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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

sYch9nattCergus,che


... oder hast du das irgendwo von irgendwem gelesen/gehört ? Wer/wo war das? Würde mich echt interessieren!

Die Antwort hatte ich schon getippt, aber dann doch nicht abgeschickt. Ich könnte sie Dir auch als einfache Aussage in einem Satz geben. Aber das kann ich immer noch nachholen. Es fehlt mir nur eine winzige Motivation dazu. Die kannst Du mir geben:

Welche Bedeutung hätte es für Dich zu wissen, ob ich wann von wem diese Beurteilung übernommen habe?

Hgl#odyn


Hey Schnattergutsche,

Ich denke wir verstehen uns.

Eins vorweg, Hlodyn. Ich sehe bei Dir keinen Fehler. Du hast eine Meinung und vertrittst sie. Für Dich ist Deine Meinung genau so richtig wie meine für mich. Wir können Argumente austauschen und vielleicht durch die besseren neuen die damit unbrauchbar gewordenen alten Ansichten ersetzen. Jeder Mensch kann seine eigene Wahrheit haben. Wenn sie ihm hilft, die Welt zu verstehen, ist das völlig in Ordnung.

Das kann ich Wort für Wort unterschreiben!

Warum ich meine Bekannte erwähnt habe? Naja ich wollte halt nochmal klarstellen, dass ich mich nicht nur über esowatch informiert habe. Ich wollte Zeigen, dass ich auch Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht habe.

Ich glaube auch, dass der Mensch selbstheilungskräfte besitzt. Darauf beruht ja auch der Placeboeffekt. Oder eben auch spontane Remissionen, die immer noch unerklärt sind!

Dass du von Erkältungen verschont geblieben bist, ist natürlich toll, warum lässt sich leider nicht klären. Ich habe z.B. jahrelang in Arztpraxen gearbeitet und bin da natürlich mit allen möglichen Keimen in Kontakt gekommen. Das schlimmste was ich in den letzten Jahren hatte war hin und wieder mal ne Bronchitis! Ich persönlich bin immer davon ausgegangen: "Zufall, glück etc."

Mit der Virusgrippe. Ich denke nicht, dass du tatsächlich eine echte Influenza hattest. Ich tippe auf grippalen Infekt. Ich würde da auch keine Medikamente nehmen. Höchstens Nasenspray etc. um die Symptome zu lindern. Viele Ärzte schreiben da leider sofort ein AB auf, wobei in den meisten Fällen ein Virus verursacher ist! Wenn mir ein Arzt so etwas verordnen will, verlang ich auch erst mal nen Nachweis von Bakterien.

Das Bachblüten und co. wirken, bestreite ich nicht mal! Das wie ist hier für mich zumindest entscheidend. Placeboeffekt! Ich finde es nur unverschämt, dass man mit sowas auch noch Geld macht! Was natürlich für die meisten Kranken auch schon sehr hilfreich ist, ist dass die Heilpraktiker sich extrem viel Zeit für ihre Patienten haben. Wer schon mal in einem Altenheim war, weiss wie wichtig es für jeden Menschen ist, dass man einfach mal zuhört!

Der Zucker ist der Trägerstoff. Die Globuli sind mit dem Wasser benetzt.

Ah danke für die Info! Du scheinst dich ja auszukennen. Deswegen noch eine Frage: In diesem Forum wird oft gefragt: "Was hilft bei...?" und als Antwort "xyD200!" Aber soweit ich die klassische Homöopathie verstanden habe wird ein Mittel ja nicht aufgrund von Diagnosen gegeben, sondern auf den Charakter des Menschen zugeschnitten. Sätze wie "Herr XY ist eindeutig ein Natrium phosphoricum" habe ich schon öfter gehört. Ist es dann nicht total sinnlos, wenn man Mittel gegen irgendwelche Symptome empfiehlt?

swchnRatlte#rguschxe


Warum ich meine Bekannte erwähnt habe? Naja ich wollte halt nochmal klarstellen, dass ich mich nicht nur über esowatch informiert habe. Ich wollte Zeigen, dass ich auch Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht habe.

Damit bist Du mir einen Schritt voraus. Ich nehme weder Medikamente noch anderes. Das gehört zu meinem Weg. Früher habe ich Homöopathie aus den gleichen Überlegungen heraus wie Du abgelehnt. Wo nichts zu erkennen ist kann auch nichts sein. Bis ich dann gelernt habe, meine Antenne besser zu tunen (um beim Radio-Vergleich zu bleiben). Auf einmal gab es so vieles mehr. Und es war nicht einmal neu. Das war es nur für mich. Wo nichts zu erkennen ist kann das nach meinem heutigen Verständnis auch an meiner Unempfänglichkeit liegen.

Ich vermute, daß die Wirkung der Globuli bei Dir genau so verhindert wurde wie die von Wirkstoffen bei mir. Durch den Glauben, konkret durch den Nicht-Glauben an die Wirksamkeit. Du kennst vielleicht die berühmten Experimente mit Wasser von Masaru Emoto. Er hat die im Wasser gespeicherte Information im gefrorenen Zustand unter dem Mikroskop sichtbar gemacht. Skeptische Wissenschaftler haben diese Experimente zum Test wiederholt und meinen, sie widerlegt zu haben. Wie bei den Wissenschaftlern in Leipzig sehe ich da die Interpretation als den verhängnisvollen Irrtum. Ihre Skepsis hat sich als Information auf das Wasser übertragen, und wurde dann als unharmonische Struktur sichtbar. Sie haben nicht Emoto widerlegt, sondern mit dessen Methode ihre eigene Skepsis sichtbar gemacht. So lange wir kein wirklich objektives Verfahren haben bleibt in alle Richtungen vieles spekulativ.

Dass du von Erkältungen verschont geblieben bist, ist natürlich toll, warum lässt sich leider nicht klären. Ich habe z.B. jahrelang in Arztpraxen gearbeitet und bin da natürlich mit allen möglichen Keimen in Kontakt gekommen. Das schlimmste was ich in den letzten Jahren hatte war hin und wieder mal ne Bronchitis! Ich persönlich bin immer davon ausgegangen: "Zufall, glück etc."

In meinen Augen ist der "Zufall" nichts anderes als ein offensichtlich existierender, aber noch nicht erkannter Zusammenhang. Wenn Du die Erkrankungen der Patienten als ihre, aber nicht als Deine angesehen hast, sind sie auch genau das geblieben: Deren Erkrankungen. Hättest Du Angst gehabt, Dich anzustecken, dann wäre daraus eine Gefahr für Dich geworden.

