht ausreichend. Und der Mensch als Individuum ordnet sich auch nicht einfach der Statistik unter. Auch die unter dem Durchschnitt liegenden Messwerte sind echte Messwerte, also tatsächliche Einzelnachweise. Ganz abgesehen von den Werten, die zwar der Mensch registrieren kann, aber nicht die Messgeräte.

Übrigens erhöht gerade die Entspannung die Sensibilität. Deshalb sind unter Alltagsbedingungen gemachte Messwerte nur sehr bedingt aussagekräftig. Die körperlichen Reaktionen nicht als zu untersuchendes Phänomen zu betrachten, sondern als pure Einbildung abzutun, halte ich für unseriös.

s1chnatCtervguscxhe

01.01.12  22:52

Wie gesagt, der berühmte E-Smog ist ja überall vorhanden. Es ist ja bisher auch niemand auf die Idee gekommen dem Rundfunk nachzusagen, dass die Strahlung schädlich ist. Dem Handy wird auch viel angedeutet, wobei sämtliche Studien belegen, dass keine Schädigungen – auch heute nach 20 Jahren Dauernutzung durch den Menschen – aufgetreten sind. Strahlungsfelder begeben uns überall, selbst das Magentfeld der Erde. Damit aus biologisch und physikalischer Sicht bei einem Magnetfeld in Umgebung eines Leiters Wirkungen auf den Mensch, z.B. Reizleiter des Herzens, Nerven, etc. auftreten, müssen da Megavolt durchfließen, wie man sie von Hochleitungen kennt.

Ich bin absolut kein Fan von diesem ganzen Pseudozeugs. Das macht die Leute verrückt und einige Quacksalber verdienen damit noch ein Haufen Kohle – bin selbst schon auf diesen ganzen Unsinn reingefallen.

Der Fragesteller wird zu fast 100%iger Sicherheit nicht besser schlafen, wenn er das Bett dreht und den Radiowecker aus derm Dose zieht. Da gibt es tausende wahrscheinlichere Gründe, die körperlicher oder psychischer Natur sind. Die Schilddrüse könnte im übrigen auch Schuld sein – Über- oder Unterfunktion produziert nicht selten sehr subtile Symptome.

SmoumndQbeaxr77

02.01.12  00:14

Wie gesagt, der berühmte E-Smog ist ja überall vorhanden. Es ist ja bisher auch niemand auf die Idee gekommen dem Rundfunk nachzusagen, dass die Strahlung schädlich ist.

Solche Analogien führen uns nicht weiter. Die subjektiv empfundene Belastung ist nicht nur von Mensch zu Mensch verschieden, sondern hängt auch sehr stark von Frequenz, Feldstärke und Flußdichte ab. An einen Rundfunksender kommt man normalerweise nicht so nah ran wie an das Handy, mit dem man gerade telefoniert. Wenn Du Dich mit den physikalischen Feldgrößen auskennst, wirst Du auch den Einfluss der Entfernung kennen.

Selbstverständlich ist die Schädlichkeit der Strahlung eines Rundfunksenders bekannt. Deshalb werden in der [[http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_26/index.html Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes]] auch Mindestabstände vorgeschrieben. Können die (z.B. für Reparaturarbeiten) nicht eingehalten werden, muss der Sender vorübergehend abgeschaltet werden.

Dem Handy wird auch viel angedeutet, wobei sämtliche Studien belegen, dass keine Schädigungen – auch heute nach 20 Jahren Dauernutzung durch den Menschen – aufgetreten sind.

Ich glaube, da interpretierst Du sehr freizügig. Für solche Studien sind 20 Jahre kein Zeitraum, um glaubhaft solche absoluten Aussagen machen zu können. Der Mensch ist keine Maschine, die auf Knopfdruck mit einer Erkrankung reagiert. Unser Körper ist ein Wunderwerk von Regelkreisläufen. Er kann in sehr großem Umfang Störungen ausgleichen. Erst eine dauerhafte und möglichst auch noch konstante Belastung führt zu einer Erschöpfung des Regelsystems und in der Folge zu einer Erkrankung, die sich eindeutig dieser bestimmten Störungsart zuschreiben läßt. Denn wir leben auch nicht in einem sonst störungsfreien Umfeld und wissen nicht, welche Störung was bewirken kann. Wir wissen auch nicht, welche an sich ungefährlichen Störquellen in Kombination miteinander zu einer gefährlichen Störung werden kann.

