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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

rHath.ljoQse


Wer heilt hat Recht.

Nein! Wer sich einbildet zu heilen, bildet sich auch ein, Recht zu haben.

thofoer

Nein, der TE sagt richtigerweise, dass wer heilt, Recht hat, also bildet sich der Heiler ja nicht ein zu heilen, sondern er heilt, also hat er Recht, was er sich auch nicht einbildet. Das Endergebnis ist wichtig, mehr nicht. Der TE hat Recht.

t2ho>foexr


@ Cetus

Es wäre hilfreich, wenn du die vorangegangenen Posts mit ihren Quellenangaben auch zur Kenntnis nehmen würdest.

Die Quellenangabe hatte ich übersehen. Nichtsdestotrotz hat diese Studie keinen wissenschaftlichen Wert. Eine reines Marketing der Esoteriklobby, auch wenn es aussieht wie Wissenschaft. Selbst Professoren und Doktoren der Medizin sind vor dem Blödsinn nicht gefeit. Kann man ja leichtes Geld mit machen.

Eine kurze Analyse und Kritik an deiner Studie kannst du hier nachlesen:

[[http://arstechnica.com/science/2015/04/a-tale-of-two-placebos/]]

Magic placebo more effective than ordinary placebo

Researchers find placebo combined with more care is better than a drug alone.

[...]

The analysis you see above is, unfortunately, all my own and not that of the study's authors. The study's authors, instead, believe in magic. Yep, the type of placebo given to one of the placebo groups was a homeopathic remedy. The study concludes that it is the shaken water that is the effective treatment, not the additional attention and care given by the treating doctor.

Indeed, the authors believe so strongly in magic that if a patient had an adverse reaction in either the drug or the other placebo group, they were shifted to the homeopathic remedy group. As a result of the authors' commitment, there is no consideration given to any possible alternative explanation. The statistical analysis says that these results are unlikely to be due to chance, so magic must be true. [...]

tThofonefr


@ rathlose

in, der TE sagt richtigerweise, dass wer heilt, Recht hat, also bildet sich der Heiler ja nicht ein zu heilen, sondern er heilt, also hat er Recht, was er sich auch nicht einbildet. Das Endergebnis ist wichtig, mehr nicht. Der TE hat Recht.

Ein ganz toller Zirkelschluss. Jemand hat recht, weil er behauptet, recht zu haben. Großes Kino!

Nein! Der Homöo-"Heiler" hat nicht geheilt. Er hat dem Patienten wirkstofffreie Zuckerkügelchen verabreicht und gewartet. Irgendwann ist der Patient von alleine gesund geworden. Hätte er keine Globuli bekommen, wäre er genauso gesund geworden. Vielleicht geht es mit Globuli schneller, weil ein "Heiler" sich um den Patienten besser kümmert. Das nennt man den Placebo-Effekt. Das ist aber keine Spezialität der Homöopathie. Den gibt's auch bei Voodoo-Tänzchen und Zaubersprüchen -- sofern man nur dran glaubt.

B;riode$rixck


...aha..

Ja was nun - am 22.07.15 20:59 legitimierst du das pharmakologische Experiment, um dann die Variante des "blinden Rumprobierens" als Schwachsinn zu deklarieren.

Weiterhin fällt auf, dass du wissenschaftliche Beweise zur Homöopathie forderst, ignorierst aber gleichzeitig - je nach belieben - die wissenschaftlichen Beweiskriterien wie das Kreuzproduktverhältnis (odds ratio) wenn dies pro Homöopathie ausfällt.

Cetus, ich fordere nichts und legitimiere nichts. Es geht auch hier überhaupt nicht um mich oder was ich irgendwann zu welcher Uhrzeit gesagt haben soll.

Nur darum gehts:

Bei keinem einzigen Homöopathikum wurde jemals auch nur die allerkleinste Wirkung oder auch nur Eigenschaft nachgewiesen.

Und das obwohl es seit über hundert Jahren immer und immer wieder versucht wird!

Egal was für Phantasienamen auf der Verpackung draufstehen: Alles wirkt EXAKT so wie Leitungswasser, und unterscheidet sich in NICHTS von Leitungswasser.

