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Hat die Chiropraktik Zukunft?

H.arpaldx91 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

habe lange nach einem passenden Forum gesucht und denke bin hier nun fündig geworden :-D Erlaubt mir bitte erst einmal einiges zu meiner Wenigkeit zu sagen, da es eventuell eine Relevanz beim Beantworten der Frage hat. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit mein Abitur gemacht, mein Durchschnitt war jetzt nicht der Kracher aber relativ okay. Wie die meisten Abiturienten wollte auch ich studieren, für mich kam nur etwas in Richtung Medizin/Pharmazie infrage. Leider war der NC zu hoch, sei es nun für das Medizin - oder Pharmazie Studium und auf Wartesemester keine Lust gehabt. Also habe ich mich kurzerhand für ein Dualstudium in Physiotherapie (B.Sc.) entschieden.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema: Wie ihr aufgrund des Titels bereits erahnen könnt, geht es um das (umstrittene?) Studium "Bachelor und Master of Science in Chiropraktik". Die Chiropraktik hat mich fasziniert und sagt mir einfach mehr zu als die Physiotherapie, weshalb ich auch momentan über einen Wechsel nachdenke. Ich bin mir da jedoch noch etwas unsicher. Wie bei jeder Sache die mich brennend interessiert habe ich mich auch diesmal auf verschiedenen Seiten reingelesen, was die Chiropraktik anbelangt. Neben Leuten die es bis zum Himmel preisen und von ihren eigenen positiven Erfahrungen berichten (auch in meinem Bekanntenkreis), gibt es natürlich auch die Sorte, die das ganze "verteufeln" (mal krass ausgedrückt) und es als eine "Pseudo-Medizin" betiteln. An der Stelle würde ich auch gerne ein Zitat bzw. These von dem Facharzt für orthopädische Chirurgie Max Geiser (u.a. auch durch seine Publikation in der Schweizerischen Ärztezeitung bekannt) heranführen, und zwar das "mit der manipulativen Behebung von ‚Fehlstellungen‘ der Wirbelgelenke verschiedenste von diesen ‚Fehlstellungen‘ verursachte Krankheiten heilen zu können [...] widersprechen allen im 20. und 21. Jahrhundert erkannten Fakten über die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Organismus.". Aber sagt nicht genau das die Chiropraktik? Obwohl man dazu sagen muss, dass auch viele Schüler der Schulmedizin Chiropraktik anbieten/praktizieren.

Ein weiter Einwand wäre auch die gesellschaftliche (Mehrheit?)Meinung zur Chiropraktik. Im Volksmund einfach nur als "gefährliches knacken/einrenken" bekannt oder vielen allerhöchstens bekannt von Two and a Half Men (Alan Harper), wo man auch an dem Beruf kein gutes Haar lässt (und nicht nur in Deutschland hat so ‘ne Serie mehr als Millionen von Zuschauern). Grundsätzlich ist Deutschland im Gegensatz zu anderen EU-Ländern auch sehr weit hinterher bzgl. Anerkennung der Chiropraktik. In der Schweiz sind studierte Chiropraktiker in vielen Sachen mit Humanmediziner, den Zahnarzt, den Tierarzt und den Apotheker gleichgestellt. (Vgl. Wikipedia) und einfach angesehener. Und nicht jeder 0815-Heilpraktiker mit Halbwissen von Wochenend-Seminaren darf die Chiropraktik dort ausüben, mit dem dann Akademiker in ein Topf geworfen werden.

Worauf ich hinaus will: Wozu etwas studieren, was einem Spaß macht und sogar das "richtige" wäre, mit dem man aber auf dem Arbeitsmarkt nicht gut abschneidet? Ich will ja nicht irgendeinem Hobby nachgehen sondern auch Geld verdienen und davon (am besten gut) leben können. Oder bin ich in der Überlegung vielleicht doch zu pessimistisch? In anderen Ländern sieht die Chance natürlich besser aus (in den USA z.B. ist das Gehalt überdurchschnittlich gut für deutsche Verhältnisse), bin auch mehrsprachig aufgewachsen, aber Deutschland bleibt nun einmal meine erste Anlaufstelle zum Arbeiten.

Dazu kommt auch noch, dass das Studium 10.500€ im Jahr kostet (!) und man bis jetzt nur in Dresden die Möglichkeit hat, dass Studium zu absolvieren. Bin in Köln wohnhaft und mit dem Gedanken in Dresden anzufangen kann ich mich schwer anfreunden. Die Möglichkeit ein Stipendium zu bekommen besteht zwar aber ist nichts Sicheres.

