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Über den Stellenwert der Alternativmedizin

c=hris]c[pharxm


@ Cetus

Da gibts nur ein kleines Problem. So eine Energie die ich nicht messen kann, macht es schwierig mit ihr umzugehen. Das geht mir zu sehr in die Glaubensecke.

Wenn ich aber einen Promotor in der DNA-Kette "fassen" kann, und man hat sie ja schon entdeckt, dann hab ich viel mehr Möglichkeiten.

Eine spezielle Sequenz erlaubt es der RNA Polymerase ein Gen zu finden. Diese Sequenz ist meist 10 – 100 Basenpaare aufwärts des Gens und variiert von Organismus zu Organismus. Diese transkriptions-initierende Sequenz ist der sog. aufwärts Promotor (engl. upstream promoter), welcher 1964 experimentell nachgewiesen wurde. Bei dem Experiment wurde die Promotorsequenz modifiziert, was zur Folge hatte, daß das Gen, welches dem Promotor folgte, nicht transkribiert wurde. Der Promotor ist Teil der regulativen Region eines Gens.

Und seit 1964 sind bestimmt noch 1000de Promotoren dazugekommen. Da gibts bestimmt eine Datenbank für.

Wie gesagt, wenn das die Wurzel wäre, dann kann ein Pharmazeut wesentlich mehr damit anfangen. Eine Definitionsfrage seh ich da eigentlich nicht!

T/r#inyxx


@ chris

danke, daß du dir die Mühe gemacht hast, um mir das mit den Schaltergenen erklärt hast. Ganz versteh ich's zwar noch nicht, aber meine Fragen wird mir hoffentlich Google beantworten ;-)

Ich hätte noch eine ganz andere Frage, nämlich zum oft besprochenen "wissenschaftlich bewiesen". Man hört doch immer "die Wirkung des Medikaments X ist bei der Krankheit Y bewiesen". Oder die Therapie A, usw.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß man im medizinischen Bereich, wirklich 100%ige Aussagen treffen kann. Jeder Mensch ist doch verschieden, hat andere Voraussetzungen, andere Umstände, ist anderen Einflüssen (ich denke da auch an Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten) ausgesetzt.

Sind diese Wirkungsweisen wirklich wissenschaftlich bewiesen, also zu 100% zutreffend, oder ist es nicht viel mehr so, daß man eigentlich nur von großen Wahrscheinlichkeiten spricht?

Würd' mich freuen, wenn mir da wer ein bißchen Erklärung geben könnte, wie solche Aussagen wirklich zu interpretieren sind.

lg,

cEhTri(s][Zphaxrm


@ Trinyx

"die Wirkung des Medikaments X ist bei der Krankheit Y bewiesen"

So eine Aussage habe ich ehrlichgesagt noch nie gelesen. Und ich studiere Pharmazie.

Da lese ich doch öfter etwas in der Art wie "die auf dem Wirkungsmechanismus Soundso beruhende Wirkung des Medikaments X konnte bei der Krankheit Y gezeigt werden". Da ist ein himmelweiter Unterschied.

Wie will man eine Medikamentenwirkung beweisen? Beweisen heißt eine gewisse universelle Gesetzmäßigkeit anwenden zu können. Und wie du schon richtig bemerkt hast, funktioniert das beim Menschen nicht immer.

Bsp.:

Wenn du einem Menschen eine 10fache Überdosis Insulin spritzt dann sollte er mindestens kurz vorm Exitus sein. Ich habe letztens von nem Kumpel gehört, dass die mal einem chronischen Säufer ausversehen gleiche Überdosis appliziert haben, wobei aber nichts passiert ist.

Noch ein Bsp.:

Es gibt Menschen mit einem schnellen Stoffwechsel, die sogenannten "fast metabolizer", die haben entweder zu gute Enzyme oder zu viele Enzyme. Wenn du denen z.B. ein Kopfschmerzmittel gibst, dann wirkt es nicht. Der Arzneistoff wird dermaßen schnell verstoffwechselt, das im Blut keine ausreichend hohe Arzneistoffkonzentration erreicht werden kann. Also schlägt es nicht an.

