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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

KFam.ikazCi081x5


Interessant find ich, dass sowohl Anhänger der Homöopathie als auch die regulär medizinische Fraktion sich so verbissen an der Beweisbarkeit der Wirkung aufhängen.

Wer heilt, hat recht! Es ist doch vollkommen irrelevant, ob jmd lediglich auf Grund des Placebo-Effekts genesen ist, wichtiger ist doch er ist genesen.

Wer schon viele vergebliche Versuche in der 'normalen' Medizin hinter sich hat, kann es doch ruhig mit alternativer Medizin versuchen und seine Erfahrungen machen. Wenn er danach gesund ist, ist doch wunderbar. Wenn es ihm nicht hilft, ist er zumindest genauso weit, wie mit regulärer medizinischer Behandlung.

M.E. sollte Alternative Medizin und klassische Medizin viel eher kooperieren, damit solche Fälle wie ein krebskrankes Kind, dessen Eltern sich weigern es mit einer Chemo behandeln zu lassen, obwohl gute Heilungschancen bestünen, vermieden werden können.

Aber Alternativmedizin unterstützend zur normalen Behandlung, Alternativmedizin oder wo noch keine reguläre Behandlung angeschlagen hat, auch in Bereichen wo die Folgen des Verzichts auf klassische medizinische Medikation nicht lebensbedrohlich sind, wäre doch eigentlich ideal.

Ich persönlich hab es aufgegeben, andere Leute von der Beweisbarkeit der Wirkung alternativer Heilmethoden zu überzeugen. Es ist mir egal. Solange ich nach einer solchen Behandlung gesund bin und ich meinen Körper weniger belastet habe als mit einer Antibiotika-Kur nach der nächsten, ists mir vollkommen wurscht ob die Wirkung der Tröpfchen, Cremes und Kombipräparate bewiesen werden kann.

MBiRowLi


@ Kamikazi0815

Interessant find ich, dass sowohl Anhänger der Homöopathie als auch die regulär medizinische Fraktion sich so verbissen an der Beweisbarkeit der Wirkung aufhängen.

Leider ist es aus praktischen und ökonomischen Erwägungen ganz und gar unmöglich an jedem Patienten jede denkbare Therapie auszuprobieren.

Daher ist es wünschenswert anhand von Erfolgsausichten eine Vorauswahl zu trefffen, mit welcher Methode die statistisch besten Heilungschancen bestehen.

Schulmedizinische Therapien haben dieses Kriterium absolviert, alternativmedizinische Verfahren nicht oder mit zweifelhaftem Erfolg.

Darum und nur darum dreht sich diese Diskussion. Der Einzelfall

Solange ich nach einer solchen Behandlung gesund bin und ich meinen Körper weniger belastet habe

ist dafür völlig irrelevant.

d6erKoxch


Eine evidenzbasierte Therapie kann sich nur auf eine evidenzbasierte Diagnose beziehen, und die bekommt man nicht durch Intuition, sondern mit der notwendigen Ausrüstung.

Da stimme ich dir nur teilweise zu. Ein als Notarzt tätiger Mediziner z.B. muss regelmäßig mit wenigen diagnostischen Möglichkeiten in kurzer Zeit sich für ein Therapiekonzept entscheiden. Intuition und Erfahrung haben hier ohne Zweifel einen deutlichen Einfluss auf die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten.

Streng genommen macht die evidenzbasierte Medizin die Ärzte überflüssig, denn um irgendeinen Algorithmus anzuwenden, muss man kein Arzt sein, das sollte man Maschinen und im Einzelfall psychologisch geschultem Personal überlassen.

Naja, ich würde mich sehr unwohl Fühlen, wenn mich psychologisch geschultes Personal z.B. operativ behandeln würde.

Ich bin bestimmt der letzte, der die Verschwörungstheorie von der bösen Pharmalobby kolportiert, aber eM kann natürlich schon massiv missbraucht werden.

