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Stimmungsaufheller aus der Naturapotheke?

AYrwexn74 hat die Diskussion gestartet


Kann jemand etwas empfehlen? Mein Freund ist mit seiner Arbeit total unzufrieden und rutscht immer weiter ins "Loch". Mich beängstigt das langsam. Klar habe ich einen Besuch beim Arzt angesprochen aber Männer gehen einfach nicht so zum Arzt. Sie leiden lieber, nur ich finde es nicht mehr harmlos.

Antworten
Bcar1ceMlonexta


Nebenwirkungsfrei wären vor allem Sport an der frischen Luft und Sonne, denn das regt die Serotoninproduktion an. Freiverkäuflich gibt es Johanniskraut, allerdings darf hier mal wieder nicht "natürlich" mit "nebenwirkungsfrei"gleichgesetzt werden. In Wirkdosen hat es schon einiges an Nebenwirkungen.

Am besten wäre es natürlich, das Problem an der Wurzel zu packen und die Situation zu verändern, wenn das geht.

A/rwekn7x4


Wir wollen ja die Situation ändern aber er ist momentan einfach unfähig etwas in dieser Richtung zu tun bzw. total schnell entmutigt, denkt negativ ...So kann es ja nichts werden.

Das mit dem Sport habe ich auch schon angesprochen, hat er mal gemacht und mit Erfolg aber er lässt sich dann immer wieder gehen.

D6ieH Blu\tli`nie


also... mehr als sport bleibt kaum übrig. ich habe depressionen und meine ärztin hat mir sport verordnet. und ich hab mir welchen gesucht der spaß bringt :)

BNarbceloone:tca


Ja, das kann ich verstehen, ich bin selbst schon ewig depressiv, da ist es noch schwerer, Entscheidungen zu treffen und Dinge zu planen. Wenn er grade den Sport nicht durchhält, kann er auch erstmal in die Sonne liegen, und gegen Stress und Ängste meditieren, oder Entspannungsübungen machen (Progressive Muskelentspannung u.ä.). Ich würde das ganze aber nicht zu sehr verschleppen. Hausmittelchen helfen nur bei leichten Depressionen, wenn sie schwer sind, sind sie nur eine Ergänzung.

Vielleicht kannst du ihn überlisten und zu einem Psychologen bringen. Eine Gesprächstherapie wäre wirklich sehr wichtig und das ist oft kein Arzt, vielleicht fällt es ihm da leichter? Es gibt auch oft in Städten Beratungsstellen, in denen man schneller und unkompliziert einen Termin bekommt. Für mich war die Gesprächstherapie immer das wichtigste, ohne wäre ich längst gescheitert.

SDchlitozaugex67


Gegen negatives Denken hilft nur Selbstkontrolle und sofortiges Umwandeln in einen positiven Befehl bei Bemerken. Man kann 1000 Mal denken: alles Mist oder 1001 x nichts dauert ewig, ich schaue nach vorne.

Diese Gedankenkontrolle kann einem keiner abnehmen. Und die Person muß es definitiv selbst wollen. Zureden anderer hilft nicht die Bohne.

Wenn man überfordert ist, würde ich im Sommer kein Johanniskraut nehmen. Damit kann man ganz emnpfindliche Haut bekommen.

Neurexan oder Manuia wären eine Alternative. Oder man kaufe sich in der Apotheke Lavendelöl ätherisch DAB und nehme täglich 2 x je einen Tropfen auf einem Stückchen Würfelzucker. Unterbricht den Gedankenstrom. Gibt es auch unter dem Namen Lasea zu kaufen, ist aber gegenüber dem Öl "arschteuer" – und nur in einer Gelantinekapsel abgefüllt.

Lasea hat eine erwiesene klinische Wirkung, das Öl pur also genauso.

Man sollte aber nicht mehr als wirklich einen Tropfen nehmen. Das Öl hilft auch pur auf Mückenstichen oder Verbrennungen oder auf SChürfwunden.