Du wirst keinen seriösen Arzt finden, der dir sagt, dass wenn du jenes Medikament nimmst du 100%ig geheilt wirst. Es gibt bestimmte Behandlungsleitlinien, nach denen du vom Einfachen zum Komplizierten behandelt wirst.

Also, eine Wirkung ist nicht 100%ig bewiesen, aber wenn überhaupt dann die Wirkungsweise, die man in Fachkreisen auch Wirkungsmechanismus nennt. Bei einigen Medikamenten kennt man den Wirkungsmechanismus z.B. noch nicht. Da wird ebend noch geforscht. Solange der Wirkungsmechanismus noch unbekannt ist sagt man das auch.

Ich könnte dir zum Beispiel sagen welche Wirkungsweise Aspirin hat. Das hat man nachgewiesen.

Oder alte Menschen kriegen doch oft diese ACE-Hemmer. Die Wirkungsweise des ACE-Hemmers ist auch bekannt.

Bei diesen beiden weis man ganz genau wie sie gegen die Zielkrankheit wirken, quasi auf molekularer Ebene.

Wer also sagt, dass die Wirkung bewiesen ist, ist ein Spinner. Das einzige was man beweisen kann ist die Wirkungsweise. Der Unterschied liegt manchmal im Detail!

mmolu%r4us


chris,

nur mal angenommen......

du wärst medizinisch austherapiert bei schwerer krankheit mit nur kurzer überlebenschance....

würdest du dann zu einem heiler gehen?

würden dir dann die unzähligen berichte über mysteriöse, oder dubiose (wissenschaftlich unerklärbare...) heilungen bei z.b. parkingson, ms., krebs,. lähmungen oder aids genügen als grund?

welche "beweise" WÜRDEST du akzeptieren?

cjhrisI][pha=rxm


@ molurus

;-) ... Weist du, dass ich diese Frage schon ewig erwarte? Ich hab mich bis jetzt gewundert, warum mich das hier noch niemand gefragt hat! :-)

Du musst dazu wissen, das ich durch die Pharmazie, die ich studiere, vorbelastet bin.

Bsp.:

Ein Flugzeugbauer weis, wie und warum sich ein Flugzeug beim beschleunigen nach oben bewegt. Aus den unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten oberhalb und unterhalb der Tragflächen resultiert eine Sogwirkung nach oben. Er weis auch ganz genau wie das Gesetz dazu heißt, das ist der Bernoulli-Effekt.

Jetzt kommt ein Mensch daher, der sich mit Flugzeugbau und Aerodynamik überhaupt nicht auskennt und erklärt dem Flugzeugbauer, dass er ja überhaupt keine Ahnung hat und das Flugzeug durch Antigravitonen in die Lüfte gehoben wird.

Paradoxerweise soll der Flugzeugbauer dem dahergekommenden Menschen beweisen, dass es keine Antigravitonen gibt. Wie soll man beweisen, dass es etwas nicht gibt?

Das erklärt in etwa meine Position hier, nur mal so zur Veranschaulichung! :-)

So, und nun wieder zurück zu deiner Frage:

Ich bin mir durchaus darüber bewusst, das es nicht auf jede Krankheit eine ausreichende pharmazeutische Antwort gibt. Auch weis ich das es Patienten gibt, die schon die ganzen Therapiemöglichkeiten probiert haben und keine oder nur unzureichende Erfolge haben.

Wenn ich an deren Stelle wäre, dann würde ich selbstverständlich nach jedem Strohhalm greifen, der mir gereicht wird. Ich würde bestimmt nicht aus Trotz oder dergleichen, eine alternative Therapie verweigern. Falls du schon etwas hier rumgelesen hast wirst du auch kein Kommentar von mir finden, wo ich jemanden versucht habe von einer alternativen Therapie abzuhalten.

Über Beweise und Erklärungen mache ich mir nur Gedanken, weil es meine Fachrichtung ist und weil ich gesund bin. Wenn ich richtig krank wäre, dann wäre mir das auch egal!

Dennoch finde ich einige Beiträge hier etwas sonderbar und bedenklich. Antibiotika sind böse. Narkose muss ausgeleitet werden. Impfungen werden vernachlässigt. Ärzte haben keine Ahnung. Das Totschlagargument "Energie" wird rausgekramt.

