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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

N[euerM&a'txt


Eine Alternativmethode

die hinreichende Nachweise erbringt, wäre nach bestimmten Definitionen keine mehr, sondern eine mögliche Behandlungsmethode die jeder Arzt anwenden kann, aber nicht muss. Sie wäre somit Teil der Schulmedizin (Igittwort).

Bei der monetären Argumentation wird die Trennlinie sowieso falsch gezogen. Es gibt auf beiden Seiten sehr billige und sehr teure Methoden, letzendlich wird immer vergessen, Relationen zwischen Preis, Leistung und in meinen Augen auch Notwendigkeit einer Behandlung zu ziehen.

So ist manche Schönheitsoperation Schulmedizinhightech, teuer aber eigentlich nicht notwendig.

Es gibt in allen Bereichen Leute, die ihren Kunden alle möglichen Krankheiten aufschwatzen. In meinen Augen dienen die Mehrzahl der Diagnosemöglichkeiten auf Alternativmedizinseite genau diesem Zweck, auch wenn es das im Bereich vor allem der medikamentengetriebenen Schulmedizin auch gibt.

COetpus


@ chris][pharm

Es gibt zwei Seiten, die scheinbar schon ewig miteinander um irgendeine fiktive Vorherrschaft kämpfen. Die eine Seite wäre die Alternativmedizin und die andere die Hochschulmedizin. Beide können durchaus wissenschaftlich nachgewiesene (=durch Studien belegte) Methoden sein. Die Betonung liegt hier auf KÖNNEN, oder vielleicht wäre es treffender mit KÖNNTEN formuliert, wenn du weist was ich meine!

Sorry Chris, liegt wohl an mir, daß ich Dich immer noch nicht verstanden habe ;-)

Eine alternative Medizin die nach hochschulmedizinischen Kriterien beforscht würde, und - setzen wir mal voraus, sie würde diesen Kriterien gerecht werden bei einem dann positivem Forschungsergebnis - wäre doch keine Alternativmedizin mehr sondern Hochschulmedizin!?

Mein Fazit: eine wissenschaftlich nachgewiesene Alternativmedizin ist dann Hochschulmedizin.

Deinen Gedanken mit der Vorherrschaft sehe ich nicht so. Naturheilkundlich orientierte Ärzte setzen Naturheilkunde komplentär, d.h. begleitend, ein. Sieht man in der Krebstherapie besonders häufig. Eben zur Verbesserung der Lebensqualität.

MfG. C.

cah^ris6][phaxrm


@ Cetus und NeuerMatt

Eine alternative Medizin die nach hochschulmedizinischen Kriterien beforscht würde,[...] wäre doch keine Alternativmedizin mehr sondern Hochschulmedizin!?

Eine Alternativmethode die hinreichende Nachweise erbringt, wäre nach bestimmten Definitionen keine mehr[...] Sie wäre somit Teil der Schulmedizin

Und genau zu diesem Punkt wollte ich die Diskussion ursprünglich bringen.

Lest euch nochmal eure Kommentare durch, die im übrigen völlig berechtigt sind! Vielleicht erkennt ihr ja die Konsequenz aus dieser Situation:

Eine Alternativmethode darf nie wissenschaftlich bestätigt werden, da sie ja sonst nicht mehr alternativ sein würde. Ich finde das sehr gefährlich! Das heißt doch quasi, dass man an die Alternativmedizin "glauben" muss, da man ihre Wirkung ja eh nicht erklären kann.

Aber auf der anderen Seite möchte man eine Zulassung für seine Alternativmethode erreichen. Bloß für Glauben gibt es keine Zulassung. Die gibt es nur für durch Studien nachgewiesene wirksame Methoden mit langer Anwendungserfahrung (paar Jahre).

Bloß dann ist ja die Methode wissenschaftlich nachgewiesen, ergo keine Alternativmethode mehr.

Erkennt ihr das Paradoxon?

