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Globuli Verbot

JeessS&lyt8herin


Mitunter muss der Arzt erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt.

:_D "Gegen die Erkältung nehmen Sie 20 Kugeln Nr.1. Wenn das nach zwei Tagen nicht wirkt, nehmen Sie 20 Kugeln Nr.2. Wenn das auch nicht hilft, nehmen Sie nach weiteren drei Tagen 20 Kugeln Nr.3. Spätestens damit sollte ihre Erkältung schon deutlich besser werden!" ;-D

M@onrsti


Du scheinst mir da eine Frage zu beantworten, die ich nirgends nicht gestellt habe.

Doch, indirekt war meine Antwort schon passend, indem Du nämlich das Beispiel des im Wasser hömöopathisch verdünnten Östrogens herangezogen hattest. Kurz: Es würde meist überhaupt nichts passieren, denn es würde lediglich auf jene Empfänger wirken, die einen korrekturbedürftigen Östrogen-Überschuss haben und deren Östrogenproduktion senken. Ich gebe zu, dass ich nicht darüber informiert bin, ob es überhaupt aus Hormonen oder Enzymen hergestellte Homöopathika gibt. Meines Wissens gibt es sie nicht.

Zu Deiner Frage allgemein: Chemisch reines H2O lässt sich problemlos herstellen. Hier gelten in der Herstellung von schulmedizinischen und homöopathischen Medikamenten selbstverständlich dieselben Regeln.

mJittelg[robrVö9hrxig


Ok, danke dir.

m2iriQ8l0


Mitunter muss der Arzt (bei uns in Österreich darf ausschließlich ein Allgemein- oder Facharzt homöopathisch behandeln) erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt. Nebenwirkungen wie bei schulmedizinischen Medikamenten gibt es nicht.

Wenn Globuli tatsächlich eine nachweisbare Wirkung hätten, muß es zwangsläufig auch Nebenwirkungen geben. Man kann nicht behaupten dass sie nur positiv wirken und ansonsten garnicht. Entweder sie wirken und haben auch Nebenwirkungen - sind also potentiell auch gefährlich - oder sie wirken nicht.

M1onsxti


JessSlytherin

Wer wegen einer banalen Erkältung zum Arzt rennt, braucht in aller Regel eine Krankschreibung und sonst gar nix. ;-)

Die meisten Menschen suchen einen homöopathisch arbeitenden Arzt wegen chronischer Geschichten auf, z.B. Gelenks- und Hautbeschwerden, ständigen Kopfschmerzen, Nebenhöhlenproblemen oder auch starke Infektanfälligkeit, nachdem ihnen schulmedizinische Therapien nicht oder zu wenig geholfen hatten.

Beispiel: Eine Freundin von mir litt viele Jahre lang unter dem "Restless-Legs-Syndrom". Arzt Nr. 1 kannte sich damit gar nicht aus und verschrieb ihr ein Schlafmittel. Arzt Nr. 2 kannte das Syndrom und verschrieb ihr Madopar, ein Mittel gegen Parkinson, das aber auch gegen das RLS wirksam ist. Sie musste das Medikament ziemlich schnell wieder absetzen, weil sie plötzlich Panikattacken bekam. Arzt Nr. 3 meinte, sie solle sich in eine Psychotherapie begeben. Arzt Nr. 4 verschrieb ihr Restex. Sie nahm das Zeug und bekam sofort wieder Panikattacken. Kein Wunder, denn in Restex ist genauso wie in Madopar der Wirkstoff Levodopa enthalten. Schließlich ging sie zu einer Empfehlung, einem TCM-Arzt und Spezialisten für Homöopathie. Der gab ihr erst Zincum metallicum D6, was überhaupt nicht wirkte. Eine Woche später erhielt sie Causticum, das bei ihr zwar eine unangenehme Erstverschlimmerung verursachte, doch am übernächsten Tag war die nächtliche Zuckerei komplett vorbei. Dieser Zustand hält bis heute an, sie ist zufrieden.

Da ich ebenfalls am RLS leide, suchte ich vor knapp 2,5 Jahren ihren Arzt auf. Der verschrieb mir aber nach fast drei Stunden Anamnese (hab halt leider vieles ...) ein völlig anderes Mittel, das mir sofort und ganz ohne Erstverschlimmerung half und nach über zwei Jahren immer noch hilft, obwohl mir nur eine einzige LM-Potenz gegeben worden war. Die Globuli, die ich damals auf der Zunge zergehen lassen sollte, musste ich mir nicht in der Apotheke besorgen, ich bekam sie direkt beim Doc. Der Arzt nannte mir das Mittel, doch kann ich mich leider nicht mehr daran erinnern, was es war. Müsste jetzt in meinen Unterlagen suchen, aber dafür bin ich gerade zu faul. :)z

Und nun nochmals: Warum wird in der EU über ein Verbot nachgedacht?