Warum ich von Erkältungen verschont geblieben bin, erkläre ich mir sehr einfach. Ich arbeite in täglicher Meditation an meiner Gesundheit. Mit Krankheiten beschäftige ich mich gar nicht mehr. Die beliebte Erklärung der selbsterfüllenden Prophezeiung muß ich doch nicht auf negative Ereignisse in meinem Leben beschränken. Ich habe sie in einem für mich positiven Sinne getestet und bestäigt gefunden. Ich habe es gelernt, mein Unterbewußtsein, das ja nicht nur Herzschlag und Atmung, sondern auch die weiteren mit gesunder Lebensfunktion des Körpers verbundenen Prozesse steuert, bewußt zu programmieren. Dabei sind mir zwei grundlegende Eigenarten klar geworden:

Das Unterbewußtsein versteht keinen Spaß. Wenn ich "ich Arschloch!"!" sage, dann ist das humorvoll gemeint. Aber es läßt mich trotzdem in eine Richtung gehen, die diese Einschätzung humorlos bestätigt. Mir passieren dann Dinge, für die ich mich tatsächlich als Arschloch einschätze.

Das Unterbewußtsein versteht keine Negation. Die Aussage "ich bin nicht krank" verstehen wir als gleichbedeutend mit "ich bin gesund". Das Unterbewußtsein versteht "ich bin nicht krank" als "ich bin krank". Deshalb beschäftige ich mich nur noch mit der Gesundheit. Der Gang in ein Krankenhaus fällt mir sehr schwer. Derzeit trete ich ihn fast täglich an, aber um jemandem bei der Wiederherstellung der Gesundheit zu helfen.

Mit der Virusgrippe. Ich denke nicht, dass du tatsächlich eine echte Influenza hattest. Ich tippe auf grippalen Infekt.

Das dachte ich auch. Der Arzt dachte anders. Gegen die als Viren bezeichneten Säuren helfen aber auch Antibiotika nicht. Denn Viren sind anders als Bakterien und Bazillen keine Lebewesen. Wir können nur ihre Vermehrung behindern, indem wir den Stoffwechsel der befallenen Wirtszellen blockieren. Das geht durch bestimmte Chemikalien, die dann als Spritzen oder Pillen verabreicht werden. Mir war das Risiko bewußt, als ich mich entschieden habe, auf diese Hilfe zu verzichten, und versuchen wollte, mental auf diese Prozesse einzugehen. Ich habe keine Familie zu versorgen, meine Angelegenheiten sind fast immer geklärt, und ich war damals in einer wirtschaftlichen Situation, die einen täglichen Kampf ums Durchhalten bedeutete. Die 10 Oironen Praxisgebühr mußte ich mir vom Essen absparen. In dieser Situation konnte ich alles auf eine Karte setzen. Ich hätte Pik 7 ziehen können. Aber es war Herz As.

Das Bachblüten und co. wirken, bestreite ich nicht mal! Das wie ist hier für mich zumindest entscheidend. Placeboeffekt! Ich finde es nur unverschämt, dass man mit sowas auch noch Geld macht!

Das sehe ich zwar anders, aber laß uns mal zum Test von einem reinen Placeboeffekt ausgehen.

Wenn Du die Wirkung anerkennst, dann frag Dich doch mal, wie man sie ohne Placebos erreichen könnte. Du kannst niemanden vor die Wahl stellen, 5,80 € für ein Medikament zu zahlen oder Placebos kostenlos zu bekommen, und dann noch deren Wirkung erwarten. Findest Du es auch unverschämt, Geld zu machen mit Medikamenten, die nicht die beabsichtigte Wirkung haben, aber "Nebenwirkungen" hervorrufen, die dann mit weiteren Medikamenten gelindert werden müssen, die wieder andere Nebenwirkungen haben, die dann mit neuen Medikamenten gelindert werden müssen, usw.?

Wenn Placebos tatsächlich helfen - was ist daran so verwerflich, sie zu verkaufen? Dahinter steckt nur der Gedanke, daß es einen Wirkstoff geben muß, der eigentlich verkauft wird. Es geht nicht um die Wirkung, sondern um den Stoff. Und das finde wiederum ich verwerflich.

MRy-ri5sticca


@ schnattergusche

Welche Bedeutung hätte es für Dich zu wissen, ob ich wann von wem diese Beurteilung übernommen habe?

Keine Bedeutung. Ist nur reines persönliches Interesse an der Sache.

@ Hlodyn

In diesem Forum wird oft gefragt: "Was hilft bei...?" und als Antwort "xyD200!" Aber soweit ich die klassische Homöopathie verstanden habe wird ein Mittel ja nicht aufgrund von Diagnosen gegeben, sondern auf den Charakter des Menschen zugeschnitten. Sätze wie "Herr XY ist eindeutig ein Natrium phosphoricum" habe ich schon öfter gehört. Ist es dann nicht total sinnlos, wenn man Mittel gegen irgendwelche Symptome empfiehlt?

Beides geht. Es gibt symptombezogene Mittel und Konstitutionsmittel. Wobei ein Konstitutionsmittel auch symptombezogen verwendet werden kann.

Beispiel: Wenn jemand eine Prellung o.ä. erlitten hat, gibt man meist Arnica. Die Schmerzen verschwinden schnell und blaue Flecken bilden sich, wenn überhaupt, sehr schwach.

Arnica wird aber auch als Konstitutionsmittel (längerfristig) eingesetzt.

Ein Arnica-Patient ist mürrisch, hat Kummer, sagt es wäre nichts obwohl der ganze Körper schmerzt. Der Arnica-Patient hat u.U. einen widerwärtigen Atem und einen Geschmack wie von faulen Eiern. Das nur als kleiner Ausriss vom Arnica-Bild.

Oder Staphisagria. Wird meist bei Schnittwunden angewendet. Dann müssen nicht die Leitsymptome von Staphisagria repertorisiert werden wie in der Konstitutionstherapie.

Soweit klar?

Zum Placeboeffekt. Wenn die homöopathischen Mittel geprüft werden, wissen die Probanden nicht welches Mittel sie bekommen haben.

Die Prüflinge haben keinen Kontakt untereinander, sondern nur der Leiter der Prüfung sieht die Aufzeichnungen, die von den Probanden akribisch niedergeschrieben werden.