Ich habe so den Eindruck, dass die Alternativheiler ganz genau wissen, was die Konsequenz einer wissenschaftlichen Aufklärung ist! ;-)

Naturheilkundlich orientierte Ärzte setzen Naturheilkunde komplentär [...] ein.

komplimentär

Das sollte so sein, ist auch oft so. Nur gibt es da wieder krasse Ausnahmen, z.B. Dr. R***. Nur gegen diese Typen hab ich etwas!

CSeYtuxs


->

Entschuldigung, sollte natürlich bei mir KOMPLEMENTÄR heißen.

Ich finde genau "diese Typen" am sympathischsten, die genau wissen, WANN Antibiose oder Kortison notwendig sind oder eben nicht.

Wenn Du Deine Grundgedanken SO verstanden haben willst - die Unvereinbarkeit der wissenschaftlichen Nachweisbarkeit in der Alternativmedizin, gehen wir in Einigem d'accord.

MfG. C.

cChriAs][p1ha?rxm


@ Cetus

Du weist aber schon, dass Antibiose die gegenseitige Entwicklungsbehinderung (von Organismen) ist!?

Ich hoffe doch wohl in diesem Fall nicht!!!

cQhrisp][phxarm


natürlich komplementär ... ich hatte es auch falsch! ;-)

C#etus


@ Chris][pharm

Du weist aber schon, dass Antibiose die gegenseitige Entwicklungsbehinderung (von Organismen) ist!?

...schon, darum heißt es auch so... ;-)

Wollte damit sagen, daß mir beide Extreme suspekt sind: NIE Antibiotika oder IMMER Antibiotika. Hier hilft keine dogmatische Grundeinstellung, sondern ausschließlich die Einzelfallentscheidung. Ein Behandler muß mir als Patient schon plausibel erklären (können), warum er welche Lösung favorisiert, erst dann bin ich bereit mich an einer Mitentscheidung zu beteiligen.

MfG. C.

crhris]2[pxharm


@ Cetus

Ich stimme dir vollkommen zu, wenn du das so schreibst.

Ich hatte nur nochmal nachgefragt, weil bei dieser Diskussion Details sehr wichtig sind! Und deinen Fragen zufolge scheine ich da nicht alleine zu stehen. :-)

R9ebe>c@cxa


Hmm.. Nachdenk..

Und was ist jetzt wenn ich wirklich der Meinung bin, daß zB. das Tragen von Zimtlatschen nicht gegen Brustkrebs hilft? Muß ich dann meinen Rand halten? Oder darf ich dann sagen daß ich in diesem Faden was dazu geschrieben habe und die Person möge dann doch mal hier nahschauen?

C@etuxs


@ Rebecca

Und was ist jetzt wenn ich wirklich der Meinung bin, daß zB. das Tragen von Zimtlatschen nicht gegen Brustkrebs hilft? Muß ich dann meinen Rand halten? Oder darf ich dann sagen daß ich in diesem Faden was dazu geschrieben habe und die Person möge dann doch mal hier nahschauen

Hi Rebecca,

bei Deinem Posting stehe ich iM auf der Leitung.

Hilfst Du mir weiter?

MfG. C.

Beetulosi4lvarwius


Trennlinie zwischen AltMed. und SchulMed

Eine Alternativmethode die hinreichende Nachweise erbringt, wäre nach bestimmten Definitionen keine mehr, sondern eine mögliche Behandlungsmethode die jeder Arzt anwenden kann, aber nicht muss. Sie wäre somit Teil der Schulmedizin

Wäre es so schlecht? Die alternative Medizin baut zum Teil auf ganz anderen theoretischen Grundlagen als die Schulmedizin, die oft den Körper nur rein mechanistisch sieht. Wenn Beweise gebracht werden können, daß diese Methoden funktionieren, muß die Schulmedizin ihre Grundlagen neu überdenken. Und wenn es dabei gelingen würde die Vorteile von beiden Richtungen zu verbinden, wäre es nur zum Wohle des Patienten. Es ist doch egal, ob eine Methode durch einen Arzt oder HP angewandt wird, wichtig ist nur daß es richtig gemacht wird und es auch funktioniert!