Da stimme ich dir teilweise zu. Es ist mir durchaus bewusst, dass eine Studie so geplant wird, dass möglichst ein gutes Ergebnis zu erwarten ist. Schließlich kosten solche Projekte Geld, das später nur durch erfolgreiche Zulassung wieder eingenommen werden kann. Natürlich inklusive Gewinn und Prestige für die in dem Rahmen tätige Arbeitsgruppe. Das gilt aber für jeden Bereich der Forschung. Trotzdem sind die meisten Ergebnisse durchaus brauchbar, auch wenn in der späteren klinischen Anwendung das Resultat in einigen Fällen nicht so gut aussieht wie unter Studienbedingungen. Eine echte Manipulation halte ich für äußerst schwierig. Schließlich sind diese Arbeiten durchaus für konkurrierende Arbeitsgruppen oder Firmen einsehbar, so dass man sich die Folgen für die Betrüger ja denken kann. Als Beispiel sei der vermeintliche Beweis der Wirksamkeit der Homöopathie durch die Arbeitsgruppe von den Professoren Karen Nieber und Wolfgang Süß vom Institut für Pharmazie der Universität Leipzig zu nennen.

Interessant find ich, dass sowohl Anhänger der Homöopathie als auch die regulär medizinische Fraktion sich so verbissen an der Beweisbarkeit der Wirkung aufhängen.

Natürlich möchte ich als Patient einen Beweis für die Wirksamkeit einer Behandlung haben. Schließlich kostet mich eine angeblich nebenwirkungsfreie, alternativmedizinische Behandlung viel Geld oder in der "Schulmedizin" meine Gesundheit (bezogen auf die NW).

K\amik>azi081x5


Natürlich möchte ich als Patient einen Beweis für die Wirksamkeit einer Behandlung haben. Schließlich kostet mich eine angeblich nebenwirkungsfreie, alternativmedizinische Behandlung viel Geld oder in der "Schulmedizin" meine Gesundheit (bezogen auf die NW).

Das ist ja aber ein Punkt, der jedem selbst überlassen ist. Niemand wird zu einer bestimmten Behandlung gezwungen, weder schulmedizinisch (außer vielleicht bei Seuchengefahr) oder alternativ. Wenn nun eine Beweisbarkeit nicht vorliegt, egal ob von einer schulmedizinischen Behandlung oder von einer alternativen, liegt es im Ermessen des Einzelnen das Risiko der Behandlung und mit ihr das Risiko eines Nichterfolges einzugehen oder eben nicht.

Aber die Beweisbarkeit einer Wirkung zum maßgebenden Kriterium für die Existenz einer Behandlung zu machen, halte ich in dem Moment für nicht ausschlaggebend (zumindest nicht, solange die Kosten für die jeweilige Behandlung privat übernommen wird und nicht vom Gemeinwesen gezahlt wird. Dass in diesem Fall eine gewisse Wirkung erwiesenermaßen feststehen sollte, steht noch einmal auf einem anderen Blatt).

mkaavsai


@ derKoch

Notfallmedizin-gutes Beispiel. Man hat viele Statistiken erstellt über Notfallpatienten mit sehr interessanten Ergebnissen. Katecholamine erhöhen signifikant die Rate der Patienten, die nach einem kardialen Ereignis eine Klinik lebend erreichen-klingt doch wunderbar. Wenn du die Studie erweiterst und die Rate der Patienten feststellst, die die Klinik wieder lebend verlassen, haben Katecholamine keinen Nutzen mehr! Es gibt in der Notfallmedizin ein einziges Medikament, welches sowohl die Rate der "living incomers" als auch die der "living dismissed" erhöht und das ist schlicht und einfach Sauerstoff. Ein Evidenzhöriger könnte jetzt immer nur die Flasche aufdrehen und gut -schliesslich schont er auch noch das Gesundheitdbudget durch weniger Medikamentenverbrauch und weniger stationären Aufenthalten von Zombies. Ein solcher Notarzt wird nicht lange beruflich überleben. Die Intuition und Erfahrung verursachen (evidenzbasiert) allerdings nur unnötige Kosten und Leid!