GmibNKichtPAuxf


Johanniskraut.

Es ist nachgewiesen, dass Johanniskraut bei kleinen bis mittleren Depressionen genauso gut wirkt wie Antidepressiva. Trotzdem vorher mit einem Arzt abklären!

F3lohXran?zen


Johanniskraut ist gut – aber wirkt nicht von jetzt auf gleich, sondern braucht eine Anlaufzeit. Es braucht verhältnismäßig hohe Dosen (die allermeisten freiverkäuflichen Präperate sind meist zu schwach dosiert) und Johanniskraut verträgt sich nicht besonders gut mit Sonnenlicht. Gegen Winterdepression ist es aber z.B. eine tolle Sache.

Sport, Sex und Sonnenlicht – würde ich nun auch vorschlagen :-)

BVrauXntaugxe


Sport, Sex und Sonnenlicht – würde ich auch vorschlagen :-)

Sehe ich auch so, wobei Selbstbefriedigung noch ein gutes natürliches Antidepressivum ist, das er auch ohne andere einsetzen kann. Gesellschaft anderer ihm wohlgesonnener Menschen, also Freunde sind noch eine wichtige Stütze. Und Menschen, mit denen er über seine Probleme reden kann, wenn *er* es will, also welche, die ihm zuhören, ohne gleich Tipps zu geben. Und Lob über seine Erfolge ist wichtig. Sowie häufig: körperliche Nähe kann einem Menschen sehr gut tun. Umarmt werden, gestreichelt werden, massiert werden. Auch gutes Natur-"Antidepressivum": sein Lieblingsessen. Und Gerüche, die er mag. Für mich z.B. Sauna.

Da wo er den eigenen Antrieb nicht hat, sollte er manchmal auch ein Angebot von außen bekommen, z.B. los, lass uns heute mal ins Kino gehen. Aber nur sorum wär's keine Dauerlösung (um so trauriger/antriebsloser, um so stärker wäre die Belohnung, man belohnt also das unerwünschte Verhalten), es muss auch Phasen geben, wo er quasi die Ergebnisse seiner Depressivität selbst spürt: Einsamkeit, Misserfolg, Hilflosigkeit, so ein "Alles Mist"-Gefühl. Es wäre falsch, wenn immer sofort jemand nettes da wäre, der ihn da wieder rausholt.

Sondern die reale Erfahrung ist wichtig: "letztlich gibt's nette Leute um mich rum, aber ich bin verantwortlich für mich". Daraus entwickelt sich normalerweise wieder ein Antrieb, die eigene missliche Lage zu ändern: und dann kommt's von ihm! Wenn das aber über Wochen/Monate ausbleibt (spätestens bei selbstzerstörerischen Gedanken), dann sehe ich auch psychotherapeutische Hilfe als ratsam.

PYuf4fpafxf


Johanniskraut kann ich auch empfehlen. Laif 900 ist ziemlich hoch dosiert und ist komischerweise als verschreibungsplichtige und rezeptfreie Version zu bekommen.

aUddy1


er sollte die Arbeit wechseln

M)rs.a Cullexn


Johanniskraut, wie schon empfohlen. Gut auch dunkle Schokolade oder scharfe Essen, Curry oder mit Chilli gewürzt. Bei den Globuli hilft Bryonia D 12. Ansonsten viel an die frische Luft, sonne baden, etwas unternehmen.

Und wenn alles nichts hilft und er so sehr unter der Arbeit leidet, dann wie Add1 sagt, einen Arbeitsplatzwechsel überlegen.

