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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

skchnaNtVt!erguscxhe


ca. 15 % aller Patienten in den Abteilungen Innere Medizin der Krankenhäuser liegen dort mit Erkrankungen die durch Medikamente bedingt sind (Nebenwirkungen)

Der Satz ist interessant. Besagt er doch nichts anderes, daß bei 85% aller Patienten die Schulmedizin ohne gravierende Nebenwirkungen funktioniert :)^

Ich bin gespannt, wer von den Freunden der Wissenschaft es schafft, hier zu erklären, warum diese Schlußfolgerung unsinnig ist.

HKlodGyn


Ich bin gespannt, wer von den Freunden der Wissenschaft es schafft, hier zu erklären, warum diese Schlußfolgerung unsinnig ist.

Ich nehme an der Satz war ironisch gemeint... ;-)

die positive Seite der Alternativmedizin (oder lieber Komplementärmedizin) und der Homöopathie können Sie nicht wegschreiben.

Und die wäre?

s#chnatsterguxsche


Ich nehme an der Satz war ironisch gemeint... ;-)

Ganz und gar nicht. Die Aussage, auf die er sich bezieht, war sicher ernst gemeint.

Die Reaktionen zeigen doch deutlich die Absichten der Schreiber. Auf der einen Seite werden Aussagen, die den eigenen Glaubenssätzen widersprechen, auseinandergerisssen und sinnverändernd neu zusammengesetzt, um dann als unsinnig zerlegt werden zu können. (Das bezieht sich ausdrücklich nicht auf Dich.) Auf der anderen Seite werden tatsächlich unsinnige Aussagen kritiklos akzeptiert, wenn sie nur scheinbar die eigenen Ansichten bestätigen.

C?etus


Und die wäre?

Interessante Frage, die mal zu stellen wäre - und deren Antworten interessant wären - bei:

- Ärzteverbände die Fort- und Weiterbildungspunkte für CAM (Complementär- und Alternative Medizin) verteilen [[http://www.uni-due.de/naturheilkunde/tcm.pdf]]

- Universitätskliniken die CAM unterrichten und sogar homöopathische Notfallmedizin in Ambulanz betreiben (Uni Frankfurt/M)

- Lehrstuhlinhaber wie: [[http://www.uni-due.de/naturheilkunde/de/index.php]]

[[http://www.naturheilkunde.uni-rostock.de/]]

[[http://www.akupunktur-aktuell.de/2005/news/03-03-1.htm]]

[[http://www.uk-koeln.de/institute/iwenv/]]

[[http://www.uniklinik-freiburg.de/ip/live/patientenservice/zusatzangebote/natur.html]]

Auszug:

Auch die Homöopathie ist ein Heilsystem, das bei fast allen Erkrankungen hilfreich ist. Da sie eine besonders sanfte Heilmethode und bei richtiger Anwendung ohne Nebenwirkungen ist, wird sie besonders häufig bei Kindern und chronisch Erkrankten eingesetzt.

HIlod-yxn


Cetus das ist was worüber ich mich nur noch aufregen könnte! Es macht mich wahnsinnig zu wissen, dass für diesen Schwachsinn auch noch Steuergelder und Krankenkassenbeiträge verschleudert werden {:(

Csetus


Cetus das ist was worüber ich mich nur noch aufregen könnte! Es macht mich wahnsinnig zu wissen, dass für diesen Schwachsinn auch noch Steuergelder und Krankenkassenbeiträge verschleudert werden {:(

Es gibt aber doch nur zwei Möglichkeiten: entweder wenden immer mehr Ärzte CAM an aus Überzeugung, dann sollten Skeptiker ihre Skepsis mal skeptisch hinterfragen; oder das Ärzte-'Fußvolk' löst das Problem - wenns eins ist - verbandspolitisch selber.

N_emes3is20x10


Das bezieht sich ausdrücklich nicht auf Dich.

Dann bin ich ja vermutlich gemeint.