Übrigens- das psychologisch geschulte Personal würde dich prä- und postoperativ betreuen- operieren würde dich natürlich eine Maschine!

Grüsse vom Maasai

dier!Koxch


Hallo maasai,

Wenn du die Studie erweiterst und die Rate der Patienten feststellst, die die Klinik wieder lebend verlassen, haben Katecholamine keinen Nutzen mehr!

Keinen Nutzen, aha. Kannst du mir sagen, wo ich das nachlesen kann? Welches kardiale Ereignis ist denn überhaupt gemeint? Der Herz-Kreislauf-Stillstand? Der kardiogene Schock? Rhythmusstörungen?

Es gibt in der Notfallmedizin ein einziges Medikament, welches sowohl die Rate der "living incomers" als auch die der "living dismissed" erhöht und das ist schlicht und einfach Sauerstoff…und weniger stationären Aufenthalten von Zombies.

Bezieht sich das immer noch auf das kardiale Ereignis? Das ist doch eine Verallgemeinerung, du vergleichst doch bestimmt hier Äpfel mit Birnen!

Die Intuition und Erfahrung verursachen (evidenzbasiert) allerdings nur unnötige Kosten und Leid!

Retten aber auch viele Leben.

Übrigens- das psychologisch geschulte Personal würde dich prä- und postoperativ betreuen- operieren würde dich natürlich eine Maschine!

Die Maschine, die selbständig ohne Überwachung von menschlichen Mitarbeitern eine solche verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen soll, gibt es nicht. Zum Glück, oder würdest du dich einer nicht überwachten Maschine blind anvertrauen, wenn es auch anders gehen würde? Aus der Fliegerei gibt es da übrigens recht interessante Erkenntnisse. Es ist technisch durchaus möglich ein Passagierflugzeug ohne Flugzeugpersonal von A nach B fliegen zu lassen. Jedoch ergaben Umfragen, dass die meisten Passagiere es vermeiden würden in so einem "führerlosen" Flugzeug zu reisen. Ich schätze mal, dass so eine Untersuchung unter Patienten bezüglich einer rein maschinell durchgeführten Operation genauso ausfallen würde.

Abgesehen davon sind viele Handgriffe in der Medizin für den heutigen Stand der Technik viel zu komplex. Schon alleine an dem Legen einer Venenverweilkanüle würde unsere heutige Technik scheitern. Und das ist nun mal eine elementare Maßnahme, die es unmöglich macht, auf den generellen Einsatz von Ärzten zu verzichten und eine Medizin nur mit Psychologen zu betreiben. Oder meinst du, dass solche technisch nicht umsetzbaren Maßnahmen dann auch von dieser Berufsgruppe durchgeführt werden sollen? Sprich, Narkoseeinleitung incl. Intubation, legen einer Magensonde, etc. vom Psychologen für Anästhesiologie oder das Kathetervorschieben bei einer Herzkatheterablation durch den Psychologen für Kardiologie? Ersetze das Wort Psychologe mit Facharzt, dann sind unsere Meinungen gar nicht mal so weit auseinander wie ich geglaubt habe.

Gruß

CYe7tuxs


Schön das diese Diskussion wieder in Gang kommt, wenn sich auch die Argumente wiederholen.

Das ganze dient dann auch letztendlich der Qualitätssicherung, so dass jeder Patient, egal ob in Hamburg oder in München, mit der gleichen Erkrankung, die gleiche und nachgewiesenermaßen Beste Therapie erhält.

Das ist Wunschdenken und von der derzeitigen Realität weit entfernt. Man gehe mit einem "Hexenschuss" mal zu verschiedenen Ärzten - auch Fachärzten. Das diagnostische UND therapeutische Procedere ist so vielfälltig wie die gestellten Diagnosen.