Wenn jetzt von z.B. von 10 Prüflingen 8 das Symptom

Übelkeit mit schneidenden Bauchschmerzen links im Abdomen, vorzugsweise auf leerem Magen, meist um die Mittagszeit und zur Nacht entwickelt haben, wird dieses Symptom als bestätigt angesehen und findet Einzug in das Repertorium.

Wo bitte sieht man da einen Placebo-Effekt? Wo soll der herkommen?

dwerK ocxh


Hallo My-ristica

Du kennst die Geschichte vom kleinen Felix aus der Uni-Klinik München?

Ja und? Wunder gibt es immer wieder, mit oder ohne Homöopathie. Wurde denn AUSSCHLIESSLICH homöopathisch behandelt? Mit Sicherheit nicht. Das ist kein Beweis, sondern nur ein Strohhalm an den sich die Homöopathie-Jünger hängen um sich bestätigt zu fühlen. Wie erklärt man sich den die Wunderheilungen, die OHNE Homöopathie von statten gingen und sogar wesentlich häufiger vorkommen?

War doch ganz praktisch - oder?

Wie! Arbeiten an der Uniklinik München auch Heilpraktiker auf den Intensivstationen?

Beides geht. Es gibt symptombezogene Mittel und Konstitutionsmittel. Wobei ein Konstitutionsmittel auch symptombezogen verwendet werden kann.

Mit anderen Worten: Probier es einfach aus. Wenn es dir dann besser geht, dann hast du alles richtig gemacht.

Beispiel: Wenn jemand eine Prellung o.ä. erlitten hat, gibt man meist Arnica. Die Schmerzen verschwinden schnell und blaue Flecken bilden sich, wenn überhaupt, sehr schwach.

Und wenn du mal kein Arnica dabei haben solltest, dann reicht auch ein liebevolles Anhauchen der läsionierten Stelle. Bei meinem kleinen Neffen wirkt das absolute Wunder.

Zum Placeboeffekt. Wenn die homöopathischen Mittel geprüft werden, wissen die Probanden nicht welches Mittel sie bekommen haben.

Aber sie wissen DAS sie ein Mittel bekommen haben. Das ist die beste Voraussetzung für einen Placobo-Effekt.

Die Prüflinge haben keinen Kontakt untereinander, sondern nur der Leiter der Prüfung sieht die Aufzeichnungen, die von den Probanden akribisch niedergeschrieben werden.

Und deswegen werden für häufig geprüfte Substanzen wie Arnica auch fast 600 Symptome beschrieben. Was bleibt denn da an Beschwerdekonstellationen denn dann noch übrig?

Eins muss man der Homöopathie aber wirklich lassen: SIE WIRKT IMMER

Sobald man die Homöopathie zur Therapie einsetzt, ist es auch immer die Homöopathie die geheilt hat. Egal ob zusätzlich intensivmedizinisch behandelt wurde (siehe Bsp. kliener Felix), oder wie in den meisten vergleichbaren unbehandelten Fällen auch, die Erkrankung sich vielleicht selbst limitiert hätte.

Wenn die Erkrankung sich nicht bessert, dann kann... NEIN, DANN MUSS ES an folgenden Punkten gelegen haben:

1. Es wurde nicht richtig repertorisiert, also muss man weiter suchen

2. Der Patient ist Schuld weil er sich nicht an die Behandlungsempfehlungen gehalten hat (kein Kaffee, etc.)

s*chn(attEerguWsmchxe


:-D Das liest sich beinahe amüsant. Nein, die Homöopathie hat nicht geholfen. Lieber war es ein Wunder. Mir fehlt allerdings die Studie, die belegt, daß Wunderheilungen ohne Homöopathie häufiger sind als mit ihr. Dann würde sie ja glatt Wunder verhindern! Dahinter muß wohl der Teufel stecken.

Mit anderen Worten: Probier es einfach aus. Wenn es dir dann besser geht, dann hast du alles richtig gemacht.

Siehst Du da irgendeinen Unterschied zur empirischen Wissenschaft Medizin?

Und wenn du mal kein Arnica dabei haben solltest, dann reicht auch ein liebevolles Anhauchen der läsionierten Stelle. Bei meinem kleinen Neffen wirkt das absolute Wunder.

Wenn man jeden kleinen Schubser als Prellung deklariert, glaube ich das gern. Wenn Du ein Ödem mit liebevollem Anhauchen auflösen kannst, solltest Du in die Medizin gehen. Oder ins Varieté. ;-)

Aber sie wissen DAS sie ein Mittel bekommen haben. Das ist die beste Voraussetzung für einen Placobo-Effekt.

Siehst Du da irgendeinen Unterschied zu üblichen Medikamenten?

M8y-ri<st-ic.a


@ derKoch

Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag. :)D

*:)

drerbKoxch


Dann würde sie ja glatt Wunder verhindern! Dahinter muß wohl der Teufel stecken.

Ich würde eher vermuten, dass es nur einfach keinen kausalen Zusammenhang zwischen Homöopathie und Wunderheilungen gibt.

Siehst Du da irgendeinen Unterschied zur empirischen Wissenschaft Medizin?

Ja. Als Sammelsurium medizinischer Erfahrung ist die Homöopathie in meinen Augen völlig unbrauchbar.

In der Schulmedizin werden überwiegend Therapien empfohlen die nach wissenschaftlichen Kriterien geprüft wurden und dessen Wirkung nachweislich der eines Placeboeffekts überlegen sind. Das wird in Leitlinien berücksichtigt, die jedem verantwortungsvollen Arzt als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stehen. Und die Homöopathie ist an dieser Hürde der EMPIRIE nun mal gescheitert.

Siehst Du da irgendeinen Unterschied zu üblichen Medikamenten?