Damit aus biologisch und physikalischer Sicht bei einem Magnetfeld in Umgebung eines Leiters Wirkungen auf den Mensch, z.B. Reizleiter des Herzens, Nerven, etc. auftreten, müssen da Megavolt durchfließen, wie man sie von Hochleitungen kennt.

Du schreibst das so selbstbewußt, als ob Du Dich damit auskennen würdest und das eine Tatsache sei. Wie falsch das ist, kannst Du ausprobieren, wenn Du auf einen elektrischen Weidezaun pinkelst, der mit gerade mal 12 Volt gespeist wird. Hier wird wohl die Warnung notwendig: Liebe Kinder, bitte probiert das nicht aus. Mit der Angabe einer Mindestentfernung für "Umgebung" wäre die Aussage aber bereits relativiert. Und warst Du schon einmal beim Röntgen? Dort wird nur im Bereich von Kilovolt bei Stromstärken im Bereich von Milliampere gearbeitet. Und es gibt keinen direkten Kontakt wie beim Bepinkeln des Weidezaunes. Die dabei erzielte Dosisleistung in der Umgebung ist trotzdem ausreichend hoch, dass das Personal zum Tragen eines Dosimeters verpflichtet ist. Das hängt mit den tatsächlichen Wirkungen in der Umgebung zusammen.

Die Schilddrüse könnte im übrigen auch Schuld sein – Über- oder Unterfunktion produziert nicht selten sehr subtile Symptome.

:)^ Das sehe ich auch so. Nur kommt so eine Über- oder Unterfunktion nicht einfach mal so daherspaziert. Sie ist selbst bereits eine Reaktion des Körpers auf eine Störung. Nur bei sehr oberflächlicher Betrachtung ist sie eine reine Ursache.

shchn>atterg3usxche

02.01.12  00:33

Zwar komplett offtopic, aber richtigstellen müssen wir das noch:

Du schreibst das so selbstbewußt, als ob Du Dich damit auskennen würdest und das eine Tatsache sei.

Ja, so bissl kenn ich mich damit aus. Ich beschäftige mich gern mit Quantenmechnanik oder ähnlichen Themen. Du würfelst hier eine ganze Menge durcheinander. Felder und Strahlung sind zwei unterschiedliche Dinge. Was Volt (daher elektrische Spannung) mit Röntgenstrahlung (daher elektromagnetische Strahlung) zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft. Ebenso schleierhaft ist das Beispiel Weidezaun. Die Strahlung (daher Magnetfeld nach Lorentz eines stromdurchflossenen Leiters) dürfte wohl sehr sehr gering sein. Beim "Pipi" entsteht ein Stromkreis, das wiederum hat überhaupt nichts mit Strahlung zu tun.

Sorry, aber genau das meine ich: Die wenigsten Leute kennen sich wirklich mit Strahlung und Magnetfeldern aus, aber glauben den ganzen Unfug und werden panisch gemacht. Um in dieser Beziehung irgendwas gezielt richtig zu machen, müsste das Schlafzimmer aufwändig vermessen und wahrscheinlich Wände aufgestemmt werden. Das kanns dann ja eher nicht sein ;-D

Sorry, bitte nicht böse verstehen, aber ich habe echt schlechte Erfahrungen mit diesen Dingen und den absolut gefährlichen Halbwissen. Ich habe da viel Nerven und Geld gelassen. Viele Leute sind z.B. auch gegen Gentechnik – frage doch mal jemanden, was ein Gen ist. Das wissen sicher die wenigsten. Alle wollen "digital", was digital ist, wissen auch nur wenige. Da gibts tausende Beispiele.

