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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

K8nuGffelstxern


Monsti

Ich zitiere mal zum Thema Globuli:

Eine D6-Potenz wurde 6-mal 1:10 verdünnt. Im Unterschied dazu wurde eine D12-Potenz 12-mal 1:10 verdünnt, wodurch ein geringerer Anteil der Ausgangssubstanz im Endprodukt (in den Globuli) vorhanden ist.

12 Mal? Was kommt da zum Schluss raus? D6 ist ja bereits 1:1.000.000 - D12 wäre dann 1:1.000.000.000.000 - faktisch heißt das, das selbst das giftigste Gift in dieser Verdünnung in rauen Mengen konsumiert werden kann, ohne auch nur eine Nebenwirkung erwarten zu müssen. Da kann man froh sein, wenn überhaupt noch eine zählbare Menge an Molekülen der Ursprungssubstanz darin zu finden ist. Was genau soll denn da jetzt helfen? Erklär es mir!

Ich meine das Zeug kostet dann irgendwie 7,- oder 8,- ... und das wurde so weit verdünnt, dass man auch nen Eimer Abwaschwasser in den Ozean kippen könnte und hinterher meint, dass davon in New York noch was ankommt. Wie kommt man auf solche Ideen?

Was mich an der Stelle interessiert: Warum glauben Menschen an sowas und verlieren ihren Glauben in die etablierte Physik, Chemie, Pharmakologie? Dafür muss es doch Gründe geben, wenn man sich logischem, etabliertem Wissen abwendet und irgendwie dann so völlig absurden Ideen folgt. Ist es Enttäuschung oder eine Art von Hilflosigkeit? Das man einer modernen Medizin ausgesetzt ist, die man nicht mehr versteht?

Oder ist es diese typischen Erwartungshaltung, dass man zum Mediziner geht, ihm das Problem schildert und dann ein Rezept bekommt? Manchmal kann der das aber nicht, weil es manchmal für komplexe Symptome keine einfachen Rezepte und Diagnosen gibt - und manchmal heilen Dinge auch von ganz allein und bedürfen keiner Medikation ... na, gut, dann gehe ich halt zum Heilpraktiker und da kommt man immer mit nem Globuli o.ä. raus - egal, was man hat. Und so ne Packung Chlorella hilft dann doch irgendwie auch immer, denn man is ja auch irgendwie immer voll Schlacke und so.

Das wirklich gefährliche daran ist, dass Leute mit echten klinischen Symptomen womöglich so den Besuch beim Arzt nicht wahrnehmen und damit auch die Möglichkeit einer nachweisbaren Heilung!

B9rPodePricxk


Hanca

So, nun mache mir mal bitte eine klare Ansage, was die Alternativmedizin für diesen Fall bereit hält? Nichts lieber als das!!

Die klassische Homöopathie hat sehr gute Möglichkeiten, Schmerzen zu behandeln.

Dafür solltest du dir einen ausgebildeten klassischen Homöopathen suchen.

Sie hat keine einzige Möglichkeit außer dem Placeboeffekt.

Wie ausgebildet der Homöopath ist, spielt hierfür keine Rolle. Es gibt keine gute oder schlechte homöopathische Ausbildung. Da es nun mal keinerlei homöopathische Kenntnisse gibt, die man erlernen könnte.

Er muss lediglich den Anschein erwecken können, besonders gut zu sein.

HeanBcxa


und das wurde so weit verdünnt, dass man auch nen Eimer Abwaschwasser in den Ozean kippen könnte und hinterher meint, dass davon in New York noch was ankommt. Wie kommt man auf solche Ideen?

**Was mich an der Stelle interessiert: Warum glauben Menschen an sowas

Knuffelstern ich glaube nicht, sondern sehe mit eigenen Augen, wie schwere Krankheiten geheilt werden.

Bestätigt durch Nachuntersuchungen beim Schulmediziner.

Ich bin im übrigen nicht gegen die Schulmedizin.

HKancxa


Broderick auf dein fanatisches Niederknüppeln der Homöopathie gehe ich nicht mehr ein.

Das hatten wir ja zur Genüge. :p>

BProdeyrick


Hanca

Broderick auf dein fanatisches Niederknüppeln der Homöopathie gehe ich nicht mehr ein.