Ja:

Schulmedizinische "Arzneimittelprüfung": Gruppe A = Placebo; Gruppe B = Medikament

Folge: Gruppe B – Gruppe A = Wirkung des Medikaments. Oder anders ausgedrückt:

(Paceboeffekt + Medikamentenwirkung) – Placeboeffekt = Medikamentenwirkung

Homöopathische "Arzneimittelprüfung": Alle nehmen etwas ein => In zwei Fällen juckt der Hintern (vielleicht haben sie vorher aber auch nur etwas scharfes gegessen?), bei zehn Leuten kommt es zu Kopfschmerzen (vielleicht sind die auch nur etwas wetterfühlig?), in anderen fünf Fällen beklagen die Leute um die Mittagszeit des häufigeren ein dezentes Magenrumoren (vielleicht hatten sie es ja vorher auch, haben aber bis jetzt nur nicht darauf geachtet? Oder einfach zu wenig gefrühstückt?). Und dazu kommt dann noch der Placeboeffekt, der vor allem dadurch noch gefördert wird, da alle Teilnehmer ja gerade zu eine Wirkung erwarten. Gibt es denn keine Gegenprobe? Homöopathische Symptome hat doch jeder, mit oder ohne Homöopathie, und das zu jeder Zeit. Und je mehr Personen ich in die Prüfung eines Medikaments mit einbeziehe, desto wahrscheinlicher ist es ja auch, dass ZUFÄLLIG oder aufgrund von bestimmten Gemeinsamkeiten und/oder mehrere die gleichen Symptome haben, die sie auch ohne an einer Teilnahme an diesen Experimenten bekommen hätten.

Und deswegen gibt es wahrscheinlich auch für alles (egal ob es einen Krankheitswert hat oder nicht) auch das "Richtige" Mittel. Und dann sage doch noch einer, dass die Schulmedizin es wäre, die mit Pillen nur um sich schmeißen würde.

Auch schöne Sonntagsgrüße *:)

s&chnatt'ergusxche


Ich würde eher vermuten, dass es nur einfach keinen kausalen Zusammenhang zwischen Homöopathie und Wunderheilungen gibt.

Das finde ich sehr gut und wohlüberlegt formuliert. :)^ Konjunktiv und Vermutung.

Es kommt darauf an, ob man in kausalen Zusammenhängen denkt. "Wunderheilungen" sind Heilungen ohne erkennbaren Auslöser. So lange wir keinen Zusammenhang (an-) erkennen können, werden wir vermuten, daß es ihn nicht gibt. Das besagt allerdings nicht, daß er nicht vorhanden sein kann. Wir erkennen ihn nur nicht.

Schulmedizin und Homöopathie haben eine große Gemeinsamkeit. Es werden Mittel gegeben, um bestimmte Reaktionen zu erzielen. Wenn die gewünschte nicht eintritt wird mit anderen Mitteln das gleiche Ziel versucht. So lange bis es klappt. Die "klassische" Medizin arbeitet dabei auf der stofflichen Ebene, die Homöopathie auf der informatorischen. Darin liegt der gravierende Unterschied.

Die dem Organismus zugeführten Informationen können aufgenommen werden oder nicht. Die ihm zugeführten Stoffe müssen immer aufgenommen werden. Und sie bewirken auch immer etwas. Deshalb nennen wir sie Wirkstoffe. Ob sie allerdings das Gewünschte und nur das Gewünschte bewirken, wissen wir vorher nicht genau. Die unerwünschten bezeichnen wir als Nebenwirkungen. Die muß der ohnehin beanspruchte Organismus zusätzlich kompensieren. Auch da besteht ein kausaler Zusammenhang.

Ich sehe den gravierenden Unterschied darin, ob man unbedingt eine Wirkung erzielen will mit der Hoffnung, daß die gewünschte darunter ist, oder ob man nur die gewünschte Wirkung erzielen will mit dem Risiko, dieses Ziel nicht zu erreichen.

In der Schulmedizin werden überwiegend Therapien empfohlen die nach wissenschaftlichen Kriterien geprüft wurden und dessen Wirkung nachweislich der eines Placeboeffekts überlegen sind. Das wird in Leitlinien berücksichtigt, die jedem verantwortungsvollen Arzt als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stehen. Und die Homöopathie ist an dieser Hürde der EMPIRIE nun mal gescheitert.

Das sind nachvollziehbare Kriterien. Wie man es betrachtet hängt davon ab, was man als Ziel der Medizin ansieht. Die Linderung bzw. Heilung oder die nachweisbare Wirkung eines Medikaments. Selbst in der Medizin werden Placebos verwendet. Verantwortungsvolle Ärzte greifen darauf zurück, um die Nebenwirkungen von Medikamenten zu verringern, ohne die Wirkungen zu beeinträchtigen.

Die wissenschaftlichen Kriterien sollte man sich aber mal genauer ansehen. Es sind statistische Daten, die im Testbetrieb gesammelt wurden. Dabei wird ein Schwellwert festgelegt, ab dem ein Medikament als wirksam gilt. Genau so wird mit Placebos und Globuli verfahren. Und dann kommen drei entscheidende Fragen:

Sind die Schwellwerte zur Wirksamkeit die gleichen?

Werden Langzeitwirkungen betrachtet?

Werden Nebenwirkungen betrachtet?

Die Höhe der Schwellwerte entscheidet über die Bewertung der Wirksamkeit. Die Langzeitwirkungen werden seit dem Contergan-Skandal Anfang der 60er gründlicher betrachtet. (... und aktuell wieder vernachlässigt.) Vor Nebenwirkungen wird einfach gewarnt.

Viele Menschen brauchen ein Medikament, um zu leben. Dafür nehmen sie auch die Nebenwirkungen in Kauf, oder nehmen dagegen weitere Medikamente. Was ihrem Organismus bei dieser Form der Therapie fehlt ist die Information zu seiner Sebstheilung. Oft werden andere Verfahren, die informatorisch arbeiten, erst dann herangezogen, wenn die Schulmedizin nicht mehr weiterkommt. Und wenn es dann zu einer Verbesserung kommt, muß natürlich an der Wirkung der anderen Verfahren gezweifelt werden, weil sie ja nicht auf stofflicher Ebene erklärbar sind. Dann möchte die Schulmedizin, die ihre Therapie nicht geändert hat, die eingetretene Veränderung sich auf die eigenen Fahnen schreiben. Warum erst keine Veränderung eingetreten ist und dann doch eine, läßt sich aber nicht plausibel aufzeigen. Dann werden plötzlich die Erklärungen genau so unbestimmt wie die zur Wirkung der Globuli.

dxerKoZcxh


So lange wir keinen Zusammenhang (an-) erkennen können, werden wir vermuten, daß es ihn nicht gibt.

Die Ursache für das Eintreten eines Ereignisses gibt es meines Erachtens immer. Man muss ihn eben nicht immer kennen. Das zuzugeben sieht die Schulmedizin nicht als Schwäche an. Homöopathen aber sehen IMMER den Zusammenhang zwischen der Anwendung homöopathischer Mittel und dem dann eingetretenem Ereignis. Egal ob es dem Patienten danach schlechter, (Erstverschlimmerung) gleichbleibend (falsches Präparat) oder besser geht (Wirkung der Homöopathie). Und das findest du bringt des Rätsels Lösung näher als gut geplante wissenschaftliche Tests?