STounfd;beary7x7

02.01.12  04:07

Felder und Strahlung sind zwei unterschiedliche Dinge. Was Volt (daher elektrische Spannung) mit Röntgenstrahlung (daher elektromagnetische Strahlung) zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft.

Ich denke, dass sich da schnell Licht ins Dunkel bringen läßt. Gerade weil Felder und Strahlung verschiedene Dinge sind, läßt sich eben nicht aus der ergebnislosen Untersuchung einer Seite eine generelle Nichtwirkung ableiten. Es reicht häufig nicht, die elektromagnetische Induktion in einem elektrischen Leiter zu betrachten, und das zwischen ihm und einem entfernten Körper bestehende Feld außer Acht zu lassen. Der menschliche Körper ist wie jedes Lebewesen selbst ein elektromagnetischer Generator. Die Medizin nutzt das in der Diagnostik. Zwischen ihm und einem von Wechselstrom durchflossenen Leiter baut sich ein Feld auf. Es kommt zu einer Wechselwirkung der Induktionsfelder.

Ein Teil der Wirkung der Röntgenstrahlung auf den Organismus liegt in der Induktion begründet, die sie im Körper auslöst. Genauer gesagt, in der Veränderung der dort stattfindenden Induktionsvorgänge durch die Überlagerung durch Schwingungen der Dipole (z.B. Wassermoleküle) im Strahlungsfeld. Was beim Röntgen eine unerwünschte Wirkung ist, wird zur beabsichtigten Wirkung im Mikrowellenherd.

Das Beispiel mit dem Weidezaun hätte ich tatsächlich genauer erklären sollen. Lass es mich an dieser Stelle nachholen. Du hattest ausdrücklich das "Magnetfeld in Umgebung eines Leiters" angesprochen. Das schien und scheint mir eine für die Betrachtung von Wechselwirkungen ungeeignete Vereinfachung zu sein. Magnetfelder treten in solchen Leitungen nie ohne elektrische Felder auf. Deshalb stellt man in der Physik zwar getrennte Betrachtungen an, aber das Feld ist weder nur elektrisch noch nur magnetisch, sondern immer elektromagnetisch. In meinen Gedanken war ich stärker auf die elektrische Komponente eingegangen, weil dabei der Zusammenhang deutlicher erkennbar wird. Die freien Elektronen an der Oberfläche des Leiters (hier der Urinstrahl) gelangen direkt und ohne primäre Induktion von einem Körper (Leitung) auf den anderen (Mensch). Die Wirkung erfolgt aber auch wieder durch elektromagnetische Induktion im Inneren des Körpers. Ohne diese elektrische Brücke und den damit geschlossenen elektrischen Stromkreis ist die Wirkung sehr deutlich geringer. Aber sie ist deshalb nicht unbedingt Null. Sie verschwindet erst, wenn der menschliche Körper diese elektromagnetische Induktion kompensieren kann.

An dieser Stelle sehe ich den Knackpunkt in dieser kontroversen Diskussion. Nur weil ich selbst unempfindlich bin, kann ich noch längst nicht behaupten, dass jeder Mensch genau so unempfindlich sein muss und seine eventuellen Reaktionen rein glaubensbedingt oder anderer psychischer Art seien. Ich bin davon überzeugt, dass diese Dinge eine Rolle spielen. Aber auf beiden Seiten. Vorhandene Wirkungen können durchaus aus dem Bewußtsein verdrängt werden, wenn sie nicht ins vorhandene Weltbild passen.

Sorry, bitte nicht böse verstehen, aber ich habe echt schlechte Erfahrungen mit diesen Dingen und den absolut gefährlichen Halbwissen. Ich habe da viel Nerven und Geld gelassen.

