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Hochpotenzen

A6schCegeisxt hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Als ich mit meiner jetzt gut 20 jährigen Tochter schwanger war, zog mich meine Schwiegermutter auf die Seite der Homöopatie.

Sie teilte mir mit, das sie es für das beste hielt, wenn das Kind auch ohne irgendeine Krankheit von dem und dem Homöopathen, bei dem sie quasi seit Jahrzehnten in Behandlung ist, Hochpotenzen erhält, um die Konstitution zu verbessern.

Mit dem knapp zweijährigen Kind hatte sie mich weichgeklopft und wir fuhren zu dem hin, das Erstgespräch kostete damals um die 500 DM, wurde alles von ihr übernommen.

zu dieser Zeit erhielt mein Kind dann die erste Hochpotenz, ohne das es überhaupt krank war.

Die Behandlungen wurden in regelmäßigen Abständen wiederholt, die Mittel wurden per Post geschickt.

Die Großmutter ist dermassen besessen von der Idee, dass dadurch die allgemeine Konstitution des ansonsten gesunden Kindes verbessert wird, dass ich mich nie dagegen wehren konnte. Die Mittel wurden dann bei den Besuchen des Kindes bei ihr verabreicht. Der Heilpraktiker sagt nie, was er da gibt, das ist sein Geheimnis, sagte sie mir.

Im Alter von drei Jahren kamen die ersten Ohnmachtsanfälle , die zogen sich in unregelmäßigen Abständen über 10 Jahre dahin. Auf meinen Einwand, das käme von den Mitteln, sagte die Großmutter zu mir, ohne die Mittel wäre das alles noch viel schlimmer. Ich muß dazusagen, dass ich mich zu der Zeit damit beruhigte, das das Zeug wahrscheinlich nur wirkungsloses Zeug ist.

Einmal bekam ich auch so ein (geheimes ) Mittel gegen mein Lippenherpes, das daraufhin weitgehend Ruhe gab, daher war ich in der Gutartigkeit wieder mehr und mehr überzeugt.

Außerdem konnte ich mich sowieso nicht dagegen wehren, die Oma verabreichte es auch im Zweifelsfall gegen meinen Willen bei den Besuchen des Kindes dort.

Nun ist bei meiner Tocher MS festgestellt worden, und ich teilte der Großmutter dies telefonisch mit (( leider), und ich nahm ihr das Versprechen ab, mit diesen Mitteln aufzuhören. Sie versprach es mir hoch und heilig.

Leider habe ich erfahren, dass meine Tochter weiterhin mit diesen Mitteln versorgt wird, und sie sagte, dass es ihr danach besser ging.

Ich weiß jetzt nicht, was ich glauben soll. Haben diese Mittel das alles verursacht und soll ich dem ganzen jetzt noch länger zusehen ?

Antworten
tDuffarxmi


also eigentlich kenne ich das von klassischen homöopathen nur so, dass man mittel wirklich nur dann bekommt, wenn man sie braucht – und so kurz wie möglich einnimmt. prophylaktische einnahme kenne ich aus dem bereich nicht.

bei mir hat bislang homöopathie noch keine wirkung gezeigt, wobei ich aber nicht allgemein von deren unwirksamkeit sprechen will, im gegenteil, eigentlich will ich schon daran glauben – nur hat es bei mir leider bislang nichts gebracht.

tyuffa7rmxi


die homöopathin bei der ich war (klassische homöopathie) gibt auch nicht einfach mal so hochpotenzen. also dafür muss schon ein (akuter) anlass da sein. und wie gesagt, gibt sie immer nur mittel, die in dem moment helfen sollen – nichts prophylaktisch oder über länger.

Chhatxty


Hallo Aschegeist,

wenn du mal nachliest, was Hochpotenzen sind, dann handelt es sich um eine Tinktur, bei der nur die Wirkung, nicht aber der Wirkstoff noch enthalten sein soll. Somit kommt es ja allein auf den Trägerstoff an.

Ich kenn mich in der Homöopathie nicht aus, aber es steckt auch viel Glaube dahinter. Wenn es dich so beunruhigt, dann nimm doch eins von den Tinkturen und lass es analysieren.

Was mich mehr erstaunt in deinem Bericht ist, dass Deine Schwiegermutter deinem Kind Tinkturen gegen Deinen Willen verabreicht. Das würde bei mir dazu führen, dass das Kind nicht mehr zur Schwiegermutter zu besuch geht, wenn ich nicht anwesend bin. Die hat ja eine Macht, das ist ja Wahnsinn. Was sagt denn Dein Mann zu der Angelegenheit.

Das MS durch homöopathische Mittelchen ausgelöst wird, kann ich mir nicht vorstellen, aber da würde ich mich an eine Fachklinik wenden. MS würde ich auf jeden Fall nicht vom Haus oder Kinderarzt behandeln lassen. Frühdiagnostik und dann gute Therapie sind da wohl das Beste. Dort kannst du dann ja fragen, ob die Mittel Deiner SchwM schädlich für die Krankheit sind oder nicht.

Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge, und wenn Deine Tochter meint, dass hilft, würde ich es ihr nicht wegnehmen, wenn von Seiten der Ärzte ein OK vorliegt.