Einige machen es sich hier sehr einfach, indem sie sich alles so hindrehen, wie es in ihr Weltbild passt. Manche Erklärungen von alternativen Therapiemethoden klingen fast wie ein Science-Fiction ohne Science.

Das alles macht es sehr einfach für Scharlatarne mit dem Leid der Patienten Geld zu scheffeln. Wenn keiner mehr eine Therapiemethode zulassen lassen müsste, wo bleibt dann die seriöse Kontrolle? Dann kann sich ja jeder irgendwas ausdenken, die Patienten, bei denen es nicht anschlägt, aus der Statistik streichen und sich selber als den großen Helden dastehen lassen.

Solch eine Entwicklung unterstützen, weil man verzweifelt ist? Ja, man muss alles probieren, damit man eine Chance hat zu überleben. Aber woher weis ich, dass mich keiner bescheissen will? Da bleibt mir als Kriterium doch nur mein Wissen und die Logik! Worauf soll ich mich denn sonst verlassen, auf die gefälschten Statistiken?

Unerklärliche Heilungen gibt es immer. Die Spontanheilung ist bekannt und wird erforscht. Sie findet auch statt, wenn man nichts macht. Wenn man wüsste, warum das in den seltenen Fällen passiert, dann wäre das schon die halbe Miete!

Die Spontanheilungsquote bei Neurodermitis-Kindern beträgt z.B. 50%. Wenn man darauf noch den Placeboeffekt rechnet, dann kommt man noch höher. Ist doch logisch, warum Naturheilkunde hier was "ausrichten" kann. Oder Schnupfen heilen in 7 Tagen. Nach 7 Tagen geht er auch weg, wenn man nichts macht!

Das sind alles Beispiele, die ich nicht ignorieren kann.

Und was die unzähligen Berichte betrifft wäre es mal interessant zu wissen, wie viele das wirklich sind. Wenn es doch solch grandiose Heilungserfolge gibt, warum hört man in den Medien nichts darüber. Dann könnten wir ja unsere Suche nach einem Mittel gegen AIDS beenden, wenn es schon eins gibt.

Das sind halt alles Gedanken die ich nicht ignorieren kann! Die Wissenschaft als Feind zu betrachten, wenn ich unheilbar krank wäre, wäre verrückt. Was ist, wenn es in absehbarer Zeit ein Mittel gegen meine Krankheit geben würde. Ohne die Wissenschaft wäre das doch nie entwickelt worden.

Kann mir ein Naturheilkundler eine 100%ige Garantie dafür geben, dass meine Krankheit geheilt wird? Ich denke er kann das genausowenig, wie ein Schulmediziner! Ein Naturheilkundler, der behauptet ein Allheilmittel gefunden zu haben, ist doch unglaubwürdig. Das sagen sogar Vertreter der Alternativmedizin.

Fazit:

Ja, ich würde DANN zu einem Heiler gehen!

Beweise würden in dieser Situation keine Rolle spielen!

TYr~inxyx


Du wirst keinen seriösen Arzt finden, der dir sagt, dass wenn du jenes Medikament nimmst du 100%ig geheilt wirst. Es gibt bestimmte Behandlungsleitlinien, nach denen du vom Einfachen zum Komplizierten behandelt wirst.

Das heißt dann aber auch, daß eine schulmedizinische Behandlung zu einem gewissen Grad auch ein Experiment ist, und Versuch und Irrtum beinhaltet, oder?

Bei einigen Medikamenten kennt man den Wirkungsmechanismus z.B. noch nicht.

Sind solche Medikamente dann auch zugelassen? Wenn ja, dann verstehe ich wiederum die Abgrenzung zur Alternativmedizin nicht. Das sind ja auch Behandlungsmethoden, deren Wirkungsmechanismus nicht erklärbar ist. Oder ist da der Knackpunkt eher die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse?

Verzeih, wenn meine Fragen vielleicht ein bißchen naiv wirken. Ich bin Techniker, genauer gesagt Analytiker, also nicht vom Fach, sondern nur interessierter Laie. Ich versuche nur, mal für mich die Grenze zwischen Schulmedizin und Alternativmedizin zu verstehen, wo ich beiden gegenüber aufgeschlossen bin. Naja, vielleicht mit einer leichten Präferenz der Alternativmedizin ;-)

KfuDrtx222


re

Ein Naturheilkundler, der behauptet ein Allheilmittel gefunden zu haben, ist doch unglaubwürdig. Das sagen sogar Vertreter der Alternativmedizin.