Deine Reaktion ist mir absolut verständlich. Ich kenne Deine Position dazu auch schon aus einem anderen Faden. Ich finde es gut, dass Du Deine mangelnde Skepsis von früher durch Wissen auszugleichen versuchst. Du wirst dabei über kurz oder lang wahrscheinlich auch zu der Erkenntnis gelangen, dass Wissen immer "Halbwissen" ist. Auch wenn man sich schon am Ende der Überlegungen angekommen glaubt. Der eine redet über Gentechnik und weiß nicht, was ein Gen ist. Wie detailliert müsste sein Wissen sein, um mitreden zu dürfen?_ Der andere redet über physiologische Wirkungen und weiß nur wenig über die physiologischen Systeme. Ich gehe davon aus, dass keiner alles weiß und es gut ist, sich einfach sachlich auszutauschen.

s"chnattpergus*che

02.01.12  18:57

Hut ab! Nicht schlecht für eine "Schnattergusche". :)=

Allerdings sollten wir, auch wenn ich zu diversen Aussagen ein veto einlegen würde, wieder zum Thema zurück, sonst kommen wir noch ins Tausende. Fakt ist doch, dass wir immer und überall von Strahlung umgeben sind – selbst Licht ist eine elektromagnetische Welle/Teilchen, Radiowellen, Handywellen, Mikrowellen. Wir werden im Schlafzimmer keine strahlenfreie Zone erzeugen – es sei denn, wir kleiden alles mit Blei aus. Es gilt hier immer Relevanzen abzuschätzen und danach abzuwägen. Aus heutiger Sicht (bzw. aktuellem Kenntnisstand) sind die meisten Strahlungsfelder, die uns umgeben – ich rede nicht von Ausnahmen – unschädlich für den Körper, weil schlichtweg die Intensität zu gering ist, alsdass hier im Körper Schäden hinterlassen werden. Die Energie einer Welle richtet sich nach der Wellenlänge und die wird erst problematisch, wenn wir in den Mikrowellen- oder gar Röntgen kommen. Aber selbst dann macht es die Dosis – Intensität und Dauer. Wäre das nicht so, wären wir ja alle (auf Grund dessen) krank. Offensichtlich ist es ja nicht so.

Um einfach noch mal die Kurve zum Thema zu schlagen: Kann jeder behaupten, was er möchte. Ich bin der Meinung, dass die gängige durchschnittliche Strahlung in normalen Haushalten nicht gefährlich ist und auch keine Auswirkungen auf den Schlaf hat. Die Strahlung ist ja auch da, wenn ich nicht schlafe. Nur weil wir das Thema Schlaf nicht zu 100% verstehen, müssen wir die Gründe nicht in solche obskuren Dingen suchen. Genauso wird es bei der Ernährung, Liebe, usw. gemacht. Der Mensch neigt zum Mystischen – helfen tut das aber keinem. Stattdessen sollten wir uns lieber um unsere Psyche kümmern – der Schlüssel liegt nämlich ganz oft dort.

S!oundbxeua<r77

02.01.12  19:27

Was hältst Du von einer Überlegung zu Psyche und Hirnfunktionen im Schlaf? Dabei wird Dir auffallen, dass es gravierende Unterschiede zum Wachzustand gibt. Die betreffen im besonderen die Sensibilität. Dazu kommt, dass die Verweildauer an einem Ort – dem Bett – deutlich über den Verweildauern an Orten im Wachzustand ist, wenn wir mal immobile Personen ausklammern.

Aus heutiger Sicht (bzw. aktuellem Kenntnisstand) sind die meisten Strahlungsfelder, die uns umgeben – ich rede nicht von Ausnahmen – unschädlich für den Körper, weil schlichtweg die Intensität zu gering ist, alsdass hier im Körper Schäden hinterlassen werden.