Es war eine ganz nüchterne Feststellung. Völlig unfanatisch.

Was bringts, wenn ich versuche es irgendwie diplomatisch auszudrücken?

BProderixck


Hanca

und das wurde so weit verdünnt, dass man auch nen Eimer Abwaschwasser in den Ozean kippen könnte und hinterher meint, dass davon in New York noch was ankommt. Wie kommt man auf solche Ideen?

**Was mich an der Stelle interessiert: Warum glauben Menschen an sowas

Knuffelstern ich glaube nicht, sondern sehe mit eigenen Augen, wie schwere Krankheiten geheilt werden.

Du siehst allerhöchstens, dass irgendeine Krankheit geheilt ist.

Die Frage war aber, wieso du glaubst, dass ausgerechnet verdünntes Wasser die Ursache für die Heilung ist?

S^ün'tje


Da es nun mal keinerlei homöopathische Kenntnisse gibt, die man erlernen könnte.

das simmt so nicht, ein Homöopath, der einigermaßen glaubhaft rüber kommen will, muss schon wissen, wofür die einzelnen Wirkstoffe bzw wogegen sie sind, die angeblich in den Zuckerkügelchen sind. Das ist eine Menge Latein zum Auswendiglernen

Faizz1lyp~uDzzly


@ Knuffelstern

Ich gebe dir mal vorab meine Antwort, völlig unabhängig von dem was Monsti dir antwortet.

In deinem Beitrag von 2.59 Uhr hast du alles aufgeführt, was in diesem und ähnlichen Threads schon gefühlte tausendmal durchgekaut wurde. Der Bart ist mittlerweile so lang, dass man schon auf jeder zweiten Seite darüber stolpern kann.

Wenn Du über alles 100%ige Infos haben willst, dann mache dich doch selbst auf den Weg. JedeR ApothekerIn ist in der Lage, dir deine Fragen vollständig zu beantworten. Broschüren gibt es auch umsonst, kostet dich also nichts ausser deine eigene Zeit.

Was mich an der Stelle interessiert: Warum glauben Menschen an sowas und verlieren ihren Glauben in die etablierte Physik, Chemie, Pharmakologie?

Wenn Du diese Menschen kennenlernen willst, mache dich auf die Suche und frage direkt.

Dafür muss es doch Gründe geben, wenn man sich logischem, etabliertem Wissen abwendet und irgendwie dann so völlig absurden Ideen folgt. Ist es Enttäuschung oder eine Art von Hilflosigkeit? Das man einer modernen Medizin ausgesetzt ist, die man nicht mehr versteht?

Hier hat sich niemand von der Schulmedizin abgewendet, sondern die AM für sich selbst hinzugenommen. Das ist eine persönliche Entscheidung und es wurde deutlich erklärt warum, wieso und was sich für diese UserInnen wie verändert, geholfen hat oder auch nicht. Wurde hier auch schon mehrfach erläutert.

Oder ist es diese typischen Erwartungshaltung, dass man zum Mediziner geht, ihm das Problem schildert und dann ein Rezept bekommt? Manchmal kann der das aber nicht, weil es manchmal für komplexe Symptome keine einfachen Rezepte und Diagnosen gibt - und manchmal heilen Dinge auch von ganz allein und bedürfen keiner Medikation ... na, gut, dann gehe ich halt zum Heilpraktiker und da kommt man immer mit nem Globuli o.ä. raus - egal, was man hat. Und so ne Packung Chlorella hilft dann doch irgendwie auch immer, denn man is ja auch irgendwie immer voll Schlacke und so.

Für mich an den Haaren herbei gezogener Bullshit. Worthülsen. Hast Du Langeweile?

Das wirklich gefährliche daran ist, dass Leute mit echten klinischen Symptomen womöglich so den Besuch beim Arzt nicht wahrnehmen und damit auch die Möglichkeit einer nachweisbaren Heilung!