Gruß und viel Glück für Deine Tochter

lXu<cidanxe


ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das der Grund für ihre MS sein soll. Verständlich, dass Du Dir Sorgen machst und Ursachenforschung betreibst, aber mein Verstand sagt Nein :)*

tyuffoar_mi


Nun ist bei meiner Tocher MS festgestellt worden, und ich teilte der Großmutter dies telefonisch mit (( leider), und ich nahm ihr das Versprechen ab, mit diesen Mitteln aufzuhören. Sie versprach es mir hoch und heilig.

ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass die homöopathischen mittel die ms hervorgerufen haben. ms kann zig ursachen haben.

trotzdem sollte die oma natürlich akzeptieren, wenn du nicht möchtest, dass deiner tochter irgendwelche mittelchen gegeben werden – egal ob und welche krankheit nun festgestellt wurde.

Hm.BaVrbsin


Hochpotenzen sind so stark verdünnt, dass keine wirksamen Sroffe mehr nachweisbar sind. Deshalb haben sie abgesehen vom Placeboeffekt weder heilsame Wirkung noch gesundheitsschädliche Nebenwirkung. Wenn es wirklich Hochpotenzen sind, musst du dir also keine Sorgen machen, dass sich das negativ auf die physische Gesundheit deiner Tochter auswirkt, eine Wirkung hat es nur auf den Geldbeutel. Trotzdem finde ich es nicht OK, dass der Heilpraktiker die Inhaltsstoffe geheim hält. Normal ist doch, dass man weiß was man als Medikament bekomt und welche Wirkungen und Nebenwirkungen das haben kann (Beipackzettel).

ASschejgeist


Wie ich schon sagte, soll das seit 20 Jahren die "Gesamtkonstitution" verbessern. mir war und ist das bis heute fremd. Und seit 20 Jahren bekommt sie auch das Zeug.

Wenn irgendwas auftritt, heißt es, " das wäre sonst noch schlimmer ".

t,uffkarxmi


beipackzettel gibt es bei der klassischen homöopathie in dem sinne eigentlich nicht, aber man weiß dennoch meist was man da nun gerade bekommt. wobei mir gerade auffällt, dass ich es beim letzten mal auch nicht gesagt bekommen habe! ;-)

ich denke, wir sollten den faden jetzt nicht in eine der üblichen homöopathie pro und contra-diskussionen ausarten lassen, im grunde geht es ja hier auch um noch etwas anderes – nämlich dass die oma es nicht akzeptiert, wenn die mutter eine homöopathische behandlung gar nicht möchte.

tJuf\farmxi


na gut, wenn das jetzt seit 20 jahre so geht, dann heißt das ja, dass deine tochter mittlerweile erwachsen ist und selbst über sich entscheiden sollte – ganz egal was oma oder mutter dazu sagen! ;-)

tjuffaUrmxi


Wenn irgendwas auftritt, heißt es, " das wäre sonst noch schlimmer ".

ja gut, das ist natürlich eine art totschlagargument, weil diejenige dann einfach das als gegeben ansieht und andere argumente gar nicht annimmt.

ich persönlich kenne durchaus personen, denen die homöopathie geholfen hat – bei mir habe ich bislang wie gesagt keinerlei wirkung festgestellt. das homöopathie nun aber wirklich gravierende schäden anrichten kann, das glaube ich eher weniger.

leider wird nicht selten im jungen erwachsenenalter ms festgestellt, deine tochter ist damit also nicht allein!

lNuczid"ane


wie oben schon geschrieben, würde meine SchwieMu gegen meinen Willen handeln, muss ich mir das nicht mit ansehen. zwanzig Jahre lang. das steht halt auf einem anderen Blatt geschrieben. Ihr könnt beide nichts dafür, dass Deine Tochter krank ist...

t\ufXfarmOi


ist es denn erst jetzt für dich ein dorn im auge, nach der diagnose?

A[sche\geixst


Mein Mann sagt da nichts dazu, ich habe die Tochter in die Ehe mitgebracht und zum Kindsvater keinerlei Kontakt mehr. Die Oma ließ den Kontakt zum Kind nie abreissen.

Hier im Forum schreibt eine andere Nutzerin, sie hätte seit 18 Monaten starke Schwindelgefühle , sie hat jahrelang Hochpotenzen eingenommen. Sie listete die Mittel hier auf, das kann ich nicht, der Heilpraktiker, der von der Großmutter als Koryphäe betitelt wird, hält sie geheim, aus, Ende.

Ich werde wahrscheinlich nie herausfinden, was für Mittel und in welcher Potenz die waren.

Oma war und ist vom Kind aus gesehen, immer die große Geldgeberin, jetzt noch mehr als in der Vergangenheit.Sich gegen sowas zu wehren, ist ziemlich komplex und vielschichtig.

AOschdegeisxt


Dorn im Auge eigentlich seit dem dritten Lebensjahr, als die Ohnmachtsanfälle begannen.

Dann kam die Sehschwäche dazu, die aber evtl. familiär bedingt ist..

Dann die massiven Eierstockzysten, die sie weiß Gott woher hat.

Also Dorn im Auge ehrlich gesagt schon länger.

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