Auf der einen Seite werden Aussagen, die den eigenen Glaubenssätzen widersprechen,

Meine "Glaubenssätze" sind wissenschaftliche Theorien und es gibt gute Gründe diese Theorien als Basis für Entscheidungen zu verwenden.

auseinandergerisssen

Was ich hiermit erneut getan habe - allerdings nur um deutlicher zu machen, auf welche Passagen sich meine Kommentare/Fragen genau beziehen

und sinnverändernd neu zusammengesetzt,

Das ist nun eine böswillige Unterstellung. Wenn Sie meine Beiträge mal genauer anschauen, werden Sie feststellen dass ich oft genug den kompletten Beitrag auf den ich mich beziehe vollständig zitiere - lediglich unterbrochen (meinetwegen auch "zerrissen") durch Kommentare die ich mir erlaube an passender Stelle einzufügen.

um dann als unsinnig zerlegt werden zu können.

Na wenn die Einzelteile schon als Unsinn enttarnt werden, dann kann das Gesamtwerk wohl auch keinen Sinn machen.

- Ärzteverbände die Fort- und Weiterbildungspunkte für CAM (Complementär- und Alternative Medizin) verteilen [[http://www.uni-due.de/naturheilkunde/tcm.pdf [[www.uni-due.de/naturheilkunde/tcm.pdf]]]]

[[http://www.uni-due.de/naturheilkunde/de/tcm/forschung.php]]

Ziele sind das Erbringen eines Wirksamkeitsnachweises dieses alten Medizin- und Heilsystems sowie die Etablierung valider Qualitätssicherungskriterien, um dadurch die Anwendung transparent, nebenwirkungsarm und sicher zu machen.

Da beschäftigen sich die Damen und Herren nun schon seit mehreren Jahren mit TCM und haben offensichtlich noch immer keinen einzigen Wirkungsnachweis. Irgendwie erstaunlich....

Gut wenn der Stifter dann Alfred Krupp von Bohlen heißt - da geht das Geld dann so schnell nicht aus und man kann bis zum St. Nimmerleinstag weiterforschen, ob vielleicht ja doch noch was wirkt.

sechnatt\erguxsche


Es macht mich wahnsinnig zu wissen, dass für diesen Schwachsinn auch noch Steuergelder und Krankenkassenbeiträge verschleudert werden {:(

Dieser Wahnsinn könnte unseren wissenschaftlichen Nachwuchs gefährden. ;-) Vielleicht kannst Du dem vorbeugen mit der Information, daß diese Arbeit hauptsächlich von Stiftungen und Selbstzahlern finanziert wird, aber inzwischen auch von einigen (oft kleineren) Pharmaunternehmen. Nur wenige Kassen übernehmen diese Kosten. Es ist da nicht ganz so wie in der von Dir anerkannten Medizin und Pharmazeutischen Forschung. Wobei auch da die Kosten [[http://www.forum-gesundheitspolitik.de/artikel/artikel.pl?artikel=1091 durch das Marketing]] inzwischen so hoch geworden sind, daß Patienten für ihre Medikamente zuzahlen und therapeutischen Maßnahmen immer stärker zusammengestrichen werden müssen.

Und um Dein Bild vom "Schwachsinn" dieser Arbeit zu überdenken, sei Dir als Beispiel dieser Auszug von der Seite der Uniklinik Köln ans Herz gelegt, damit ich nicht wieder mit den GERAC-Studien anfange:

Impact of Complementary Treatment of Breast Cancer Patients with Stan-dardized Mistletoe Extract during Aftercare.

A Controlled Multicenter Comparative Epidemiological Cohort Study.

Results

Complementary treatment of breast cancer patients with sME during the aftercare period of approximately 5 years after terminating recommended standard therapies resulted in significantly less (p=0.001) complaints of patients (55.6% study group versus 70.0% control group). The reduced number of dis-ease/therapy-related sign/symptoms (e.g. fatigue, sleep disturbances, pain, head ache) correlated to a significantly improved quality of life. Adverse reactions of the sME treatment were mostly mild and self limiting. 3% (n=5) of the patients had to stop sME administration because of extended local/generalized reaction.