Mfon*stxi


Miri80

Was Du schreibst ist - mit Verlaub gesagt - Unsinn, weil Du von Medikamenten mit materieller Substanz ausgehst und Dich somit als vollkommen Unwissende bezüglich der Homöopathie entlarvst. Homöopathische Therapien haben einen vollkommen anderen Ansatz und sind grundsätzlich individuell auf den Patienten zugeschnitten. Deshalb ist es ja auch so kompliziert, ihre Wirkung nachzuweisen. In den medizinischen Studien geht es um spezielle Substanzen, deren Wirkung auf ein ganz bestimmtes medizinisch relevantes Symptom/Syndrom zunächst an Tieren, später auch an Menschen erprobt wird. Solche Studien mit einzelnen homöopathischen Mitteln sind extrem schwierig durchzuführen. Aber das schrieb ich viel früher ja schon.

Ich war selbst schon in einer medizinischen Studie. Wir alle hatten eine diagnostizierte Psoriasisarthritis, allerdings in z.T. ganz unterschiedlicher Ausprägung (u.a. Oligo- und Polyarthritis, Knochen- oder vor allem Weichteilbefall) teils mit und teils ohne akute Psoriasis-Herde. Diese Umstände blieben in der Studie unberücksichtigt. Ich hatte das Pech, lediglich Placebo erhalten zu haben. Etwas anderes (z.B. Cortison) durfte niemand von uns ohne wilde Grundsatzdiskussion mit den Ärzten zusätzlich nehmen. Es war für mich die Hölle. Einzelne Studienteilnehmer waren von der Wirkung begeistert. Bei anderen wirkte es nur leidlich. Das Mittel ist jetzt schon seit einiger Zeit am Markt. Ich nahm es etwa 4 Monate lang, um es dann wegen viel zu geringer Wirkung gegen ein neues Mittel auszutauschen. Nun passt es endlich wieder. Du siehst, die Homöopathie hat gewisse Misserfolge nicht für sich gepachtet.

B>roudexrick


JessSlytherin

Mitunter muss der Arzt erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt.

:_D "Gegen die Erkältung nehmen Sie 20 Kugeln Nr.1. Wenn das nach zwei Tagen nicht wirkt, nehmen Sie 20 Kugeln Nr.2. Wenn das auch nicht hilft, nehmen Sie nach weiteren drei Tagen 20 Kugeln Nr.3. Spätestens damit sollte ihre Erkältung schon deutlich besser werden!" ;-D

Und wenn sie schlimmer wird, dann ist das die homöopathische "Erstverschlimmerung".

Auch ein Beweis für die Wirksamkeit :-)

mOiri8x0


Was Du schreibst ist - mit Verlaub gesagt - Unsinn, weil Du von Medikamenten mit materieller Substanz ausgehst und Dich somit als vollkommen Unwissende bezüglich der Homöopathie entlarvst.

Na, ich habe dank diesem Faden ja schon einiges über die Prinzipien gelernt. Abgesehen davon werde ich jetzt nicht meine Zeit verschwenden und jede Pseudowissenschaft studieren, die mir über den Weg läuft. Wenn es bei der Homöopathie also wirklich nur um immaterielle Wirkungsweisen geht bin ich raus. Da kann einfach jeder behaupten was er will und es wird niemals nachprüfbar sein. Als Skeptiker habe ich dazu keinen Zugang und vertraue lieber auf evidenzbasierte Medizin. Positive Erfahrungsberichte betrachte ich immer kritisch, da die Nachprüfbarkeit fehlt (Stichwort "Bestätigungsfehler").

Mkonstxi


Genau dies sind die Antworten, die so gar nicht in die Diskussion passen, zumal sie beweisen, dass Du keine Ahnung hast und nur Deinen überflüssigen Senf von Dir geben willst, weil es Dich - aus welchen Gründen auch immer - zu ärgern scheint, dass es nu mal Menschen gibt, die mit der Homöopathie bei sich selbst und auch bei Tieren sehr gute Erfahrungen machen. Eine Erstverschlimmerung findet übrigens nur dann statt, wenn das Mittel weitgehend passt. Ansonsten passiert nämlich gar nix.

M.onCstxi


Na, ich habe dank diesem Faden ja schon einiges über die Prinzipien gelernt. Abgesehen davon werde ich jetzt nicht meine Zeit verschwenden und jede Pseudowissenschaft studieren, die mir über den Weg läuft. Wenn es bei der Homöopathie also wirklich nur um immaterielle Wirkungsweisen geht bin ich raus. Da kann einfach jeder behaupten was er will und es wird niemals nachprüfbar sein. Als Skeptiker habe ich dazu keinen Zugang und vertraue lieber auf evidenzbasierte Medizin. Positive Erfahrungsberichte betrachte ich immer kritisch, da die Nachprüfbarkeit fehlt (Stichwort "Bestätigungsfehler").