Cxhe


Im Prinzip JA

Es ist doch egal, ob eine Methode durch einen Arzt oder HP angewandt wird, wichtig ist nur daß es richtig gemacht wird und es auch funktioniert!

Funktionieren muß es. Und bei den Verfahren, die beispielsweise Selbstheilungskräfte bzw. den Willen des Patienten anregen oder benötigen, um die Heilwirkung zu erzielen, muß man wohl mit einer größeren individuellen Streubreite rechnen als bei der Wirksamkeit von Aspirin. Es wird also unsicherer sein, ob die Methode überhaupt anschlägt und wie gut. Ich könnte mir vorstellen daß dieser Aspekt viele Ärzte verunsichern wird. Lieber ein "bewährtes" Mittel, als was neues, was nachgewiesenermaßen wirken KANN.

Versteht Ihr, was ich meine?

Und ganz so egal, WER die Methode anwendet, ist es mir nicht.

Ich denke, nur ein Arzt ist in der Lage, die Methoden nach klarer Anamnese abzuwägen und auszuwählen. Rein von der umfassenden Ausbildung her, die dann natürlölich auch die "neuen" Methoden umfassen muß. Oder - der Arzt macht die Anamnese, entscheidet mit dem Patienten und übergibt den Fall an einen "Spezialisten", wobei er ihn weiter begleiten muß.

K+urt@22~2


re

Deinen letzten Beitrag Che..Hut ab :-)

Ich könnte mir vorstellen daß dieser Aspekt viele Ärzte verunsichern wird. Lieber ein "bewährtes" Mittel, als was neues, was nachgewiesenermaßen wirken KANN.

Versteht Ihr, was ich meine?

..KANN, aber nicht unbedingt so SEIN MUSS.

Diese Einstellung der Ärzte sollte mal überdenkt werden.

Oder - der Arzt macht die Anamnese, entscheidet mit dem Patienten und übergibt den Fall an einen "Spezialisten", wobei er ihn weiter begleiten muß.

..das kommt mir sehr bekannt vor ;-)

viele Grüße

Kurt

c-hris]m["phaxrm


..KANN, aber nicht unbedingt so SEIN MUSS.

Das gilt aber in beide Richtungen!

Hochschulmedizin kann wirken, muss aber nicht immer.

Alternativmethoden können wirken, müssen aber auch nicht immer.

MÜSSEN TUT HIER JA KEINER!!! ;-)

CWeZtxus


@ Che

Ich denke, nur ein Arzt ist in der Lage, die Methoden nach klarer Anamnese abzuwägen und auszuwählen. Rein von der umfassenden Ausbildung her, die dann natürlölich auch die "neuen" Methoden umfassen muß. Oder - der Arzt macht die Anamnese, entscheidet mit dem Patienten und übergibt den Fall an einen "Spezialisten", wobei er ihn weiter begleiten muß.

Ein Arzt kann nur eine Therapie auswählen, die er auch ge- und erlernt hat und deren Wirkmechanismen er versteht und akzeptiert. Wenn dann die Diagnose steht, kann auch die Therapie - z.B. Akupunktur, Homöopathie, Osteopathie, Chirotherapie - jemand durchführen der kein Arzt ist, sich aber auf diese einzelne Th.-Richtung spezialisiert ist. Die Wirkkenntnisse sind aber zur Bestimmung eines Therapiekonzeptes unabdingbar.

Für die 1.Hälfte des o.a. CHE-Kommentares ist die Kenntnisnotwendigkeit eben dieses Arztes von Nöten, aber daran hapert es häufig. Die Unkenntnis einzelner Verfahren oder aber falschen Vorstellungen dieser Verfahren. Dies betrifft im besonderen Maße für Ärzte, die nur vage Vorstellung alternativmedizinischer Therapien haben. Wie will dann ein Arzt eine Therapie empfehlen, über deren Wirkung er nur nebulöse bis falsche Informationen hat? Auf wissenschaftliche Absegnung kann er nicht zurückgreifen, dann wär's keine alternative Methode mehr, folglich müßte er eigene Erfahrungen haben.

MfG. C.

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