BvrqoderKick


@ rathlos

Nein, der TE sagt richtigerweise, dass wer heilt, Recht hat, also bildet sich der Heiler ja nicht ein zu heilen, sondern er heilt, also hat er Recht, was er sich auch nicht einbildet. Das Endergebnis ist wichtig, mehr nicht. Der TE hat Recht.

Rathlos, du weißt je garnicht, wer oder was geheilt hat, wenns einem Patienten irgendwann besser geht.

tlhoTfooer


Hier mal ein erfreuliches Beispiel, dass selbst der Homöopathie-Glaube heilbar ist:

Ex-Homöopathin: "Globuli sind Betrug am Patienten"

Sie hat zehn Jahre Homöopathie gelernt, jährlich mindestens fünf Fortbildungen belegt, ihre Patienten waren hochzufrieden. Natalie Grams leitete als erfolgreiche Homöopathin eine eigene Privatpraxis in Heidelberg – bis sie beschloss, ein Buch als flammendes Plädoyer für die Heilmethode zu schreiben, um endlich alle Kritiker der Alternativmedizin zu überzeugen. Doch stattdessen wuchsen im Zuge der Recherche bei Grams selbst die Zweifel an der Homöopathie. Am Ende gab Natalie Grams sogar ihre Praxis auf – weil sie ihre Patienten nicht länger betrügen wollte... [...]

[[http://www.berliner-kurier.de/gesundheit/natalie-grams-ex-homoeopathin---globuli-sind-betrug-am-patienten-,7168818,31303370.html]]

B"roqder:ixck


"Betrug" ist ein hartes Wort. Es beinhaltet ja außer dem "Unwahrheit sagen" auch noch die Absicht der Bereicherung unter Billigung einer Schädigung des Patienten.

Das muß keineswegs immer zutreffen.

Es gibt auch verantwortungsbewußte Homöopathen mit guten Absichten.

Bei eingebildeten Kranken z.B. kann man durchaus auf dem Standpunkt stehen, daß Homöopathie angebracht ist.

Oder bei psychosomatischen Erkrankungen.

Und auch bei allen anderen Krankheiten kann der Placeboeffekt eine tatsächliche Besserung bewirken.

Ich sagte bewußt, man "kann auf dem Standpunkt stehen"; ich selber halte diesen Standpunkt aber für falsch. Ein Arzt sollte einem Patienten niemals ein an sich vollkommen unwirksames Mittel verordnen. Auch nicht mit den besten Absichten. Auf Dauer gesehen richtet man auch mit gutgemeinter Unwahrheit Schaden an.

A@ltearsac#kx56


Ganz oben sagte ich das ich keine Erfahrung und keiner Ahnung habe.

Ich möchte aber doch wissen um welche Mengen es bei dieser "Medizin" so im Durchschnitt geht.

Milligramm pro Einname oder Tag oder sowas.

MfG

B r{ode;r}ick


@ altersack,

es geht bei der Homöpathie um Einnahmen von Nichts. 0,0 mg.

AHlter?sack5x6


0,0 ist ein bissel wenig für eine Wirkung, ausser dem Placeboeffekt.

gut.

Wenn verschiedene Ärzte über einen langen Zeitraum nicht helfen können, ein Homöopath mit Kugelzucker oder einem Voodootanz die Krankheit kuriert, kann er immer noch heilen.

Auch wenn er nur den Placeboeffekt gut verpackt.

Wenns denn noch was kostet, wirkt es erst richtig, denn gutes muss ja teuer sein.

Aber mal ganz ehrlich.

Es laufen soviele Psychophaten ähm... Homöopathen rum, die können Ihre Erfolge doch nicht mit 0,0 nichts machen.

Und ausschliesslich an den Placeboeffekt mag ich auch nicht glauben.

Sind das jetzt wirklich nur alles Spinner und Geld aus den Taschen anderer zieher oder steckt da ein wenig Realität hinter wie z.B. Selbstheilungskräfte anregen?

MfG

Bfroderixck


Es laufen soviele Psychophaten ähm... Homöopathen rum, die können Ihre Erfolge doch nicht mit 0,0 nichts machen.

Doch. Können sie.

Sie verbuchen einfach jede Besserung, aus welchem Grund auch immer diese eintritt, als ihren höchstpersönlichen Erfolg.

Ein geniales Geschäftsmodell.