Von welchen Leuten sprichst Du? Das ist so ein fadenscheiniges Argument wo ich mich frage, was dahintersteckt. Hältst Du diese Leute für blöd oder willst Du sie klein machen, indem Du ihnen die Fähigkeit der eigenen Entscheidung nicht zugestehst oder absprichst? Wieviel von diesen Leuten kennst Du denn, wenn Du von der Materie keine Ahnung hast? Anders gefragt, wenn Du solche Menschen kennst, hast Du sie gefragt warum sie so handeln wie sie handeln?

M?ounsti


knuffelstern

Das wirklich gefährliche daran ist, dass Leute mit echten klinischen Symptomen womöglich so den Besuch beim Arzt nicht wahrnehmen und damit auch die Möglichkeit einer nachweisbaren Heilung!

Was sind denn für Dich "echte klinische Symptome"? Dir ist hoffentlich klar, dass auch psychosomatische Beschwerden mit "echten klinischen Symptomen" einhergehen, oder? Und was ist für Dich eine "nachweisbare Heilung"? Das bloße Unterdrücken von Symptomen ist es doch ganz sicher nicht. Frage mal in einer x-beliebigen Apotheke, welche Medikamentengruppe am häufigsten abgegeben wird!

Du scheinst andere für deppert zu halten. Derzeit nehme ich täglich 16 verschiedene schulmedizinische Medikamente zu mir. Hinzu kommen Spritzen und Infusionen. In der Summe werde ich mit 19 Medikamenten versorgt. Sie sind überwiegend lebensnotwendig, leider auch nicht nebenwirkungsfrei. Bis zum Sommer hatte ich noch viel mehr Medikamente und konnte sie erfolgreich durch alternativmedizinische Therapien ersetzen. Ich bin nichtsdestotrotz in engmaschiger schulmedizinischer Betreuung. An keiner Stelle habe ich der Schulmedizin ihre Daseinsberechtigung abgesprochen. Meine persönliche Erfahrung ist aber, dass die Alternativmedizin in vielen Bereichen eine wirksame und nebenwirkungsfreie Ergänzung bzw. sogar Alternative bietet - gerade in der Schmerztherapie. Wenn Du sie von vornherein ablehnst, so ist dies Dein gutes Recht. Aber dann fordere in diesem Faden bitte keine Tipps zur Reduzierung Deiner chronischen Schmerzen. :=o

H~ancZa


Es war eine ganz nüchterne Feststellung. Völlig unfanatisch.

Ja Broderick, eine nüchterne Feststellung, die du bestimmt schon 500 mal wiederholt hast.

In jedem Faden über Alternativmedizin ist das auf jeden Beitrag deine Antwort.

Gibt es dafür Prämien?

Beteiligst du dich auch bei anderen Themen so eifrig?

BYrod{ericxk


Hanca

Es war eine ganz nüchterne Feststellung. Völlig unfanatisch.

Ja Broderick, eine nüchterne Feststellung, die du bestimmt schon 500 mal wiederholt hast.

Wenn du 500mal behauptest, verdünntes Wasser hätte eine Wirkung, dann kann ich nur 500mal entgegnen, dass das nicht stimmt.

Behaupte doch mal irgendwas anderes; oder noch besser: Geh doch mal ohne Ausflüchte auf konkrete Rückfragen ein, so wie sich das in einer Diskussion gehört.

B rode\rxick


Süntje

Da es nun mal keinerlei homöopathische Kenntnisse gibt, die man erlernen könnte.

das simmt so nicht, ein Homöopath, der einigermaßen glaubhaft rüber kommen will, muss schon wissen, wofür die einzelnen Wirkstoffe bzw wogegen sie sind

Eigentlich nicht. Das Schöne an der Homöopathie ist ja, dass man behaupten und verordnen kann was man will. Begründen kann man alles ganz einfach mit seiner langjährigen homöopathischen "Erfahrung" :-) .

Man wird auch niemals wegen Fehlmedikamentation zur "Verantwortung gezogen, da einem niemand einen Fehler nachweisen kann.

Von solcher Freiheit kann ein echter Arzt nur träumen.

M8on6sti


Schön langsam wird's peinlich ... %-|

Meonxsti


Hanca

Lass' Dich doch nicht provozieren! Du machst mit der Homöopathie sehr gute Erfahrungen und hast auch konkrete Beispiele geliefert. Andere haben mit der Homöopathie ebenfalls nachhaltige Erfolge erzielt. Das ist doch das einzige, was zählt. Und ja, Broderick war im Forum auch schon mal konstruktiver (und auch freundlicher) unterwegs, vor allem zum Thema Borreliose. Aber das ist lange her.

