Bringt Alternativmedizin/ Peudomedizin überhaupt etwas?

27.12.11  22:59

Hallo zusammen,

generell gebe ich allem und alles immer eine Chance, bin sehr offen und tolerant. Habe deshalb schon viel aus der Alternativmedizin probiert. Da wird ja auch viel und vollmundig propagiert. Da z.B. bei psychosomatischen Symptomen die Schulmedizin oft versagt, sind gerade diese Patienten gute Kunden der alternative Methoden. Allerdings muss ich resümierend sagen, dass ich prinzipiell nur Geld ausgegeben und bisher wenig bis gar keinen Effekt gespürt habe.

Die Eckpunkte kann ich kurz skizzieren:

- Laut Spuktest hätte ich Candida. Der kann für viel verantwortlich sein laut diversen Foren. Ich habe dann über ein halbes Jahr GKE eingenommen mit dem Ergebnis null. Ich achte sehr auf die Ernährung und dessen Wirkung, aber dieser ganze Candida-Quatsch ist absoluter Nonsens!

- Sämtliche Beruhigungs- und Schlaftees sind in der Wirkung eher gefühlt, als wirklich nachweisbar. Ich trink gern mal einen Baldriantee, aber heute eher aus Abwechslungsgründen. Nehme seit längerem Johanniskraut, kann aber bis heute nicht sagen, ob das Zeug nun hilft oder nicht. Wahrscheinlich auch nur Geldschneiderei, wobei es da ja mal zur Abwechslung bestätigte Studien gibt.

- Übersäuerung: Auch hier bin ich drauf reingefallen. Habe Basenkuren, Basenbäder, usw. probiert. Angeblich soll Übersäuerung durch falsche Ernährung resultieren – ich ernähre mich aber sehr ausgewogen mit wenig Fleisch/Fett. Über den PH-Wert konnte ich entnehmen, dass das alles kompletter Unsinn ist. Es passiert gar nichts. Der Urin-PH-Wert hat prinzipiell wenig mit dem des Blutes zu tun. Früh sollte er sogar etwas sauer sein, das bestätigt die Funktion der Nieren, die die Säuren ausfiltern.

- Chlorella zum Entgiften: Na, klar. Eher wird der Mond eckig!

Insgesamt habe ich festgestellt, dass die Alternativmedizin viel verspricht, aber irgendwie nie hilft. Zumindest die Dinge, die ich probiert habe – ich rede jetzt nicht von Akkupunktur, Yoga, Autogenes Training, usw.!! Ich meine eher dieses Pseudomedizinische. Sicherlich wird es noch zig andere Dinge geben, die genauso letztlich nur den Geldbeutel erleichtern. Man sieht ja leider immer wieder, wie naiv die Leute bei vielen Sachen sind.

Welche Erfahrungen habt Ihr so gemacht??

S_ounVdbear77

27.12.11  23:15

Hast du denn so schlechte Erfahrungen mit der "Schulmedizin" gemacht? Die kann ja auch bei psychosomat.-bedingten

Beschwerden manchmal ein wenig helfen.....

oothe`lxlo

27.12.11  23:18

Ich halte davon nix, wenn sowas hilft, dann weil der glaube hilft, aber dieser hat dann meist auch die Beschwerden erst verursacht. Die Wahren Ursachen sind sicherlich woanders zu finden.

Und wenn doch, dann sicherlich nur als Ergänzung zur Schulmedizin bei richtigen Beschwerden, sonst nicht.

R-lmm0p

27.12.11  23:24

Der Unterschied zwischen Schul- und Alternativmedizin ist doch lediglich, dass schulmedizinische Behandlungsmethoden in Doppelblindstudien überprüft und für wirksam befunden worden sin.

HAamixla

27.12.11  23:24

@ Rlmmp

Du sagst es! ;-)

o7thexllo

27.12.11  23:33

Ja, wenn der Glaube hilft, brauche ich ja kein Geld auszugeben, womit sich andere eine goldene Nase verdienen. Das ist ja der Punkt. Es gibt etliche Pseudokrankheiten, bei denen nur die Verkäufer der Mittelchen verdienen – die ganzen Shops sind doch voll damit bis unters Dach.

Schulmediziner sind zugegeben schlechte Zuhörer und haben oft wenige soziale Kompetenz. Das hat die AM der Schulmedizin voraus. Allerdings wird mir da einfach zu viel Scharlatanerei betrieben. Da kann ich auch zum Astrologen und mir die Karten legen lassen. Machen auch etliche Leute und ist (sowas von) absoluter Humbug!

S~oundbeeatr77

27.12.11  23:37

Schulmediziner sind zugegeben schlechte Zuhörer und haben oft wenige soziale Kompetenz

Verallgemeinern würde ich das nicht , klar ist es oft ein bißchen Glücksache, an den richtigen zu geraten.

o*t`he"llo

27.12.11  23:40

Schulmediziner sind zugegeben schlechte Zuhörer und haben oft wenige soziale Kompetenz.

Oft, aber nicht immer, ich kenne da gute Beispiele, wo ich mich gut aufgehoben fühle.

Aber du sagst es, die Schulmedizin versagt nicht, weil sie nicht wirkt, sondern weil das falsche behandelt wird oder individuelle Besonderheiten nicht berücksichtigt werden. Die Alternativmedizin mag solche Sachen schneller finden, diese würde ich allerdings wieder mit der Schulmedizin behandeln, alles andere ist Seele streicheln, was manchmal nicht verkehrt ist aber nichts ersetzt.