Und das Schönste daran: Vollkommen risikofrei, denn Falschbehandlung ist 100%ig ausgeschlossen. Egal welches Mittel verordnet wird: Nebenwirkungen sind unmöglich.

Ein Homöopath kann nicht wegen eines ärztlichen Kunstfehlers auf Schmerzensgeld verklagt werden.

Richtige Ärzte und Pharmakologen können von sowas nur träumen.

BCrodWerixck


oder steckt da ein wenig Realität hinter wie z.B. Selbstheilungskräfte anregen?

Klar. Der Placeboeffekt existiert ja ganz real, und regt Selbstheilungskräfte an.

C%etuxs


Sie verbuchen einfach jede Besserung, aus welchem Grund auch immer diese eintritt, als ihren höchstpersönlichen Erfolg.

DAS macht mein Hausarzt auch.

Und das Schönste daran: Vollkommen risikofrei, denn Falschbehandlung ist 100%ig ausgeschlossen. Egal welches Mittel verordnet wird: Nebenwirkungen sind unmöglich.

Einen risikofreuen Raum gibts generell nicht - auch nicht in der Medizin. Arzt und Heilpraktiker sind verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. [[http://www.heilpraktiker.org/files/seiteninhalt/inhaltsseiten/c_fuer_heilpraktiker/ca_berufsziele/ca-02-berufsordnung/ca-02-01-berufsordnung-2008-final.pdf/Ist in der Berufsordnung für Heilpraktiker in Art. 17 nachzulesen]]

Ein Homöopath kann nicht wegen eines ärztlichen Kunstfehlers auf Schmerzensgeld verklagt werden.

...tolle Feststellung... :-))

Strafrechtrelevante Fehler können natürlich geahndet werden, da unterscheidet sich ein Heiprakter oder Arzt, die homöopathisch arbeiten, von keinem Handwerker.

Richtige Ärzte und Pharmakologen können von sowas nur träumen.

Frage: was sind falsche Ärzte? :-))

mit Pharmakologen sind wahrscheinlich Apotheker gemein? In der Tat dürchen diese nicht diagnostizieren und therpieren.

Darum machen einige Apotheker noch eine Heilpraktiker-Ausbildung [[https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Ploss/siehe hier z.B.]]

Der Placeboeffekt existiert ja ganz real, und regt Selbstheilungskräfte an.

Frage: und warum lässt sich dieser Placeboeffekt nicht 'kultivieren'? Hier könnten erhebliche Geldsummen in Diagnose- und Therapieverfahen, einschl. iatrogener Schäden, eingespart werden.

C^etuxs


Nachtrag: der angegebene Link funzt leider nicht, hier ein 2 Versuch: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Ploss]]

C!etuxs


@ thofoer

Hier mal ein erfreuliches Beispiel, dass selbst der Homöopathie-Glaube heilbar ist:

Ex-Homöopathin: "Globuli sind Betrug am Patienten"

Sie hat zehn Jahre Homöopathie gelernt, jährlich mindestens fünf Fortbildungen belegt, ihre Patienten waren hochzufrieden. Natalie Grams leitete als erfolgreiche Homöopathin eine eigene Privatpraxis in Heidelberg – bis sie beschloss, ein Buch als flammendes Plädoyer für die Heilmethode zu schreiben, um endlich alle Kritiker der Alternativmedizin zu überzeugen. Doch stattdessen wuchsen im Zuge der Recherche bei Grams selbst die Zweifel an der Homöopathie. Am Ende gab Natalie Grams sogar ihre Praxis auf – weil sie ihre Patienten nicht länger betrügen wollte... [...]

[[http://www.berliner-kurier.de/gesundheit/natalie-grams-ex-homoeopathin---globuli-sind-betrug-am-patienten-,7168818,31303370.html]]

thofoer

Tolle Meldung, eine homöop. Ärztin hat sich im nachhineien anders entschieden. (Wie hoch war ihr Druck durch Fremdeinwirkung? ...seis drum;

Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 60.000 Ärzte, die homöopathische und auch anthroposophische Arzneimittel regelmäßig verordnen. Und da diese Ärzte ja wissenschaftlich ausgebildet wurden, sind diese 60TSD im Laufe ihres Berufslebens alle konvertiert.

1vs60.000

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