Man muss halt auch dazu sagen, dass es in Deutschland relativ wenig Chiropraktiker gibt so wie auch die Möglichkeit es zu studieren. Es ist ganz frisch. Vielleicht einfach mal abwarten bzw. Physiotherapie weitermachen bis sich auch etwas in NRW ergibt zum Studieren? Eventuell kann ich einige Module sogar anerkennen lassen, wenn ich Chiropraktik studieren möchte? Immerhin habe ich streng genommen viele von den Modulen wie Anatomie, Physiologie oder Biomechanik.

Was sagt ihr zu dem ganzen? Ich bin für Einwände, Zuspruch und allgemein andere Meinungen offen und freue mich auch sehr darüber. Deshalb bin ich ja auch hier ^^

Liebe Grüße!

Antworten
APnd;rxusch


Mmhh...die Kosten sind ja schon beträchtlich und dann kommt ja noch der Lebensunterhalt dazu.

Muss es denn gleich Chiropraktik sein? Ggfs. kommt ja auch erstmal eine Ausbildung zum Physiotherapeuten in Frage und darauf aufbauend dann weitere Qualifizierung.

So hat es mein Chiropraktiker gemacht, hat jetzt eine eigene Praxis für Physiotherapie und bietet amerikanische Chiropraktik an.

Ich war früher auch skeptisch, bin ab und an mal durch einen Orthopäden "eingerenkt" worden, was auch nicht schlecht war für den Moment.

Da ich jedoch anhaltende Probleme beim Reiten hatte, habe ich auf eigene Kosten eine Behandlung beim Chiropraktiker begonnen und bin tatsächlich begeistert. Hat zwar drei Monate gedauert, weil ich von unten bis oben eine Katastrophe war ;-) Es war eine ganzheitliche Behandlung ohne kurzes Einrenken, sondern wirklich Schritt für Schritt, bis es irgendwann fast von allein "knack" gemacht hat und ich echt das Gefühl hatte, beim Gehen zu schweben, so einfach und ohne Blockaden ging das plötzlich :-)

Vorher war ich zu einem Vorgespräch beim Osteopathen, der wollte mich wirklich nur einrenken und dann eine sauteure, mechanische Behandlung durchführen, hätte mich für 6 mal über 700 EUR gekostet 😳

ArnldrusMch


Huch...überlesen..,machst ja schon ein Studium zur Physiotherapie ;-)

Cretuxs


Hallo Harald,

das Berufsbild CHIROPRAKTIKER gibt es in Deutschland nicht! An der Wirbelsäule manipulieren (einrenken) dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker, beide mit der entsprechenden Zusatzausbildung. Auch Physiotherapeuten sind Manipulationen an der Wirbelsäule verboten!! Bei Ärzten nennt es sich Chirotherapie und bei Heilpraktiker Chiropraktik.

Aber als Physiotherapeut kannst du eine Weiterbildung in Manuelle Therapie absolvieren, dann kommst du deinem Wunschberuf schon sehr nahe. Hierbei handelt es sich um MOBILISATIONEN aller Gelenke, auch der Wirbelsäulengelenke. Mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten hast du schonmal eine fundierte Basis, egal wie du dich entscheidest.

Viel Glück wünscht dir Cetus!

B`eniutaBx.


Ich erlebe es immer wieder praktisch. Der eine hat ein Händchen dafür. Der andere nicht.

Da kann man das hoch und runter studieren, wenn einem das Feeling in den Fingerspitzen dazu fehlt, nützt auch das Studium nichts.

Sich da einfach nur belesen, ist ganz was anderes, als erst mal mit den Fingern abzutasten, die schmerzenden Triggerpunkte zu ermitteln, ohne dass der Patient selbst was sagt und dann zu behandeln.

Wenn Du gut und besser bist, also ein Händchen dafür jetzt schonN hast, Dir auch der Umgang mit alten, jungen, unter starken Schmerzen leidenden Menschen nichts ausmacht - dann bist Du richtig.

In Hamburg annoncieren oftmals Chiropraktiker, die das wohl in Dänemark studiert haben. Da muß man immer eine 10er Serie von Behandlungen machen. Ich war da vor Jahren mal. Da die Krankenkasse das nicht zahlte, habe ich das schnell nachgelassen.

Und da dieses Duo immer wieder annonciert, werden sie es wohl nötig haben.

Währenddessen kriegt man bei guten Physiotherapeuten mit Zusatz Osteopathie oder manueller Therapie ganz schlecht Termine. Weil: die sind überlaufen. Durch Mundpropaganda.

