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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

/Hbin&/bmash


Was mir an der ganzen Sache hier nicht gefällt ist der Begriff "alternative" Medizin. So etwas gibt es nicht, entweder das Medikament (oder sonstwas) steht auf dem Boden der physikalischen Tatsachen und hat nachweislich eine Wirkung (und ist somit eine evidenzbasierte Medizin), oder eben nicht. Es gibt ja auch keinen alternativen Maschinenbau oder alternative Mathematik usw.

Meines Erachtens wird der Stellenwert der pharmakologischen Doppelblindstudie auch überschätzt. Denn methodisch saubere Doppelblindstudien dürften sich nur in wenigen Fällen praktisch durchführen lassen. Das liegt daran, weil die meisten pharmakologisch wirksamen Stoffe Nebenwirkungen haben.

LOL ;-D

sWchna&tter$gu|schxe


Medizin ist mehr als Pillen.

/Cbi?n/bas)h


Ändert aber nichts an meiner Aussage, ersetze Medikament durch Therapie usw.

sbchnattNerguschxe


Dann stolperst Du über die eigene Logik. Es ist dabei sogar völlig egal, ob Du Evidenz im Sinne von Evidenz oder im Sinne von evidence benutzt. Denn da reicht durchaus nicht der einfache Nachweis einer Wirkung. Sie muß auch ausreichend häufig nachzuweisen sein. Wobei der Schwellwert für "ausreichend" schon wieder variabel ist. Von physikalischen Tatsachen gehen nur einige Zweige der Medizin aus. Die anderen, deren Augenmerk eher auf Biologie und Chemie liegt, sollten wir deshalb nicht als unsinnig abtun.

LOL ;-D

Ein altes Sprichtwort sagt, dass man den Narren an seinem Lachen erkennt. Wenn Du vom Boden der physikalische Tatsachen schreibst, zeigst Du die Grenzen Deines eigenen Verständnisses. Dir ist offenbar nicht bekannt, dass die Physik eine Naturwissenschaft ist, die Medizin dagegen eine empirische Wissenschaft. Was in der Medizin passiert, passiert auch ohne physikalischen Nachweis. Der Medizin reicht es, wenn die Erfahrung zeigt, dass der gewünschte Effekt eintreten kann. Heilung passiert durch den Vorgang selbst. Sie passiert weder durch seine genaue Beschreibung noch hundertprozentig.

Mit der "Alternativmedizin" ist das ähnlich. Wobei der Begriff tatsächlich unsinnig ist. Die Alternative zur Medizin müßte die Medizin ausschließen. Das heißt, sie müßte moderne Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse bis hin zum Altertum ausschließen. Tatsächlich handelt es sich um eine Komplementärmedizin, die das oft behindernde Schubladendenken der heute üblichen Medizin auszugleichen versucht.

T[hevrmus: aquatzicuxs


Der Medizin reicht es, wenn die Erfahrung zeigt, dass der gewünschte Effekt eintreten kann.

Das ist mit nichten das was dem Selbstbild MODERNER Medizin entspricht.

Seit Einführung und Verbesserung molekularbiologischer Methodiken gibt man sich in der Medizin längst nicht mehr damit zu frieden einen (möglicherweise) kausalen Zusammenhang zwischen A & B zu haben.

(Der im Übrigen bei der Alternativmedizin nicht gegeben ist).

dMruxg


Dir ist offenbar nicht bekannt, dass die Physik eine Naturwissenschaft ist, die Medizin dagegen eine empirische Wissenschaft

Die Physik ist eine empirische Wissenschaft.

sochnaNtterguscxhe


drug

Danke für Deine Korrektur! Natürlich ist die Physik eine empirische Wissenschaft.

Was ich ausdrücken wollte war, dass in den Naturwissenschaften Thesen aufgestellt und anhand von Berechnungen die Ergebnisse vorhergesagt werden können, die sich dann experimentell oder durch Beobachtungen in der Natur verifizieren lassen. In der Medizin dagegen können anhand von Beobachtungen nur Vermutungen angestellt werden, deren Ergebnisse sie dann experimentell ermittelt werden müssen.

s?chnat@terMgusche


Thermus aquaticus

Das ist mit nichten das was dem Selbstbild MODERNER Medizin entspricht.

Seit Einführung und Verbesserung molekularbiologischer Methodiken gibt man sich in der Medizin längst nicht mehr damit zu frieden einen (möglicherweise) kausalen Zusammenhang zwischen A & B zu haben.

Die moderne Medizin entwickelt Konzepte, bei denen sie andere Wissenschaftsdisziplinen mit heranzieht. Eine sehr wichtige hast Du angeführt, die Molekularbiologie. Trotzdem wird sich die Medizin nicht darauf beschränken, was mit den Erklärungen aus diesem Bereich begründbar wird.