Das steht Dir ja frei, oder zwingt Dich irgendwer zu einer homöopathischen Therapie? Ich glaube nicht.

mAir{i8x0


Nein, ich bin auch nicht für ein Verbot. Ich finde aber - wie bereits geschrieben - das man einen Hinweis aufdrucken sollte und die Mittel nicht über die Apotheke verkauft werden sollten. Absurd ist auch, wie die Krankenkassen mit dem Thema umgehen, wenn man z.B. mal vergleicht was man beim Gyn alles selbst bezahlen darf (IGeL-Leistungen).

MGonxsti


Miri, warum nicht in Apotheken? Das verstehe ich nicht. Könntest Du mir das bitte erklären? Dort werden auch Hustenbonbons und allerlei Cremes verkauft. Ich wäre sogar dafür, dass alle homöopathischen Mittel rezeptpflichtig sind, also auch die Komplexmittel. Welchen Hinweis sollten homöopathische Mittel erhalten? Sowas wie z.B. auf frei verkäuflichen Zigaretten: "Rauchen kann ihre Potenz beeinträchtigen." oder so ähnlich?

Bei uns in Österreich ist es ja so, dass nur ein Arzt homöopathisch therapieren darf (schrieb ich schon mehrfach). Im Bedarfsfall tut dies auch mein Hausarzt, ohne die damit verbunden Anamnese nach Zeit zu verrechnen. Er ist übrigens primär Schulmediziner, gibt aber zu, dass gerade bei chronischen Erkrankungen eine passende homöopathische Therapie oft wesentlich besser als eine schulmedizinische wirkt. Erstere nimmt aber stets sehr viel Zeit in Anspruch, so dass er den homöopathischen Ansatz nur bei jenen anwendet, bei denen es sich zu lohnen scheint: offen für die Therapie und gewillt, einen anderen Weg zu wählen. Wir leben auf dem Land, und der Hausarzt kennt jeden sehr gut. Bei mir war er bezüglich des Restless-Legs-Syndroms der Ansicht, dass mir eine homöopathische Therapie vermutlich viel besser hilft als all seine schulmedizinischen Ideen dazu, er selber habe aber diesbezüglich zu wenig Erfahrung und überwies mich an o.g. TCM-Arzt. Und recht hatte er: Dessen Therapie half mir endlich. Als ich einmal wegen einer sehr akuten Nackengeschichte bei ihm war, verschrieb oder spritzte er mir nicht irgendwas, sondern behandelte mich mit Akupunktur - und dies mit hervorragender Wirkung. Zwei Stunden später war ich nahezu beschwerdefrei, und zwar dauerhaft. Ich habe Hochachtung vor Ärzten, die es schaffen, genau das zu tun, was dem Patienten hilft, zu welchen Mitteln sie dabei greifen, bleibt überwiegend ihnen überlassen. Nicht ohne Grund gibt es ja auch einen treffenden Satz: Wer heilt, der hat recht.

kZaul"li


Als Skeptiker habe ich dazu keinen Zugang und vertraue lieber auf evidenzbasierte Medizin

Wenn du aber eine chronische Erkrankung hast, kommst du damit nicht viel weiter, weil es dafür schulmedizinisch keine Heilung gibt.

mFirji8x0


Der Verkauf in Apotheken suggeriert eine höhere Wirksamkeit, als durch die aktuelle Faktenlage tatsächlich belegt ist. Einige Leute könnten auch dem gleichen Irrtum wie ich aufsitzen, nämlich das die Mittel tatsächlich irgendwelche Wirkstoffe enthalten. Ich wurde einmal in der Apotheke gefragt, ob es auch etwas Homöopathisches sein darf. Laut euren Aussagen ist eine langwierige Anamnese notwendig um das richtige Mittel zu finden. Diese Frau hätte mir also kurzerhand irgendein Standardmittel angedreht und ein anderer hätte das vielleicht gutgläubig gekauft. Sowas finde ich einfach unprofessionell.

Einen Hinweis in dieser Art fände ich sinnvoll:

Lassen Sie sich bei einer ernsten Krankheit stets zunächst schulmedizinisch untersuchen. Um keine Zeit zu verlieren, sollten Sie erprobte Therapien, die einen Wirksamkeitsnachweis haben, in Anspruch nehmen. - (Stiftung Warentest 2009)

T}atjaBna647x2


Wenn du aber eine chronische Erkrankung hast, kommst du damit nicht viel weiter, weil es dafür schulmedizinisch keine Heilung gibt.

Für welche chronische Erkrankung gibt es denn eine Heilung wenn ich mich homöopathisch behandeln lasse?

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