Es geht sicher nicht darum, im Schlafzimmer eine strahlungsfreie Zone zu errichten, sondern nur um das Eliminieren von Strahlungen und Feldern, auf die der Körper dann eventuell reagiert. Dabei sollte das Augenmerk auf den beobachtbaren Phänomenen liegen und nicht auf die erklärbaren reduziert werden. Außerdem sollten wir den Glauben ablegen, dass erst Schäden interessant sind, also massive Antworten auf Störungen. Es gibt für mich keine einleuchtende Erklärung dafür, warum wir Reaktionen so lange aus der Betrachtung ausklammern sollten, bis Schäden entstanden sind. Das Ziel sollte nicht sein, im ursprünglich esoterischen Sinn von obskuren Dingen abzulenken, sondern gerade von ihnen den Mantel des Unwissens wegzuziehen.

Wäre das nicht so, wären wir ja alle (auf Grund dessen) krank. Offensichtlich ist es ja nicht so.

Allein für diese Aussage sollten wir uns vorher darauf einigen, was den kranken Zustand kennzeichnet. Muß ein Schmerzzustand vorliegen oder reicht der Nachweis einer an sich unbedeutenden weil ungefährlichen Veränderung? Muß diese Veränderung physischer Art sein?

sAch0nat_ter?guscxhe

02.01.12  22:16

Ja, das ist doch aber wieder genau der Punkt: Diese alternativen Ansätze (ich nenns jetzt mal so) setzen immer genau da an, wo Medizin und Wissenschaft nicht weiter wissen oder wo es schlichtweg auch nichts zu klären gibt. Interessanterweise erscheint es dann immer so, als gebe es doch irgendwas zu erklären oder es werden Dinge erklärt, die selbst den besten Wissenschaftler staunen lassen. Nicht selten haben Physiker und Chemiker bestätigt, dass Phänomene zwar wissenschaftlich, jedoch nicht korrekt, erklärt bzw. "verbogen" werden. Laien können das überhaupt nicht unterscheiden. Ich selbst habe hier einige Bücher, die über geheime Technologien, etc. berichten – im Nachhein fällt mir das Wort "Aua" ein. Ob das nun Antigravitation, die berühmten ELF-Strahlen oder Freie Energien sind. Die Bücher schauen aus wie Physikliteratur, aber sind im Grunde Altpapier. Soll mir also keiner erzählen, dass ichs nicht versucht hätte. Heute bin ich schlauer.

Viele Phänomene zum Thema Schlaf fallen da schlichtweg mit rein- halt auch viel aus dem Bereich Strahlen. Wie gesagt: Strahlen gabs und gibt es schon immer. Selbst wenn es die kosmische Hintergrundstrahlung ist. Das Leben auf der Erde koexistiert seit Millionen von Jahren damit. Sicherlich haben die Emmissionen auch stark zugenommen, aber anscheinend haben wir das die letzten 50 Jahre gut überlebt und werden trotzdem immer älter. Aber vielleicht ist es auch eine Erklärung für die vielen Krebskranken – man weiß es nicht. Auch nicht die Alternativwissenschaft. Wenn Dinge wirklich helfen und wirken, sie sind reproduzierbar. Das kann man von diesen vielen Alternativlösungen nicht gerade behaupten – das heißt es immer "kann". Entweder es "ist" oder es "ist" nicht.

Es geht sicher nicht darum, im Schlafzimmer eine strahlungsfreie Zone zu errichten, sondern nur um das Eliminieren von Strahlungen und Feldern, auf die der Körper dann eventuell reagiert.

Wie möchtest Du das machen, wenn Du nicht weißt, auf welche Strahlen wir reagieren? Prinzipiell könnte doch der Körper auf alles reagieren – wir wissen es doch nicht. Von daher musst Du hier quasi einen hermetisch abgeriegelten Raum schaffen, der auch sämtliche Strahlen eliminiert. Das wäre dann zumindest einmal konsequent. Wenn wir jetzt anfangen Abstriche zu machen, können wir auch gleich der Wissenschaft und deren Studien trauen – denn die haben geguckt, welche Strahlen wie wirken. Zumindest in meinen Augen ist das alles absolut nicht schlüssig. Selbst wenn man vorbeugen möchte, muss man doch wissen WOGEGEN. Irgendwie, irgendwas – das kanns ja wohl nicht sein.

SeoundTbeaxr77

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