[[http://www.uk-koeln.de/institute/iwenv/studien.htm Quelle]]

N0emoesis2x010


Hier findet man einen gute Zusammenfassung über den Einsatz von Mistelpräparaten:

[[http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/behandlung/mistel.php]]

So recht überzeugt sind die Anthroposophen offensichtlich selbst nicht von ihren Wirksamkeitsnachweisen.

Sammeln Sie doch hier Stimmen um auf EU-Ebene gegen die "Diskriminierung" ihrer Arzneimittel anzukämpfen:

[[http://www.eliant.eu/new/?p=62]]

...Eins der dringlichsten Ziele für EFPAM und seine Mitgliedsverbände ist die Verfügbarkeit von anthroposophischen Heilmitteln in Europa. Die aktuelle rechtliche Situation ist für einen fairen und reibungslosen Umgang mit einer großen Zahl von anthroposophischen Medikamenten, die es auf dem Markt gibt und die seit Jahrzehnten von Zehntausenden von Patienten in ganz Europa verwendet werden, inadäquat. Zusammen mit den anderen Organisationen, die unter dem Schirm von ELIANT vereint sind, versucht unser Verband, diese unausgewogene und diskriminierende Situation in Europa zu ändern. Die überzeugende Unterstützung vieler Europäer durch die Unterzeichnung unserer gemeinsamen Charta ist für unsere Arbeit lebensnotwendig.

Hört sich schön an aber worin die "Diskriminierung" von Anthroposophika nun besteht wird aus gutem Grund nicht näher erläutert.

Die Anthros finden es nämlich unfair, das die EU für alle Medikamente ein Wirkungsnachweis als Zulassungsvorraussetzung verlangt und die nationalen Ausnahmeregelungen für Homöopathika und Co gerne abgeschafft hätte und das ist natürlich Diskriminierung - zumindest in deren Logik ;-D

Hätten die Anthros Wirkungsnachweise wären natürlich solche Zulassungserleichterungen auch ohne Wirkungsnachweis nicht erforderlich aber das möchte man natürlich dem potentiellen Unterstützer nicht unter die Nase reiben - da schwurbelt man lieber von "Diskriminierung" gegen die wir natürlich alle sind und hofft so zahlreiche Unterschriften zu sammeln....

s:chna3ttetr3gusxche


Übernahme von [[http://www.med1.de/Forum/Alternativmedizin/525540/14738145/Lesezeichen/ hier]].

Was machen Leute die von Alternativmedizin nichts halten eigentlich in diesem Unterforum? Franca 26.05.10 10:51

Missionieren schnattergusche 27.05.10 05:01

Aufklären wäre die bessere Antwort – oder ist Alternativmedizin am Ende eine Glaubensfrage, weil man ihre Wirkung mangels Nachweis glauben muss? Nemesis2010 27.05.10 12:37

Die Glaubensfrage besteht nicht in der Alternativmedizin, sondern im Glauben, daß nur die statistisch begründbare Medizin helfen könne und alles andere Quacksalberei sei.

Tatsächlich ist nach meiner persönlichen Überzeugung der Glauben an die Heilung die beste Medizin. Und die einzige ohne Nebenwirkung. Um aber Medikamente absetzen zu können, muß er im missionarischen Eifer zerstört werden.

Eigentlich ist der Begriff "Alternativmedizin" ein Euphemismus.

Besser wäre die Bezeichnung: "Pseudomedizin, deren Wirkung nicht belegt ist" mit der aber selbstverständlich trotzdem Gutgläubigen Geld aus der Tasche geleiert werden kann.

Die Wirkung ist nicht statistisch belegt, sondern empirisch.