Ccetuxs


Physiotherapeuten mit Zusatz Osteopathie oder manueller Therapie ganz schlecht Termine. Weil: die sind überlaufen. Durch Mundpropaganda.

Natürlich gibt's in jedem Beruf gute und schlechte, selbst bei Ärzte soll das angeblich der Fall sein. ...

Darum geht aber nicht. Nicht alles was man kann darf auch gewerblich angeboten werden. Physiotherapeuten dürfen KEINE osteopathische Behandlungen durchführen, das ist letztinstandlich vor ein paar Monaten in Münster gerichtlich entschieden worden. Es sei denn, sie haben die Überprüfung zur Heilerlaubnis ohne Bestallung als Heilpraktiker bestanden.

Gruß Cetus

Bxen!itaxB.


Na, dann versteh ich aber nicht, warum meine Krankenkasse Osteopathie bezahlt. Eben bei Physiotherapeuten mit zusätzlicher Ausbildung. Sie zahlt einwandfrei. Zwar nur wenige Behandlungen, aber sie bezahlt diese Verordnungen.

C1ewtuxs


...stimmt DAK und BEK (jetzt GEK) hatten Osteopathie bei Physiotherapeuten bei ärztlicher Verordnung anteilig

honoriert. Das war noch bis zum Gerichtsurteil am 8.9.15. Begründung ist zu ergooglen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat jüngst ein viel diskutiertes Urteil verkündet (OLG Düsseldorf vom 08.09.2015 Aktenzeichen I-20 U 236/13). In dem Berufungsverfahren wurde eine Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf bestätigt. Dieses hatte es einer Physiotherapiepraxis untersagt, berufs- oder gewerbsmäßig die Ausübung der Osteopathie anzukündigen und/oder die Osteopathie auszuüben, sofern keine ärztliche Approbation oder eine Zulassung nach dem Heilpraktikergesetz vorliegen. Die Entscheidung ist rechtlich überzeugend begründet; sie ruft jedoch zahlreiche Folgefragen hervor.

HQaraldx91


Erst einmal vielen Dank an jeden der etwas dazu geschrieben hat. Leider ist man ein wenig vom Thema abgewichen.

Andrusch, danke, ich weiß mittlerweile auch, dass das Chiropraktische behandeln nur Heilpraktiker und Ärzte dürfen. Zu dem Studiuminhalt des Chiropraktiker gehört auch die theoretische Vorbereitung auf die Heilpraktiker Prüfung, aber auch nur, weil man ohne diese den Beruf in Deutschland nicht ausüben darf. Womöglich hatte der besagte Physiotherapeut eine Heilpraktiker Zulassung und hat die Osteopathische Behandlung über diese Wege abrechnen lassen. Aber, ist nur eine reine Vermutung und soll auch jetzt nicht weiter Gegenwart dieses Thread werden/sein.

Dein Tipp, nach der Ausbildung eine Weiterbildung in Manuelle Therapie zu machen, ist sehr hilfreich und hat mich ein wenig zum nachdenken angeregt. Wie du selbst sagst, egal für welchen Weg man sich nun entscheidet, es hilft auf alle Fälle weiter und somit eigne ich mir bereits mehr als die Basic an. Was mich nur stört, wenn ich die Ausbildung beenden würde mit der Weiterbildung, die Zeit des Studiums des Chiropraktiker (in Deutschland 4-5 Jahre, Schweiz 6 Jahre mit anschließender Promotion Dr.med.chiro). Ob da eine Verküzung möglich ist, muss ich mal beim jeweiligen Institut nachfragen. Bezweifel ich aber. Selbst wenn ich als Physio dann das Wissen vom 1-2 Semster bereits habe, denke ich kaum, dass die mir dann die Ausbildung anrechnen würden. Aber da muss man auch unterscheiden: nach meiner Ausbildung (Dual) habe ich den Bachelor. Aber überlege auch das Studium sein zu lassen und nur die Ausbildung durchzuführen. Ein Bachelor in Physio bringt eigentlich kaum etwas, nur mehr Zeit zum aufbringen für die Module. Am ende ist man ja dann eh kein besserer Physio.

CTetxus


@ Harald

Um deine Eingangsfrage konkret zu beantworten: Nein ich glaube nicht dass Chiropraktik in Dts. eine Zukunft hat.