BYr4auznaruge


Dabei aber zu bedenken: Es kann *Ausdruck* einer möglichen depressiven Verstimmung sein, dass er mit seiner Arbeit total unzufrieden ist. Dann wäre die kausale Kette nicht so:

[Ursache] total unzufrieden mit der derzeitigen Arbeit

=> [Wirkung] deshalb total unzufrieden mit seinem ganzen Leben (Depressivität extremisiert ja und pauschalisiert, und sieht nicht nur den Moment, sondern "alles" "immer" "schlecht")

sondern so herum:

(uns) unbekannte Ursache [psychisch und/oder körperlich]

=> [Wirkung] deshalb total unzufrieden mit seinem ganzen Leben

=> [Wirkung] deshalb auch total unzufrieden mit der derzeitigen Arbeit, weil die ja bedeutenden zeitlichen Anteil am Leben hat

Und in dem Fall nützt ein Arbeitsplatzwechsel eigentlich nichts. Er wäre ein vermuteter (ggf. auch vorgeschobener?) Grund.

Die beiden Fälle kann man unterscheiden, indem man schaut, wie er mit anderen Lebensbereichen klarkommt: z.B. seiner Beziehung (dort ist die Freundin nun nicht so geeignet, das sollte jemand von außen machen). Oder indem man schaut: wenn gerade Urlaub, Feiertag oder Wochenende ist, ist ja keine Arbeit. Und dann beobachten, wie er sich verhält. Und auch: Möchte er den Arbeitsplatzwechsel? Was hindert ihn daran?

Und bevor man eine Arbeit wechselt, weil man meint, es liegt (irgendwie) an der Arbeit (und nicht bei einem selbst), kann man ggf. auch schauen, was an der Arbeit ihn aus seiner Sicht so runterzieht. Dort gäbe es ggf. Möglichkeiten gegenzusteuern.

Denn vielleicht ist die kausale Kette auch so (mal ein spekulatives Beispiel, Arwen74 hat ja nichts zu möglichen Gründen/Einflüssen geschrieben):

[unbekannte Ursache: seine Erziehung stellt das Gefühl Ärger als negativ dar]

=> [Wirkung] deshalb immer "ganz lieb" sein und alles machen, was einem von irgendwo aufgetragen wird, selbst über die eigenen Grenzen – und das natürlich auch auf Arbeit, aber auch im privaten Umfeld

=> [Wirkung] deshalb Überlastung auf Arbeit

=> [Wirkung] deshalb total unzufrieden mit der derzeitigen Arbeit

=> [Wirkung] deshalb total unzufrieden mit seinem ganzen Leben

Aber: diese kausale Kette hätte auch Auswirkung auf andere Lebensbereiche. Er könnte auch außerhalb der Arbeit anderen Menschen schlecht einen Wunsch abschlagen, wäre damit mehr auf das Wohl anderer bedacht, als auf sein eigenes.

Hier sieht man: das (für ihn selbst) ungünstige Verhalten von ihm würde sich auch bei anderen Arbeitsstellen vermutlich wieder negativ auswirken. Hier wäre es günstig, wenn er lernt, Ärger zu empfinden (z.B. über aufgetragene Mehrarbeit oder schlecht vorbereitete Arbeitsdinge von anderen) und geeignet auszudrücken.

Und zu "Männer gehen nicht zum Arzt": Die Pauschalisierung auf Männer finde ich nicht zutreffend. Wenn es im Fall des Freundes von Arwen74 so sein sollte: Ein Psychotherapeut/in (der/die sowas von außen analysiert und den Klienten unterstützt, seine eigenen Ziele zu erreichen) wird ggf. nicht als Arzt wahrgenommen. Aber der Antrieb dazu müsste dann doch von ihm kommen, so antriebsarm er sonst auch sein möge. Allerdings: Ein Psychiater (Nervenarzt) zum Verschreiben von verschreibungspflichtigen Medikamenten (wenn erforderlich scheinend) kommt in der Regel dazu.

BLienex_26


bekommt man johanniskraut kapseln rezeptfrei oder muss man extra für das rezept zum arzt rennen??

w^antmwaxil


@ Arwen74

Stimmungsaufheller natürlicher art sind lange bekannt, Knobi in höheren dosen länger genommen und auch Ginko.

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