Alternativmedizin deren Wirkung nachweisbar ist wird automatisch zu wissenschaftlicher Medizin – der verbleibende Rest ist zwangsläufig Quacksalberei oder Wunschdenken

Wenn Alternativmedizin Pseudomedizin ist, also nur scheinbare Medizin, dann wird durch den Nachweis der Wirkung Pseudomedizin zu wissenschaftlicher Medizin. Welcher Schein wurde da nachgewiesen?

Wenn wir dann noch aus dem [[http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Wer_heilt_hat_Recht Lexikon der Pseudowissenschaft]] erfahren, daß sich "geschätzte 70% bis 80% aller gesundheitlichen Störungen, Malaisen und handfesten Erkrankungen [...] bekanntlich spontan" zurückbilden (natürlich ohne zu erfahren, worauf diese Schätzung beruht) ergibt sich die Frage, womit sich die Medizin außer Statistik überhaupt beschäftigt.

Ironie wieder aus.

Interessant ist, daß das Argument der Spontanheilungen (selbst bei "handfesten Erkrankungen") nur im Zusammenhang mit Alternativmedizin kommt. Es führt aber nicht zu einer entsprechenden Bereinigung der Statistik, mit der die Anerkennung anderer Verfahren als wissenschaftlich nachgewiesen wirksam begründet wird.

N|emreVsis2x010


Die Glaubensfrage besteht nicht in der Alternativmedizin, sondern im Glauben, daß nur die statistisch begründbare Medizin helfen könne und alles andere Quacksalberei sei.

Warum sollte man annehmen, dass eine bestimmte Medizin "hilft" auch wenn die Statistik klar zeigt, dass kein Zusammenhang besteht.

Wenn Insulin die Lebenserwartung von Diabetikern deutlich verlängert hat das viel mit Statistik aber wenig mit einer Glaubensfrage zu tun.

Tatsächlich ist nach meiner persönlichen Überzeugung der Glauben an die Heilung die beste Medizin. Und die einzige ohne Nebenwirkung

.

Ihre persönliche Meinung mag ja sogar bei Ihnen zutreffen – aber warum glauben Sie daran, dass ihre Meinung auf andere übertragbar ist?

Helmut und Lokki Schmidt sind sicher auch davon überzeugt, dass Rauchen ihnen nicht geschadet hat – und trotzdem wäre es Unsinn zu behaupten, Rauchen würde die Lebenserwartung erhöhen – sagt zumindest die Statistik auch wenn diese beiden Einzelfälle das in ihren Augen vermutlich empirisch widerlegen...

Um aber Medikamente absetzen zu können, muß er im missionarischen Eifer zerstört werden.

Erzählen Sie mal dem Diabetiker er möge sein Insulin durch Glauben ersetzen....

Antibiotika sind vermutlich ebenfalls durch ausreichende Glaubensstärke ersetzbar.

Schmerzmittel funktionieren in Wirklichkeit ebenfalls nicht und wer ausreichend glaubt kann seine Schmerzen sicher auch unterdrücken.

Die Wirkung ist nicht statistisch belegt, sondern empirisch.

Was machen Sie eigentlich mit empirisch gesammelten Informationen?

Sinnvollerweise doch eine Statistik!

Wenn man allerdings wie in alternativmedizinischen Kreisen üblich nur die Erfolgsfälle betrachtet (Homöopathen und Co führen ja nie irgendwelche Aufzeichnungen über Misserfolge bei der Behandlung) dann bleiben halt nur noch Erfolgsanekdoten übrig.

Eine Statistik wäre da am Ende natürlich kontraproduktiv den kaum einer würde glauben, dass Alternativmedizin immer 100% erfolgreich ist. Da läßt man es dann lieber gleich sein und veröffentlich besser gar keine Zahlen.

Wenn Alternativmedizin Pseudomedizin ist, also nur scheinbare Medizin, dann wird durch den Nachweis der Wirkung Pseudomedizin zu wissenschaftlicher Medizin. Welcher Schein wurde da nachgewiesen?