Schulmedizin und Homöopathie haben eine große Gemeinsamkeit. Es werden Mittel gegeben, um bestimmte Reaktionen zu erzielen. Wenn die gewünschte nicht eintritt wird mit anderen Mitteln das gleiche Ziel versucht.

Du darfst nicht den Ist- und Soll-Zustand der sog. Schulmedizin gleichsetzen.

Fakt ist: In über 70% der Fälle, in denen wir uns nach heutiger gesellschaftlicher Definition krank sind/fühlen brauchen wir KEINE Medikamente. Das ist eine Aussage einer schulmedizinischen Erkenntnis.

Nur ist es leider aber so, dass es eben auch zum "guten Ton" gehört nach jedem Besuch beim Arzt auch ein Rezept zu bekommen. Daran wird ja leider auch die Qualität eines Arztes aus Laiensicht gemessen. Ein Arzt, der geradeaus sagt, dass man außer ein Bisschen Ruhe nichts braucht, ist nun mal aus der Sicht vieler Patienten schlechter, als jemand der hier und da noch Abstriche macht und dann am besten auch gleich etwas zur Behandlung mitgibt.

Am Ende JEDER mir bekannten homöopathischen Anamnese steht auch IMMER die Arzneimittelfindung an. Und das ist bei der Schulmedizin wie bereits geschrieben nicht immer notwendig. Aber da der Patient ja immer auch in gewisser Weise Kunde ist, wird des Öfteren auch auf seine Wünsche eingegangen, was teilweise durchaus schon zugegebenermaßen "homöopathische" Züge annimmt und meines Erachtens auch der falsche Weg ist. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen wie z.B. im Bereich der Schmerztherapie.

Die dem Organismus zugeführten Informationen können aufgenommen werden oder nicht. Die ihm zugeführten Stoffe müssen immer aufgenommen werden.

Und wie wird entschieden welche Information vom Körper aufgenommen wird und welche nicht? Führen die Zellen Debatten darüber?

Wie man es betrachtet hängt davon ab, was man als Ziel der Medizin ansieht. Die Linderung bzw. Heilung oder die nachweisbare Wirkung eines Medikaments.

Die medizinische Wissenschaft interessiert sich viel mehr OB ein Medikament besser als ein Placebo ist und nur sekundär WIE es wirkt. Und selbst dabei ist die Homöopathie unter wissenschaftlichen Testkriterien durchgefallen. Damit es jetzt nicht zu einem Missverständnis kommt: Die Homöopathie WIRKT, und zwar so gut wie jedes andere Placebo auch. Und das ist eine sehr potente Wirkung. Und deswegen :

Selbst in der Medizin werden Placebos verwendet. Verantwortungsvolle Ärzte greifen darauf zurück, um die Nebenwirkungen von Medikamenten zu verringern, ohne die Wirkungen zu beeinträchtigen.

Die wissenschaftlichen Kriterien sollte man sich aber mal genauer ansehen. Es sind statistische Daten, die im Testbetrieb gesammelt wurden.

Wenn du ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis in denen diese Studien durchgeführt werden als "Testbetrieb" bezeichnest!?

Sind die Schwellwerte zur Wirksamkeit die gleichen?

Bei der Arzneimittelprüfung der Homöopathen gibt es KEINE Schwellenwerte. Auch bei der klinischen Anwendung nicht. Jeder "Pups" wird entsprechend dokumentiert.

Selbst in der praktischen Anwendung bedeutet es, dass ein homöopathisches Mittel selbst dann gewirkt hat, wenn sich der Patient aus den unterschiedlichsten Gründen subjektiv besser fühlt. Also an einem guten Tag aus einem halb leeren Glas, ein halb volles gemacht wird.

Werden Langzeitwirkungen betrachtet? Werden Nebenwirkungen betrachtet?

Jedes schulmed. Medikament unterliegt einer strengen arzneimittelbehördlichen Überwachung. Da macht selbst das alt bekannte Aspirin keine Ausnahme. Ein homöopathisches Medikament braucht im Gegensatz dazu noch nicht einmal eine Zulassungsüberprüfung im pharmakologischen Sinne.

Was ihrem Organismus bei dieser Form der Therapie fehlt ist die Information zu seiner Sebstheilung.

Diesen Menschen haben in der Regel ein materielles Problem, z.B. wie im Fall von Diabetes ein Mangel an bestimmten Zellen. Wie soll eine Information da weiter helfen? Erst Recht wenn man nicht weiß, wie so eine Information aussehen muss, geschweige denn wie sie übertragen wird?

Oft werden andere Verfahren, die informatorisch arbeiten, erst dann herangezogen, wenn die Schulmedizin nicht mehr weiterkommt. Und wenn es dann zu einer Verbesserung kommt, muß natürlich an der Wirkung der anderen Verfahren gezweifelt werden, weil sie ja nicht auf stofflicher Ebene erklärbar sind. Dann möchte die Schulmedizin, die ihre Therapie nicht geändert hat, die eingetretene Veränderung sich auf die eigenen Fahnen schreiben.

Wieso muss denn eine Heilung oder eine Symptomverbesserung immer pharmakologisch bedingt sein? So eine Betrachtungsweise ist weniger wissenschaftlich als viel mehr dogmatisch, homöopathisch geprägt.

Das Problem in der Sichtweise der alternativen Medizin ist eben jenes, dass ALLES erlaubt ist. Es gelten keine physikalischen oder chemischen Gesetze, die zwar auf jedem Bereich unseres Lebens einen signifikanten Einfluss ausüben (Klimaerwärmung, Internet, Flugzeuge, Klonen/Genveränderung,etc.) aber für das kleine Zahnrad des Universums, nämlich der Krankheit eines Menschen, alles anders sein darf. Und unter solchen Bedingungen steigert man sich sehr schnell in Phantasien rein und bastelt immer weiter an seiner Welt herum, bis man sehr schnell den Bezug zur Realität verliert. Da braucht man nur mal die vielen tausenden von alternativen Heilmethoden (auch die homöpathsichen) im Internet anzuschauen, die sich sogar größtenteils sogar gegenseitig widersprechen, und deren Erklärungsversuche durchzulesen, dann weiß man was ich damit meine.

s.chnattnergusxche


Homöopathen aber sehen IMMER den Zusammenhang zwischen der Anwendung homöopathischer Mittel und dem dann eingetretenem Ereignis. Egal ob es dem Patienten danach schlechter, (Erstverschlimmerung) gleichbleibend (falsches Präparat) oder besser geht (Wirkung der Homöopathie). Und das findest du bringt des Rätsels Lösung näher als gut geplante wissenschaftliche Tests?

