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Depression - plötzlich, durch Homöopathie?

szo/nataxla hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr!

Meine Frage wendet sich an diejenigen, die sich auch mit Homöopathie auskennen, zumindest was die Folgen betrifft und so. Und zwar ist es so, dass ich vor einigen Wochen einen neuen Job eingeschlagen habe beziehungsweise eine neue Ausbildung dahingehend, das ist sozusagen ineinandergreifend. Es läuft alls perfekt (bis vielleicht auf die Liebesdinge, aber egal) und ich habe jeden Grund um erleichtert zu sein, weil es mir gut geht und alles, rein von den Fakten her. Vor zwei Wochen habe ich eine Homöopathin aufgesucht um ein paar Dinge zu verändern die schon "Immer" da sind. Jedenfalls geht es mir seit ich die Einmal-Globuli genommen ahe (wie gesagt nur einmal sollte ich sie nehmen) total schlecht, ich bin depressiv und habe keine Freude mehr am Leben bezeihungsweise kaum. Kann das tatsächlich von den Globuli kommen? Werde die Homöopathin ejedenfalls nicht mehr anrufen, ich glaube die hat mir ordentlich geschadet...was sagt ihr dazu?

Antworten
d7evyilindGiNsWguisxe


Noch weißt du ja gar nicht, ob sie dir geschadet hat.

Bestimmt melden sich hier gleich auch Leute, die sagen: Es kann gar nicht schaden, weil es nicht wirkt. Nun ja, darüber kann man verschiedener Ansicht sein. Gehen wir mal davon aus, daß es doch wirkt (ansonsten hat ein GEspräch darüber wenig Sinn):

Negative Wirkungen bei Homöopathie kommen eigentlich nicht durch die Wahl des falschen Mittels zustande – das falsche Mittel bleibt i.d.R. einfach wirkungslos. Sehr viel wahrscheinlicher wäre die sogenannte Erstverschlimmerung. Die zeigt, daß du auf das Mittel stark ansprichst. Deshalb solltest du erst recht nochmal mit der Homöopathin Kontakt aufnehmen, denn wenn die Symptome der Erstverschlimmerung unerträglich sind, muß man ja irgendwas dagegen tun!

Andererseits ist es auch sehr gut möglich, daß die Ursachen völlig andere sind:

Auch positiver Streß ist Streß. Die Aufnahme einer neuen Arbeit ist psychisch ziemlich belastend und kann (wie z.B. auch Hochzeit, Lottogewinn, glückliche Geburt) zu einer vorübergehenden depressiven Verstimmung von einigen Wochen führen.

Vielleicht hast du die Möglichkeit, dich jeden Tag eine halbe Stunde bewußt zu entspannen, weder an die Arbeit noch an andere Aufgaben zu denken? Ohne dabei zu lesen oder fernzusehen. Ob nun mit Entspannungsübungen oder einfach nur dem Blick aus dem Fenster. Oder Meditation oder Hören ruhiger Musik oder Atemübungen. Einfach "nichts weiter machen". Das klingt lächerlich einfach, kann aber manchmal sehr viel bringen.

f@iJammxa


Ich habe an Homöopathie nie "geglaubt" (hielt das allenfalls für einen Placeob-Effekt), mich dann aber irgendwann zu einer Behandlung überreden lassen. Spätestens da wurde mir dann mehr als deutlich klar, dass das Zeug – wie auch immer – massiv in den Körper eingreift. Ein angeblicher Topp-Homöopath hat mich regelrecht mit Hochpotenzen vollgestopft (rein physikalisch gesehen beinhalten die Null Substanz, ich kann mir die "Wirkungen" echt nicht erklären – weiß nur, dass man sich solche Zustände sicher nicht einbilden kann).

Es war die schlimmste Hölle meines Lebens. Über Monate hinweg fühlte ich mich mehr tot als lebendig, hatte völlig "fremde" Zustände (physisch wie psychisch), kam kaum noch auf die Füße, auch lange nach dem Absetzen noch. Der Homöopath ließ mich damit völlig im Regen stehen, speiste mich mit kurz gefassten Durchhalteparolen (Geduld! blablabla) ab...

Nie nie wieder!!!!! Erst jetzt, über eineinhalb Jahre später, beginne ich mich langsam zu erholen.... Damals habe ich viel in einschlägigen Foren recherchiert und bin auf viele analoge Fälle von verzweifelten Homöopathie-Anwendern gestoßen.

Homöopathie arbeitet irgendwie mit einer Form von "Information", die nicht beweisbar ist – und ebenso sind Fehlwirkungen nicht "beweisbar" – es ist unglaublich trostlos, dies real durchzumachen und den Arzt dann noch nicht mal dafür verantwortlich machen zu können.