BEGRÜNDUNG:

1. sie,die C., für das heutige Medizinverständnis von antiquierten biomechanischen Grundlagen ausgeht, die mit heutiger med. Technik wie CT und vor allem MRT. nicht mehr haltbar sind. C. geht von FEHLSTELLUNGEN der Wirbelkörper aus, was aus heutiger Sicht falsch ist. In der Osteopathie -nachfolgend O. genannt - wird von FEHLFUNKTIONEN ausgegangen und das ist richtig, wie man heute weiß.

2. die nicht beachteten, vielfachen Kontraindikationen in der C. sind der Grund, warum sie in Misskredit geraten ist. Impulse werden zu häufig mit zuviel Kraft außerhalb des physiologischen Bewegungsspielraumes durchgeführt.

Die Alternative sind Manipulationen nach osteopathischen Richtlinien, und dort wo Impulse kontraindiziert-Osteoporose u.v.a.m.- sind, kann in der O. eine segmentelle Funktionsstörung mit MET (muscel Energy technices) behandelt und korrigierte werden.

Mein Tipp wäre, Physiotherapie abschließen und anschließend Osteopathie -Studium absolvieren.

Viel Glück wünscht Cetus

HraralHd91


Erst einmal: Danke Centus für deinen Beitrag!

sie,die C., für das heutige Medizinverständnis von antiquierten biomechanischen Grundlagen ausgeht, die mit heutiger med. Technik wie CT und vor allem MRT. nicht mehr haltbar sind.

Was genau meinst du damit? Viele der heutigen Chiropraktiker ziehen selbst für ihre Untersuchungen CT/MRT/Röntgenbilder heran.

C. geht von FEHLSTELLUNGEN der Wirbelkörper aus, was aus heutiger Sicht falsch ist. In der Osteopathie -nachfolgend O. genannt - wird von FEHLFUNKTIONEN ausgegangen und das ist richtig, wie man heute weiß.

2. die nicht beachteten, vielfachen Kontraindikationen in der C. sind der Grund, warum sie in Misskredit geraten ist. Impulse werden zu häufig mit zuviel Kraft außerhalb des physiologischen Bewegungsspielraumes durchgeführt.

Die Alternative sind Manipulationen nach osteopathischen Richtlinien, und dort wo Impulse kontraindiziert-Osteoporose u.v.a.m.- sind, kann in der O. eine segmentelle Funktionsstörung mit MET (muscel Energy technices) behandelt und korrigierte werden.

Ich muss passen, zu deinen Einwänden kann ich nicht viel sagen, so bewandert wie du bin ich in den Inhalten der Chiro - und Osteo noch nicht. Aber ich denke, dass die Sache nicht so eindeutig ist, wie man es gerne hätte. Selbst viele Anhänger der Schulmedizin praktizieren die Chiropraktik, was für diese Wissenschaft spricht. Mittlerweile hat man sogar in der Schweiz die Möglichkeit die Chiropraktik auf höchstem Niveau und mit den heutigen Medizinischen Erkenntnisen/Wissen-übereinstimmendes Studium zu absolvieren (die ersten Semestern sind mit dem Studium der Humanmedizinern identisch!). Sogar die Möglichkeit auf Promotion zum "Dr.med.chiro" hat man. Vgl. [[http://www.med.uzh.ch/de/Medizinstudium/chiropraktikstudium.html]]

Und die Chiropraktik ist auch nicht gleich Chiropraktik. Diese Wissenschaft wird seit "Erfindung" immer wieder den aktuellen Medizinischen Erkenntnisen angepasst. Das unter den Chiropraktiker immer noch skurrile Thesen verbeitet sind oder irgendwelche Heilpraktiker mit ihrem Halbwissen diesen Beruf in ein schlechtes Bild rücken (weil sie durch ihre Wochenend Kursen sicherlich nicht qualifiziert genug sind und dementsprechend unpassende Behandlungen durchführen), ist nicht zu leugnen.

Aber wenn diese Wissenschaft wirklich in ihrer Basis (das man davon ausgeht, dass es sich um eine Fehlstellung der Wirbelsäule handelt) total falsch sei und den heutigen Erkenntnisen der Medizin definitiv widersprechen würde, würde keine Hochschule/Uni der Welt diesen Lehrgang anbieten.

Mein Tipp wäre, Physiotherapie abschließen und anschließend Osteopathie -Studium absolvieren.

Denke auch, es wäre strategisch erst einmal besser, die Physio Ausbildung abzuschließen. Danach mal weiter schauen. Werde jetzt aber auch definitiv das Studium der Osteopathie in Erwägung ziehen.