Genau diese Standards sind es, die viele Ärzte als Zwangsjacke und als Eingriff in die diagnostische und therapeutische Freiheit empfinden. Der gute Arzt behandelt gemäß individuellem Bedarf und nicht nach (standardisiertem) Schema.

Alternativmedizin rechtfertigt sich eben nicht aus der pathotropen Perspektive des Arztes, sondern aus der salutotropen Pespektive des Patienten. Somit ist der Arzt nicht mehr für die Wirksamkeit alternativer Medizin zuständig, sondern für deren Sicherheit.

_odXemoElant^_


Der gute Arzt behandelt gemäß individuellem Bedarf und nicht nach (standardisiertem) Schema.

Selbstverständlich aber aus Gründen des Patientenschutzes muss es standardisierte Verfahren geben. Dadurch hebt sich die Medizin ja ab. Dass ein Bruch ab einem bestimmten Schweregrad eben operiert wird und nich nur gerichtet. Hat der Arzt Gründe bei Patient X anders zu verfahren, kann er das gerne machen, solange er medizinische Argumente hat. Und genau das macht die Medizin nachvollziehbar und streitbar.

Das fehlt der Alternativmedizin größtenteils völlig.

C+etuas


Das es bei bestimmten Erkrankungen standardisierte Diagnose- und Therapieverfahren gibt wird nicht bestritten. Sie spielen jedoch in der im ärztlichen Alltag keine große Rolle. Mein "Hexenschuss-Beispiel" wollte dies als Beispiel konkretisieren. Auch in der Traumatologie fehlen häufig diese Standards und werden nicht selten durch Zeitgeist-Meinung ersetzt. Beispiel: Obere Sprunggelenksdistorsion. Wer Pesch hat wird immer noch mit einer gehaltenen Röntgenaufnahme mit 15kp traktiert. Beispiel: Ruptur der Ligamenti eines Akromeo-Klavikulargelenkes. Selbst bei Betroffenheit aller akromioklavikulären Bänder wird von Op. bis konservativ unterschiedlich therapiert. Beispiele ließen sich endlos fortsetzen.

Und genau das macht die Medizin nachvollziehbar und streitbar.

Das fehlt der Alternativmedizin größtenteils völlig.

Das stimmt so nicht. Schulmedizin kann eher für Schulmediziner nachvollziehbar sein - und Alternativmedizin für Alternativmediziner, das liegt in der Natur der Sache. Der Binnenkonsens in der Homöopathie ist dabei schon sprichwörtlich.

dgerKzocxh


Hallo Cetus,

Das es bei bestimmten Erkrankungen standardisierte Diagnose- und Therapieverfahren gibt wird nicht bestritten. Sie spielen jedoch in der im ärztlichen Alltag keine große Rolle.

Das ist so nicht richtig. Sie spielen vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn es erstmal um den Ausschluss lebensbedrohlicher Erkrankungen geht. Wenn also jemand mit z.B. Schulter- oder Rückenbeschwerden zum Arzt geht, muss dieser erst (standardmäßig) überprüfen, ob nicht doch evtl. ein Herzinfarkt dahinter stecken könnte. Und gerade dafür sind eben solche Standards da, für die SICHERHEIT des Patienten.

Mein "Hexenschuss-Beispiel" wollte dies als Beispiel konkretisieren.

Dieser Hexenschuss in Anführungsstrichen ist erstmal nur ein Symptom das viele Ursachen haben kann. An der Intuition und Erfahrung des Arztes liegt es, dieses durch eine ausführliche Anamnese einzuordnen, die richtigen diagnostischen Hilfsmittel zu wählen, um dann eine Diagnose zu stellen. Erst anhand dieser kann das richtige Therapieverfahren eingeleitet werden. Also ohne die richtige Diagnose keine adäquate standardisierte Therapie.

Das diagnostische UND therapeutische Procedere ist so vielfälltig wie die gestellten Diagnosen.