In der Medizin sind Therapieformen etabliert, für die auch die Molekularbiologie keine Antwort kennt. Denn sie befaßt sich nun einmal nur mit den chemischen Vorgängen in den Zellen. Aber kann sie erklären, warum aus einer bestimmten Zelle gerade dieser Zelltyp regeneriert wird, wenn doch die DNS die Gesamtinformation aller Zellen beinhaltet? Vielleicht kannst Du ja an dieser Stelle mein Wissen auf den neuesten Stand bringen.

(Der im Übrigen bei der Alternativmedizin nicht gegeben ist).

Dieser Satz mag Dir als Ausrede dienen, Dich nicht mit den wissenschaftlichen Konzepten der "Alternativmedizin"(*) auseinanderzusetzen. Sein Inhalt ist aber von der Realität so weit entfernt wie er in meinen Augen billig pauschalisierend ist. Allein die Tatsache, dass ehemals "alternative" Verfahren heute in die wissenschaftlich anerkannte Medizin eingeflossen sind, widerspricht diesem Unsinn.

(*) Für mich gibt es keine Alternative zur Medizin, sondern nur komplementäre Disziplinen.

dsrug


In der Medizin sind Therapieformen etabliert, für die auch die Molekularbiologie keine Antwort kennt. Denn sie befaßt sich nun einmal nur mit den chemischen Vorgängen in den Zellen. Aber kann sie erklären, warum aus einer bestimmten Zelle gerade dieser Zelltyp regeneriert wird, wenn doch die DNS die Gesamtinformation aller Zellen beinhaltet? Vielleicht kannst Du ja an dieser Stelle mein Wissen auf den neuesten Stand bringen.

Unterschiedliche Körperzellen besitzen zwar dasselbe Erbmaterial, doch eine differenzielle Genaktivität. Soll heißen: In unterschiedlichen Zellen sind unterschiedliche Gene aktiv bzw inaktiv. Daher der differenzielle Charakter der Zellen. Diese Genregulation funktioniert über bestimmte Botenstoffe, die von Zelle zu Zelle transportiert werden. Aber ins Detail kann ich hier auch nicht gehen, das würde den Rahmen gewaltig sprengen, außerdem ist dieser Bereich auch bei weitem noch nicht vollständig erforscht.

src=hnatteorguws8chxe


Du hast Recht, es würde den Rahmen hier sprengen. Denn ganz so einfach ist es natürlich nicht. Wären nur die Botenstoffe dafür zuständig, dann ließen sich Zellen relativ einfach verpflanzen. Am neuen Ort würden sie die Funktion der dort üblichen Zellen übernehmen, weil sie ja mit den entsprechenden Botenstoffen versorgt würden.

Interessant ist die unterschiedliche Bewertung solcher Arbeits- und Forschungsbereiche unter dem Eindruck der eigenen Glaubensmuster. Die einen gelten als moderne Medizin, auch wenn ihre Erkentnisse noch nicht viel hergeben. Die anderen gelten als Humbug, weil der Nachweis ihrer Erkenntnisse nicht einfach zu führen ist. Wobei die Bezeichnungen je nach eigenem Glauben durchaus entgegengesetzt ausfallen können. Was für den einen moderne Medizin ist, ist für den anderen Humbug. Und umgekehrt.

d?rxug


Du hast Recht, es würde den Rahmen hier sprengen. Denn ganz so einfach ist es natürlich nicht. Wären nur die Botenstoffe dafür zuständig, dann ließen sich Zellen relativ einfach verpflanzen. Am neuen Ort würden sie die Funktion der dort üblichen Zellen übernehmen, weil sie ja mit den entsprechenden Botenstoffen versorgt würden.

Das funktioniert deshalb nicht, da Zellen in einem sehr unspezifischen Zustand (Stammzellen) bereits durch besagte Signale determiniert werden, so dass ihr weiterer Entwicklungsweg nicht mehr geändert werden kann. Mit undeterminierten Stammzellen jedoch funktioniert eine solche Transplantation.

lFasaouxrce


Alternativmedizin, was ist das -was soll das sein?

Es gibt, es kann doch nur EINE Medizin geben, die der Natur und die schliesst unsere ureigenen Selbstheilungskräfte ein.

Und Sichtweisen, "Methoden", welche diese Naturkräfte nutzen, wie Homöopathie, Yoga, Akupunktur, Naturopathie, Atemtherapie, Meditation... sind natürliche Hilfsmittel, die Gesundheit befördern und, mit Hilfe des Betroffenen, Zusammenspiel von Seele, Geist & Körper, Heilung herbeiführen.

Eine "chemisch-technische" Medizin kann das nicht leisten.