Um auf die Frage zu antworten: ja, ich halte es ohne Weiteres für möglich, dass die Depression durch die Homöopathie regelrecht induziert wurde.

f#ia&mxma


PS: Ich hatte dann verzweifelt versucht, das Zeug mit Kaffee und Kampfer zu antidotieren – hat leider nicht geklappt. Ich rate aber trotzdem dazu, es ggf. auszuprobieren.

Eukalyptus/Minze könnte auch noch helfen.

dEeviltin|disguisxe


ja, ich halte es ohne Weiteres für möglich, dass die Depression durch die Homöopathie regelrecht induziert wurde.

Für möglich halte ich das auch. Aber eben nicht durch ein FALSCHES Mittel, sondern gerade durch ein RICHTIGES Mittel. Das aber nun zu stark wirkt.

Nur sehr, sehr erfahrene, langjährig auf Homöopathie spezialisierte Heilpraktiker sollten überhaupt mit Hochpotenzen arbeiten. Und sollten bei Überreaktionen dann aber auch mehr an Hilfe zu bieten haben als Durchhalteparolen!

Ich würde daher erstmal der Heilpraktikerin eine Chance geben und ihr von der Wirkung berichten.

Oder, wenn du schon weißt, daß sie so erfahren wohl nicht ist (mancher macht auch nur mal eben einen Kurzlehrgang), eine bessere suchen.

dRevilpindisxguise


Die Theorie dahinter ist die, daß so etwas wie die Seele, das übergeordnete Bewußtsein des Menschen von dem Mittel auf einen bestimmten Aspekt des Ich aufmerksam gemacht wird: "Guck mal, die Lunge/das Herz/Streß/.... Kümmer dich drum!" Je niedriger die Potenz ist, desto mehr wird der Körper als "niedere Ebene" direkt angesprochen und desto weniger kann schiefgehen, daher kann man sich mit niedrigen Potenzen auch versuchsweise selbst behandeln. Je höher, desto mehr wird die "Seele" angesprochen, und desto wirksamer ist das Mittel dann. Und das kann einen Effekt haben, der analog zu einer Überdosierung bei einem "normalen" Medikament ist.

HnexcJh8en6D9


Trotzdem sollte man den Patienten aufklären über die Wirkung/Nebenwirkung.....ich hatte das ähnlich...ich bin selber Homöopathin....die meisten geben einfach Hochpotenzen im Glauben "Puff" es löst sich auf-pfffffffffffff.

Den Schaden dann wieder gut machen kann sehr sehr lange dauern....aber alles is zu schaffen....nur bitte such dir nen anderen Homöopathen. Alles Gute ;-D

AYnna.xCh\ocolatxa


Der Thread ist ja nun "etwas" älter, aber alleine wegen dieses Themas habe ich mich hier überhaupt angemeldet.

Ich möchte fiamma vollumfänglich zustimmen: die Homöopathie ist MIT NICHTEN so harmlos, wie sie allgemein dargestellt wird!

Auch ich erlebe gerade den sprichwörtlichen Horror auf Erden, weil mir ein unfähiger, allseits gepriesener Homöopath aus der Schweiz ein für mich völlig falsches Mittel in einer absoluten Hochpotenz verabreicht hat. Und wie fiamma es sagt: es ist die HÖLLE MEINES LEBENS!

Ich habe Gutes erwartet, man hätte demzufolge also sogar von einem Placebo- Effekt ausgehen können (!), aber dieses Mittel hat mich schlichtweg ausradiert- sowohl körperlich, als auch seelisch.

Einen derartigen Zustand kann man in Worten gar nicht beschreiben. Es ist ein einziger, andauernder ALPTRAUM.

Und das PERFIDE an der Homöopathie bzw. an den Homöopathen ist ja, dass man ihnen nichts nachweisen kann! Dabei steht der Homöopath, der mich auf dem Gewissen hat, in seinen Seminaren vor seinen Schülern und sagt, dass "man mit einer Hochpotenz einen Menschen umbringen kann"!

Die wissen also SEHR GENAU, was sie da machen.

Ich kann jeden nur WARNEN, sich auf die UN- Heilmethode Homöopathie einzulassen.

Bxroderxick


Hexchen69

Trotzdem sollte man den Patienten aufklären über die Wirkung/Nebenwirkung.....ich hatte das ähnlich...ich bin selber Homöopathin....die meisten geben einfach Hochpotenzen im Glauben "Puff" es löst sich auf-pfffffffffffff.

Verdünntes Wasser kann sich nicht auflösen.

Und Nebenwirkungen gibts keine. Das ist ja der einzige Vorteil der Homöopathie.