Es kann durchaus vorkommen, dass man auch mal keine Ursache für die angegebenen Beschwerden findet, schließlich hat die moderne Medizin auch ihre Grenzen. Rückenschmerzen sind da sogar ein Paradebeispiel. Deshalb wird jeder Arzt für sich eine Vermutung für die zugrunde liegende Genese entwickeln, die durchaus von der persönlichen Erfahrung und Fachrichtung des jeweiligen Mediziners geprägt sein kann. Aber darüber sollten sich Anhänger der alternativen Medizin nicht aufregen. Schließlich entspricht diese Art der individuellen Vorgehensweise dem normalen Prozedere in der komplementären Diagnostik und Therapie. Oder meinst du, das mehrer Heilpraktiker dir immer die gleiche Diagnose stellen würden?

Csetus


Hallo 'derKoch'

da dir der Hexenschuss zu symptomatisch ist, ersetze ich ihn durch Lumbago (M54.5) ;-)

Unverständlich ist mir die ständige Fokussierung auf Heilpraktiker wenn es um Natur- Alternativ- Komplementärmedizin geht. Ignoriert wird die stetig steigende Zahl der Ärzte, die sich diesen Verfahren zuwenden (bitte jetzt nicht das Totschlagargument, dies' wird nur zum finanziellen Praxiserhalt betrieben). Ignoriert werden die Lehrstühle für diese Medizin. Ignoriert werden die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in dieser Richtung. Auch werden die schon für die Cand.Med. möglichen studienbegleitenden Einführungen an den Hochschulen verschwiegen. In der Kinder-Uni FFM ist vor Jahren eine homöopathische Notfallambulanz entstanden.

An dieser Stelle sei mal wieder an das Genfer Gelöbnis erinnert, welches den Eid des Hypokrates ersetzt hat, hierin steh u.a.:

[...]Der Arzt übt seinen Beruf nach den Geboten der Menschlichkeit aus. Er darf keine Grundsätze anerkennen und keine Vorschriften oder Anweisungen beachten, die mit seiner Aufgabe nicht vereinbar sind oder deren Befolgung er nicht verantworten kann.

**derKoch schrieb:

Es ist, überspitzt gesagt, für den Patienten und den praktischen Arzt in erster Linie völlig egal wie etwas wirkt, sondern ob es hilft.

Das ist ja mal ein Bekenntnis, das mir wie warmes Öl runterläuft.. :-D

Du stellst also die Wirksamkeit vor der Beweisbarkeit. Das ist ja mal eine eindeutige Aussage!

Hier wiederhole ich gerne noch mal den Text meines ersten Postings in diesem Thread: // für die Volksgesundheit ist die sogenannte Schulmedizin unerlässlich, das heißt aber nicht in bestimmten Individualfällen auf alternativer Med. zurückgreifen zu dürfen. Wenn 90% Kranker mit der sogenannten Schulmedizin zufrieden sind, ist den restlichen 10% zuzugestehen, sich mit ihrem Problem nach Alternativen umzusehen. //

Nachteil dieses langen Fadens ist die Tatsache, dass quereinsteigende Diskutanten sich offensichtlich nur durch die aktuellen Posts informieren.

Weil in Antworten zu meinen Posts häufig auf Heilpraktiker hingewiesen wird, sei hier klargestellt, dass ich weder Heilpraktiker o.ä. noch med. Assistenzberufler bin.

__demoGlxant_


@ Cetus

Das stimmt so nicht. Schulmedizin kann eher für Schulmediziner nachvollziehbar sein - und Alternativmedizin für Alternativmediziner, das liegt in der Natur der Sache. Der Binnenkonsens in der Homöopathie ist dabei schon sprichwörtlich.

Das is so nicht korrekt. In Wirklichkeit ist Schulmedizin für alle nachvollziehbar und viele alternative Verfahren für niemanden. Liest du dich ein bisschen in den Wirkungsmechanismus von Antibiotika ein, erkennst du den Sinn und verstehst weshalb es Nebenwirkungen gibt.

Les ich mich in Hahnemanns Theorien ein, dann macht das einfach überhaupt keinen Sinn. Es wird dogmatisch ein Verfahren beschrieben, welches du nicht verstehen kannst.