Liebe Grüße!

KLnuffEelLst~ern


Fizzlypuzzly & Monsti

Ich glaube nicht, dass ich in der Position bin Beweise oder Rechtfertigungen liefern zu müssen. Das sollte dann schon die alternative "Medizin" selbst tun. Und offenbar kann sie das ja nicht. Ich meine, ich könnte jetzt auch behaupten, dass ich Kraft meiner Gedanken es irgendwo morgen in Deutschland regnen lasse. Und wenn es dann tatsächlich regnet, war es halt ich. Soll mir doch jemand mal das Gegenteil beweisen! Und weil das niemand kann, kann auch niemand behaupten, dass ich nicht die Fähigkeit besitze.

Das ist halt diese typische paradoxe Argumentation, die alle möglichen Pseudowissenschaften verwenden. Aber so geht ja echte Wissenschaft nicht. Das ist das genau andersrum: Wenn ich behaupte Ursache A hat Wirkung B zur Folge, muss ich dies genau im Ursache-Wirkungsprinzip nachweisen. Egal ob Physik, Chemie, Medizin. Wissenschaft hat immer mit Objektivität und Fakten zu tun. "Glauben" hat da einfach nichts verloren. Nicht umsonst gibt es z.B. Doppel-Blind-Studien.

Und Wissenschaft ist ja nicht zuletzt auch so unglaublich menschlich, weil wir eben nicht alles wissen und uns dann auch hinstellen und sagen "keine Ahnung". Gut, und die Kritik ist durchaus berechtigt, wenn man den Ärzten anlastet, dass sie genau das viel zu selten tun - einfach mal zu sagen, dass sie nicht wissen, wo das Problem liegt. Meine Geschichte hat mich das zu oft gelehrt, dennoch habe ich den Glauben in die Medizin nicht verloren. Und mir ist dabei völlig Wurst, ob die Lösung bei einem Apotheker oder einen Kräutermischer abzuholen ist. Mir ist auch völlig Wurst, ob jemand Arzt ist oder Heilpraktiker. Wer heilt, hat Recht. Und das sollte dann für mich nachweislich bzw. nachvollziehbar passieren.

Das Thema Schmerzen, und da werden mir sicherlich Ärzte zustimmen, ist neben dem Bereich "Psychopharmaka" eines der komplexesten und schwierigsten Themen überhaupt. Ich meine Gallensteine holste halt raus, Vene kann man veröden und selbst Bypässe am Herzen sind dagegen doch eher "Uhrmacherarbeiten". Wenn aber jemand unspezifische Schmerzen hat, geht meistens eine Diagnose-Odyssee los. Meine Mutter beispielsweise rannte seit vielen Jahren von Arzt zu Arzt - ihr wurden dann Beißschienen verpasst, Brücken eingesetzt, Zähne gezogen ... vor 14 Tagen wurde ihr ein Meningiom entfernt und die Schmerzen sind weg.

Die Medizin war da, nur hat sie keiner angewendet. Was ich damit sagen will: Ärzte sind heute großteils Dienstleister und sind auf Grund der kurzen Intervalle und Budgets gar nicht in der Lage die moderne Medizin und Diagnostikmöglichkeiten auszuschöpfen. Und selbst wenn das geschehen ist, werden nicht immer Ursachen gefunden. Man muss doch auch verstehen, dass Medizin ein Prozess ist und wir täglich neues dazulernen. Da hat doch niemand eine Bibel mit Geboten. Was heute gilt, kann morgen völlig obsolet sein.

Ich behaupte einfach mal, dass man als gebildeter Mensch versteht, dass das Wissen der Menschheit Grenzen hat und wir nicht Antworten auf alle Fragen haben, nicht Lösungen für alle Probleme. Und wenn ich nicht weiß, warum morgen der Regen fällt, dann kann das natürlich ich (siehe Anfang) gewesen sein - oder man akzeptiert einfach, dass es niemand weiß.

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