Man kann literweise schlucken was und soviel man will.

Wurde sogar medienwirksam mal von einer Gruppe Studenten als Ulk demonstriert. Zur großen Aufregung der Homöopathen, natürlich; die das Ganze als unzulässige Arzneimittelprüfung verbieten wollten.

Homöopathen haben absolute Narrenfreiheit. Egal was sie verabreichen-man kann ALLES irgendwie nach homöopathischer Logik irgendwie begründen. Und kein Sachverständiger der Welt könnte ihnen dabei einen Fehler nachweisen.

Oder wurde schon jemals ein Homöopath wegen falscher Behandlung auf Schmerzensgeld verurteilt?

tUhoforer


Nebenwirkung wäre höchstens der Nocebo-Effekt, aber der scheint hier unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eher, dass hier echte Medizin nötig gewesen wäre und die Pseudomedikamente nicht ausgereicht haben. Wirklich ein mieser Homöopath! Ein "seriöser" hilft natürlich nur bei Leiden, die von ganz alleine wieder weg gehen. Dann kann er dem geneigten Patienten prima einreden, dass er bzw. seine Globuli es waren, die geholfen haben. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Wundergeschichten (oder doch Märchen) in Internetforen auftauchen, abgeschlossen mit einem "Wer heilt hat recht"....

Oder wurde schon jemals ein Homöopath wegen falscher Behandlung auf Schmerzensgeld verurteilt?

Naja, direkt wohl nicht. Höchstens wenn sie durch Unterlassen einer wirksamen Behandlung [[https://www.theguardian.com/world/2009/sep/28/homeopathy-baby-death-couple-jailed Schaden]] verursacht haben.

Aber auch dann [[http://scilogs.spektrum.de/mente-et-malleo/hom-opathie-kann-die-leber-kosten/ nicht immer.]]

M\allauixg


@ Anna.Chocolata

Dass Homöopathen durch ihre Mittel Patienten absichtlich umbringen, willst du aber jetzt nicht sagen?

Dass damit etwas hervortritt, was tendentiell schon vorhanden war in der Psyche, sei dahingestellt.

A9nnra.C!ho@colaxta


@ Mallaig:

Wer redet denn (allein) von "Psyche"?

Das könntest Du allenfalls auf den TE beziehen ("Depression durch homöopathische Mittel")...

Nein, ich will natürlich NICHT sagen, dass Homöopathen ihre Patienten absichtlich umbringen, wohl aber, dass diesen Leuten sehr wohl bewußt ist, mit was für machtvollen (!) Mitteln sie agieren.

@ Broderick und thofoer:

Das ist jetzt nicht "böse" gemeint , aber bevor ihr schreibt, dass die schlimmen (Neben-) Wirkungen der Homöopathie nur daraus resultieren, dass vermeintlich effektivere, (schul)medizinische Behandlungsmethoden unterlassen wurden, empfehle ich euch die Einnahme eines homöopathischen Mittels in Hochpotenz! Wobei man da auch ganz klar sagen muß, dass es Patienten gibt, die Homöopathika schlucken können, ohne dass auch nur irgend etwas passiert, wohingegen andere echt umgepustet werden.

Aber das ist halt das Problem: es handelt sich um eine Grauzone, alles bewegt sich im Ungefähren und nicht (stofflich) Nachweisbaren- zwangsläufig werden dann alle, die mit der Unheilmethode Homöopathie Schlimmes erleben, nur milde belächelt und nicht ernst genommen.

Schade, dass der User "fiamma" nicht mehr "hier" ist! Überhaupt "verschwinden" Homöopathie- Opfer allgemein auffallend schnell, was sicher darin begründet liegt, dass man sich diesem zermürbenden "das kann doch aber alles gar nicht sein....." nicht mehr aussetzen möchte.

Aber es kann leider doch sein. Es ist sogar so. Passiert nicht vielen, aber einigen Bedauernswerten schon.

Homöopathie? Nein, danke!

B\roder^ick


@ Anna.Chocolata

Wobei man da auch ganz klar sagen muß, dass es Patienten gibt, die Homöopathika schlucken können, ohne dass auch nur irgend etwas passiert, wohingegen andere echt umgepustet werden.

Von Homöopathika wird garantiert niemand umgepustet.

Und Homöopathieopfer gibts nur in dem Sinne, daß jemand sein Geld verschleudert, oder eine tatsächlich wirksame Therapie unterlässt oder verzögert.

Kein Mensch hat jemals durch ein Homöopathikum selber auch nur den geringsten Schaden erlitten.

M!allaixg


Anna,

ob man sich als Opfer der Homöopathie betrachtet, ist nach deiner Definition eben auch Glaubenssache.

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