Die meisten Verfahren in der Schulmedizin kannst du verstehen. Unabhängig deines Berufes, sofern du genug Interesse mitbringst.

Ignoriert wird die stetig steigende Zahl der Ärzte, die sich diesen Verfahren zuwenden (bitte jetzt nicht das Totschlagargument, dies' wird nur zum finanziellen Praxiserhalt betrieben). Ignoriert werden die Lehrstühle für diese Medizin. Ignoriert werden die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in dieser Richtung. Auch werden die schon für die Cand.Med. möglichen studienbegleitenden Einführungen an den Hochschulen verschwiegen. In der Kinder-Uni FFM ist vor Jahren eine homöopathische Notfallambulanz entstanden.

Das ist leider kein Argument. Nur weil viele Leute etwas glauben, bedeutet das nicht, dass es funktioniert. ;-)

Du stellst also die Wirksamkeit vor der Beweisbarkeit. Das ist ja mal eine eindeutige Aussage!

Wirksamkeit ist IMMER beweisbar.

Logische Konsequenz: Etwas, das nicht bewiesen werden kann, ist nicht wirksam und nur ein Schlupfloch, um wenig sinnvolle Therapien zu unterstützen.

MKy-^rBiLstxica


@ demolant

Nur weil viele Leute etwas glauben, bedeutet das nicht, dass es funktioniert.

Die vielen Leute, die das "glauben", wissen dass es funktioniert, sonst hätte sich die Homöopathie schon längst in Luft aufgelöst. Das Gegenteil ist der Fall, die Nachfrage wächst stetig.

Fakt ist: Die Homöopathie basiert auf experimentellen pharmakologischen und klinischen Daten. Im Laufe der Zeit wurden homöopathische Mittel bei einer Vielfalt von Symptomen gründlich auf ihre Wirksamkeit überprüft. Klinische Studien wurden sowohl in Indien als auch in anderen Ländern durchgeführt. Die physikalische Grundlage homöopathischer Mittel ist noch nicht geklärt, aber es gibt ausreichend klinische Daten um ihre Wirksamkeit zu beweisen. Alle Prinzipien in der Homöopathie basieren auf gesunder Logik und experimentellen Daten.

Insofern trifft deine Aussage genau den Punkt:

Wirksamkeit ist IMMER beweisbar.

CIe}tus


Demolant,

In Wirklichkeit ist Schulmedizin für alle nachvollziehbar und viele alternative Verfahren für niemanden.

Bitte konkretisieren, denn solche Quantifizierungen sind wenig brauchbar. Fakt ist, dass vorwiegend die Pharmakologie evident ist und hier noch mit dem Fehlen Iatrogener Schäden in der Langzeitwirkung, dessgleichen Interaktionen mit anderen Mitteln.

Kritiker der ebM sind der Meinung, dass fast alle ärztlichen Handlungen, die komplett unstrittig sind, nicht evidenzbasiert seien und es auch nie sein würden. Dass der "Viel-Studien-Durchnittspatient" nichts mit dem Individual-Pat. gemein hat.

Fälschlicher weise werden Therapien als evident angesehen die es nicht sind, wie Manuelle Medizin, physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Diätetik u.v.a.m.

Alternative Medizin ist nicht nur auf Homöopathie reduzierbar.

Nur weil viele Leute etwas glauben, bedeutet das nicht, dass es funktioniert

Wenn unter diesen "vielen" Ärzte, Hochschullehrer und Lehrstuhlinhaber sowie auch noch universitäre Einrichtungen mit Aus- und Fortbildungsangebote sind, ärztliche Berufsorganisationen die Alternativ-Medizin im allgemeinen und Homöopathie im besonderen mit Fortbildungspunkten belohnt, ist die Gewichtung eine andere!