Bei einer neuen (meinetwegen Alternativmethode) ist anfangs natürlich nicht klar ob sie wirkt oder nicht.

Es wäre aber nun reichlich dumm, nun einfach zu glauben/hoffen das die neue Methode wirkt ohne das es entsprechende Belege gibt.

Kommen diese Belege hat die Wissenschaft wenig Probleme damit, die neue Methode anzuerkennen selbst wenn die Wirkungsweise evt. noch unklar ist.

Bleiben aber die Belege aus dann sollte man sich eigentlich fragen warum man eigentlich daran "glauben" sollte.

Trotzdem war der Verkauf von Haarwuchsmitteln jahrhundertelang ein voller Erfolg – wenn auch nur für die Verkäufer...

Ich habe übrigens ein neues Geheimmittel das Schnupfen heilt!

Belege habe ich natürliche keine aber empirisch kann ich Ihnen Fälle zeigen, wo die Patienten nach der Einnahme im zeitlichen Zusammenhang geheilt waren.

Ich empfehle daher bei Schnupfen eine Pizza Margherita essen (das ist nämlich mein Alternativmedikament bei Erkältungen aller Art)-

Die Nebenwirkungen sind vernachläßigbar, man fühlt sich sofort wohler und die Heilung läßt selten länger als zwei Wochen auf sich warten. Was will man mehr!

Wenn wir dann noch aus dem Lexikon der Pseudowissenschaft erfahren, daß sich "geschätzte 70% bis 80% aller gesundheitlichen Störungen, Malaisen und handfesten Erkrankungen [...] bekanntlich spontan" zurückbilden (natürlich ohne zu erfahren, worauf diese Schätzung beruht) ergibt sich die Frage, womit sich die Medizin außer Statistik überhaupt beschäftigt.

Mit den restlichen 20-30% der Erkrankungen die eben nicht von alleine ausheilen und die teilweise auch nur behandelt aber nicht geheilt werden können?

Übrigens beschäftigt sich die Medizin auch sehr intensiv mit den Wirkungsmechanismen um diese zu verbessern während sich Alternativmediziner meist lieber nicht darüber den Kopf zerbrechen – man könnte ja am Ende auf dumme Fragen stossen.

(z.B. nach der notwendigen Stärke eines Magneten, der in der Lage wäre die thermischen Schwingungen von Molekülen zu beeinflussen – aber vielleicht kommt da ja noch eine Antwort)

Interessant ist, daß das Argument der Spontanheilungen (selbst bei "handfesten Erkrankungen") nur im Zusammenhang mit Alternativmedizin kommt.

Die wissenschaftliche Medizin kennt selbstverständlich Fälle von Spontanheilungen, bei denen keine "Alternativmedizin" involviert war. Allerdings sind die seltener als gemeinhin angenommen.

Es führt aber nicht zu einer entsprechenden Bereinigung der Statistik, mit der die Anerkennung anderer Verfahren als wissenschaftlich nachgewiesen wirksam begründet wird.

Die Existenz von Spontanheilungen hat weder etwas mit der Wirksamkeit von alternativer Medizin noch mit wissenschaftlicher Medizin zu tun. Beide profitieren in gleichem Maße davon.

Bestenfalls könnten Sie argumentieren, dass sowohl wissenschaftliche als auch alternative Medizin gleichermassen unwirksam sind und alle Behandlungserfolge auf Selbst- und/oder Spontanheilung basieren.

Die wissenschaftlichen Behandlungsstatistiken bei diversen Krebserkrankungen sprechen allerdings eine deutlich andere Sprache.

Alternativmedizinische Statistiken für Krebsbehandlungen gibt es natürlich nicht – hier wird stattdessen geglaubt oder eben alternativ gestorben.

Oder haben Sie am Ende doch noch eine Statistik zur alternativen Behandlung z.B. von Hautkrebs zur Hand? Oder Leukämie bei Kindern?