Wie wahr, genau ins Schwarze getroffen :-)

viele Grüße

Kurt

c^hris][pJharm


@ Trinyx

Das heißt dann aber auch, daß eine schulmedizinische Behandlung zu einem gewissen Grad auch ein Experiment ist, und Versuch und Irrtum beinhaltet, oder?

Sagen wir mal so, in den Bereichen, wo der Wirkungsmechanismus bekannt ist, die Applikationsform angemessen ist und alle Daten des Patienten erfasst sind, wird auch mit einer statistisch hohen Wahrscheinlichkeit eine Besserung/Heilung eintreten.

Früher war es Versuch und Irrtum. Viele unserer Arzneistoffe sind der Pflanzenwelt entnommen. Man hat sie dann entweder so übernommen oder synthetisch verändert.

Heute sind schon sehr viele Ursachen von Krankheiten auf molekularer Ebene bekannt. Man weis wie die Enzyme aussehen, man kennt die DNA-Sequenzen oder hat die Struktur entsprechender Substanzen aufgeklärt. Wenn du weist, wie ein Rezeptor aussieht, dann kannst du auch computertechnisch ein Molekül konstruieren, was genau an den Rezeptor ranpasst. Das ist das, was man heute versucht. Manche dieser vollsynthetischen Stoffe sind dann allerdings nicht geeingnet in einen Menschen gespritzt zu werden. Entweder zersetzen sie sich gleich durch den Stoffwechsel, oder sie sind giftig. Aber um das zu verbessern forscht man ja.

Je genauer du über solche Dinge bescheid weist, also Zielstrukturen, biochemische Reaktionen oder Genetik, desto weniger experimentell wird die Schulmedizin.

Die richtigen Hardcore-Pharmaka wirken immer, z.B. Lokalanaesthetika, Diuretika (Mittel zur Erhöhung der Harnmenge), Cortison oder Laxantien (Abführmittel). Das liegt bei denen am Wirkungsmechanismus. Die wirken auf so einer primitiven Ebene, sodass es bei allen Menschen funktioniert.

Andere Medikamente sind abhängig von bestimmten Vorraussetzungen, Darmflora, Enzyme, Tumorbeschaffenheit, Blut-pH oder Resistenz von Mikroorganismen. Da muss man halt etwas Feintuning betreiben.

Glaub mir, dieses Rumprobiere bei den Ärzten heutzutage finde ich genauso beschissen. Es wird selten ein Abstrich gemacht. Bei Grippesymptomen wird nur geraten. Kein Wunder, wenn für die Gesundheit kein Geld mehr übrig ist. Da wird halt gespart. Ich würde mir auch sonen Scanner wünschen, der einem genau sagt, was dem Patienten fehlt. Aber der muss noch erfunden werden.

Sind solche Medikamente dann auch zugelassen? Wenn ja, dann verstehe ich wiederum die Abgrenzung zur Alternativmedizin nicht. Das sind ja auch Behandlungsmethoden, deren Wirkungsmechanismus nicht erklärbar ist. Oder ist da der Knackpunkt eher die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse?

Jepp, wenn in Studien eine statistisch signifikante Besserungs- bzw. Heilungsquote aufgetreten ist und sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten, es keine lebensgefährlichen Wechselwirkungen mit auf dem Markt befindlichen Medikamente gibt und dieses Medikament den herkömmlichen Pharmaka mit dem gleichen Therapieziel zumindestens ebenbürtig ist, dann kann es auch ohne bekanntem Wirkungsmechanismus zugelassen werden.