Ersetz mal bei dieser Aussage Homöopathie/homöopathisches Mittel durch Schulmedizin/Medikament. Was ändert sich daran?

Deine Argumentation, daß ein Arzt wegen des "guten Tons" ein Rezept ausstellen muß, kann ich nachvollziehen. Warum ist das beim Homöopathen anders? Auch seine Patienten suchen oft die Anerkennung "ihrer" Krankheit. Sie kommen bereits mit einer ganz anderen Erwartungshaltung. Denn da geht es von vornherein darum, durch eine Gleichartigkeit einen entsprechenden Effekt zu erzielen. Wenn der Arzt keine Medikamente verschreibt, hat er in den Augen so manches Patienten schlecht gearbeitet. Wenn der Homöopath keine Globuli verschreibt hat er dagegen gar nicht gearbeitet. Seine Patienten werden das Rezept "Ruhe und Entspannung" nicht akzeptieren. Denn er kann sie m.W. auch nicht krankschreiben (falls er nicht auch Schulmediziner ist).

Und wie wird entschieden welche Information vom Körper aufgenommen wird und welche nicht? Führen die Zellen Debatten darüber?

Wollen wir uns sachlich austauschen oder herumblödeln? :|N

Die Zellen führen keine Debatten, sondern reagieren - oder auch nicht. Laß mich da zum Vergleich mal wieder das Radio heranziehen. Die Informationen werden vom Sender ständig übertragen. Aus dem Lautsprecher kommen sie nur, wenn das Gerät auf die entsprechende Trägerfrequenz eingestellt ist. Ohne daß die Transistoren Debatten darüber führen, was sie filtern und verstärken.

Die wissenschaftlichen Kriterien sollte man sich aber mal genauer ansehen. Es sind statistische Daten, die im Testbetrieb gesammelt wurden.

Wenn du ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis in denen diese Studien durchgeführt werden als "Testbetrieb" bezeichnest!?

Genau so. Was meinst Du, was sich hinter dem Aufdruck "klinisch getestet" verbirgt? Wie kann ein neues Medikament auf seine Wirkungen und die Verträglichkeit untersucht werden? Sicher, es werden auch Labortiere benutzt. Aber der letzte Test muß am Menschen erfolgen. Und wenn Du Dir medizinische Dissertationen ansiehst wirst Du bemerken, daß sie zum großen Teil auf der Auswertung solcher Testreihen beruhen.

Bei der Arzneimittelprüfung der Homöopathen gibt es KEINE Schwellenwerte.

Ich hatte mich auf die Bewertung aus der pharmazeutischen Sicht bezogen, die ja der Homöopathie Nichtwirksamkeit bescheinigen möchte. Es tut mir leid, wenn ich mich trotz ausdrücklicher Einbeziehung der Placebos so mißverständlich ausgedrückt habe.

Selbst in der praktischen Anwendung bedeutet es, dass ein homöopathisches Mittel selbst dann gewirkt hat, wenn sich der Patient aus den unterschiedlichsten Gründen subjektiv besser fühlt.

Sollte das nicht das Ziel sein? Es wird niemand einem Patienten sagen, daß sein besseres Gefühl nur subjektiv ist und er noch mindestens genau so krank sein muß. Der Unterschied besteht im Glauben an die Wirkung des Wirkstoffes, den Globuli nicht haben. Was wirkt aber bei jemandem wie mir, der weder Medikamente noch Globuli nimmt, und trotzdem gesund wird?

Die ganze Gruppe der Schmerzmedikamente dient dem Zweck, die Schmerzwahrnehmung zu blockieren. Die Ursache wird dabei gar nicht berührt. Die beseitigt der Körper selbst, nachdem die Anspannung aufgelöst ist, mit der er auf den Schmerz reagiert hatte.

Werden Langzeitwirkungen betrachtet? Werden Nebenwirkungen betrachtet?

Jedes schulmed. Medikament unterliegt einer strengen arzneimittelbehördlichen Überwachung. Da macht selbst das alt bekannte Aspirin keine Ausnahme. Ein homöopathisches Medikament braucht im Gegensatz dazu noch nicht einmal eine Zulassungsüberprüfung im pharmakologischen Sinne.

Die behördliche Überwachung ist kein Schutz gegen Nebenwirkungen. Sie dient nur dazu, diese im Rahmen zu halten. Die Überwachung verändert auch keine Langzeitwirkungen. Sie würde erst einschreiten, nachdem es zu Schäden gekommen ist.

Worauf sollte denn ein homöopathisches Mittel geprüft werden, wenn es keine Nebenwirkungen hat und ihm eine Wirkung sogar abgesprochen wird? ;-)

Diesen Menschen haben in der Regel ein materielles Problem, z.B. wie im Fall von Diabetes ein Mangel an bestimmten Zellen. Wie soll eine Information da weiter helfen? Erst Recht wenn man nicht weiß, wie so eine Information aussehen muss, geschweige denn wie sie übertragen wird?

Der Mangel an diesen Zellen ist bereits eine Folge von Fehlinformation. Fast jeder menschliche Organismus ist ursprünglich auf natürliche Weise funktionsfähig. Die meisten Krankheiten entstehen erst im Laufe des Lebens. Stoffwechsel und Immunsystem sorgen normalerweise für die Korrektur. Grob betrachtet werden kranke Zellen ersetzt. Lange Zeit ging die Medizin davon aus, daß sich nur die Hirnzellen nicht regenerieren können. Inzwischen wurde erforscht, daß auch sie zyklisch erneuert werden.

Wenn die Information über die natürliche Funktion der Zellen und Zellverbände gestört ist, kann sich daraus eine Krankheit manifestieren. Durch die Korrektur der Information bzw. des Informationsflusses kann die Funktion von Stoffwechsel und Immunsystem wiederhergestellt werden. Der Körper heilt sich selbst. Dazu müssen wir nicht wissen, wie die Information aussieht. Durch die Beobachtung können wir erfahren, woher sie kommt. Den Rest erledigt der Körper.