RVlmmZp

28.12.11  11:47

Allerdings wird mir da einfach zu viel Scharlatanerei betrieben.

:)^ Genau meine Meinung. Wenn ich schon so was höre wie pendeln oder ausleiten, dann stellen sich mir alle Haar auf.

Sychnee~hexxe

28.12.11  12:14

Hamila

Der Unterschied zwischen Schul- und Alternativmedizin ist doch lediglich, dass schulmedizinische Behandlungsmethoden in Doppelblindstudien überprüft und für wirksam befunden worden sin.

:)^

Alternativmedizin

Man darf nicht gleich alles über einen Kamm scheren. "Alternativ" und "pseudo" bedeutet schonmal etwas gänzlich unterschiedliches. Leider wird dann viel Pseudomedizin unter Alternativmedizin verkauft.

Ein anderer Punkt wäre, dass oftmals die gesundheitlichen Vorteile einer Alternativmedizin von normalen Medizinern (auch wenn wissenschaftliche Studien deren Wirksamkeit belegen) belächelt werden und damit in der Schulmedizin keine Anwendung finden. Der Leidtragende ist letztendlich der Patient, weil – wenn ihm die Schulmedizin nicht helfen kann – er auf die Alternativmedizin angewiesen ist und dafür in die eigene Tasche greifen muss.

Beispiel: Ich habe durch eine Autoimmunerkrankung Nährstoffmängel, z. B. Eisen und Vitamin D. Mein Hausarzt sieht für das Eisen keinen Handlungsbedarf trotz andauernder Müdigkeit, Leistungsabfall und starker Menstruationsblutungen. Die Präparate muss ich mir also selber zahlen, obwohl der Körper darauf angewiesen ist. Grund: Nahrungsergänzungsmittel sind ja alle Schrott, wie die meisten schulmedizinischen Bücher schreiben.

Der schwere Vitamin-D-Mangel beschert mir unbehandelt Osteoporose. Gegen Osteoporose gibt es Medikamente, aber kommt man auf die Idee, den Vitamin-D-Mangel vorher zu behandeln? Hier sah mein Hausarzt glücklicherweise schon einen Handlungsbedarf und ich bekam mein Präparat auf Kassenleistung. Aber Eisen... wer braucht schon Eisen?

Genannt wird die Medizin mit Nahrungsergänzungsmitteln orthomolekulare Medizin. An sich wird sie belächelt, aber die Folgen von Nährstoffmängeln sind bekannt. Warum also ist es keine Kassenleistung, wenn man nachgewiesene Nährstoffmängel hat? Sind Osteoporose-Medikamente denn günstiger als ein einfaches Vitamin-D-Präparat?

Die Schulmedizin hat kaum Behandlungsmethoden zur Vorbeugung von Krankheiten. Sie behandelt die Krankheiten, wenn sie da sind.

SJahr<asaahrxa

28.12.11  12:27

- Sämtliche Beruhigungs- und Schlaftees sind in der Wirkung eher gefühlt, als wirklich nachweisbar. Ich trink gern mal einen Baldriantee, aber heute eher aus Abwechslungsgründen. Nehme seit längerem Johanniskraut, kann aber bis heute nicht sagen, ob das Zeug nun hilft oder nicht. Wahrscheinlich auch nur Geldschneiderei, wobei es da ja mal zur Abwechslung bestätigte Studien gibt.

nur weil etwas bei einem selber mal nicht wirkt, heisst das nicht, dass es generell nicht wirksam ist. auch schulmedizinische präparate bringen manchmal keine linderung. hör dich mal um, wieviele antibiotika-kuren rein gar nix helfen.

fjloR_exck

28.12.11  12:29

hör dich mal um, wieviele antibiotika-kuren rein gar nix helfen.

Da kann das arme Antibiotikum oft nichts zu. Wenn es anlässlich einer Virus Erkrankung verschrieben wird zieht es nunmal den kürzeren. ;-D

AbleoVnor

28.12.11  12:45

Wenn es anlässlich einer Virus Erkrankung verschrieben wird zieht es nunmal den kürzeren. ;-D

äh ja, bei einer viruserkrankung ist das antibiotaka für den arsch. es gibt aber auch durchaus ärzte, die eine richtige diagnose stellen. ;-)

und wenn ich mir überlege, wieviele einfach mal in eigendiagnose ein pflanzliches präparat einschmeissen und dann enttäuscht sind, wenn es nicht hilft...

was ich sagen wollte: auch die schuldmedizin kann manchmal nicht helfen, und ist trotzdem nicht als scharlatanerie verschrien. eine freundin von mir ist vor kurzem an krebs gestorben. die chemo hat nicht den erwünschten erfolg gehabt. :-(

wobei ich persönlich gewissen alternativmedizinischen anwendungen wie homöopathie seehr skeptisch gegenüberstehe.

fWlo*_exck

28.12.11  12:49

Da kann das arme Antibiotikum oft nichts zu. Wenn es anlässlich einer Virus Erkrankung verschrieben wird zieht es nunmal den kürzeren.

Oder es einfach erstmal das falsche Antibiotika war, soll auch vorkommen. Nur weiß ich nicht, inwieweit sowas passieren darf.

R)lmxmp

28.12.11  12:59

äh ja, bei einer viruserkrankung ist das antibiotaka für den arsch. es gibt aber auch durchaus ärzte, die eine richtige diagnose stellen.

Und wieviele Patienten gibt es, die sagen der Arzt taugt nichts, wenn sie nicht sofort ein AB verschrieben bekommen? ;-)

Sychne=ehexxe

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