Die Alternativmedizin führt keine unabhängigen Studien durch. Das ist das Problem. Und in diesem Fall ist der Knackpunkt tatsächlich die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Aber es gibt ja Hömöopathika auch in der Apotheke. Es ist ja nicht so, als wenn jeder Pharmazeut das verteufelt. Wir argumentieren aber nicht mit irgendwelchen Clustern oder einer Energie. Wenn mich einer fragen würde, dann sag ich ihm ehrlich was ich darüber weis. Alles andere ist Theoriegebabbel!

mQol%urxus


wir sind also alle

nur am raten und forschen! vielleicht gibt es diese GRENZE zwischen alternativer und schulmedizin ja gar nicht....?

sollte man sich nicht einmal erinnern, woraus die medizin ursprünglich mal entstand? wie die ersten "ärzte" ihre aderlässe in den vordergrund schoben und die "kräuterfrauen und hebammen" anprangerten? die alternativen sachen sind doch meist wesentlich älter.......wieso gehört das nicht einfach nur alles zusammen ??? warum MUSS alles hier getrennt werden?

alle menschen im bereich der "gesundheit" werden umdenken müssen.....der einzig richtige weg ist die erkenntnis, dass körper, seele UND geist eine einheit bilden, die - getrennt behandelt,- niemals wirklich erfolgreich geheilt werden kann!

und AUCH ich habe niemals behauptet, das die "spirituelle heilung" immer klappt,- also ein ALLHEILMITTEL ist. habe nur mal daran erinnert, dass auf diese weise immerhin todkranke und austherapierte eine gute chance haben. selbst dann noch, wenn der körper auf dem allerletzten loch pfeift, weil wirkung und nebenwirkung von palliativ methoden bereits alles angegriffen haben!

das man auf diesem wege mehr den glauben als die wissenschaft ( also das hinterfragen und den zweifel) braucht, habe ich nie abgestritten! wir haben nun alle zur genüge auch die erklärungen von schaltergenen durchgekaut,- also eine kaum noch anzuzweifelnde grundlage für von mir aus auch forschungen in deiesem bereich. aber das man sich nun vorstellt, daraus irgendwann medikamente herzustellen,- ohne nebenwirkungen,- ist wohl dann echt ein wenig vom thema abgeschwoffen.....grins....

wenn der " gedanke" genügt, ist alles andere nur unnötiges "gebabbel" ,- um- weg! aber ich will ja gar nicht trennen!!! wieso werden schon soviele "geistheiler" in kliniken als nebentherapeuten eingesetzt? mit guten erfolgen!?

manche nennen das auch religion! aber nur die ahnungslosen!

die etwas weiter entwickelten "erleuchteten" sind selten in religions-gemeinschaften zu finden!

ich habe auch nie behauptet, dass es hier nicht genau so viele scharlatane gibt, wie überall sonst!!!!! die gibt es überall!- auch unter den schulmedizinern.....was wird darauf herumgeritten?

allgemeines bla bla......es ist auf gar keinen fall ein echtes argument gegen irgend etwas,- bei keinem thema!

chris: falls du mal in eine solche lage kommst (s.o.) dann hast du das gleiche problem, wie ich, oder noch schlimmer,- du wirst alles, was du studiert hast, vergessen müssen und auch wollen......du willst ja dann dein leben retten, und solange du analysierst, funktioniert das nicht. dies ist nicht bewertend, sondern ein rat.

dann MUSST du den weg ins geistige und tief in deine seele gehen, um denk- und glaubensmuster aufzulösen und auszulöschen, um dann ein weisses stück papier völlig neu zu beschreiben. ob dir dabei ein klinikclown helfen kann, wage ich zu bezweifeln. es ist schon für kinder gut,- aber gerade bei dir/uns braucht es richtige arbeit,- dies ist meine eigene erfahrung! ich glaube nämlich auch nicht alles ohne analyse......ich habs gelernt, weil ich begriff, das genau dies mein leben retten wird ( die schaltergene umprogrammieren, kann man auch sagen)......manche brauchen wenige tage, ich brauche viele monate......aber immerhin weiss ich schon, wies geht!

gott sei dank waren die ersten erfolge überwältigend genug, um den glauben daran immer mehr zu bestärken.....

und hoffendlich wird es hier leute gegeben haben, die sich irgenwann, wenn sie es wirklich brauchen.....an diese unterhaltung erinnern.......ich finde sie sehr inspirierend, interessant und lehrreich! möchte mich mal bei euch allen dafür bedanken......hier wird wirklich sehr viel zeit und hirntätigkeit investiert........echt klasse!