Wie die Information übertragen wird, ist ebenfalls inzwischen bekannt.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Zellkontakt#3._Kommunizierende_Verbindungen Zellkontakt - Kommunizierende Verbindungen]]

[[http://news.doccheck.com/de/article/176542-kommunikation-von-zelle-zu-zelle/ Kommunikation von Zelle zu Zelle]]

Das Problem in der Sichtweise der alternativen Medizin ist eben jenes, dass ALLES erlaubt ist.

Mit dieser Form "alternativer Medizin" kenne ich mich nicht aus. Sie ist mir noch nie begegnet.

sbchnNatt/eJrgusxche


@ My-ristica

Welche Bedeutung hätte es für Dich zu wissen, ob ich wann von wem diese Beurteilung übernommen habe?

Keine Bedeutung. Ist nur reines persönliches Interesse an der Sache.

Die Beurteilung ist meine eigene. Aber zu den Informationen, die ihr zugrunde liegen, sind natürlich auch andere Ansichten und Bewertungen. Die Thematik ist grundsätzlich sehr viel älter als die Quantenphysik. So hat z.B. Goethe sie im Faust verarbeitet.

d0erkKoch


Ersetz mal bei dieser Aussage Homöopathie/homöopathisches Mittel durch Schulmedizin/Medikament. Was ändert sich daran?

Eine richtige Aussage wird dann falsch. Wie bereits geschrieben: IN ÜBER 70% DER FÄLLE IST FÜR EINE SYMPTOMVERBESSERUNG ODER GAR HEILUNG KEIN MEDIKAMENT NÖTIG. Somit kann auch in diesen 70% die trotzdem medikamentös behandelt werden sehr wohl der Fall eines pharmakologischen Versagens auftreten, ohne das davon Kenntnis genommen wurde.

Deine Argumentation, daß ein Arzt wegen des "guten Tons" ein Rezept ausstellen muß, kann ich nachvollziehen. Warum ist das beim Homöopathen anders?

Weil sich diese Medizin AUSSCHLIESSLICH um den Endpunkt dreht, DURCH EIN HOMÖOPATHIKUM einen Effekt erzielen zu wollen. Im Gegensatz dazu bedient sich die Schulmedizin eines größeren Repertoires wie z.B. Physiotherapie, ausreichend Schlaf, Sport, Diät, etc., OHNE das dabei eine pharmakologische Option im Vordergrund steht.

Die Zellen führen keine Debatten, sondern reagieren - oder auch nicht. Laß mich da zum Vergleich mal wieder das Radio heranziehen. Die Informationen werden vom Sender ständig übertragen. Aus dem Lautsprecher kommen sie nur, wenn das Gerät auf die entsprechende Trägerfrequenz eingestellt ist. Ohne daß die Transistoren Debatten darüber führen, was sie filtern und verstärken.

Du musst dich jetzt nicht angesprochen fühlen, aber ich finde es echt lustig, wie viele der "Alternativen" die Schulmedizin als zu "mechanisch" und "technisch" beschimpfen, es aber dann für ihre Erklärungen der Funktionen des menschlichen Körpers sehr passend finden, genau aus diesen Bereichen Beispiele herauszufischen.

Und wenn Du Dir medizinische Dissertationen ansiehst wirst Du bemerken, daß sie zum großen Teil auf der Auswertung solcher Testreihen beruhen.

Ich kann dir versichern, dass die Zulassung eines Medikaments ganz sicher NICHT aufgrund von irgendwelchen Dissertationsergebnissen erfolgt, dessen Daten auch noch vom Tiermodell herstammen.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie]]

Ich hatte mich auf die Bewertung aus der pharmazeutischen Sicht bezogen, die ja der Homöopathie Nichtwirksamkeit bescheinigen möchte.

Die pharmazeutische Sicht ist jedoch die, dass Homöopathie durchaus eine sehr potente Wirkung aufweisen kann. Um genau zu sein, so gut wie ein Placebo.

Sollte das nicht das Ziel sein?

Gegenfrage: Muss man immer fremden Menschen Geld bezahlen damit jemand sich um einen kümmert? Und muss man immer Geld bezahlen um sich besser zu fühlen?

Um konkret beim Beispiel von My-rystica zu bleiben: Muss ich jedes Mal wenn mein Neffe sich einen blauen Fleck zuzieht in die Apotheke rennen, Geld für irgend ein Mittel ausgeben und ihm dann einreden, dass er das nehmen muss, damit es besser wird? Leider ist das nämlich die Realität und spiegelt im Kern das klassische Verhalten in fast allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft wieder. Und deswegen ist die Homöopathie heute auch so erfolgreich.

Warum kann man nicht stattdessen ein solches Kind einfach nur in den Arm nehmen, die Blessuren liebevoll "wegpusten" und es aufmuntern? Ich bin diesbezüglich sehr davon überzeugt, dass man damit so gut wie alle Selbstheilungskräfte aktivieren kann die der Mensch hat.

Die ganze Gruppe der Schmerzmedikamente dient dem Zweck, die Schmerzwahrnehmung zu blockieren. Die Ursache wird dabei gar nicht berührt. Die beseitigt der Körper selbst, nachdem die Anspannung aufgelöst ist, mit der er auf den Schmerz reagiert hatte.

Ich glaube du beziehst dich hier auf die von mir genannte Ausnahme der Schmerztherapie. Damit meinte ich die überwiegend oft schwer einstellbare Pharmakotherapie von schwerstkranken Menschen in der Palliativmedizin.

Die Überwachung verändert auch keine Langzeitwirkungen. Sie würde erst einschreiten, nachdem es zu Schäden gekommen ist.

Sie erfasst sie aber, so dass es möglich wird darauf reagieren können. In die Zukunft schauen kann nämlich leider keiner.

Zellkontakt - Kommunizierende Verbindungen

Diese Seite zeigt drei Typen von Zellverbindungen, die seit Jahrzehnten bekannt sind, und diese Seite:

Kommunikation von Zelle zu Zelle

Sagt letztendlich nur aus, dass die intrazelluläre Signalkaskade doch um ein Enzym länger zu sein scheint als man gedacht hatte.

Kurz gesagt: Auf beiden Web-Seiten findet man auch nicht annähernd einen Hinweis, dass an dem von dir gesagten

Laß mich da zum Vergleich mal wieder das Radio heranziehen. Die Informationen werden vom Sender ständig übertragen. Aus dem Lautsprecher kommen sie nur, wenn das Gerät auf die entsprechende Trägerfrequenz eingestellt ist. Ohne daß die Transistoren Debatten darüber führen, was sie filtern und verstärken.

irgendetwas dran sein könnte, geschweige denn das sich Homöopathie damit erklären ließe.