TZerr>aner


Erzählen Sie mal dem Diabetiker er möge sein Insulin durch Glauben ersetzen....

Ich würde einem Diabetiker (Typ 2b) vor allen Dingen raten, abdominales Fett per vernünftiger Diät abzubauen, sich viel zu bewegen und auf jegliche "Speise" zu verzichten, die einen hohen glykämischen Index aufweist.

Beachtet er diese Dinge, hat sein "Glaube" an eine Zukunft ohne lästige Insulin-Injektionen bemerkenswerte Erfolgsaussichten. :-D

Die Anthros finden es nämlich unfair, das die EU für alle Medikamente ein Wirkungsnachweis als Zulassungsvorraussetzung verlangt ...

Na immerhin gibt sich die EU mit sogenannten "Wirknachweisen" zufrieden, die mancher Hersteller im Rahmen skurriler Studien selbst veröffentlicht. Die Unterschrift eines Professors ("Honorar-Professor" der besonderen Sorte) ;-) gibt der Studie dann in den Augen der Eurologen einen seriösen Touch, und wehe dem, der daran zweifelt. >:(

Die gute Nachricht ist: Cochrane Collaboration (eine Instanz, die man als "Interpol medizinisch assoziierter Kriminalität" bezeichnen könnte) macht den Fälschern zunehmend das einen Strich durch die Rechnung. Für manchen Wissenschaftsgläubigen (oder gar Aktivisten der modernen Inquisition) ein derber Schlag ins Gesicht.

Ein Leckerli für Googler: Stichworte Reuben+Fälschungsskandal. :p>

In Anbetracht mancher Texte Wissenschaftsgläubiger hier, die sich irrtümlicherweise als das Sprachrohr evidenzbasierter Medizin halten, drängt sich mir die Frage auf: Ist Naivität heilbar? :)D

TEerr}anexr


Korrektur:

In Anbetracht mancher Texte Wissenschaftsgläubiger hier, die sich irrtümlicherweise für das Sprachrohr evidenzbasierter Medizin halten, drängt sich mir die Frage auf: Ist Naivität heilbar? :=o

An dieser Stelle wünsche ich Herrn Klaus Koch (IQWiG) viel Ausdauer, Kraft und Zivilcourage bei der Ausübung seines mit Stolpersteinen gepflasterten Amtes. :)^

N3eBmesiks201x0


Ich würde einem Diabetiker (Typ 2b) vor allen Dingen raten, abdominales Fett per vernünftiger Diät abzubauen, sich viel zu bewegen und auf jegliche "Speise" zu verzichten, die einen hohen glykämischen Index aufweist.

Ein guter Rat, der durchaus evidenzbasiert ist. Allerdings hilft er Diabetikern der Typen 1a,1b und 2a nicht und auch bei Typ 2b ist durchaus noch offen, ob eine zusätzliche Insulinbehandlung langfristig bessere Ergebnisse bietet.

Die Empfehlung von Schnattergusche

Tatsächlich ist nach meiner persönlichen Überzeugung der Glauben an die Heilung die beste Medizin. Und die einzige ohne Nebenwirkung. Um aber Medikamente absetzen zu können, muß er im missionarischen Eifer zerstört werden.

mag zwar einfach sein – hilft aber keinem der aufgeführten Diabetiker.

Na immerhin gibt sich die EU mit sogenannten "Wirknachweisen" zufrieden, die mancher Hersteller im Rahmen skurriler Studien selbst veröffentlicht. Die Unterschrift eines Professors ("Honorar-Professor" der besonderen Sorte) ;-) gibt der Studie dann in den Augen der Eurologen einen seriösen Touch, und wehe dem, der daran zweifelt.

Sie wissen vermutlich selbst, dass es mit einer "skurrilen Studie" eines Honorar-Professors nicht getan ist. Der Zulassungsprozess der EMEA ist weit komplexer.