es schaut auch im moment gut für mein "spirizuelles dorf" aus.....habe einen alten bekannten wiedergetroffen (nichts ist zufall!), der einen alten kontakt aufleben lässt (zu einem minister in brasilien), er ist selbst partnerschafts-therapeut und sowas von begeistert,- er will mitmachen.....und so zieht es seine kreise.......

auch sind einige ärzte und heilpraktiker sehr interessiert, zumindest zeitweilig dort zu helfen und ihre eigenen erfahrungen zu sammeln......probieren statt studieren?

habe dort einen arzt kennengelernt, der gerade gestern anrief, er will seinen anteil an der praxis verkaufen, weil er mit dem, was er dort erlebt hat, dort weiterarbeiten möchte......!!!! was sagt man dazu ???

ihr werdet dieses dorf vielleicht irgendwann im net finden, dann denkt wenigstens über einen erlebnis-urlaub nach......es kann nur interessant sein, oder?

wünsche allen hier ein besinnliches, schönes wochenende!

nadine

cbhrius][ph>axrm


@ molurus

Ich wäre ein Unmensch, wenn ich dir nicht wünschen würde, dass es klappt.

Prinzipien hin oder her, wenn man die Grenzen der heutigen modernen Medizin erreicht hat, dann kann man natürlich nicht mehr auf erforschten Wegen wandeln. Alles was einem bleibt ist die Hoffnung und das Unbekannte.

Wie gesagt, ich habe noch nie jemanden von einer Alternativmethode abgebracht und werde es auch in Zukunft nicht tun. Das ich es mir leisten kann pharmazeutisch zu denken, dafür ist mein Umfeld verantwortlich und die Tatsache, dass ich gesund bin.

Mein Problem mit den Alternativlern ist ja nicht die Methode an sich. Wenn man durch deren Anwendung eine Wirkung zeigen kann, dann ist es definitiv eine Bereicherung.

Mein Problem sind diese fantastischen Erklärungen. Warum sich eine Erklärung aus den Fingern saugen? Hat man sowas nötig? Sowas muss doch nicht sein, wenn die Methode funktioniert! Wenn man nichts beweisen will, dann braucht man doch auch keine fantastischen Theorien aufstellen! Oder braucht der Mensch Magie? Wenn man noch nie beobachtet hat, wie eine Bioresonanzwelle ein Imunglobulin von einer Mastzelle abgeschüttelt hat, warum behauptet man das mit einer Bestimmtheit, als wäre das der bewiesenste Fakt im Universum?

Das ist das Kernproblem, was ich habe! Wenn die Methode sonst funktioniert, immer her damit!

Ich war immer schon ein verkappter Wissenschaftler. Das ist vertrautes Terain, darauf kann ich mich sicher bewegen. Althergebrachtes ist ja schön und gut, aber wie entwickelt man sich ohne eine Art von "Forschung" weiter? Will man in 1000 Jahren immer noch mit den gleichen, dann vielleicht schon längst ausgerotteten Pflanzen heilen?

Forschung beinhaltet ja auch eine gewisse Neugier auf etwas. Insofern bist du selbst ja auch eine Forscherin. Du betrittst Neuland.

du wirst alles, was du studiert hast, vergessen müssen und auch wollen...

Erst muss ich noch ein Staatsexamen bestehen. Ich sollte also lieber nichts vergessen! ;-)

m9olurxus


ich drücke dich,

......und dir von herzen die daumen dafür!

a<ntjxeje


Ich muss als HP auch was dazu sagen.....

Da ich mich seit Jahren mit der Naturheilkunde beschäftige und auch angehende Heilpraktiker ausbilde, ist es mir ein grosses Anliegen meine Grundsätze zur Behandlung eines Patienten darzulegen:

1. Die Medizin ist ein weites Feld und als Naturwissenschaft keine gesicherte Wissenschaft. Soll heissen: Alles ist möglich und nichts ist gesichert! Jeder ernsthafte Mediziner, Biochemiker usw. wird dies bestätigen!

2. Keinem Patienten kann ein Heilversprechen gegeben werden - niemals und in keiner Situation! Kein vernünftiger Arzt und kein vernünftiger Heilpraktiker wird dies tun! Das kann nur der liebe Gott!