Mit dieser Form "alternativer Medizin" kenne ich mich nicht aus. Sie ist mir noch nie begegnet.

Manchmal sieht man ja bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ansonsten kann ich dir z.B. dieses Buch

[[http://www.medizin.de/shop/gesundheit/buecher/Leben-durch-Lichtnahrung/Werner-M-St%F6ckli-T/ISBN-9783038002291.html]]

oder diese Web-Seite empfehlen.

[[http://www.medizin.de/shop/gesundheit/buecher/Leben-durch-Lichtnahrung/Werner-M-St%F6ckli-T/ISBN-9783038002291.html]]

sdchn{attergiuschxe


Ersetz mal bei dieser Aussage Homöopathie/homöopathisches Mittel durch Schulmedizin/Medikament. Was ändert sich daran?

Eine richtige Aussage wird dann falsch.

Ich finde, Du machst es Dir an dieser Stelle zu einfach mit einer bloßen Behauptung. Denn auch bei von der Schulmedizin verwendeten Medikamenten wird immer der Zusammenhang zum eingetretenen Ereignis hergestellt. Auch dabei ist es egal, ob es dem Patienten danach schlechter geht ("Nebenwirkungen"), gleichbleibend (falsches [besser: unwirksames] Präparat) oder besser ("Wirkstoff"). Es ist also exakt die gleiche Vorgehensweise wie bei der Bewertung von Homöopathika. Wie Du selbst einschätzt, sind bei 70 % der Fälle Medikamente gar nicht notwendig. Sie wirken also als Placebo. Denn eine Wirkung muß gar nicht zwingend nachgewiesen werden. Prof. Berger von der Uni Düsseldorf merkte dazu in einem Artikel im Ärzteblatt 97/2000 an: "Medikamente werden von den Behörden zugelassen und von Ärzten verschrieben, ohne dass die Hersteller gezwungen werden, sichere Beweise für vermutete oder behauptete Wirkungen vorzulegen." ([[http://www.chemie.uni-hamburg.de/igtw/Gesundheit/images/pdf/WirksamkeitArzneimittel.pdf Quelle]]) Der Artikel ist 9 Jahre alt, aber es hat sich am Hintergrund dieser Feststellung nichts zum Positiven geändert. Die Überlegungen, unter Zeitdruck einen nicht ausreichend geprüften Impfstoff zuzulassen und seine Anwendung sogar staatlich zu forcieren, deutet eher eine mögliche Änderung in die Gegenrichtung an.

Daß die Homöopathie nicht alle Bereiche der Medizin abdeckt, ist bereits in ihrem Selbstverständnis begründet. Sie versteht sich wie die meisten anderen Ansätze nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung der Medizin. Deshalb finde ich auch den Begriff Alternativmedizin irreführend, und bevorzuge Komplementärmedizin. Die Klassifizierung als Alternative wird m.E. aus der Schulmedizin heraus gesetzt, bei der viele Vertreter keine andere Sichtweise anerkennen wollen und sich entsprechend abgrenzen.

Du musst dich jetzt nicht angesprochen fühlen, aber ich finde es echt lustig, wie viele der "Alternativen" die Schulmedizin als zu "mechanisch" und "technisch" beschimpfen, es aber dann für ihre Erklärungen der Funktionen des menschlichen Körpers sehr passend finden, genau aus diesen Bereichen Beispiele herauszufischen.

Du wirst es als weniger lustig und eventuell sogar notwendig erkennen, wenn Du versuchst, auf einen Dialogpartner einzugehen. Ihm also nicht nur einfach Argumente aus Deiner Sicht und in Deiner Sprache zu geben, sondern dabei auch seine Sicht zu verstehen versuchst und ihm in seiner Sprache antworten möchtest. Denn so erreicht man den Menschen oft schneller. Empathie kann einen Dialog nicht nur vereinfachen, sondern oft überhaupt erst ermöglichen.

Sollte das [sich subjektiv besser fühlen - s.] nicht das Ziel sein?

Gegenfrage: Muss man immer fremden Menschen Geld bezahlen damit jemand sich um einen kümmert? Und muss man immer Geld bezahlen um sich besser zu fühlen?

Dein Ausweichen auf eine Gegenfrage an Stelle einer Antwort werte ich hier nicht als Unhöflichkeit, sondern als den vielleicht sogar unbewußten Versuch, einem klaren Ja ausweichen zu können. Allerdings wirst Du zugeben müssen, daß auch die Antwort auf Deine Gegenfrage in vollem Umfang auf die Schulmedizin und ihre Medikamente zutreffend "(leider) ja" ist. Der Sicherstellung dieser Geldzahlung dient schließlich das System der Krankenkassen.

Kurz gesagt: Auf beiden Web-Seiten findet man auch nicht annähernd einen Hinweis, dass an dem von dir gesagten

Ich hatte damit auf Deinen Hinweis reagiert, man wisse nicht, wie die Information übertragen werde. Wenn Du das auch in diesen Erklärungen nicht finden konntest, wirst Du es natürlich nirgends finden.

Mit dieser Form "alternativer Medizin" [bei der ALLES erlaubt sei - s.] kenne ich mich nicht aus. Sie ist mir noch nie begegnet.

Manchmal sieht man ja bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ich kenne mit Sicherheit nicht alle "alternativen" Verfahren. Die mir bekannten folgen aber klaren Regeln. Du hast es leider unterlassen, mir den Baum zu zeigen, der mir Deiner Meinung nach die Sicht versperrt. Was Du mir in diesem Zusammenhang mit dem Hinweis auf Pranier sagen wolltest, kann ich genau so wenig erkennen.

Hzlodyxn


Mir ist mal wieder eine Frage untergekommen: Gesetzt dem Fall, dass Homöopathie funktioniert und man durch Potenzieren irgendwas verstärken kann, dann stellt sich mir die Frage, warum dabei nicht auch die anderen Bestandteile, die man in Wasser in geringen Mengen findet, auch potenziert werden?

So ein Beispiel: In Leitungswasser ist ja Kalk drinnen. Jetzt möchte ich mit diesem Wasser z.B. Excrementum carnium (*kotzsmiley*) potenzieren. Woher weiss der Kalk, dass er jetzt gefälligst nicht potenziert werden soll?

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