Und welcher praktizierende Arzt hat nicht schon Traumeel, Vertigoheel o.ä. ge- und benutzt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

dCekrK.och


Ignoriert wird die stetig steigende Zahl der Ärzte, die sich diesen Verfahren zuwenden Ignoriert werden die Lehrstühle ….die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in dieser Richtung….für die Cand.Med. möglichen studienbegleitenden Einführungen…

Wenn unter diesen "vielen" Ärzte, Hochschullehrer und Lehrstuhlinhaber sowie auch noch universitäre Einrichtungen mit Aus- und Fortbildungsangebote ….und Homöopathie im besonderen mit Fortbildungspunkten belohnt, ….

Solche Kurse werden nicht nur studiumbegleitend angeboten, sondern manche müssen sogar laut Approbationsordnung von jedem Humanmedizinstudenten besucht werden. Jedoch haben die Kernaussagen dieser Veranstaltungen wahrscheinlich weniger mit dem zu tun, was sich die Anhänger der komplementären Medizin so darunter vorstellen.

Zu den Alternativverfahren gehören die Therapieansätze, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standgehalten haben und somit keine Vorteile gegenüber einer Placebobehandlung erwarten lassen. Trotzdem ist es heutzutage für viele modern sich homöopathisch behandeln zu lassen, regelmäßig zu "entschlacken", zu "entsäuern",etc. Gerade solche Menschen, die in einem Umfeld leben, in denen diese Verfahren schon zur Lebensphilosophie gehören, werden sich nicht von einem Arzt durch irgendwelchen wissenschaftlichen Studien von dessen Wirkungslosigkeit überzeugen lassen. Erst recht nicht, wenn der Erkrankte merkt, dass dem Mediziner die terminologischen Grundlagen der alternativen Methoden die er kritisiert fehlen, und er sich somit dem Patienten gegenüber als kompetenter Gesprächspartner disqualifiziert. Homöopathie, etc. sind weit verbreitete Wellnesstrends geworden, so dass es für viele Ärzte notwendig geworden ist, sich mit diesem Thema auseinander setzten zu müssen. Mancher Mediziner geht sogar noch ein Schritt weiter, und bietet auf Wunsch des Patienten solche Verfahren an. Aber eben nicht unbedingt aus eigener Überzeugung, sondern aus der des Patienten, der in gewisser Weise ja auch sein Kunde ist. So etwas dann zu unterstützen, wenn es um Erkrankungen geht, die eigentlich keine Therapie bedürfen (z.B. Erkältung), oder bei austherapierten chronischen bzw. malignen Leiden, halte ich nach sachlicher Aufklärung über den Stand der wissenschaftlichen Datenlage, für ethisch vertretbar. Das fördert die Arzt-Patenten-Beziehung durch Zufriedenheit des Patienten und seine Bereitschaft sich auch mal der Schulmedizin anzuvertrauen, wenn es eben gefährlich werden würde auf diese zu verzichten.

….wenn es um Natur- Alternativ- Komplementärmedizin geht.

Zahlreiche Naturheilverfahren haben durchaus ihren Stellenwert in der Schulmedizin, so dass eine uneingeschränkte Zuordnung in die Alternativmedizin nicht richtig ist.

Die vielen Leute, die das "glauben", wissen dass es funktioniert, sonst hätte sich die Homöopathie schon längst in Luft aufgelöst. Das Gegenteil ist der Fall, die Nachfrage wächst stetig.

Nein, diese Leute glauben ganz fest daran, und deswegen wächst die Nachfrage stetig. Das gleiche Phänomen kennt man auch aus der Religion. Nur das in diesem Fall der Papst in der Regel ein Heilpraktiker ist. Alles was er macht ist gut, auch wenn es einem dann schlechter geht (vermeintliche Erstverschlimmerung) oder sich nichts am Befinden getan hat.

Die physikalische Grundlage homöopathischer Mittel ist noch nicht geklärt… Alle Prinzipien in der Homöopathie basieren auf gesunder Logik.

Der Grund ist eben der, dass die Grundlage des Glaubens eben einer anderen Logik folgt als die der Physik.

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