3. Die seriös ausgeübte Naturheilkunde hat nichts mit Scharlatanerie zu tun und kennt ihre Grenzen! Natürlich gibt es überall schwarze Schafe - bei Schul- und Naturmedizinern. Diese zu erkennen fordert natürlich einen aufgeklärten und vielleicht auch eigenwilligen Patienten. Der Grossteil meiner Kollegenschaft übt seinen/ihren Beruf jedoch ernsthaft und seriös aus.

4. Dieser ständige Hickhack zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde sollte endlich aufhören und einem Miteinander zugunsten des Patienten Platz machen. Es ist doch klar, dass eine Fraktur oder eine Appendizitis nicht mit einer Akupunkturnadel geheilt werden kann. Wir brauchen die Ärzte, wir brauchen aber auch die Alternativen.

5. Zum Thema "austherapiert" und "totsterbenskrank". Natürlich greift ein solcher Patient nach jedem Strohhalm und ein seriöser Heilpraktiker wird sich auch seiner annehmen. Geduld und Zuwendung wirken oft Wunder. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich Patienten vom normalen Klinikbetrieb oft alleine gelassen fühlen ... warum soll man sich nicht kümmern mit den Mitteln, die einem zur Verfügung stehen? Wer jedoch zuviel verspricht ist unseriös (siehe oben)!!

6. Ganz privat: Ich denke, die Frage Schul- oder Naturmedizin stellt sich im eigentlichen Sinne so nicht! Ich halte unsere Schulmedizin als "westliche Denkweise" für äusserst interessant, bedenkenswert und nachvollziehbar. Gleichzeitig ist mir z.B. die "östliche Medizin" sprich die Denkweise der rein empirischen TCM (tausende von Jahren alt) nicht fremd. Warum sollte man das eine ablehnen und das andere präferieren? Beide kann man zur Synopse bringen - sie ergänzen sich in einigen Punkten sehr gut!

Natürlich verlangt die Beschäftigung mit (ich nehme hier das Beispiel TCM, weil ich es selbst eben gut kenne) einer anderen Denk- und Betrachtungsweise eine offene Haltung. Es hat sich ja schon an vielen Beispielen gezeigt, wie auch Schulmediziner, die sich damit beschäftigt haben, diese Betrachtungsweisen und Therapiemöglichkeiten nicht mehr missen möchten.

7. Chris, der Pharmazeut, wird es Euch bestätigen: Was wären wir ohne die Pflanzen? Und wenn sich schonende Pflanzenauszüge in der Praxis bewährt haben .... warum soll man sie nicht verwenden? Nicht in jedem Fall muss man zum chemischen "Ableger" greifen! Aber auch hier sollte Wissen vor dem Glauben stehen! Ich spreche hier nicht von selbst gesammelten Wald- und Wiesenkräutern, sondern von Komplexmitteln, Phytotherapeutika etc..! Ich spreche hier auch nicht von den allseits beworbenen Ergänzungsmitteln, Säftchen und allerhand Dubiosem, dem immer mal wieder Wunderkräfte zugesprochen werden und von denen alle paar Jahre wieder mal eines auftaucht (wie zuletzt Aloe). Wenn und wo nötig: JA und in ensprechender Form - aber nicht, weil es gerade "in" ist für alles und in allem!

8. Und da komme ich wieder auf den aufgeklärten Patienten! Dieser Patient ist für den Therapeuten vielleicht das, was man "schwierig" nennen könnte - aber er lässt sich kein X für ein U vormachen, fällt nicht auf bekannte Fernsehprediger herein, hält nicht viel Werbung für gute Werbung und geht mit sich selbst sorgsam um. Das wäre vielleicht mal ein neuer Diskussionsansatz: Wie wird man aufgeklärter Patient bzw. von Therapeutenseite: Wie erhält man den aufgeklärten Patienten? Es kann sich nicht jeder in ein medizinisches Fortbildungsseminar setzen und einen grossen Teil Vertrauen sollte man seinem Therapeuten ja entgegenbringen! Macht doch mal einen Vorschlag!

cyhriEs][ph[arm


7. Chris, der Pharmazeut, wird es Euch bestätigen: Was wären wir ohne die Pflanzen? Und wenn sich schonende Pflanzenauszüge in der Praxis bewährt haben... warum soll man sie nicht verwenden?