PS: Kleiner Nachtrag, gerade die Module von Osteopathie angeschaut. Muss schon sagen, da ist die Chiropraktik wohl viel stärker an den Schulmedizinischen Inhalten orientiert (Physiologie, Biomechanik, Biologie usw. haben bei Chiro ihre eigenen Module).

CYetuBs


@ Harald

Solltest du dir eine Existenz in der Schweiz als Chiropraktiker aufbauen wollen, wäre dieser Ausbildungsweg zu empfehlen. Aber selbst die in USA und Kanada ausgebildeten DC sind nicht in alle Kantone zugelassen und dort WO sie zugelassenen sind, müssen sie sich einer nochmaligen ärztlichen Prüfung unterziehen.

Da die Schweiz ja kein EU-Mitglied ist, hat diese Ausbildung in EU Ländern keinerlei Gültigkeit. Um Chiropraktik in Dts auszuüben, müsstes du in jedem Fall eine Heilpraktiker-Überprüfung oder ein abgeschlossenes Medizinstudium nachweisen.

Chiropraktik und auch die Osteopathie haben KEINE evidente Basis , und zählen daher zur Alternativmedizin.

H}aPra8ld9x1


Solltest du dir eine Existenz in der Schweiz als Chiropraktiker aufbauen wollen, wäre dieser Ausbildungsweg zu empfehlen. Aber selbst die in USA und Kanada ausgebildeten DC sind nicht in alle Kantone zugelassen und dort WO sie zugelassenen sind, müssen sie sich einer nochmaligen ärztlichen Prüfung unterziehen.

Bevorzuge Deutschland, daher auch die Frage ob es hier Zukunft hat :) Aber man weiß ja nie, was die Zukunft so bringen wird.

Da die Schweiz ja kein EU-Mitglied ist, hat diese Ausbildung in EU Ländern keinerlei Gültigkeit. Um Chiropraktik in Dts auszuüben, müsstes du in jedem Fall eine Heilpraktiker-Überprüfung oder ein abgeschlossenes Medizinstudium nachweisen.

Es hat ganz den Anschein, dass der Studiengang auch unter einem Medizinstudium fällt, da 1. das promovieren nach dem Master (Doc of Chiropraktik) im Bereich der Medizin ist (Dr.med.chiro) und 2. wird der Studiengang Chiropraktik auf der Seite der Uni neben Human - und Zahnmedizin klar als ein Medizinstudium klassifiziert. Noch dazu ist ein Dr. Titel den man in der Schweiz gemacht hat, in Deutschland definitiv anerkannt.

Und selbst wenn das alles in Deutschland kein Gewicht hat, nach einem 6-Jährigen Studium ist die Heilpraktiker Prüfung wohl das einfachste was man noch "bewältigen" müsste, um in DE anzufangen.

Chiropraktik und auch die Osteopathie haben KEINE evidente Basis , und zählen daher zur Alternativmedizin.

Will dir echt nicht zu nah treten, aber das sagt wer? Etwa irgendwelche Studien? Statistiken, die besagen, dass dieses und jenes bei einer Anzahl XY von Personen aufgetreten ist, die zuvor beim Chiro waren? Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast - Bernd Klein

An dem o.g. mag ja womöglich etwas dran wahr sein, aber, es gibt tausende von Berichte, wo Patienten von ihrem Erfolg mit der Chiropraktik berichten. Ferner denke ich, dass man als qualifizierter Chiropraktiker (KEIN Heilpraktiker mit paar Kursen/Seminaren, beziehe mich auf Akademiker) nichts falsch machen kann oder etwas schädigen. Und Alternativmedizin lässt sich nicht daran fest machen/definieren, weil es keine evidente Basis hat. Unter'm Strich ist es aber ein Streitpunkt, bei dem man eventuell keinen Nenner finden wird. Das es von Seiten der Schulmedizin skepsis gegenüber dieser Art von Medizin gibt kann ich nachvollziehen, aber auch die Schulmedizin hat ihre Schatten Seiten.

Aber wie sagt mein Opa immer so schön, wähl' die Mitte, weder das eine extreme noch das andere. Ich denke eine Kombination aus beiden Medizinischen Richtungen wäre die Vorteilhafte Lösung. Und genau das scheint der Studiengang in der Schweiz geschafft zu haben.

C(etuxs


Nachtrag: Bitte auch die Beurteilung zur Alternativmedizin lesen

HQaraald91


Cetus, magst anscheinend wirklich nichts zu dem o.g. von mir zu sagen? Auch okay.

Aber von was für eine Beurteilung redest du? Ein Link dafür?

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