Oder haben Sie ein konkretes Beispiel eines Medikaments welches auf die von Ihnen beschriebene Weise zugelassen wurde?

Die gute Nachricht ist: Cochrane Collaboration (eine Instanz, die man als "Interpol medizinisch assoziierter Kriminalität" bezeichnen könnte) macht den Fälschern zunehmend das einen Strich durch die Rechnung.

Ich bin da ganz bei Ihnen – Fälscher sollten enttarnt werden.

Es ist aber nun keineswegs so, dass ein Großteil aller Zulassungsstudien gefälscht wäre und ganz so einfach und risikolos ist so etwas auch nicht für die Hersteller.

Wie aber enttarnt man nun eine manipulierte Zulassungsstudie bei Anthroposophika oder homöopathischen Mitteln wenn es gar keine Studie zur Wirksamkeit gibt?

Oder ist es bei dieser Art von Medizin auch okay wenn sie nicht wirkt?

Sie messen mit zweierlei Maß – einerseits beschweren Sie sich, dass in der wissenschaftlichen Medizin Studien manipuliert werden (was sicher nicht die Regel ist aber vorkommt)

haben aber andererseits kein Problem damit, dass man bei Alternativmedizin erst gar keine Studien macht.

Für manchen Wissenschaftsgläubigen (oder gar Aktivisten der modernen Inquisition) ein derber Schlag ins Gesicht.

Die von Ihnen zurecht gelobte "Cochrane Collaboration" gilt übrigens als extrem "wissenschaftsgläubig"....

PS. Übrigens wird auch bei den "Alternativen" manipuliert:

[[http://www.xy44.de/belladonna/index.htm]]

Uxlmer7 Spxatz


Vor einiger Zeit schrieb ich in einer anderen Diskussion, dass die Homöopathie meiner Meinung nach unwirksam ist und der Heilungseffekt (z.B. bei Kindern) auf einem Placebo-Effekt beruhe und es Kindern eher auf das "Tröstungs-Ritual" ankommt. Ich empfahl damals, den Kindern statt teuren Globuli einfach Haushaltszucker zu geben.

Darauf hin wurde ich vom Moderator angeschrieben und verwarnt, weil ich mich gegen die Homöopathie ausgelassen hatte.

Im Aktuellen Spiegel wird aber nun von wissenschaftlicher Seite genau das bestätigt (durch über 100 unabhängige Studen), was ich geschrieben habe.

Bin mal gespannt, ob der entsprechende Moderator jetzt die Größe hat, sich bei mir zu entschuldigen... nehm es aber nicht an

Wie soll es gelingen, den Aberglaube an die Homöopathie jemals zu überwinden, wenn selbst in diesem rennomierten Forum die Kritiker auf diesen Spezialfaden verbannt werden.

Wir fühlen uns oft so überlegen, weil wir ja klug genug sind, nicht daran zu glauben, dass man klüger wird, wenn man das Hirn eines intelligenten Menschen verspeist und wir glauben auch nicht daran, dass uns geriebenes Nashorn-Horn oder getrocknete Tigerhoden stärker machen – aber bei der Homöopathie sind wir blind und auch noch stolz drauf...

Was mich aber am meisten ärgert:

Wenn jemand für sich privat denkt, Globuli zu brauchen, bitteschön. Schaden tut's niemandem, außer dem Geldbeutel. Aber das Schlimme ist ja, dass Krankenkassen die Homöopathie auch noch bezahlen. Sprich: ich trage mit meinen Kassenbeiträgen dazu bei, dass sich andere Leute überteuerte Zuckerkügelchen ohne jegliche wirksame Inhaltsstoffe kaufen können (!)

Da heißt es immer, die Krankenkassen hätten kein Geld. So lange aber noch Therapien bezahlt werden, deren Wirksamkeit nicht nur umstritten, sondern heute zweifelsfrei widerlegt wurde, glaube ich nicht daran, dass es den Kassen wirklich schlecht geht.

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