Oh ja, das ist in sehr weites Feld! Mit Pharmazeutischer Biologie beschäftigt man sich das ganze Studium lang. Das geht los mit Pflanzeneinteilung, geht über das Mikroskopieren von Pflanzendrogen und endet bei dem molekularen Aufbau der Inhaltsstoffe.

Mit Pflanzen kann man eine Menge machen. Viele halbsynthetische Arzneistoffe sind abgeleitet worden von pflanzlichen Inhaltsstoffen.

Man sollte aber auch bedenken, dass man bei der Einnahme von pflanzlichen Arzneien auch viel falsch machen kann. Ein klassisches Beispiel wäre z.B. die Sennesblätter als Abführmittel. Da wird oft zuviel und zulange eingenommen. Und nicht jeder Patient darf alle Planzen einnehmen. Da wäre z.B. Johanniskraut zu nennen.

Ich erwähne das hier so explizit, weil es noch viele Menschen gibt, die denken, das pflanzliche Arzneien immer besser sind als synthetische Arzneistoffe. Dem ist definitiv nicht so! Manchmal machen die molekularen Veränderungen der natürlichen Arzneistoffe zu synthetischen Variationen sie viel besser verträglich. Hier wäre z.B. die Acetylsalicylsäure zu nennen. Die Zahl der Magengeschwüre ist wesentlich geringer, als bei dem natürlichen Vertreter Saligenin (Salicylsäure) aus der Weidenrinde. Eine kleine Veränderung am Molekül mit positiver Wirkung.

Interessantes weites Feld mit vielen Pro's und Contra's! :-)

C1he


Chris,

nicht zu vergessen der naturbedingt schwankende Wirkstoffgehalt in Drogen. Der macht die Therapie sowie die Interpretationn des Ergebnisses unsicher.

cFhris]_[phar-m


@ Che

Da hast du aber noch einen wichtigen Punkt erwähnt. Hatte ich ganz vergessen zu erwähnen.

Der Gehalt ist abhängig vom Boden, von der Sonneneinstrahlung, von der Erntezeit, von ortansässigen Parasiten (unsere pflanzlichen Arzneistoffe sind oft Abwehrstoffe gegen Bakterien und Fraßfeinde), Tageszeit, Nachbarpflanzen und und und. Das ist unmöglich zu kontrollieren.

Aber man macht ja von solchen Pflanzen vorher analytische Tests, also Gas-, Dünnschicht- und Hochdruckflüssigchromatographie. Gibt noch andere! Da findet man dann heraus wieviel und in welchem Verhältnis die Inhaltsstoffe enthalten sind. Diese Untersuchungen muss man aber bei jeder Charge neu machen. Das schwankt teilweise extrem, oftmals mehrere Zehnerprozente.

Nicht zu vergessen sind die ganzen Verschnitte die auf dem Markt rumschwirren. Verschnitte sind minderwertige Pflanzen, die einem eine qualitativ hochwertige Pflanze vortäuschen sollen. Dabei mangelt es dann oft extrem am Hauptinhaltsstoff oder es schwirren irgendwelche unerwünschten Fremdstoffe herum.

Darauf wird dann geprüft und die Verursacher werden bestraft.

Einige hier im Forum haben mir immer vorgehalten, dass ich icht immer so analytisch an die Medizin herangehen soll und doch mehr erleben soll, um es zu beurteilen.

Der letzte Grund ist ein wichtiger, weshalb ich die wissenschaftliche Analyse dem daran glauben vorziehe. Solange die Welt so schlecht ist, dass einige Vögel auf der Gesundheit anderer herumtrampeln, was sie ja z.B. mit den angesprochenen Verschnitten tun, dann vertraue ich niemanden, nur meiner eigenen Dünnschichtchromatographie.

Es muss einfach Kontrollen geben. Zulassungen dürfen nur für kontrollierte Arzneistoffe, Naturstoffe oder Therapieverfahren erteilt werden. Die Welt ist einfach zu schlecht für Vertrauen!

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