Die Menschheit verwendet wohl seit Jahrtausenden (oder länger) Naturprodukte- und Heilweisen- und lebt. Klar, gab es Seuchen, Epidemien, doch woraus resultierten die? Doch wohl meistens darauf, weil Menschen (mit Tieren) zu dicht in zu großer Anzahl zusammen lebten, ich meine damit in Städten, die es nicht mehr zuliessen, äquivalent zu der Anzahl der Lebewesen, auch noch für "Hygiene" zu sorgen, die Kriege, die im Namen Gottes oder anderer Mächte angezettelt wurden, nicht zu vergessen. Gut: Nennen wir es Sauberkeit, das hört sich nicht so nach chemischer Reinigung an. Denn auch die brauchen wir nicht (siehe Antibiotika-Resistenz).

Was bedeutet es nun, wenn die "Alternativ-Medizin" DIE eigentliche Medizin ist? Nicht mehr und nicht weniger, als das wir Menschen unsere Gesundheit wieder in die eigene Hand nehmen, ohne Pharmavertreter, ohne Pillen, deren fragwürdiger Inhalt mehr Krankheit als Gesundheit verursacht und ohne herausgezüchtetete natürliche Eigenschaften einer Pflanze, deren Inhaltsstoffe jahrtausendelang bestens für die menschliche Gesundheit gesorgt haben.

Wie sagte Pfarrer Kneipp sinngemäß: "Der erste Schritt zur Gesundheit ist der Schritt in den Garten" (und mit diesem Zitat meine ich den "Bauern- oder Permakultur- und Wildkräutergarten und nicht den E 605-Agent-Orange-Roundup oder Glyphosat-"Einheitsgarten" (so wird der Allesvernichter Round-Up heute vornehm genannt).

Um nicht missverstanden zu werden: Die sog. Schulmedizin, also die Sichtweise, die seit einigen Jahrzehnten vorherrscht, hat ihre Berechtigung, z.B. in der Notfallversorgung, Chirurgie etc.

Grüße

Ralf Wendling

s]pordtmexd


Manchmal ist es schon fast lächerlich, wie hier über Wissenschaft und "Glaube" diskutiert wird. Und allem voran, wie man sich einfach dem vermeintlichen Wahrheitsgehalt von sogenannten wissenschaftlichen, schulmedizinischen Studien hin gibt!

Eine vor nicht sehr langer Zeit durchgeführte Studie hat erwiesen (übrigens von Seiten der Pharmaunternehmen durchgeführt), dass Paracetamol keinen signifikanten Unterschied in der Wirksamkeit vorweisen konnte, als ein Plazebo. Zwischen 79 und 82 Prozent kann ich keinen signifikanten Unterschied feststellen! Trotzdem wird am Produkt und am "Glauben" in dieses Produkt festgehalten.

Wenn man die Entwicklung unserer Schulmedizin kennt, dann weiss jeder, dass vor der wissenschaftlichen Grundlage die Überlieferung über Generationen zu Grunde liegt.

Irgendwo in einer Antwort haben sich Forumteilnehmer über die unterschiedlichen Formen der Wissenschaft getritten. Wer aber nicht begriffen hat, dass die Physik allen anderen Naturwissenschaften zu Grunde liegt, der weiss zu wenig um hierüber fundiert diskutieren zu können.

Alternative oder kompementäre Formen in der Medizin sind absolut legitim und wirkungsvoll. Inwieweit man da gehen will ist jedem Menschen selber überlassen. Dass man mit Akupunktur oder Homöopathie keine Fraktur stabilisieren kann ist wohl klar, aber die nachhaltige Heilung kann positiv beeinflusst werden. Auch in der präventiven Medizin nimmt die "alternative" Medizin eine Vorreiterrolle ein und ist meines Erachtens unumgänglich. Dank der Schulmedizin (und derer gehöre ich an) hier keine positiven Ergebnisse erzielen konnte liegt aufgrund der immer vermehrt auftretenden "Volkskrankheiten" auf der Hand! Ja, wir können uns heute mit einer längeren Lebenserwartung rühmen, aber auf welche Kosten? Länger siechen? In vielen Fällen ja! Trotzdem müssen wir aber eingestehen, dass Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, Allergien, chronische Leiden an Bewegungsapparat und Organen und vieles mehr nicht abgenommen, sondern zugenommen haben!

Kneipp, Götz und wie sie alle heissen, haben schon vor vielen Jahren begriffen, dass wir im Menschen was verändern müssen. Aus dem Menschen kommt die nötige Kraft zur Heilung, nicht von Aussen!

CRetxus


Danke Spordmed; sehr schöner Beitrag! :)=

s5p'ortxmed


Danke Spordmed; sehr schöner Beitrag!

Ich danke!

Sehr bedenklich, dass es immer noch Menschen gibt, die an der Wirkung von z.B. Akupunktur zweifeln. Die GERAC-Studie ([[gerac.de]]) zeigt auf, dass sowohl Akupunktur als auch Scheinakupunktur besser abgeschnitten haben, als die Standard-Therapie (bei Gonarthrose, Mirgäne und Spannungskopfschmerzen). Wenn einem das nicht zu denken gibt !?!?

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